Der zunehmend verlorenere Sinn ehrlicher Wissenschaft zugunsten von Kommerz

Wenn Wissensgewinn ökonomischen Interessen weichen muss und aus kritischen WissenschaftlerInnen WissenschaftsleugnerInnen werden

Als naive Studienanfängerin dachte ich noch, dass studieren bedeutet, sich das Wissen anderer Menschen anzueignen und es dann einfach anzuwenden …
Mir war nicht bewusst, dass täglich neues Wissen dadurch gewonnen wird, dass WissenschaftlerInnen feststellen, dass WissenschaftlerInnen vor ihnen vieles noch gar nicht bedacht hatten: Wissen hat keine Grenzen.
Wissen kann immer wieder durch einen neuen Versuchsaufbau – zu einem neuen Zeitpunkt, an einem anderen Ort – oder durch die Betrachtung der bisherigen Ergebnisse aus einer neuen Perspektive erweitert werden.
WissenschaftlerInnen dürfen nie davon ausgehen, dass sie selbst an alles gedacht haben, was ihre eigenen Forschungsergebnisse – die sie selbst durch die Wahl bestimmter Versuchsbedingungen und ProbandInnen oder die Nutzung bestimmter Versuchsmaterialien und Methoden produziert haben – wieder in Frage stellen könnte.
Aber WissenschaftlerInnen müssenwenn sie mit ihrem Wissen und ihren Forschungsergebnissen Geld verdienen wollen – so tun, als

  • hätten sie natürlich alles bedacht;
  • könnten nur sie etwas genau wissen;
  • als hätte es etwas wie ihr Ergebnis noch nie vorher gegeben;
  • als wäre das, was sie entdeckt oder produziert haben, dazu geeignet, Probleme endgültig zu lösen und/oder zukünftig keine neuen aufkommen zu lassen o.ä.

WissenschaftlerInnen, von denen eine Gesellschaft gleichzeitig innovative wie fertige Produkte oder nachhaltig wirkungsvolle Lösungen für ihre Sorgen und Probleme fordert, dürfen nicht zugeben, dass sie die gar nicht liefern, sondern Menschen nur auf neue, eigenen Ideen bringen bzw. ihnen verbesserungsfähige Produkte anbieten können, mit denen sie selbstständig weiterarbeiten müss(t)en.

Für mich ist die moderne Wissenschaft ein ähnlich modernes Lügengebäude wie Staaten, Kirchen, Schulen etc., in denen selten ehrlich darüber gesprochen wird, was Menschen wirklich wissen (können) und was sie nur glauben zu wissen; auf die immer noch täglich ein Steinchen draufgesetzt wird, statt zuzugeben, dass es längst voll ist; in dem alle unangenehmen Themen immer wieder unter den Teppich gekehrt statt offen auf den Tisch gelegt werden.
Für mich ist die Wissenschaft, genauso wie der Staat, die Kirche oder Religionsgemeinschaft und die Schule bzw. das Bildungssystem u.v.a. das, woran viele Menschen glauben wollen, weil sie selbst gar nicht wissen, woran sie sonst glauben oder was sie sonst in ihrem Leben tun sollten.
Als Wissenschaftlerin darf ich das eigentlich gar nicht schreiben – weil ich damit den Sinn der Wissenschaft, so wie sie heute betrieben und finanziert bzw. zu wirtschaftlichen Zwecken genutzt, also kommerzialisiert wird, hinterfrage, also im Prinzip leugne, dass sie so überhaupt noch Sinn macht, also dem Sinn dient, den Menschen zu dienen (statt ihnen angeblich so wenig wie möglich zu schaden).

Mir ist egal, wer mir was unterstellt. Ich weiß, was nur ich selbst wissen kann; und ich weiß, was ich vom Leben und aus der Natur gelernt habe.
Ich habe mich schon zu Studienzeiten mit sogenannter pseudo- und nicht-wissenschaftlicher Literatur beschäftigt und mich gefragt, was daran weniger wissenschaftlich sein soll als an vielen Schriften anerkannter WissenschaftlerInnen.
Heute weiß ich immerhin auch, nicht erst seit letztem Jahr, wie WissenschaftlerInnen zu – gesellschaftlich, staatlich, von den Medien, rechtlich … – anerkannten werden bzw. wie nicht, wenn sie nämlich offen und ehrlich

  • mit Menschen kommunizieren möchten;
  • ihre wissenschaftliche Meinung und das sagen, was sie selbst damit anfangen würden – statt was andere damit anfangen sollen;
  • zugeben, dass sie nicht in die Zukunft schauen und wissen können, welche Folgen ihre Forschungsergebnisse, neuen Erkenntnisse bzw. entwickelten Produkte in der praktischen Anwendung haben werden.

Findige, auf ihre Finanzierung angewiesene WissenschaftlerInnen lassen sich – genauso wie andere kreative VerkäuferInnen und DienstleisterInnen oder PolitikerInnen – natürlich immer wieder etwas einfallen, um zu erklären, warum es zu ihren Produkten oder Lösungswegen keine Alternative geben kann.
Bis all ihre Irrtümer irgendwann aus der Welt geschafft wurden, wird es vermutlich noch eine Weile dauern, vor allem, so lange noch nicht alle Menschen einsehen, dass es ihr Irrtum war, sich so lange einfach nur blind darauf zu verlassen, was WissenschaftlerInnen herausgefunden haben – ohne erst einmal vorsichtig zu überprüfen, ob sie damit überhaupt richtig liegen können, ob also ihre Forschungsergebnisse und Erkenntnisse nachvollziehbar bzw. nachprüfbar sind und auch für sie selbst, in einer völlig anderen Situation, an einem ganz anderen Ort der Welt, Sinn ergeben.

P.s.: Ich glaube übrigens nicht, dass es viele WissenschaftlerInnen gibt, die Absolutheitsansprüche an ihre Forschung stellen. – Aber wenn Menschen sich ihnen gegenüber so demütig verhalten, dass sie sie ihnen im Grunde freiwillig übertragen, – ihre Meinung unkritisch hinnehmen – dürfen die sich auch nicht wundern, wenn WissenschaftlerInnen sie dankbar annehmen und sich damit ein schönes Leben finanzieren.
Wenn Du ein Mensch bist, der/die nicht selbst wissenschaftlich arbeiten – (sich) Fragen stellen, denken, recherchieren oder selbst experimentieren – möchte, beschwere Dich bitte nicht irgendwann, dass andere das ausnutzt haben, um sich daran persönlich zu bereichern: mit Geld oder Macht über Menschen wie Dich, die möglichst wenig nachfragen und prüfen, sondern einfach glauben möchten!

P.p.s: Dass nicht nur in den Wissenschaften oder in Anwesenheit von PolitikerInnen oder anderen Berühmtheiten, sondern insgesamt in unseren Medien längst nicht alle Fragen erlaubt sind, zeigt sich gerade deutlich an der „Wie weit würdet Ihr gehen?“, die aktuell noch hier zu finden ist, ansonsten aber leider nur für neu- und wissbegierige Menschen zugänglich, die wissen, wie sie mit Zensur umgehen und selbstständig an anderen Orten oder mit Hilfe von neuen Suchbegriffen recherchieren können.

 

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Dank für das Foto gebührt K. Mitch Hodge (auf Unsplash)!

