Die Herausforderungen des Lebens als kostenloses Geschenk

Sinnlose und sinnvolle Sinnfragen

Warum bin ich überhaupt hier?
Sollte ich nicht eigentlich ganz woanders sein?
Wo gehöre ich hin?
Welchen Wert hat mein Leben, ohne dass ich mir diese Fragen beantworten kann?

Mir begegnen immer wieder Menschen, bei denen ich mich tatsächlich frage, was sie hier eigentlich noch machen.
Weil sie entweder ihren (Selbst-)Wert nicht kennen oder gar nicht da sein wollen, wo sie sind.
Weil sie unglücklich mit ihrem Leben statt dankbar dafür sind.
Weil sie gar nicht wissen, was sie in oder mit ihrem Leben noch anfangen soll(t)en oder wollen.
Weil sie einfach nur das Beste daraus machen wollen, während sie sich gar nicht jeden Tag darüber freuen, auch ihr Bestes dafür geben zu müssen.

Das Beste, was Menschen geben können, ist mit Sicherheit nicht Geld, auch wenn sich damit sehr viel anfangen lässt.
Geld wird Dir nie das Gefühl geben können, dass Du, Dein Wesen oder Deine Meinung, ihm wichtig bist, genauso wenig wie Menschen, die vorgeben, Dich zu lieben, die Dich loben und Dir in allem zustimmen, weil sie sonst Gefahr liefen, Deine großzügigen Geldgeschenke oder kleinen, aber wertvollen Aufmerksamkeiten zu verlieren.
Auch ein voller Geldbeutel allein wird Menschen, die nicht wissen, wohin sie gehören, nie dorthin bringen, wo sie sein bzw. bleiben wollen, ohne dass sie sich immer wieder die Fragen stellen:

  • Kann ich hier glücklich und zufrieden sein?
  • Wer oder was fehlt mir hier auf Dauer? Welchen gleichwertigen Ersatz würde es dafür geben?
  • Womit kann ich hier nicht leben? Kann ich dem leicht aus dem Weg gehen oder gar nicht?
  • Womit würde ich mich früher oder später langweilen?
  • Womit würde ich mich den ganzen Tag beschäftigen?
  • Hätte mein Leben hier einen (neuen) Sinn?

Ich hoffe, Du kennst den Sinn Deines Lebens längst.
Für mich als Lebenswissenschaftlerin liegt er darin, jeden Tag etwas Neues dazu zu lernen und Freude daran zu haben, etwas damit anzufangen – auch wenn es erst einmal nur das bzw. die ist, darüber zu schreiben.
Weil ich überzeugt bin, dass alles was irgendwann Sinn ergeben soll, was also nachhaltig sinnvoll und nicht nur scheinbar auch für die Zukunft von Erfolg gekrönt sein soll, auch gut und lange durchdacht sein muss, also nicht einfach aus dem Bauch oder einer Not heraus entschieden werden darf.

Sonst kann es sein, dass Du Dir irgendwann die Fragen stellst:

  • Warum habe ich das damals getan?
  • Warum habe ich in meinem Leben so viel Zeit sinnlos verschwendet?
  • Warum fühle ich mich so gefangen in einem Körper, der mir geschenkt wurde, den ich also auch ablehnen, nach Belieben verändern oder einfach lieben könnte?
  • Warum ergibt mein Leben so wenig Sinn?

Und es kann sein, dass – wenn wir uns begegnen – ich Dich darauf hinweise, dass Du Dir bisher vielleicht keine falschen Fragen gestellt hast, aber Fragen, auf die Du selbst noch keine Antworten in Dir gesucht hast – obwohl Du Dir die Antworten selbst geben könntest – oder die Dir auch sonst niemand beantworten kann, der/die sich nicht in Deinen Kopf hineindenken, in Dein Herz hineinhorchen und in Deinen Bauch hineinfühlen kann.

Aus einem kostenlosen Geschenk wird nicht automatisch ein wert- oder sinnvolles, ohne dass Menschen es zu schätzen wissen oder lernen und auch seine Tücken oder Macken liebgewinnen können.
Du musst also vor allem die Herausforderung lieben, wenn Du Deinem Leben einen echten, fühlbaren Wert und Sinn geben möchtest – für den Rest der Welt wird es höchstens ein ideeller sein, also Gesprächsstoff oder Filmmaterial u.ä. liefern, mit dem sie versuchen, ihr eigenes Leben aufzuwerten oder sich daran zu bereichern.

P.s.: Nur weil Du denkst, Du hättest Dich gar nicht dafür entschieden, das Geschenk des Lebens als Mensch anzunehmen, heißt das nicht, dass Du nicht vor die Wahl gestellt wurdest: So wie ich mich kenne, habe ich vermutlich gar nicht bis zu Ende zugehört und es angenommen, sobald ich „kostenlos“ gehört habe. Bei anderen Menschen habe ich den Eindruck, dass sie auf die schönen (Werbe-)Versprechen und sehr einseitige Darstellungen des Lebens – ohne Naturgewalten bzw. -katastrophen, Unfälle, Versorgungsengpässe und daraus entstehende Krankheiten oder den Tod – auf der Erde hereingefallen sind, also von ihrem Leben enttäuscht sind, weil sie etwas anderes erwartet haben.

 

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Dank für das Foto gebührt Riley Pitzen (auf Unsplash)!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lass‘ Dir nicht von (Un-)Menschen mit Raubtier- und/oder (Angst-)Hasenmentalität einreden …

…, wir wären zu JägerInnen und SammlerInnen geboren!

Wir Menschen sind – wie nur wenige andere Lebewesen – potentielle, genügsame AllesfresserInnen: Eigentlich müss(t)en wir nur in Notzeiten – wenn das Pflanzen- und Pilzreich nicht genügend Nahrung für uns hervorbringt – jagen gehen und könn(t)en ansonsten friedlich, friedliebend, unsere Kreativität ausleben, um zu überleben – statt Tiere zu töten oder uns, um unseren Lebensunterhalt zu sichern, mit Gewalt gegeneinander auszuspielen, gegenseitig zu bekriegen und besiegen zu wollen.

