Es gibt immer auch andere Möglichkeiten, an Dein Ziel zu gelangen …

… – zumindest wenn Du offen für Veränderungen und neue Wege bist!

Es gibt Menschen, die können – wie mein Liebster und ich – ewig darüber diskutieren, ob jetzt der Weg schon das Ziel sein kann oder Menschen erst zufrieden sein dürfen, wenn sie ihre Ziele erreicht haben.

Ich persönlich setze mir zum Beispiel selten wirklich Ziele, die ich unbedingt und innerhalb einer bestimmten Zeit erreichen will – weil ich weiß,

  • wie leicht ich meine Meinung ändern kann, wenn ich neue Informationen bekomme;
  • wie schnell sich Situationen verändern können und Wege zu Zielen verbaut sein oder sich ganz neue, schönere auftun oder neu entwickeln können; und
  • wie unvorhersehbar die Zukunft und wie schön es ist, flexibel zu bleiben und sich von ihr noch überraschen lassen zu können, ohne dass sie gerade geplante Wege durchkreuzt oder ein Weiterkommen versperrt.

Ich verstehe immer mehr, wieso Menschen, die ihre Zukunft gerne planen, – sie statt nur davon zu träumen wie von Menschen empfohlen, die damit ihr Geld verdienen, dass sie anderen Visualisierungstechniken als die einzig erfolgreichen, alternativlosen, verkaufen, fest in Fantasie-Stein meißeln oder sich bis ins feinste Detail ausmalen – Überraschungen überhaupt nicht mögen.
Mir wird immer klarer, wieso es viele Menschen gibt, die anderen weismachen (wollen), es gäbe keine oder zumindest keine gute Alternative zu der Möglichkeit, die sie anzubieten haben – seien es PolitikerInnen, ÄrztInnen, Eltern, LebensgefährtInnen, u.v.a. …
Ich jedenfalls habe wenig Freude daran, immer nur geradeaus zu laufen oder immer nur nach links oder rechts oder immer den einfachsten oder immer den schnellsten Weg zu gehen, auch wenn ich dadurch nicht ganz sicher sein kann, wo ich – bevor ich müde bin oder es mir zu dunkel wird – ein sicheres, gemütliches Plätzchen zum Ausruhen oder Schlafen haben werde, das je nach Tageslaune auch ein Zelt, eine überdachte Parkbank oder ein Auto sein kann.

Bevor ich mich einer Gruppe von Menschen anschließe, mit denen ich nur lustlos mittrotten kann, weil für sie der Weg schon vorher terminiert ist, also unabänderlich feststeht das, oder mich nicht mit Menschen einigen kann, die verzweifelt versuchen, meinen Plan zu durchschauen, der sich mit jedem erlebten Moment, jeder neuen Erfahrung, jedem neuen Tipp, auch wieder ändern kann, gehe ich lieber erst einmal alleine weiter. Wenn man wie ich weiß, welche Überraschungen das Leben bieten kann, und sich sicher ist, dass sich gewisse Menschen einfach anziehen – entweder um sich nur kurz zu begegnen oder sogar um sich oder etwas Gemeinsames auszutauschen und voneinander zu lernen – hält man sich lieber selbst alle Möglichkeiten weit offen, die nicht von den Plänen anderer durchkreuzt und versperrt werden können; auch wenn die hoch und heilig versprechen, dass sie das gar nicht vorhaben.

Es lohnt sich nicht – zumindest für mich nicht, weil ich es für verschwendete Lebenszeit halte – immer darauf zu warten, dass jemand erst einen neuen Plan dafür entworfen hat, wie es jetzt weitergehen soll, wenn etwas Unerwartetes den alten zerstört hat; vor allem wenn noch Möglichkeiten oder sogar fertige Wege offen stehen, die gangbar sind – notfalls alleine, aber vielleicht findest Du sogar experimentierfreudige, für alles offene, BegleiterInnen, mit denen es Dir nicht langweilig, aber auch nicht zu nervenaufreibend wird, so dass die Gefahr besteht, dass Ihr es gar nicht bis ans angedachte Ziel schaffen könntet, weil es für Euch gar keine Wege und Möglichkeiten gibt, auf die Ihr aus Vernunftgründen oder aufgrund von schlechten Bauchgefühlen verzichten wollt.

P.s.: Menschen, für die es kaum andere Möglichkeiten gibt als die, die sie sich – aus Angst vor Unsicherheiten oder bösen Überraschungen – irgendwann fest in den Kopf gesetzt haben, ohne an Alternativen zu denken oder offen dafür zu sein, erkennst Du übrigens daran, dass sie wütend werden und Dir noch lange böse sind oder nachtragen, wenn Du über Deine eigenen redest oder spontan eine neue entdeckst, die Du lieber – zur Not auch alleine – ausprobieren möchtest; die also kein Vertrauen haben, dass Ihr Euch spätestens am Ziel, wenn Ihr tatsächlich das gleiche habt, wiedersehen werdet und von Euren unterschiedlichen Erfahrungen profitieren könnt.

 

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Dank für das Foto gebührt Burst (auf Unsplash)!

 

 

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