 

 

 

Menschliche und persönliche Stärken …

zeigen sich für mich nicht darin, wie hart Menschen mit sich selbst oder anderen umgehen und welche selbstgesteckten Ziele sie in ihrem Leben erreichen oder wie viel sie für andere geleistet und sich dafür – an Besitztümern, Geld oder Machteinfluss und gesellschaftlichen Mitspracherechten – verdient haben, sondern darin,

  • wie sehr sie auch andere Menschen darin unterstützen, sich eigene zu stecken – die auch völlig andere sein können als ihre – und irgendwann selbstständig zu erreichen;
  • wie oft sie in ihrem Leben darauf verzichtet haben, Geld oder andere Gegenleistungen für eigene Mühen zu anzunehmen oder andere sofort für ihre – entsprechend – entlohnen oder bezahlen zu wollen;
  • wie wenig stolz sie darauf sein müssen und damit prahlen, etwas getan oder nicht getan zu haben, und
  • wie viel Verständnis sie für andere zeigen können, die die Welt, also auch die Menschen und ihre unterschiedlichen Lebensziele, nicht so sehen wie sie selbst.

Echte menschliche Stärke hat für mich nicht nur mit Selbstvertrauen, also Vertrauen in das, was man selbst tun und eigenständig schaffen kann, zu tun, sondern auch mit dem Vertrauen in andere Menschen, deren Hilfe man an vielen Stellen braucht, weil man nur wenig ganz alleine schaffen kann; mit dem Mut, darauf zu vertrauen, dass wir Menschen ohne Kontrollen in Freiheit und Frieden miteinander leben könnten, weil alle das gleichermaßen wollen und wir uns darauf verlassen können müss(t)en, dass wir alles, was sie brauchen – auch Hilfe von anderen Menschen – immer dann erhalten werden, wenn sie sie wirklich brauchen und darum bitten, nicht nur, wenn wir es uns vorher schon verdient, also selbst dadurch vorgesorgt haben, dass wir vorher genug abgeleistet haben.
Vorsorge-Prinzipien haben sich meiner Meinung nach angstbeladene Menschen ohne jegliche innere Stärke und vermutlich auch ohne körperliche Kraft und Größe einfallen lassen, deren Vertrauen in andere Menschen gestört ist, denen man meiner Meinung nach daher auch keine Macht über andere in die Hand geben sollte …

Ich wünschte, ich würde in Politiker-Reihen oder unter GroßunternehmerInnen noch irgendjemanden sehen können, bei dem bzw. der ich das Gefühl hätte, er bzw. sie besäße noch innere Stärke …; die Stärke, Macht an andere Menschen abzugeben statt nur Aufgaben zu delegieren; den Mut, Gesellschaften in Menschenhand zu geben, nicht nur in die Hand von denen, die „gute BürgerInnen“ sein wollen und versprechen, sich immer ordentlich und streng nach den vorgegebenen Regeln zu verhalten; das Vertrauen, dass wir nicht in eine Anarchie verfallen würden, in der sich gar nichts mehr regeln lassen würde, wenn wir allen Menschen die gleichen Rechte, also (Entscheidungs-)Macht, geben und Pflichten auferlegen, unsere Gemeinschaften also panarchisch gestalten würden.

Ich betrachte nicht nur mein Leben als Geschenk, weil es uns allen, jedem einzelnen Menschen die Möglichkeit gibt, etwas daraus zu machen, innere Stärke zu zeigen, oder sich von den eigenen Ängsten so beherrschen zu lassen, dass man möglichst viele andere Menschen, denen man nicht vertraut, unter Kontrolle bringen und halten möchte.
Die größten Hasenfüße brauchen das mächtigste Heer hinter oder vor sich, um die Kämpfe zu führen, die jede/r für sich alleine kämpfen könnte; die Dinge im Großen zu regeln, die Menschen auch im Kleinen, unter sich, regeln können. Das ist zumindest meine Meinung, die ich nicht nur hier – sicher in meiner Küche sitzend – äußern würde, sondern auch sonst überall und vor jedem Menschen. Ich weiß, dass es viele Menschen als Dummheit betrachten, sich mit Stärkeren anzulegen – aber ich habe nicht die Schulbank gedrückt, um irgendwann im selben Gefühl zu sterben wie Menschen, die zugelassen haben, dass andere uninformiert oder unverstanden sterben mussten, weil sie sich nicht getraut haben, ihren Mund aufzumachen.

P.s.: Wenn ich übrigens schreibe, „Ich, als Biologin, …“ dann möchte ich niemandem auf’s Auge drücken, dass ich studiert habe, sondern erklären, aus welcher Perspektive ich schreibe und dass ich mich seit Langem mit der Natur und Lebenserscheinungen beschäftige, mich also intensiv damit sowie mit mir selbst als Lebewesen auseinandergesetzt habe. Im Prinzip könnte ich zukünftig auch „als Mensch“ daraus machen, weil ich – vielleicht im Gegensatz zu Menschen, die Leben und Beruf(ung) trennen möchten – keinen Unterschied dazwischen sehe.

 

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Dank für das Foto gebührt x ) (auf Unsplash)!

Ein adipöser Körper wird nicht dadurch gesund …

…, dass ihn essgestörte Menschen stolz präsentieren oder sich dazu missbrauchen lassen, Werbung für ein Krankheitsbild oder einen ungesunden Lebensstil zu betreiben!

Kranke Menschen werden nicht dadurch geheilt, dass man sie zu DauerpatientInnen oder medikamentenabhängig macht.

Neuartige – hinsichtlich der Schutzwirkung gegenüber einem angeblich neuentdeckten Virus und seinen Mutationen unerforschter – Impfstoffe mit bekannten Nebenwirkungen werden nicht dadurch sicherer, dass sie sich möglichst viele Menschen spritzen lassen.

Eine zerstörte Natur oder Familie u.ä. wird nicht dadurch wieder intakt, dass Menschen sich damit abfinden, dass sie nichts daran ändern können.

Tiere schützt man nicht dadurch, dass man sie in Gefangenschaft hält oder von ihnen produzierte Teile verspeist oder sonstwie für sich nutzt.

Es ist keine Liebe, sein zu wollen, wie jemand anderes – das ist Selbstverachtung -, jemanden nur für sich alleine besitzen zu wollen – das ist Verlustangst – oder die Freiheit anderer Menschen zu respektieren, auch wenn man sich selbst dadurch eingeschränkt oder verletzt fühlt – das ist Bindungsangst, Selbstkasteiung oder Masochismus.

Gewissenlosigkeit und andere Gefühle und Ängste verschwinden weder dadurch, dass Menschen sich höhere Ideale ausdenken, mit denen sie ihr Verhalten rechtfertigen, noch dadurch, dass sich gewissenlose, angstbeladene Menschen scheinbar vorbildlich benehmen – weil eine große Anzahl Menschen, vor allem die lieben NachbarInnen, auf die Menschen von Natur aus ein besonderes Auge werfen, ihrem Vorbild folgt.

KritikerInnen von öffentlichen, mit Hilfe von Medien geschaffenen Meinungen, religiösen Ansichten oder politischen Maßnahmen werden nicht dadurch zu LügnerInnen, dass man sie medial als LeugnerInnen diffamiert.