Viele Menschen, die davon keine Kenntnis haben oder denken, dass

  • Menschen nicht nur hart, sondern auch im Alltag jederzeit zu Grausamkeiten bereit sein müssen, zur eigenen Sicherheit – wenn sie sich nicht schnell genug in sichere Löcher flüchten und sich verstecken können – selbst um sich zu schlagen und andere zu verletzen oder sogar zu töten, gewaltsame Tode (in Kriegen oder durch Menschen verursachte Hungersnöte o.ä.) hinzunehmen oder andere Menschen (oder Maschinen) für uns töten zu lassen,
  • uns Krankheiten und der Tod bedrohen, wenn wir keine tierischen Nahrungsmittel, also Teile von toten Tieren oder Produkte, die eigentlich – wie Eier oder Milch – dafür da sind, ihnen – nicht uns – neues Leben zu spenden, zu uns nehmen,

glauben auch heute immer noch, dass wir wie unsere Vorfahren dazu bestimmt sind, JägerInnen und SammlerInnen zu sein.
Dabei könnte jeder Mensch wissen, also selbst die Erfahrung gemacht haben, dass wir eine natürliche (Beiß- und Tötungs-)Hemmung, nämlich unser Mitgefühl, sowie die Möglichkeit, uns gegenseitig ausgiebig zu warnen oder nur zu drohen, wenn wir etwas verteidigen möchten, oder zu bitten, wenn wir etwas haben möchten, was anderen gehört, mit auf unseren Weg bekommen haben, die wir übergehen, also ignorieren müssen, wenn wir Gewalt gegenüber anderen ausüben (sollen), und dass wir ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn wir diese natürliche Grenze aus Unachtsamkeit oder nur anderen zuliebe, bzw. weil sie uns dazu überredet oder unter Druckausübung genötigt haben, überschritten haben.

In Notzeiten, in Ausnahmesituationen, ist es für uns überlebenswichtig, diese Schwelle übertreten zu können. – Aber ich kann nicht erkennen, dass sich bei unseren heutigen Möglichkeiten der Nahrungsmittelbeschaffung, bei unserer Überproduktion und -versorgung in vielen Ländern, ein Großteil der Menschen in einer solchen Notsituation befindet.
Mir als überzeugter Pazifistin, als Frau, die

  • vielleicht Worte benutzt, von denen sich Menschen verletzt fühlen, weil sie selbst nicht gelernt haben, sich (nur) mit Worten zu verteidigen;
  • aber nie mit Absicht anderen weh tun wollte, nur weil sie sich von ihnen verletzt fühlte;
  • die ihre Mädchenträume, Tierärztin zu werden oder in der Pharmaindustrie Heilmittel zu erforschen, aufgegeben hat, weil sie
  • feststellen musste, dass es in der Medizin nicht in erster Linie um das Leben und die Gesundheit von Mensch und Tier geht, sondern darum, als Arzt oder Ärztin, als Wissenschaftler oder Wissenschaftlerin davon leben zu können,

ist es unverständlich, dass Menschen ihren Alltag von aggressiven Menschen (mit-)bestimmen oder sogar beherrschen lassen (wollen): Von PolitikerInnen oder anderen, auch religiösen, Führungskräften, WissenschaftlerInnen, u.a., die selbst von veralteten Vorstellungen oder unsinnigen Ängsten beherrscht werden, dass wir uns alle tagtäglich in einer Ausnahme-Notsituation befänden; die täglich gegen Krankheiten und den Tod und für unser Seelenheil kämpfen statt das Leben zu genießen und Krankheiten und den Tod als wichtige Bestandteile des Lebens, als LehrerInnen, anzuerkennen, während sie gleichzeitig dafür zu sorgen, dass sich Menschen nicht unnötig krank machen (lassen) oder in (Lebens-)Gefahr begeben.
Ich bin überzeugt, dass viele ÄrztInnen oder andere selbsternannten LebensretterInnen und HeilmittelforscherInnen nicht von Vernunft und Mitgefühl, von (Mit-)Menschlichkeit, sondern von ihren Ängsten oder Ehrgeiz, also nur den ältesten Teilen ihres Gehirns, ihrem Reptiliengehirn, beherrscht werden.
Mich macht traurig, wenn ich Menschen beobachten kann, die

  • denken, alle anderen Menschen wären entweder (auch) friedliche Kaninchen oder nicht nur spielerisch angriffslustige, sondern blutrünstige Raubtiere – weil sie noch nie gesehen haben, wie erbittert gnadenlos sich auch Kaninchen bekämpfen können, wenn es um ihr die Verteidigung ihres Reviers geht (während sich viele Raubtiere schon durch die Drohgebärden eines Gegenübers davon abrringen lassen, zu riskieren, bei einem Kampf verletzt zu werden);
  • nur an das Gute (oder Böse) im Menschen glauben und denken, dass sich auch in die Enge getriebene oder von Ängsten und Süchten getriebene Menschen (nicht) immer zuerst oder sogar nur friedliche Lösungen einfallen lassen würden, mit denen möglichst niemandem Schaden zugefügt wird …
  • überhaupt Teil einer Gruppe von Menschen sein wollen, die noch denken, sie müssten auf die Jagd oder Raubzüge gehen, also Kriege unterstützen oder selbst – angeblich um des lieben Friedens willen – führen, oder einer, die sich lieber vor allen potentiellen Lebensgefahren versteckt, alle Herausforderungen und Konflikte möglichst vermeidet.

Kannst Du Dir nicht – wie ich – vorstellen, dass wir uns längst über diese Evolutionsstufe hinaus bewegen und unsere Kreativität nutzen könnten, um zukünftig friedlicher, im Einklang mit der Natur, nicht als selbsternannte HerrscherInnen über sie oder als ihre hilflosen Opfer, zu leben?
Warum glaubst Du dann noch so viel von dem, was Menschen mit Raubtier- oder Kaninchenmentalität Dir weiszumachen versuchen?
Hab‘ keine Angst hast, diese Gruppe zu verlassen und Dich auf die Suche nach anderen Menschen zu machen, die erkannt haben, dass unser Leben gar kein täglicher Überlebenskampf (genauso wenig wie ein opportunistisches Sammler- oder Nomadendasein, durch das wir uns in die völlig Abhängigkeit von den Launen der Natur begeben) sein müsste – wenn wir

  • uns zusammentun;
  • uns gegenseitig alles Überlebenswichtige beibringen, also vor allem von unseren friedliebendsten und gesündesten Ältesten lernen, die sich in ihrem Leben weder mit unnötiger Gewalt noch mit übertriebener Vorsicht behaupten konnten, sondern damit, sich konsequent immer wieder daran zu erinnern, achtsam, gesprächs- und zu Einsicht bereit zu sein;
  • unsere Schwächsten so gut wie möglich gemeinsam beschützen;
  • unserer Kreativität freien lauf lassen und
  • uns gegenseitig nur zur Vernunft aufrufen, wenn wir dabei zu übermütig oder herrschsüchtig werden, also zu sehr über die Stränge schlagen und unser Mitgefühl für andere Lebewesen vergessen oder ihren Wunsch, friedlich und möglichst frei mit uns zusammen zu leben.