Nach 44 Jahren Lebensforschung wage ich, diese Hypothesen aufzustellen, die mir bisher noch niemand widerlegen konnte – so dass sie Teil der Wahrheit sind, auf der ich mein wissenschaftlich begründetes Weltbild aufgebaut habe.
Es tut mir Leid, falls ich damit an Deinem gerüttelt habe – aber ich würde mich wirklich freuen, wenn sich jemand die Mühe macht und mir Feedback geben würde, wo vielleicht mein Denkfehler liegen könnte. Denn ich persönlich ärgere mich, wenn ich noch so naiv war, schön-klingenden Worten von Menschen blind zu vertrauen.
Zum Glück passiert mir das heute nicht mehr so oft, weil ich weiß, worauf ich achten, welche Fragen ich stellen und dass ich mir genug Zeit nehmen muss, um herauszufinden, ob jemand ehrlich mit mir redet bzw. reden will oder nicht. Menschen gegenüber, die sich selbst gar keine Fragen stellen lassen (wollen); Menschen, denen andere – z.B. im Fernsehen oder in Zeitungen – gar keine Fragen stellen, die ich persönlich ihnen stellen würde, sollte – zum eigenen Schutz vor späteren Entttäuschungen – eine gesunde Skepsis herrschen bzw. vor allem die Weigerung, in deren Namen Aufgaben umzusetzen, bei denen nicht klar ist, wer jemals die Haftung für – aus der gehorsamen Umsetzung entstehende, gesellschaftliche, gesundheitliche, private, … – Schäden übernehmen wird.
Seit 18 Monaten sinkt mein Vertrauen in Menschen täglich, von denen ich bisher dachte, dass sie gar keine Angst vor ehrlichen Gesprächen hätten … Allerdings ist mir dadurch klar geworden, dass es Grenzen menschlicher Gesprächsbereitschaft gibt; dass Menschen nicht über alles mit anderen reden wollen, wenn sie sich vorher noch gar nicht selbst damit auseinandergesetzt haben. Ich freue mich jetzt jedenfalls über jede/n einzelne/n, die bzw. der sich einfach nur zum Aussprechen mit mir treffen will – egal ob über Gewichtsprobleme, Ernährung, eine Krankheit, die kaputte Beziehung oder Familie, das eigene Haustier oder Weltpolitik. Es werden immer mehr. – Denn in der Natur, also auch in unserem Leben, ist alles miteinander verbunden; auch wenn Du die Verbindungslinien noch nicht siehst, sie also gezogen hast, oder aus denen löst, die überhaupt nichts mit Dir selbst zu tun haben – weil andere sie für Dich gezogen haben.

Ich wünsche Dir jetzt einen schönen Sonntag, an dem Du Dich wohl, verbunden, fühlst mit allen, die, und allem, was Du wirklich liebst, und frei von allem, was Dich be- oder sogar unterdrücken könnte oder in Gefangenschaft halten möchte – dann hast Du vielleicht sogar automatisch weniger Appetit auf Ersatzbefriedigungen bzw. brauchst weniger von Dingen oder Menschen, mit denen Du Dich darüber hinwegtröstest, dass Du Dich von anderen ungeliebt und/oder gefangen fühlst!
Allerdings werden Wünsche selten – vielleicht nie – wahr, wenn man sie nur – laut oder leise – ausspricht, aber sonst nichts dafür tut, dass sie auch wahr werden könnten. Das ist zumindest meine Erfahrung!

 

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Dank für das Foto gebührt AllGo – An App For Plus Size People (auf Unsplash)!

Weder mit Vernunft noch mit kindsköpfigen Ersatzbefriedigungen …

… lassen sich menschliche Gefühle und Grundbedürfnisse aus der Welt schaffen

In unserer Gesellschaft gibt es Menschen, die sich von „guten“ Gefühlen und Bedürfnissen leiten lassen und dann – immer noch, nach meiner Wahrnehmung sogar zunehmend, weil etwas, was unterdrückt wird, mit der Zeit an Stärke gewinnt – die „Kranken“, die ihre animalischen – also des Menschen unwürdigen – „Triebe„, nicht unter Kontrolle haben, also „niederenInstinkten statt einer Moral folgen.
Zahlen von Gewalttaten, also von physischen oder psychischen Verletzungen – vor allem von Schwächeren, besonders innerhalb von Familien, die in der Regel früher oder später zu Trennungen, Erkrankungen oder daraus entstehenden Verzweiflungstaten führen – sprechen für mich für sich.
Ich lasse mich nicht so leicht darüber hinwegtäuschen, wie es vielen Menschen, nicht nur erwachsenen, sondern auch einer großen Anzahl, vielleicht sogar der Mehrheit von Kindern, wirklich geht, die gerade behaupten, es würde ihnen gut gehen, sie würden sich in ihrem Leben gut fühlen:

  • Menschen, zu deren Leben regelmäßige Arztbesuche oder Gespräche mit psychotherapeutischen BeraterInnen gehören;
  • Menschen, die MediatorInnen brauchen, nicht nur, um mit ArbeitskollegInnen kommunizieren, sondern sogar mit den Menschen im selben Haushalt reden können, ohne befürchten zu müssen, dass ihre Diskussion in Gewalt ausartet;
  • Menschen mit täglichen Schmerzen, die sie mit Alkohol, Tabletten oder anderen schmerzstillenden Mitteln zu unterdrücken versuchen;
  • Menschen mit Zivilisationserkrankungen – Übergewicht, Allergien, Diabetes, Schilddrüsen- und andere Autoimmun- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die sich sogar leicht vermeiden ließen, wenn sie deren Ursachen nicht beseitigen, aber genug Ausgleich für ihre einseitigen Belastungen schaffen könnten.

Ich leide täglich darunter.
Ich leide täglich mit allen, bei denen so offensichtlich ist, dass sie selbst leiden.
Aber: Mein Harmoniebedürfnis ist nicht so groß, dass ich das stillschweigend hinnehmen kann – nur um andere Menschen nicht damit zu konfrontieren, dass so, wie sie leben, andere Menschen, Tiere oder ganze Lebensräume, in der Natur oder in ihrer Gesellschaft, mit oder unter ihnen leiden.

Mein Bedürfnis, ehrlich mit anderen Menschen zu reden, ihnen ehrlich meine Meinung zu sagen, ist schon immer größer, als meine Angst, sie damit zu verletzen – weil ich der Meinung bin, dass jede/r selbst dafür verantwortlich und in der Lage ist, sich gegen Worte zu verteidigen bzw. erklärende Worten für das zu finden, was er oder sie warum oder warum nicht getan hat oder tut.
Aber: Ich weiß heute, dass das bisher nur wenige Menschen gelernt haben; dass nur wenige Menschen sich so gut kennen, um sich selbst erklären zu können; dass viele Menschen Angst vor sich selbst haben, weil ihnen andere einmal eingeredet haben, dass es „böseSeiten an ihnen gibt, die sie unterdrücken müssten.

Viele Menschen lernen nicht, dass es normal für Menschen ist, natürliche Bedürfnisse – nach Liebe und Gemeinschaft, aber auch nach individueller, spielerischer, kreativer Freiheit zu haben; nach Sicherheit genauso wie nach Spannung; nach Regeln genauso wie nach dem Übertreten von gesetzten Grenzen u.ä. – zu haben, die innerhalb unserer künstlich, also von Menschen geschaffenen Kulturen keinen oder zumindest viel zu wenig Platz haben oder seit sehr langer Zeit hatten.
Ich habe den Eindruck, Menschen lernen entweder, wie man sich gegenseitig mit Samthandschuhen anpackt – aus Angst, andere mit Worten zu verletzen – oder wie man rechtzeitig den Raum verlässt, wenn andere entweder zu harte Geschosse auffahren oder mit Worthülsen um sich werfen, gegen die man selbst mit Worten nicht mehr ankommt bzw. zu denen einem selbst nichts mehr einfällt, weil man das Gefühl hat, das Gegenüber ist gar nicht in der Lage zu Verständnis.

Mit Vernunft haben die meisten Streitpunkte unter Menschen – Erwachsenen wie Kindern – jedenfalls recht wenig zu tun. Wer also selbst auf Verständnis hofft, muss sich auch auf die Gefühlswelt anderer Menschen einlassen, in sie einfühlen, Empathie für sie entwickeln können. – Aber das schafft nur, wer sich selbst auf die eigene Gefühlswelt einlassen kann … Dass schaffen nur Menschen, die keine Angst vor sich selbst haben und sich auch mit sich alleine, in einem Raum ohne Beschäftigungsmöglichkeiten und ohne Ablenkungsmanöver, als menschliche Wesen wohlfühlen, also nicht dafür verurteilen, schämen oder sogar verabscheuen, auch wenn sie selbst wissen oder unverhofft – weil sie überraschend damit konfrontiert werden – feststellen, dass sie sich selbst oft nicht unter der Kontrolle haben, die sie sich selbst wünschen würden (weil sie sie an anderen bewundern, weil sie sie gut finden, weil sie sie für sinnvoll halten etc.).

Ich halte es für sinnvoll, dass Menschen möglichst frühzeitig lernen, ihre natürlichen Bedürfnisse nicht nur äußern zu dürfen, sondern auch, dass es Menschen gibt, die ihnen dabei helfen sie zu befriedigen, wenn sie es alleine nicht können.
Ich bewundere Menschen, die Strategien für sich entwickelt haben, mit Enttäuschungen, Wut und Verzweiflung umzugehen, ohne sie in sich hineinfressen zu müssen.
Ich finde jede friedliche Konfliktlösung besser als einen unsinnigen Streit.
Aber nur Streitgespräche – Diskussionen – können uns dahin führen, Konflikte mit anderen zu lösen, die wir alleine gar nicht haben bzw. hätten, weil wir Menschen einfach mit unterschiedlichen Ersatzbefriedigungen gegen unsere natürlichen Bedürfnisse – wie dem nach Nahrung, körperlicher Bewegung oder Nähe, Schlaf und Erholung, geistigen bzw. künstlerischen Aktivitäten usw. – vorgehen bzw. (nicht) gelernt haben, ihnen möglichst sofort nachzugeben oder sie möglichst lange und anderen zuliebe zurückzustellen, ihnen also unnatürliche Grenzen zu setzen.

Wenn ich mir unsere Menschheitsgeschichte betrachte, ist leicht erkennbar, dass es immer wieder Zeiten gab, in denen Menschen aus ihren gesellschaftlichen Zwängen ausgebrochen sind – allein in den letzten Hundert Jahren spricht man je nach Region von den „verrückten“ 20er-, 50er- 60er-, 70-er oder 80-er Jahre, die meiner Meinung nach als gesellschaftlicher Ausgleich für die Unterdrückung natürlicher, menschlicher Bedürfnisse zu Kriegszeiten gedient haben.
Seitdem werden bzw. wurden uns im Prinzip keine Grenzen mehr gesetzt, das zu tun und zu lassen, was wir wollen – wenn wir unser natürliches Bedürfnis nach gemeinsamen menschlichen Werten und Moralvorstellungen ignorieren.
Ich denke, dass wir genau deshalb – wieder mal – nicht nur politische FührerInnen haben, die dazu aufrufen, gemeinsame Zielen zu verfolgen wie

  • Heimatliebe und Umweltschutz
  • Gesundheit zund Körperhygienemaßnahmen
  • Solidarität und Gemeinschaft.

Wie vor etwa 100 Jahren.
Mit ähnlich paradoxen Parolen.
Mit der Spaltung unserer Gesellschaft in die Menschen, die einfach mitmachen wollen statt sich vorher zu überlegen, was sie da tun, statt ihrer Vereinigung.
Damit, dass mit den Gefühlen der Menschen – vor allem Angst um sich selbst und ihre Liebsten, davor, das bisherige Leben oder die eigenen Freiheiten zu verlieren – so gespielt wird , dass sie sich leicht in die Enge treiben lassen.

Mir würden spaßigere, weniger manipulative Spiele einfallen…
Aber ich bin vermutlich einfach ein Kindskopf, der bzw. die

  • sich mit abenteuerlichen Hobbies wie Fahrradfahren, durch die Natur Laufen und Rennen oder sogar Gartenarbeit vergnügt,
  • verrückte Kunst wie die von guten FreundInnen liebt,
  • sich eine heiße Affaire nur mit dem Mann, mit dem sie ohnehin immer das Bett teilen will, vorstellen kann und
  • denkt, sie könnte damit, dass sie alleine vor einem Bildschirm sitzt und schreibt, andere Menschen zu sich einlädt oder sich mit einem bzw. einer einzelnen zum Reden verabredet, etwas dazu beitragen, dass sich die Welt zum „Besseren“ verändert.

Allerdings glaube ich tatsächlich nicht, dass Menschen die Welt besser machen können, als sie schon vorher war; aber wir könn(t)en aufhören, sie jeden Tag schlechter damit zu machen, dass wir sowohl unsere natürlichen Bedürfnisse und Gefühle als auch die anderer Lebewesen auf dieser Welt ignorieren oder einige davon sogar ganz abschaffen, also aus der Welt schaffen wollen.
Ich denke nicht, dass wir das können. Aber vielleicht überzeugt mich irgendjemand irgendjemand ja doch noch vom Gegenteil?
Als Lebenswissenschaftlerin wäre es nicht das erste Mal, dass mich verwundert, zu was Menschen fähig sind, im guten wie im schlechten Sinne – je nachdem, wie viel Mitgefühl sie besitzen bzw. gelernt haben.

 

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Dank für das Foto gebührt Daniel Cheung (auf Unsplash)!

Der Sinn fehlender Exit-Strategien im Leben

Wenn Menschen sich auf etwas oder jemanden festlegen wollen, müssen sie sich im Grunde überlegen und planen, wie sie sich selbst überlisten können – denn wir neigen von Natur aus dazu, zu flüchten, wenn

  • uns eine Situation zu brenzlig wird, und beginnt, uns Angst zu machen;
  • wir – aus welchen Gründen auch immer – unsicher werden und zu zweifeln beginnen, ob das, worauf wir uns – übereilt oder überlegt – festgelegt, wofür wir uns entschieden, ob die Möglichkeit, die wir gewählt haben, das Produkt, den Job, den oder die PartnerIn oderoderoder …,  wirklich das, der- oder diejenige ist, auf das, den oder die wir uns – bei alle der Auswahl der Möglichkeiten – hätten festlegen sollen;
  • wir etwas oder jemanden sehen, auf den, die oder das wir uns auf einmal viel lieber festlegen würden, und fühlen, dass wir uns vor unserer letzten Wahl gar nicht lange genug umgeschaut oder selbst gefragt hatten, was wir uns eigentlich davon versprechen oder davon erwarten, dass wir uns festlegen.

Wir Menschen legen uns im Prinzip nicht gerne fest – weil wir unsere Freiheiten lieben.