Es ist längst – auch wissenschaftlich – bekannt, zu was wir Menschen tatsächlich fähig sind, wenn wir – statt nur veralteter Gehirnteile – unser ganzes Bewusstsein nutzen.
Wie wäre, wenn Du den schönen Sonntag nutzt und heute damit beginnst, es selbst zu versuchen?
Viel Freude und Erfolg dabei wünsche ich Dir!

 

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Dank für das Foto gebührt Dušan veverkolog (auf Unsplash)!

 

Gemeinsam die Lasten des Alltags stemmen …

… lassen sich nicht dadurch, dass Menschen in ihrer Freizeit für sich selbst trainieren oder von TrainerInnen und Coaches trainieren lassen, um ihre Kräfte aneinander messen und/oder dabei darüber jammern oder verdrängen zu können, was

  • ihnen überhaupt den Anlass gibt, alleine oder in Gesellschaft anderer Konkurrenzkämpfe führen zu müssen;
  • sie in ihrem Leben und Alltag hindert, gleich das zu tun, was sie tun könnten, um sich auch bei ihrer Arbeit gesund und fit, also bei Kräften zu halten.

Viel sinnvoller wäre es doch,

  • sich gleich gegenseitig dabei zu helfen, das zu erreichen, mehr gesunde Sportlichkeit und spielerische Leichtigkeit in unser Alltagsleben zu bringen, also
  • nicht so viel Zeit damit zu verschwenden, sich von dem abzulenken, was besonders ungesund im eigenen Leben ist und viel Krafteinsatz fordert bzw. auszehrt, weil es alleine gar nicht zu bewältigen ist, und
  • Hindernisse für körperliche Fitness und Gesundheit oder mehr Freude am Sport und Spiel im Alltag gemeinsam aus dem Weg zu räumen statt immer wieder nur über sie zu reden oder sich mit wenig(er) sinnvollen persönlichen Erfolgserlebnissen beim Sport oder Spielen darüber hinwegtrösten zu wollen.

In Gesellschaften, in der es vor allem die schaffen, also eine gesellschaftliche (An-)Stellung (er-)halten, die besonders hart dafür trainieren und ihr Bestes zu geben bereit sind, die also

  • besonders hart sowohl im Zuschlagen als auch im Nehmen sind und
  • genug Zeit und Möglichkeiten – und auch keine Angst vor den möglichen Spätfolgen, weil sie ihnen entweder nicht bewusst sind oder von anderen ausgeredet werden – haben, besonders viel über das zu jammern, was ihnen ihre ganze Körperkraft raubt, oder
  • besonders viel davon verdrängen können, weil sie ihre (Betäubungs- oder schmerzlindernden Heil-)Mittel und (Erfolgs-)Wege dazu gefunden haben,

werden wir wohl alle noch ein bisschen mehr Ausdauertraining absolvieren müssen…

Ich bleibe optimistisch, dass irgendwann genug Menschen ganz von alleine darauf kommen werden, dass es für uns Menschen viel sinnvoller und effektiver ist, wenn wir echte, große Lasten tragen und Hindernisse beseitigen möchten, die uns vor allem auf dem Herzen liegen oder die es nur in unseren Köpfen gibt, wenn

  • möglichst viele von uns miteinander statt gegeneinander arbeiten, und
  • wir uns alle zusammen endlich einmal ein nachhaltig sinnvolles Trainings- bzw. (Über-)Lebensprogramm einfallen lassen würden, mit dem wir gesund und lange fit und dabei glücklich bleiben, weil es uns Freude bereitet oder sogar allen richtig viel Spaß macht,

statt das Denken und die Umsetzung von Ideen immer wieder nur ein paar wenigen SpezialistInnen zu überlassen, die mit ihren großen Idealen oder neuen (Bio-)Technologien und anderen gutgemeinten Ratschlägen für unsere Zukunft kommen, die sie alleine – also ohne alle Beteiligten vorher nach ihren Vorstellungen und Wünschen zu fragen – gestalten oder verändern wollen, oder ein vielen anderen, die bereits uralte Techniken, Erfahrungen oder Fähigkeiten, die die Menschheit in ihrer gesunden Weiterentwicklung auch nicht wirklich gefördert haben, wieder neu aufleben lassen wollen.

Davon dass sich ein Teil der Menschheit gemeinsam in Gebäude zurückzieht, um – angeblich oder viel zu – harte (Kopf-)Arbeit zu leisten, während andere, die sie draußen umsetzen, gar keine Zeit und Energie, also auch gar „keinen Kopf mehr“ hat, sich um ihre körperliche Gesundheit und Fitness zu kümmern, wird sich meiner Meinung nach jedenfalls nichts gemeinsam stemmen lassen, was uns allen auf den Schultern lastet.
Solange es zu viele Menschen gibt, die das, was sie gerade tun, als alternativlos betrachten, wird sich für sie jedenfalls nichts verändern.

Wenn Du nicht zu dieser Gruppe gehören möchtest, sondern andere Menschen suchst, die gemeinsam mit Dir Deine Lasten tragen, – weil es gleichzeitig auch ihre sind – darfst Du nicht

  • versuchen, sie auf andere abzustülpen, indem Du sie vor ihnen zwar ausschüttest, aber ihre Ratschläge nicht annehmen willst, noch
  • so tun, als hättest Du gar keine, die andere mit Dir tragen könnten, weil sie allein Dein Problem sind, oder
  • vorgeben, Du hättest selbst noch genug Zeit und Kraft übrig, die anderer Menschen auch noch auf Dich zu nehmen.

Geh‘ lieber auf die Suche nach anderen Menschen, denen es so geht wie Dir, triff Dich mit ihnen persönlich, so dass Du sie Dir genau anschauen und ihnen zuhören kannst, und sprich‘ mit ihnen über ihre größten Probleme und ihre einfachsten Ziele, Träume und Wünsche – statt umgekehrt. Du kannst ihnen vielleicht nicht sofort helfen, ihre größten Probleme zu lösen; aber es ist sinnvoller, ihnen einen einfach Wunsch zu erfüllen, wenn Du ihnen dabei auch Mut machen kannst, große Probleme nicht alleine lösen, sondern gemeinsam angehen zu können, statt ihnen zu raten, sich einen großen Traum zu erfüllen und zu hoffen, dass sie dabei ihre Lasten vergessen oder daraus genug Kraft schöpfen, sie hinterher wieder ganz alleine tragen zu wollen.

 

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Dank für das Foto gebührt Sam Moqadam (auf Unsplash)!