Für mich ist die aktuelle globale Krise – eine Pandemie ohne Exit-Strategie – im Grunde ein Symbol dafür, dass sich freiheitsliebende Menschen mit ihrer Neigung, sich aus jeder Situation mindestens einen Fluchtweg offen zu halten, in eine Sackgasse befördert haben.
Wer nicht bereit ist, anderen zuliebe, der Natur, unserer Erde zu liebe, freiwillig auf eigene Freiheiten zu verzichten, sich also damit auseinanderzusetzen, wie er oder sie selbst planmäßig dafür sorgen kann, dass er oder sie nicht immer wieder einen Ausweg für sich selbst sucht, den/die wird irgendjemand, der/die die Natur ganz besonders liebt oder sich dazu berufen fühlt, die Welt zu retten, irgendwann mit einem eigenen, vermutlich listigen, Plan dazu zwingen (wollen) – sei es im Gewand eines kleinen, auf mich autistisch wirkenden Mannes wie Bill Gates, eines größenwahnsinnig und diktatorisch erscheinenden Klaus Schwab oder einer mütterlich tuenden Angela Merkel.
Ich bin jedenfalls im Grunde froh, dass es endlich soweit ist, dass immer mehr Menschen feststellen, dass es im Leben Sinn macht, freiwillig auf Dinge zu verzichten bzw. auf die festzulegen, unter denen oder für die möglichst wenige Menschen und andere fühlende leiden oder sogar sterben müssen.

Es wird immer genug bleiben, mit dem wir als Menschen glücklich und frei(willig) leben können, denn die Natur bietet uns im Grunde alle Möglichkeiten  – solange wir sie nicht dabei zerstören, sondern darauf achten, dass ihre natürlichen Kreisläufe nicht unterbrochen werden, ihre Ressourcen unwiederbringlich ausgebeutet, oder ihre (Lebens-)Quellen versiegen.
Denn es wäre unsinnig, wenn die Kräfte, die die Erde und uns haben entstehen lassen, uns einfach so lange weiter machen lassen würden, bis es ihr Ende wäre. Deshalb ist es vermutlich auch völlig unmöglich und unerlässlich, dass wir uns endlich eine gemeinsame Exit-Strategie einfallen lassen, wie wir zusammen friedlich wieder aus der Sackgasse finden, in der wir mehr oder wenig freiwillig – einfach planlos den cleveren, aussichtsreichen (Zukunfts-)Plänen anderer folgend – gelandet sind.

P.s.: Es gibt Menschen, die den Sinn fehlender Exit-Strategien darin sehen, nicht sich selbst, sondern andere Menschen von etwas zu „überzeugen“, auf das nicht die, sondern sie selbst sich selbst haben – indem sie sie mit Verboten oder Moralpredigten so in die Enge treiben, dass sie sich „freiwillig“ darauf festlegen, den einzig möglichen Plan weiter zu verfolgen: eine Einbahnstraße, die viele fälschlicherweise für einen „Ausweg“ aus ihrer Sackgasse halten. Achte mal darauf!

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Dank für das Foto gebührt Patrick Perkins (auf Unsplash)!

Der Ausverkauf unserer Gesundheit und Freiheit an die (Pharma- und Bio-/Tech-)Industrie

SchnäppchenjägerInnen und liebe Mitmenschen, die Ihr dazu neigt, zu denken, andere würden Euch die besten Angebote wegschnappen, – wenn Ihr nicht bei den Ersten seid, die sie wahrnehmen – aufgepasst!

Mit einer gewinnorientierten und ökonomisch arbeitenden Marketing-Abteilung, die auf Umsatz und Verkauf, nicht auf ehrliche Angebote, ausgerichtet ist, bringt man heutzutage nicht nur PolitikerInnen dazu, selbst zu glauben und/oder sogar weiterzuverbreiten, also Propaganda dazu zu betreiben, dass Menschen sich ihre Freiheiten damit erkaufen könnten, dass sie sie solidarisch aufgeben, und Gesundheit dadurch erlangen, dass sie sie bzw. ihre natürliche Abwehr gegen Krankheiten, ihr Immunsystem, mit bisher nicht als Impfung zugelassenen, sondern in der Gentherapie eingesetzten Verfahren, also mit experimentellen Eingriffen in den menschlichen Körper, gefährden.
Eine kostenintensive Werbe-Kampagne ist nie dann erfolgreich, wenn hinterher möglichst viele Menschen zufrieden, gesund und glücklich sind, sondern wenn diejenigen, die sie in Auftrag gegeben haben, nicht nur die dafür investierten Ausgaben wieder eingebracht, sondern zusätzlich größtmöglichen Profit daraus geschlagen haben – vor allem, indem sie sich vertraglich dagegen absichern, Haftung für Schäden übernehmen zu müssen, die aus den verkauften Produkten entstehen könnten.

Ich weiß, dass meine Warnung reichlich spät kommt, und das tut mir leid …
Aber ich dachte wirklich, dass es mehr vernünftige und/oder von Werbe- und Politiklügen vorgeschädigte Menschen auf dieser Welt gibt, die

  • sich nicht erzählen lassen, ihre Grundrechte und demokratischen Freiheiten könnten einfach willkürlich von PolitikerInnen eingeschränkt werden, ohne dass sie das Recht haben, sich dagegen zu wehren, und die
  • sich erst recht nicht mit Bratwürsten, Geld oder anderen Gutscheinen dazu verlocken lassen, einen Vertrag mit ImpfstoffherstellerInnen bzw. ÄrztInnen zu unterschreiben, mit dem sie sich zusätzlich zu einer Spritze auch unvorhersehbare und möglicherweise schwerwiegende Nebenwirkungen sichern.

Ich weiß, manchmal soll man nicht erst lange denken …
Wenn es darum geht, anderen etwas abzukaufen, was diese anpreisen, würde ich Dir allerdings empfehlen, Dir immer genug Zeit für (D)eine Entscheidung zu nehmen; vor allem, wenn die Gefahr besteht, in einer Abo-Falle zu landen!
Wenn Du etwas wirklich brauchst, braucht Dir das vorher niemand erst schmackhaft oder auf einmal besonders leicht zugänglich machen, weil Du Dich selbst auf die Suche danach begeben wirst, wenn es Zeit dafür ist.
Alles andere ist doch – wenn Du es ehrlich und umfassend betrachtest – doch meist nur sinnloser Zeitvertreib oder sogar regelrecht Zeitverschwendung.
Fang‘ doch lieber an, Dich mit Deinen natürlichen Bedürfnissen auseinanderzusetzen: dem, was Dein Körper, Dein Geist und Deine Seele statt dem bräuchten, was auf Werbetafeln, im Fernsehen oder von anderen Medien propagiert und in den unterschiedlichsten Verkaufsläden oder von den unterschiedlichsten DienstleisterInnen angeboten wird und womit Du Deine natürlichen Bedürfnisse – nach Liebe und Geborgenheit, Glück und Wohlbefinden, Gesundheit oder Freiheit innerhalb eines sicheren Zuhauses usw. – nie befriedigen, sondern nur vertrösten kannst.

Oder glaubst Du vielleicht, ich würde hier nur für Dinge werben, die ich Menschen als lebenswichtig verkaufen möchte, weil vor allem ich selbst davon profitieren möchte und würde, wenn sich alle Menschen geliebt und geborgen, sicher und wohl fühlen könnten und gesund, glücklich und frei wären?
Vielleicht ist es tatsächlich so; aber ich kann mir wenigstens nicht vorstellen, dass sich irgendwelche Langzeitschäden dadurch einstellen würden – weil ich weiß, wie schwierig es ist und wie viel tägliche Mühe es kostet, für das alles zu sorgen, so dass es dabei bestimmt niemandem langweilig dabei werden würde geschweige denn irgendjemand Zeit hätte, sich auf die Schnäppchenjagd zu begeben!

P.s.: Wenn Du selbst in einer Abo-Falle gelandet bist, geht es Dir selbst vielleicht ein bisschen besser, wenn Du andere dazu animieren kannst, sich für genauso dumm zu halten wie Du selbst Dich gefühlt hast als es Dir bewusst wurde. Diejenigen, die sie Dir angedreht haben, werden sich allerdings darüber freuen bzw. über die Menschen kaputt lachen, die ihnen Arbeit abnehmen, ohne etwas dafür haben zu wollen, und eventuell sogar Provisionen bescheren.

 

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Dank für das Foto gebührt the blowup (auf Unsplash)!

Der Naturfotograf, der sich nach Licht und Sonne sehnt, und die Naturforscherin, die sie lieber im Herzen mit sich herumträgt

Eine der Geschichten aus, in, mit oder fernab der Natur, die ich mir nicht ausgedacht habe – oder vielleicht doch?

Vor ein paar Jahren, es ist noch gar nicht allzu lange her, da begegneten sich zwei Menschen, deren Hoffnungen und Lebenserwartungen unterschiedlicher kaum sein konnten, während ihre Liebe zur Natur – in ihrer unberührten, ehrlich und umfassend dargestellten, „gesunden“ Form – und zum Hören von Musik – vor allem um sich davon trösten oder zu etwas Anderem, Neuem, Eigenständigem inspirieren zu lassen – verband und zueinander hinzog.

Sie hatte die Hoffnung nach einem einzigen, festen und stetigen Begleiter in ihrem Leben gerade erst aufgegeben in einer Welt, in der Menschen andere Erwartungen an das und ihr Leben zu haben schienen als sie selbst; in einer Welt voller Menschen, die die Liebe zur Natur – den Respekt vor ihr und das Verständnis für sie – (noch) nicht wie sie zu kennen oder sogar bewusst zu ignorieren schienen.
Sie wollte mit niemandem mehr zusammen leben, der ihre Liebe für Tiere, Pflanzen und natürliche Lebensräume; für ein möglichst naturnahes, auf Nachhaltigkeit, nicht auf schnelle Ergebnisse und Erfolge, ausgerichtetes Leben, zu dem für sie auch der bewusste Umgang mit dem Tod und Spiritualität gehören; der also ihre Liebe für ein Leben mit und möglichst viel in oder aus der Natur, egal zu welcher Jahres- oder Tageszeit nicht teilte.
Obwohl sie sich selten wirklich allein, sondern immer als ein Teil dieser Natur fühlte, – wie ein kleines Puzzlestück in einem großen Gesamtbild, dem großen Ganzen – hatte sie sich die Begegnung mit ihm im Grunde gewünscht, ohne daran zu glauben, dass dieser Wunsch jemals in Erfüllung gehen könnte. Sie hatte sich – trotzdem ihr bewusst war, dass ihr gemeinsamer Widerstand auch nicht erfolgversprechender sein würde als ihr eigener – einen Menschen gewünscht, der sich zusammen mit ihr notfalls auch gegen den Rest der Menschheit verschwören würde, wenn der geschlossen und ungehemmt mit der Zerstörung der Natur weitermachen wollte. Als er ihr dann also unerwartet das erste Mal entgegenkam … erkannte sie ihn noch nicht einmal sofort.

Er hatte sich an diesem Abend überreden lassen müssen, an den Ort der Begegnung zu fahren, und war selbst gar nicht auf der Suche nach einer neuen Lebenspartnerin, weil seine letzte – trotz ihrer Trennung – noch in seinem Haus lebte. Er glaubte allerdings (noch) daran, dass es weniger schmerzhaft sein und dass es glücklicher machen würde, wenn Menschen sich bemühten, gemeinsam, als festes Paar, durchs Leben zu gehen und miteinander zu leben, statt sich als Abend- oder sonstige BegleiterInnen das Leben möglichst nur zu versüßen, während alle Beteiligten im Grunde aber unabhängig voneinander blieben und möglichst getrennte Leben führten, um sich sicher zu sein, notfalls auch gut alleine weiterleben zu können. Und er war nach ihrer ersten Begegnung – nachdem er sie vermutlich lange beobachtet, ihr stundenlang zugehört (sie hatte wie immer viel zu erzählen, und sie fühlte sich in seiner Nähe genauso wohl wie sonst oft nur auf der Tanzfläche der Begegnungsstätte) und sie so genau wie möglich studiert hatte, bevor sie sich in den frühen Morgenstunden verabschiedeten – interessiert daran, sie möglichst bald wiederzusehen, vermutlich zu seiner eigenen Überraschung.

Gäbe es nicht die modernen, elektronischen Möglichkeiten der Recherche und Kommunikation, hätte es vermutlich länger gedauert, bis sie sich wieder begegnet wären (denn eine gemeinsame Freundin hatte gleichzeitig auch schon beschlossen, dafür zu sorgen). Aber so schafften sie es innerhalb von ein paar Tagen – sie waren beide MeisterInnen darin, alles dafür zu geben, um zu erreichen, was sie sich selbst in den Kopf gesetzt hatten – ihr Interesse aneinander schnell wachsen zu lassen bzw. sich der natürlichen Anziehung, die sie zueinander geführt hatte, zu ergeben.

Hier könnte man eine Kurzgeschichte schnell enden lassen, die wenig mit dem echten Leben zu tun hat, das einfach immer weiter geht und alle Beteiligten täglich vor neue Herausforderungen stellt, vor allem, wenn sie noch keine Lösung für Probleme parat haben, die sich unerwartet ergeben.
Wenn Menschen schon etwa 40 Jahre sehr unterschiedliche Lebenserfahrungen gesammelt, unterschiedliche Herangehensweisen an – eigenen oder gemeinsame – Probleme und sehr unterschiedliche Lösungswege für sich gefunden bzw. Erwartungen an andere daran Beteiligte und dafür Mit-Verantwortliche haben, kann es passieren, dass sie sich früher oder später wieder trennen.

So erging es, nachdem sie innerhalb von ein paar Wochen in sein Haus gezogen war, – natürlich nachdem die Ex-Freundin es verlassen hatte – weil sie zu dem Zeitpunkt gar keine eigene Wohnung, sondern nur einen Schlaf- und Wohnplatz bei einer Freundin hatte, und nachdem sie noch eine gemeinsame Fernreise nach Mittelamerika unternommen hatten, auch unseren beiden: Er bat sie, sein Haus wieder zu verlassen, nachdem sie es 6 Monate lang nicht geschafft hatte, all ihre Kartons auszupacken und sich dort einzurichten.

Wer es nicht gewohnt ist, zusammen mit anderen weitreichende, gemeinsame Entscheidungen zu treffen, schafft das auch nicht alleine, nur weil er oder sie auf einmal von anderen die Möglichkeit dazu bekommt.
Menschen, die sich nicht (mehr) darauf verlassen, dass ihre innere Sonne immer auch dort scheinen darf, wo sie sich gerade aufhalten, lassen sich gerne genügend Fluchtwege offen. Im Gegensatz zu anderen, denen lange genug eingeredet und anerzogen wurde, dass es gar keinen Ausweg gibt, und die heute denken, dass sie erst in die warme Sonne fliegen müssen, damit sie wieder mit ihr in Resonanz treten und ihre innere spüren können.

Jedenfalls folgten danach zwei Jahre, in denen sie sich weiterhin begegnen, sich sehen und beobachten, miteinander reden und sich zuhören wollten, sich spüren und in vieler Hinsicht ausprobieren wollten – denn sie sind beide, als echte NaturliebhaberInnen, die wissen oder noch spüren können, wann etwas natürlich und wann künstlich verändert ist, vielleicht offener oder anfälliger für natürliche Anziehungskräfte als viele Kultur- und Gesellschaftsgeschädigte. Vielleicht sind sie beide auch zusätzlich einfach experimentierfreudige NaturwissenschaftlerInnen.