Unter die Erde bringen (lassen) …

… sich viele Menschen und Tiere heute nicht mehr friedlich, sondern während andere schweigend dabei zusehen, wie sie gewaltsam ins Grab befördert wurden

„Du bringst mich noch ins Grab!“ ist ein Ausspruch, an den ich mich aus meiner Kindheit noch erinnere und den ich damals für einen Spaß hielt – weil ich noch kein Verständnis dafür hatte, wie eng verbunden sich Menschen, aber auch Menschen und Tiere, fühlen können, so dass sie auch aus Angst und Sorge umeinander so krank werden können, dass sie dadurch sterben; wenn ihre Lebensfreude und ihr Lebenswille – ihre Lebenskräfte – nicht von anderen neu erweckt werden.
Es ist weder „Altersschwäche“ noch sind es schicksalhafte bzw. vererbte und unvermeidbare Krankheiten, an denen viele, vielleicht sogar die meisten Menschen, aber auch Tiere, die eng mit uns Menschen zusammenleben, sterben. Es sind Zivilisationserkrankungen, also eine Todesursache, die sich vermeiden ließe, wenn wir uns nicht weiter so zivilisiert benehmen (wollen) würden bzw. uns dazu von anderen nötigen lassen würden, denen wir sonst Kummer bereiten (könnten) – davon bin ich fest überzeugt.

Weder Menschen noch Tiere bereiten sich gegenseitig absichtlich Sorgen, sondern versuchen, friedlich und sorglos mit anderen zusammen zu leben und sich in erster Linie um ihre eigenen Bedürfnisse zu kümmern.
Mir hat schon immer Kummer bereitet, dass so viele Menschen dabei vergessen oder nicht wissen (wollen), also bewusst oder unbewusst ignorieren, wie viel Leid und Tod sie dadurch in die Welt bringen, dass sie

  • nicht auf die Bedürfnisse anderer Lebewesen achten;
  • keine Zusammenhänge sehen wollen zwischen ihrem bequemen Leben und verhungernden Kindern in Afrika;
  • dass sie keine Verbindung sehen zwischen dem Steak auf ihrem Teller und abgeholztem Regenwald oder industrieller Massentierhaltung und -schlachtung;
  • auch keinen Grund für „Notschlachtungen“ von Kälbern oder Kühen in ihrem Konsum von Butter, Joghurt, Sahne oder Käse bzw. für Kükenschreddern in ihrem Appetit auf Hühnereier; und
  • erst recht keinen zur Annahme, dass sie selbst für ihre Krankheiten bzw. deren Verlauf und dafür mitverantwortlich sind, wenn Menschen (oder Tiere), mit denen sie sich verbunden fühlen, krank werden oder sterben.

Ich habe mir über viele Jahrzehnte meine Lebensfreude und -kraft nicht davon nehmen zu lassen – wenn auch nicht ohne dass ich dabei Menschen ver- oder loslassen musste, die meine Sorgen nicht geteilt bzw. durch ihr eigenes Verhalten sogar noch bestärkt haben. Ich konnte immer wieder neue Kraft daraus schöpfen konnte, dass mir Menschen begegnet sind, die mir ihre eigenen Strategien vorgelebt haben, mit denen sie ihren Lebensmut behalten haben, oder die mich vor die Herausforderungen gestellt haben, verstehen zu wollen (denn ich bin immer noch neu- und wissbegierig!), wie sie aus etwas Kraft schöpfen können, was mir meine Kraft raubt bzw. rauben würde.

Nicht nur als Lebenswissenschaftlerin bin ich überzeugt, dass Schwäche oder Schwächeanfälle im Leben – also fehlender Mut, Lebensfreude oder Vertrauen in den Sinn des eigenen Lebens – sich nicht dadurch nachhaltig beheben lassen, dass sich Menschen durch autogenes Training dazu anleiten, sich rechtzeitig davon abzulenken oder sie bewusst zu ignorieren, oder durch andere mentale Techniken lernen, sie gelassener als unvermeidbar anzunehmen. So lassen sie sich höchstens aufschieben oder erträglicher machen, aber mit Sicherheit nicht in Luft auflösen. Genauso wenig werden Menschen sie durch Krafttraining oder -futter und strenge Disziplin, also Abhärtung gegenüber den Einflüssen, die uns Menschen schwach machen, los, wenn nicht gleichzeitig auch Ausdauer und Beweglichkeit sowie Achtsamkeit trainiert werden, die rechtzeitig in Alarmbereitschaft für Notfälle versetzt, für die Menschen – auch zusammen mit Tieren – ihre Notfallstrategien entwickeln können.

Es kostet Lebenskraft bzw. -mut, um neue/n zu gewinnen, und Menschen können versuchen, ihre Lebensfreude dadurch zu steigern, dass sie mit anderen oder über andere Menschen lachen, oder ihren Überlebenswillen, indem sie sich täglich vor neue Herausforderungen stellen. Aber es genügt nicht, sich nur auf eine dieser persönlichen, inneren Stärken zu konzentrieren, um lange gesund am Leben zu bleiben:
Am frühesten unter der Erde landen – zumindest ist das mein Eindruck – nicht unbedingt die, deren Körperkraft früh zu Ende geht, weil sie sie überstrapaziert haben, um möglichst lange am Leben zu bleiben; zumindest solange sie noch genug Lebensfreude und -willen in sich gespeichert haben oder fürsorgliche Menschen um sich, die ihnen einen Grund zum (Weier-)Leben oder zumindest Durchhalten geben.
Früh unter der Erde landen auch nicht die, deren Lebenswille sie so trotzig gegenüber dem Tod, genauso wie gegenüber den Menschen, die ihnen ihr Leben unnötig schwer gemacht haben, macht, dass sie es denen oder dem Leben, zu dem sie sich durch sie haben nötigen lassen, auf ihre Weise zurückzahlen wollen.
Früh – im Grunde freiwillig, weil ihre anderen Lebenskräfte Mut und Vertrauen sie verlassen – verabschieden sich oft die, die entweder keinen Sinn (mehr) darin sehen, anderen nur Kummer zu bereiten, oder die, die mit Gewalt versuchen, ihrem Leben einen Sinn zu geben, weil sie nicht sehen können oder wollen, welchen Sinn jedes Leben hat: etwas daraus zu lernen, mit Freude und ohne Zwang, also auf freiwilliger Basis.