Auf jeden Fall meistern sie mittlerweile ihr Leben wieder gemeinsam, vielleicht jeden Tag ein bisschen besser als zuvor, auch wenn sie – weil sie beide noch viel vom Leben und über die Natur, auch die der Menschen, lernen wollen – es sich nie einfach, aber spätestens nach kurzer Zeit zum Ausgleich auch wieder schön machen. Wie in der Natur herrscht bei ihnen nicht jeden Tag eitel Sonnenschein, aber nicht weil sie nicht wüssten, dass sie zusammengehören und jedem Gewitter und Schneesturm standhalten können, sondern weil sie nicht glücklich und zufrieden können in einer Welt von Menschen leben können, die sich verhalten, als gäbe es im Leben nichts wichtigeres als ein Konto voller Geld, mit dem sie sich das Leben, das sie führen wollen, leisten können, und die sie gerne davon abhalten würden, die Erde weiter zu zerstören – aus Unachtsamkeit, aus Informationsfaulheit, aus Bequemlichkeit, sich um sie zu kümmern.

Und bis sie einmal gestorben sind, haben sie sich gegenseitig versprochen, alles dafür zu tun, das heißt dafür zu sorgen, dass er irgendwann an dem sonnigen, warmen Plätzchen so mit ihr zusammen leben kann, wie er sich das wünscht, seit er denken kann – und sie, seitdem sie ihn kennt – und dass ihre Sonne auch im Winter nicht ganz aufhört zu scheinen, auch wenn viele Menschen behaupten, dass sie nur ein unbedeutendes, kleines Lichtchen und viel zu schwach wäre, um bei Kälte für Wärme sorgen zu können.
Es bleibt also eine spannende Geschichte – denn sich im Leben gegenseitig Versprechen zu geben ist einfach … Wenn man sie aber wirklich einhalten will, sollte man sie sich gemeinsam lange und genau überlegen, sich immer wieder gerne daran erinnern und möglichst jeden Tag neu darum bemühen.

 

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Dank für das Foto gebührt Sebastian Breidecker!

Paradox ist etwas, zu dem es nichts Widersprüchliches zu sagen gäbe

Also: Nicht immer ist (nur) eine Aussage unwahr, wenn sich zwei widersprechen

Mich als Biologin, also Lebenswissenschaftlerin und Gesundheitsforscherin, erstaunen vor allem die vielen alltäglichen Widersprüchlichkeiten und Lebenslügen der Menschen – mich natürlich eingeschlossen – die sie sich selbst erschaffen, indem sie alltägliche Lebensvorgänge nicht differenziert genug, also stark vereinfacht betrachten (und die häufig zu Missverständnissen zwischen Menschen mit unterschiedlichen persönlichen Anliegen, Vorlieben oder Ängsten führen):

Findest Du nicht auch erstaunlich, dass viele Menschen Angst haben, dass man ihnen etwas Lebenswichtiges wegnehmen könnte, wenn man sie animieren möchte,

  • ihrer Sauerstoffversorgung zuliebe mit dem Rauchen aufzuhören, weil sie dann zunehmen könnten; während sie keine Angst davor haben, dass man ihnen irgendwann wegen Gefäßverengung Gliedmaßen abnehmen könnte;
  • ihrer Gesundheit zuliebedas Fleischessen  sein zu lassen; während sie keine Angst davor haben, sich einen ernährungsbedingten Tumor, also körpereigenes Gewebe, herausschneiden zu lassen; oder
  • ihrer Augen und Beweglichkeit zuliebe weniger Zeit vor Bildschirmen und mehr Zeit draußen zuzubringen; während sie keine Angst davor haben, nicht mehr ohne Sehhilfen oder Schmerzmittel für ihre einseitig genutzten Muskeln, Sehnen, Gelenke oder Knochen durchs Leben zu kommen?

Ist es nicht seltsam, dass viele Menschen Angst haben, etwas potentiell Giftiges oder genetisch Manipuliertes, von dem in einer Zeitung oder anderen Nachricht berichtet wurde, zu essen, anzufassen oder versehentlich in es hineinzutreten, während sie freiwillig Medikamente mit seitenlang auf Packungsbeilagen aufgezählten, möglichen Nebenwirkungen schlucken und sich sogar als Versuchskaninchen für neue Impfstoffe zur Verfügung stellen, die bisher zu den Gentherapeutika zählten?

Aber nicht alle Menschen wollen – wie ich – darüber, über ihr Leben und das, was sie daraus machen oder gemacht haben, nachdenken.
Viele wollen einfach nur leben: so gut und schön und bequem und lange wie möglich.
Da können Menschen wie ich ihnen Hunderte von Malen erzählen, dass sie dabei sehr kurzsichtig oder rücksichtslos, nicht nur sich selbst gegenüber handeln.
Am Ende tragen sie ohnehin immer selbst die Verantwortung für das, was sie tun; meist kurz nachdem ihre Erklärungen dafür einen Höhepunkt an Paradoxie erreicht hat – die Erklärungen für das, was für andere Menschen schon lange offensichtlich ist und gar keiner Erklärung bedarf, für Menschen, die neben dem, was sie tun, gerne auch noch mitdenken, was, warum, wie und wofür oder für wen sie das, was sie gerade tun, eigentlich tun.

Oft sehen Menschen einfach nicht dasselbe, wenn sie etwas betrachten, so dass es manchmal eine Zeitlang braucht, bis ein gemeinsames Gesamtbild daraus wird.
Aber umso fester jemand auf nur ein Detail daraus beharrt, das andere nicht gesehen haben, umso weniger darf er oder sie sich wundern, wenn andere, die ein anderes ins Auge gefasst haben, das komplette Gegenteil behaupten. Und dann gibt es immer wieder auch die Menschen, die gerade gar nichts mitkriegen (wollen), weil sie lieber in Gedanken oder Erinnerungen und Zukunftsvisionen versunken ihr Leben „genießen“ (wollen).
Und ich glaube mittlerweile leider, dass die TräumerInnen und – vor allem gesellschaftlichen – VisionärInnen, oft besondere LangschläferInnen, immer irgendwann ein besonders böses Erwachen erleben werden.

Und, was siehst Du in meinem Titelbild?
Ich weiß jedenfalls heute, dass ich mich mit niemandem mehr darüber streiten will, was er oder sie sieht, für den oder die es überhaupt keinen Sinn ergibt, sich Lebenssituationen möglichst umfassend zu betrachten, darüber nachzudenken und irgendwann auch mit anderen darüber zu diskutieren.

P.s.: Viele Menschen werden sehr lange eher von ihren Träumen und Visionen der Welt, von Illusionen statt von realen Bildern am Leben gehalten, die ihnen Hoffnungslosigkeit suggerieren könnten – obwohl die Hoffnung doch das sein soll(te), was zuletzt stirbt und – meiner Meinung nach – dabei sogar friedlich einschläft.

 

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Dank für das Foto gebührt Etienne Girardet (auf Unsplash)!