Sobald die innere (Lebens-)Kraft oder die äußere Unterstützung fehlt, sich selbst noch dazu anzuspornen, auch den eigenen Körper täglich neu kennenzulernen und mit Freude fit zu halten, beschleunigt sich der körperliche Alterungsprozess; genauso wie der geistige bei – ich nenne sie hoffnungslos optimistische – Menschen, die denken, sie müssten nur ihren Körper maltraitieren, um trotz fehlender Lebensfreude so lange leben zu können, bis sie wieder die Chance bekommen, sich in ihrem Leben glücklich zu fühlen.
Menschen – vielleicht sogar unsere Tiere – die, weil sie die Verbindung von Körper, Geist und Seele nicht sehen oder bewusst ignorieren, wenn sie im Spiegel bzw. im Feedback durch andere entweder nur ihren Körper oder nur ihre Seele erkennen, schöpfen ihre (Lebens-)Kraft daraus , dass sie nur – einseitig – körperlich beweglich oder kräftig bleiben, während sie gleichzeitig geistig bzw. körperlich abbauen.

Ich denke, dass es mein Lernprozess ist, zu warten, bis ich ihnen vielleicht irgendwann dabei helfen kann, nicht unnötig weiter unter etwas zu leiden, was sich leicht vermeiden ließe, wenn sie ihren Fokus in ihrem Leben auf etwas anderes richten, ihren Horizont, ihr Bewusstsein, erweitern, und mehr tun würden, was ihr Herz – nicht ihr Bauch oder ihr Kopf – ihnen sagt; oder zu akzeptieren, dass ich ihnen gar nicht weiterhelfen kann – weil es gar nicht in meiner Macht oder meinem Zuständigkeitsbereich liegt.
Ich denke, meine inneren Kräfte – meine Wünsche, meine Hoffnungen, meine Überzeugungen – werden mir noch eine ganze Weile genug Kraft geben werden, um jeden Tag wieder mit neuem Lebensmut und -freude zu beginnen und möglichst auch dafür zu sorgen, dass weder meine körperliche Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer zu schnell abbauen, weil ich sie vernachlässige, noch mein Interesse daran, etwas Neues zu lernen und mich darauf zu konzentrieren, verliere.
Ich weiß nicht, wie lange ich es tatsächlich schaffen werde, alle Ideen in die Tat umzusetzen bzw. wie lange ich genug Rückzugsmöglichkeiten von dem und den Menschen haben werde, was bzw. die mir täglich Lebenskraft rauben, weil sie mich vor Herausforderungen stellen, die mich traurig, wütend oder fast wahnsinnig machen – entweder weil sie in meinen Augen völlig unsinnig sind und nicht nur unnötig für ein glückliches, gesundes Leben und ein friedliches Miteinander von Menschen – und Tieren und der Natur – sind, sondern es sogar verhindern: unser viel- und hochgepriesenes, modernes, bequemes, geordnetes, angeblich sicheres Leben bzw. die Menschen, die sogar unsere neuesten gesundheits- und gesellschaftsschädlichen, menschenfeindlichen Hygienemaßnahmen und politischen, rein ökonomisch statt ökologisch orientierten Great ResetZukunftsbestrebungen weiterhin vehement verteidigen oder zumindest nicht (mehr – weil sie viel zu sehr darin gefangen oder süchtig danach sind) bereit dazu sind, es so schnell wie möglich zu stoppen, also selbst möglichst aus allem auszusteigen, was sie zwar liebgewonnen haben, was sie oder ihre Liebsten aber (tot)krank macht oder schon gemacht hat, und Alternativen dazu zu schaffen.

Ich tue einfach mein Bestes, – auch wenn es mir schwer fällt, weil ich mich ihnen zu früheren Zeiten einmal eng verbunden gefühlt habe – mir nicht allzu viele Sorgen um sie zu machen. – Denn es gibt jetzt wichtigere Menschen in meinem Leben, mit denen ich mir eine lebenswerte, menschliche Zukunft, wieder mehr im Einklang mit der Natur und unseren echten, nicht den künstlich geschaffenen, Bedürfnissen oder Freiheiten und Rückzugsmöglichkeiten aus unserem Alltag vorstellen kann, die heute nur ersatzbefriedigt werden mit künstlichen, umwelt- und/oder gesundheitsschädlichen Produkten und Dienstleistungen.
Wenn Du selbst nicht Gefahr laufen willst, so zu enden, wie die Menschen, um die Du Dich aufopfernd kümmerst bzw. kümmern musst, weil sie es nicht mehr selbst tun können und niemanden außer Dir haben, der/die das übernehmen würde, dann such‘ Dir außerdem – zum Ausgleich – lebensfrohe Menschen, die Dir Mut machen und Dir freiwillig einen Teil ihrer Kraft abgeben – weil sie wissen, dass auch sie davon profitieren, wenn es Dir möglichst lange gut geht; Menschen, die noch kräftig und mutig genug sind, Widerstand zu leisten gegen andere, die Macht über das Leben, die Rechte und die Gesundheit anderer Menschen an sich zu reißen, und nicht so lebensmüde wie andere, die einfach alles mitmachen, was sie auch ganz schnell und unerwartet unter die Erde bringen könnte.

P.s.: Unser modernes, von Autoritäten bestimmtes und mit Gesetzen geregeltes Leben bereitet Menschen unnötig viel Kummer und unnatürliche Sorgen – vor allem um Geld oder gesellschaftlichen Abstieg oder Ächtung, so dass es viele früher unter die Erde bringt und damit (wieder) zu Staub macht als es eigentlich nötig und unter natürlicheren, freieren Bedingungen der Fall wäre. Das ist zumindest meine Überzeugung; und wer weiß: Vielleicht sehen das ja irgendwann noch mehr Menschen so, die bisher stillschweigend hingenommen und nicht dagegen unternommen haben, dass sich ein paar wenige vor allem um die Sorgen der Welt, um hohe Ziele wie die Globalisierung statt um die daraus entstehenden lokalen Probleme sowie die Todesursachen vor ihrer Nase kümmern: Stress, Ängste, Umweltgifte bzw. Vergiftungen und (Selbst-)Morde (durch Nötigung zu natur- und gesundheitsschädlichem oder gesellschafts- und sogar menschenverachtendem Verhalten). Wenn wir die Grundsätzlichen, die wichtigsten Dinge außer acht lassen, dürfen wir uns weder wundern, wenn wir uns irgendwann in Grund und Boden schämen oder eben genau da und früher landen, als wir uns gewünscht hätten.

P.p.s. Ich werde gleich noch in unserem Garten gehen und mal schauen, was noch in der Erde wächst bzw. wie ich das, was ich im Boden für das nächste Jahr so lebendig halten möchte, dass es dabei seine Widerstandskräfte trainieren kann, schützen kann, also so, dass ich nicht jedes Jahr wieder ganz neu damit anfangen muss, alles, was zu neuem Leben erwacht, zu verhätscheln, damit es bloß nicht krank wird oder vorzeitig stirbt. Das Leben ist hart und kein aufgehübschter Schaugarten. – Menschen, die seine natürliche Schönheit nicht (an)erkennen (wollen), dürfen sich nicht wundern, wenn sie davon – statt es bis an ihr Lebensende zu genießen – (alters-)schwach und krank werden.

 

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Dank für das Foto gebührt The New York Public Library (auf Unsplas)!

Arme Menschen …

… sind für mich nicht die, die kein Geld haben, um sich Dinge zu kaufen, die sie zum Leben brauchen, sondern die, die nicht wissen, wie sie notfalls auch ohne um Geld zu betteln überleben könnten.

… sind für mich nicht Menschen, die sich immer wieder etwas einfallen lassen (müssen), um ihrem Leben einen Wert zu geben, sondern die, für die das Leben anderer Menschen keinen oder weniger Wert hat als ihr eigenes oder die den echten Wert – also nicht nur die Produktionskosten, den Einkaufs-, Verkaufs- oder Schnäppchenpreis – all der Dinge, die sie besitzen, gar nicht kennen.

… sind für mich nicht die, die in ihrem Leben in den Augen anderer nichts erreicht oder vorzuweisen haben, sondern die anderen, die nicht sehen können, wie weit sie bei genau dem, was sie in ihrem Leben erreichen woll(t)en, gekommen sind.

… sind für mich nicht die, die nicht alles bekommen, was sie sich wünschen, sondern die, die nicht erkennen, dass Herzenswünsche immer irgendwann in Erfüllung gehen, solange sie nicht mit aller Macht dafür zu kämpfen versuchen (Denn Herzenswünsche vertragen keine Gewalt; aber nicht alle Wünsche sind echte Herzenswünsche, weil Wünsche auch aus Selbstmitleid und durch Neid auf andere entstehen können).

… sind für mich keine Menschen, die von Schicksalsschlägen getroffen werden, sondern die, die denken, das Schicksal wolle Menschen Böses statt sie zu lehren, auch mit schweren Verlusten leben zu können, bzw. alles dafür zu tun, damit anderen Menschen das gleiche Schicksal erspart bleibt.

… sind für mich nicht Menschen, die sich nicht anders zu helfen und wehren wissen als mit Worten um sich zu schlagen, sondern die, die bewusst Worte einsetzen, um andere zu verletzen oder zu manipulieren.

… sind für mich sowohl Menschen, deren Ego sich durch ehrliche Worte nicht nur beleidigt, sondern so tief verletzt fühlen, als wären sie körperlich misshandelt worden, genauso wie Menschen, die nicht nur Angst davor haben, sich Feinde damit zu machen, dass sie offen und ehrlich mit anderen reden, sondern sich dieser Angst fügen.

… sind für mich nicht die mit den größten Geldsorgen, sondern die – weil sie keine haben (wollen) – (auch) alle anderen Sorgen und Fürsorgepflichten vergessen.

Pass‘ also bitte auf, dass Du diese Welt irgendwann nicht als ärmerer Mensch verlässt als Du sie voller Vertrauen, Hoffnung und Optimismus betreten hast, obwohl Du alles dafür getan hast, mal nicht in größerer Armut leben zu müssen als Deine Eltern, oder Menschen vertraut hast, die Dir versprochen haben, dass es Dir ohne Geldsorgen mal besser gehen würde als den Menschen, die noch welche haben. Ich rede nicht von Schulden, denn in die begeben sich Menschen meiner Meinung nach viel zu sorglos. Aber Geld und Besitztümer sind nur Hilfsmittel, um möglichst einfach durchs Leben zu kommen, weil Du sie leicht tauschen kannst – mit Armut oder Reichtum haben sie für mich eher wenig zu tun (dafür viel mehr mit verdientem Glück, kleineren Betrügereien oder einflussreicher Manipulation bis hin zu  eiskaltem Kalkül).

 

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Dank für das Foto gebührt freestocks (auf Unsplash)!

Weißt Du eigentlich, welche Rolle Du im Leben anderer Menschen spielst?

Oder welche Rolle spielen andere für Dich?

Für Außenstehende, also ein Publikum, ist es oft relativ leicht zu beurteilen, wer im Umgang mit anderen Menschen wem (k)eine besondere Bedeutung im eigenen Leben zumisst – mit kleinen oder größeren, übertrieben wirkenden Aufmerksamkeit/en, mit respektvollen oder herablassenden Worten oder Blicken, mit liebevollen oder eher brutal anmutenden Handlungen.
ZuschauerInnen haben dafür keine oder wenig Ahnung davon, wie gut die Schauspielkünste von Menschen wirklich sind, z.b. sobald sie improvisieren müssen oder die eigene Bühne, die eigenen schützenden (vier) Wände verlassen haben und unbekanntes Terrain betreten und wie gut sie Rollen, die sie lieber gar nicht spielen würden, trotzdem beherrschen können. ZuschauerInnen wissen nicht, welche genauen Absprachen es möglicherweise zwischen unterschiedlichen Charakteren gegeben hat; wie zuverlässig sich alle an das halten, was sie anderen versprochen haben, ob ein heimlicher Masken-, Kostüm- oder Rollentausch stattgefunden hat, der sich erst später oder nie aufklären soll und vieles andere, was hinter den Kulissen abläuft.

Für mich ist jeder Tag eine offene Bühne, auf der ich nicht nur die unerschiedlichsten Rollenbilder erleben, sondern auch die unterschiedlichsten Menschen erleben kann, die versuchen, also sich Mühe dabei geben – oder auch nicht – sie oder einfach sich selbst darzustellen und auszudrücken: in den unterschiedlichsten Lebenssituationen, an unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichsten Zeiten.

Wenn Dein Leben Dein Leben lang von Deiner Familie, ein paar wenigen FreundInnen oder nur einem einzigen Partner bzw. einer einzigen Partnerin und einem einzigen Job bestimmt wurde, von dem Du Dir mit Urlaubsreisen Auszeiten genommen hast, sowie wenn Du alle Rollenbilder mit denen aus Kino oder Fernsehen, Radio, Zeitungen oder Internet abgleichst, also eher oberflächliche Gespräche führst und Dich wenig für die hinter ihren Augen verborgene Seele der Menschen interessierst, kannst Du schwerlich behaupten, Du hättest viele unerschiedliche Menschen kennengelernt und (Lebens-)Erfahrungen mit ihnen gesammelt oder wüsstest – wenn Dich ihr Feedback zu Dir und dem, was Du tust, überhaupt nicht interessiert – viel über andere oder über Dich selbst, Deine Fähigkeiten, Deine Stärken und Schwächen.
Wenn Du wirklich wissen willst, welche Rolle Du besonders gut spielst und in welcher Du bisher vielleicht total versagt hast, musst Du lernen, nicht nur die Menschen zu fragen, die applaudieren, sobald Du Deine Bühne betrittst, sondern auch das kritische Publikum, das Dir Tipps geben könnte, besser zu werden.
Nimm‘ Kritiken nie so ernst, wie sie vielleicht für Dich klingen; aber behalte sie immer im Hinterkopf – vielleicht stellst Du selbst noch irgendwann fest, dass es gar nicht so schlecht ist und Du Dich selbst wohler fühlst, wenn Du sie berücksichtigst und eine neue Rolle daraus, also aus Dir, kreierst statt eine alte bis an Dein Lebensende zu spielen, nur weil Du sie in und auswendig kennst.