Aus einem Sumpf – aus (trauriger) Arbeit, (sinnlosem) Papierkram oder anderem, in dem Du feststeckst – kannst Du Dich nicht selbst befreien …

…, indem Du schweigend auf der Stelle trittst oder Dich alleine bzw. zusammen mit anderen, die mit Dir darin feststecken oder die Dich sogar dort hineingebracht haben, im Kreise drehst – egal ob im kleinen oder mal im größeren

Jeder erwachsene Mensch kennt das Gefühl festzustecken und alleine nicht mehr weiter zu können oder zu wissen.
Jedes Kind lässt sich schnell und immer wieder etwas Neues einfallen, um sich aus einer misslichen Lage zu befreien.
Aber Kinder kennen die Gefahren des Moores noch nicht:
Du darfst keine Energie unnötig damit verschwenden, nur halbherzig zu versuchen, Dich daraus zu befreien, weil Dich jede Bewegung tiefer sinken lässt.
Auch jedes Kind lernt also früher oder später, dass es nichts bringt, alleine gegen eine von stärkeren, mächtigeren, einflussreicheren Erwachsenen geschaffene Welt zu rebellieren, ohne sie verlassen zu müssen – wenn ihm bewusst wird, dass es trotz vieler unterschiedlicher Bemühungen noch genauso tief in ihr steckt oder sogar noch tiefer in ihr versunken bist, als es sich vorher jemals hätte vorstellen können.
Du kannst nur möglichst bewegungslos so lange warten (oder dabei um Hilfe rufen, wenn es Dir damit besser geht), bis Du sicher bist, dass Du es aus eigener Kraft schaffen kannst, daraus zu entkommen; bis Du sicher bist, dass Du auch ohne die (angeblichen) Sicherheiten, die Dir die bieten, denen gelegen kommt, dass Du Dich immer genau dort aufhältst, wo sie Dich gerne haben wollen, dafür zusammen mit denen, die, und dem, was Du liebst leben, glücklich weiter leben und nicht nur alleine überleben, kannst.

Ich bin froh, dass ich gelernt habe zu warten und durchzuhalten – ein bisschen von meinen Eltern, ein bisschen von vielen anderen Menschen, das meiste aus meiner Beschäftigung mit anderen Lebewesen, der Natur und der Biologie, mit dem menschlichen Verstand, mit Bewusstseinsentwicklung und Achtsamkeitsübungen.
Bisher habe ich nie die Möglichkeit gesehen, ein freies und selbstbestimmtes, selbstverantwortliches Leben mit selbstständiger Arbeit führen zu können, ohne dabei kaputt zu gehen – weil es innerhalb unserer bestehenden Systeme viel zu viele (bürokratische und gesetzliche) Vorgaben und Hindernisse für mich gibt.
Aber jetzt – da sich immer mehr Menschen in ihrem einst wohligen Moorbad nicht mehr sicher fühlen und nach Möglichkeiten suchen, daraus zu entkommen – sehe ich endlich auch, wie viele andere es bereits geschafft haben und nur darauf warten, dass alle anderen auch genug Kraft gesammelt haben, um ihnen zu folgen: in eine Welt, in der wir schon damit genug zu tun haben, uns um die wirklich wichtigen Dinge in unserem Leben und um die Menschen um uns herum zu kümmern, so dass gar keine Zeit für andere Arbeit bleibt, aber im Grunde auch gar keine für dumme Ideen, sinnlose Beschäftigungen oder Straftaten, die insbesondere von Menschen geplant und ausgeführt bzw. begangen werden, in deren Leben es in erster Linie um Geld(sorgen) geht.

Ich kann nicht wissen, ob wirklich funktioniert, was ich gerade aus aller Kraft versuche; ich kann nur darauf vertrauen, dass es das irgendwann tut, bevor ich es doch aufgeben muss. Und ich will dazu nur sagen: Setz‘ nie alles auf eine Karte, bevor Du nicht sicher bist, dass sie nicht bereits von anderen ausgespielt wurde!
Nimm‘ Dir, wenn Du Dir auch vorstellen kannst, dass es sich außerhalb des Sumpfes freier, besser und schöner leben lässt, genug Zeit zum Beobachten und Überlegen und Kräftebündeln. – Vielleicht hast Du dann – wenn Du Dir auch ganz sicher sein kannst, dass Du Dich hinterher nicht so alleingelassen wie vorher fühlen wirst – irgendwann genug Mut, Deinen eigenen Versuch zu starten?

Ich würde mich, zusammen mit vielen anderen, die den Anblick der gar nicht nur traurigen Schönheit des Moores lieber aus gebührendem Abstand oder auf trittsicheren Wegen genießen, freuen!

P.s.: Kleine Warnung: Solange Du denkst, Du würdest Dich nur in einem Hamsterrad befinden, aus dem Du relativ leicht und ganz alleine aussteigen könntest, wenn Du nur genug Geld oder keine Ansprüche mehr an das hättest, was Dein bisheriges Leben schön oder ausgemacht hat, ist es für mich absehbar, dass Du nur eine Stufe tiefer sinken wirst, wenn Du es schon auf einen Versuch ankommen lassen willst.

 

 

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Dank für das Foto gebührt Joyce G (auf Unsplash)!

Wenn Du alleine nicht mehr weiter weißt …

… oder wenn Du nicht verstehst, warum Du etwas tun sollst, nur weil andere es auch tun – dann frag‘ sie doch statt nur Dich selbst!

Wenn Du Dich selbst lange genug hinterfragt hast und Dir selbst sicher bist, dass Du in Deinem Inneren keine Antworten mehr auf all die Fragen findest, die Du Dir gestellt hast, dann frag‘ doch einfach mal andere Menschen, die Dir weiterhelfen könn(t)en – weil sie es Dir so erklären könn(t)en, dass Du hinterher besser verstehst, warum Du nicht weitergekommen bist, und hinterher vielleicht sogar weißt, wie Du – auch ohne sie jedes Mal wieder um Rat fragen zu müssen – alleine weitermachen; recherchieren; Unterstützung bei Deinen Vorhaben suchen und Dir dadurch zukünftig schneller alleine weiterhelfen kannst – wenn Du das nächste Mal nicht weiter weißt.

Es ist nicht immer notwendig, einfach weiterzumachen!
Manchmal lohnt es sich, ein paar Schritte zurückzugehen, nach anderen Wegen zu suchen oder zu fragen und eine Alternative zum bisherigen auszuprobieren.
Es gibt nur für Menschen kein Zurück, die unbedingt immer so weiter machen wollen wie bisher, die einfach nur – zusammen mit möglichst vielen anderen – weiterlaufen (wollen), obwohl sie überhaupt nicht wissen, wohin ihre gemeinsame Reise sie führt.

Ich hab‘ mir lange genug immer wieder neue WegbegleiterInnen gesucht, nur um mich nicht auf ein gemeinsames Ziel festlegen zu müssen; mich nicht mit anderen einigen zu müssen, wohin wir überhaupt wollen, weil ich dachte, dass niemand ein – in vieler Hinsicht, wenn es um den Boykott bestimmter „Nahrungsmittel“ oder anderer (bio-)technologisch hergestellter Produkte und Tätigkeiten geht, die in meinen Augen die Welt zerstören, kompromissloses – Leben mit mir führen wollen würde, so wie ich es mir vorstellen könnte bzw. wünschen würde.
Deshalb weiß ich, dass es – auch wenn man mit Sicherheit nicht alles bekommt, was man sich von anderen wünscht, manchmal auch weiterhelfen kann, sich etwas Hilfe bzw. jemanden zu wünschen, der oder die Dir (weiter-)helfen kann und will. Aber fragen musst Du ihn oder sie, wenn er oder sie Dir dann begegnet, immer noch selbst, wenn Du – wie ich – Wert darauf legst, Antworten aus einem menschlichen Mund zu bekommen (nachdem Du vorher schon keine mehr von den Stimmen in Deinem Inneren bekommen hast).

 

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Dank für das Foto gebührt Sangga Rima Roman Selia (auf Unsplas)!