Die Bühne des Lebens steht auch Dir jeden Tag offen, zum Betreten oder „nur“ als stille oder begeisterte ZuschauerIn, die für Stimmung im Saal sorgt, auch wenn gerade ein Trauerspiel stattfindet!
Lass‘ Dich nie entmutigen, sie immer wieder zu betreten oder früher als erwartet zu verlassen, wenn Du keine Lust mehr hast, im Rampenlicht zu stehen oder Buh-Rufe für etwas zu ernten, was Du Dir mühsam ausgedacht hast und auf das Du auch ganz alleine, in Ruhe und Stille hättest stolz sein können, weil Dein Publikum eines ist, das wenig von Deiner Kunst versteht.
Alles, was Du tust, spielt immer eine Rolle – für irgendjemanden oder irgendetwas.
Also versuch‘ vor allem nicht, etwas zu verbergen, was irgendwann ohnehin ans Licht kommen wird, – denn nichts bleibt ewig im Dunkeln – egal, ob Du selbst dann noch für irgendjemanden eine Rolle spielst oder nicht: Deinen Namen oder den Deiner Familie wird man mit Sicherheit noch damit in Verbindung bringen können.

P.s.: Welche Rolle stellst Du Dir eigentlich momentan vor, wenn Du dem aktuellen political correct-Trend folgst und einen der verordneten Maulkorbvarianten anlegst: die medizinische, die bisher – aus gutem, wenn auch nicht infektiologischem Grund – nur Labor- und Pflegekräfte sowie MedizinerInnen oder Strafgefangenen vorbehalten war, oder die spezial-einheitliche, die sich bisher nur in voller Sicherheitsmontur vor Virenübertragungen schützen konnte, aber Dank neuester Technologien nur noch Feinstaubfilter(tüten) über Mund und Nase stülpen muss, um keine Gefahr, bzw. eine/n GefährderIn, mehr für sich selbst und andere Menschen darzustellen.

P.p.s.: Zu den besonders schlechten SchauspielerInnen gehören übrigens für mich Menschen, die nur so tun, als würde es sie nicht kümmern, dass andere sich nicht um sie sorgen, während das kein lebendes Wesen wirklich ernst meinen (und deshalb auch nicht ernst genommen werden) kann, wenn er/sie/es

  • dann wütend auf Menschen ist, die es tatsächlich nicht tun;
  • deswegen unglücklich ist bzw. traurig aussieht oder auf andere Menschen ungewöhnlich still oder aufgedreht wirkt;
  • dünn wegen Appetitlosikeit oder dick geworden ist vom Frustessen oder fehlendem Ansporn, sich ausreichend zu bewegen; oder
  • früher oder später – trotz angeblich (oder, in den Augen von Menschen mit vielleicht langjährigen Lebenserfahrungen, aber ohne echte Menschenkenntnisse, „tatsächlich“) bester Gesundheit – unerwartet und plötzlich (schwer) krank geworden oder vielleicht sogar verstorben ist, vor Sorgen um sich selbst oder andere, die für ihn/sie/es eine besondere oder eigentlich gar keine Rolle mehr gespielt haben bzw. hätten spielen sollen/dürfen/müssen/können.

 

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Dank für das Foto gebührt Kyle Head (auf Unsplash)!

In einem gesunden Flow sein …

… heißt weder nicht ganz bei Dir zu sein, noch Dich unter anderen Menschen aufzulösen!

Es bedeutet nicht,

  • durch Dein Leben zu hetzen
  • so viel wie möglich zu tun oder zu erleben, und dabei
  • immer wieder innehalten zu müssen, damit Du überhaupt zum Atmen kommst.

Dein Leben gerät vor allem ins Stocken oder Du ins Strudeln, wenn Du nicht das tun kannst, was Du Dir zuliebe und dem bzw. denen, die Du liebst zuliebe, tun solltest – nämlich dem Weg folgen, bei dem nicht nur Dein Geist frei fließen und/oder sich Dein Körper möglichst oft im Flow, also nicht in einer zu festen oder in zu häufig und schnell wechselnden Positionen befindet. sondern auch die Menschen, mit denen Du zusammen bist.
Menschen lieben gemeinsame und einsame Flow-Erlebnisse: (zusammen) zu feiern, zu tanzen und zu singen oder anders Musik, Kunst oder Sport zu machen und sich kreativ zu betätigen, auch bei ihrer Arbeit.
Je nachdem, ob Du in Deinem Alltag zu viel oder zu wenig davon, mit anderen oder alleine, hast: Such‘ Dir zum Ausgleich sinnvolle Hobbies, bei denen Du Deinem vernachlässigten Körper oder Deinem vernachlässigten Geist, Deinen vernachlässigten persönlichen Vorlieben oder Deinem vernachlässigten, menschlichen Gemeinschaftssinn kreative Flow-Erlebnisse verschaffen kannst.

Es ist kein kreatives Flow-Erlebnis, etwas Leckeres zu essen.
Es ist kein kreatives Flow-Erlebnis, sich unter dem Vorsatz zusammen zu finden, sich zu betrinken.
Es ist kein kreatives Flow-Erlebnis, zusammen an der frischen Luft zu stehen und zu rauchen.
Es ist kein kreatives Flow-Erlebnis, ehrgeizig oder exzessiv (Tanz-/Schwimm-/…)Sport zu treiben, ob alleine oder in einem Team.
Es ist kein kreatives Flow-Erlebnis, sich in einem großen Raum von Menschen auf einer Bühne unterhalten zu lassen.
Es ist kein kreatives Flow-Erlebnis, alleine vor einem Bildschirm zu sitzen und immer wieder dieselben Spiele zu spielen.
Es ist kein kreatives Flow-Erlebnis, zwanghaft Ordnung halten zu müssen, zu putzen, zu kochen oder zu backen.
Es ist kein kreatives Flow-Erlebnis, einen All inc.-Urlaub zu buchen und sich unter verschiedenen Programmangeboten täglich ein neues auszusuchen.

Es gibt unendlich viele Beispiele für den scheinbar sinnvollen Ausgleich zu einem Leben, in dem Deine Energien aber genauso wenig frei fließen können wie in den Situationen, in denen Du Dich so gefangen oder eingeengt fühlst, dass Du ihnen entrinnen bzw. sie meiden möchtest.

Dass Du Dich in Deinem Flow auf einem sicheren Holzweg befindest – zumindest falls Du etwas dafür tun willst, möglichst lange frei beweglich zu bleiben und auch im Denken nicht einzurosten – zeigt Dir irgendwann Dein Körper (mit Verspannungen oder anderen unangenehmen Gefühlen und ungewöhnlichen Veränderungen) oder Dein Geist (mit Konzentrationsproblemen oder fehlender Neugier, also Depressionen), Dein Bedürfnis nach mehr Zeit für Dich alleine, nach Meer, Meerestieren oder einem anderen Gewässer und seinen BewohnerInnen oder nach einer Gemeinschaft, zu zweit, mit wenigen oder mit vielen anderen Menschen.

Also, tritt Dir bitte endlich in den Hintern, falls Du Dich nie lange genug körperlich bewegst, um überhaupt ins Schwitzen kommen zu können; oder mach‘ lieber ein bisschen langsamer, wenn Du Dich immer nur hinterher – nachdem Du Dich körperlich ausgelastet hast – gut fühlst.
Streng‘ Deinen Kopf zur Abwechslung für etwas an, was Dir irgendwann Spaß verspricht, sobald Du es fließend kannst; oder lass‘ Deiner Fantasie öfters mal freien Lauf, wenn Du das bisher für Zeitverschwendung gehalten hast.
Nimm‘ Dir mehr Zeit für Dich, wenn Du Dich zu sehr nach den Lieblingsbeschäftigungen und damit Flow-Erlebnissen anderer richtest; oder such‘ Dir Gleichgesinnte, die Dich nicht (nur) beeindrucken, sondern von denen Du Dich beeinflussen lassen möchtest – weil in Hinsicht auf ins Stocken geratene Energien sinnvoll scheint, was sie tun.

Es gibt so viel, was Du tun kannst – außer zu denken, dass alles, was Dir bereits Spaß macht oder was Du Dir wünschst, um Dich im Flow zu fühlen, auch gut dafür ist, dass es Dir weiterhin gut geht und Du im (Energie-)Fluss bleibst.
Es ist kein freier Flow möglich, wenn Du unausgewogen lebst, das heißt Dich zu einseitig – nach oben oder unten, nach rechts oder links oder im Kreis herum – orientierst oder vor zu vielen Hindernissen anhalten bzw. sie jedes Mal schnell überspringen willst.
Geh‘ also – statt andere zu fragen, was Du dagegen tun kannst, dass Du Dich unausgeglichen fühlst – zuerst tief in Dich, bis Du das Blut in Deinen Adern fließen fühlst. Ich denke, das kann Dir am besten „zuflüstern„, was es bräuchte, was ihm also fehlt oder was es daran hindert, im Flow zu sein.
Und dann fang‘ einfach an, es zu tun; immer ein bisschen mehr davon – bis ein kleines Tröpfchen und vielleicht auch ein paar Tränen zu einem echten Fluss geworden sind, von dem sich viele Menschen sogar noch weiter durchs Leben tragen lassen, wenn ihre Füße nicht mehr wollen.

 

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Dank für das Foto gebührt Martin Adams (auf Unsplash)!

Menschen in Führungs-, Macht- und anderen verantwortungsvollen Positionen vergessen leicht …

…, dass sie weder gehorsame, sanfte Schafe noch hörige und zu Gewalttaten bereite Soldaten vor sich haben, sondern unterschiedlichste Menschen mit eigenen Interessen und Bedürfnissen

Es gibt Menschen, die denken immer noch, unsere Gesellschaft könnte nur gut funktionieren, wenn es ein paar gäbe, die sich um die Dinge kümmern könnten, um die sie sich selbst nicht kümmern wollen.

Es gibt Menschen, die geben ihre eigene Verantwortung im Leben gerne an andere ab:

Menschen, die sich wie Schäfchen verhalten und nach einem guten Hirten oder einer gutmütigen Hirtin suchen, um sich ihm oder ihr anschließen, oder

Menschen, die sich nach einer starken Führung sehnen, die auch mal brutal wird, wenn es darum geht, für eine „gute Sache“ zu kämpfen.

Solche Menschen dürfen sich nicht wundern, dass es nur so lange gute HirtInnen und FührerInnen für sie gibt, solange sie deren Interessen teilen; genauso wie sich Führungskräfte nicht wundern dürfen, dass die Schafe oder KämpferInnen, die sich ihnen einmal freiwillig untergeordnet haben, auf einmal zu Wölfen und KämpferInnen für ihre eigene Sache werden, wenn sie feststellen, dass sie manipuliert wurden und gar niemand in ihrem Interesse handelt.

Wenn ich mir die aktuelle Situation in der Welt betrachte, würde ich mich – wenn ich so übermütig gewesen wäre, zu denken, ich könnte andere Menschen nur so durchs Leben führen, wie ich das für richtig halte, egal ob mit Härte oder mit Manipulation, also Hütehunden, die für mich die Herde damit zusammenhalten, dass sie den Schafen Angst machen – schnellstens als Mensch outen und zugeben, dass ich mich geirrt habe: sowohl in meinen Führungsqualitäten als auch in dem, was ich einmal für richtig hielt …
Denn weder alle menschlichen Schafe sind tatsächlich so dumm, sich nicht einmal zu wehren, wenn sie das Gefühl bekommen, dass sie zur Schlachtbank gelockt werden (sollen), noch sind alle so clever und selbstbewusst, um sich auch ohne HirtInnen und Hütehunde sicher zu fühlen, dass sie sich etwas einfallen lassen, um sich möglichst unauffällig aus der Herde zu lösen.
Menschen tun sich – wenn sie Angst haben oder wütend werden, weil sie sich schlecht behandelt fühlen – gerne zusammen: meistens nicht wie Schafe, die sich gegenseitig schützen und einfach gemeinsam weglaufen könnten, sondern wie Wölfe, die ihre Energie aus Angst und Wut gegenseitig so aufputschen, dass sie irgendwann sogar bereit sind, jede/n zu zerreißen, der oder die ihnen zu nahe kommt – auch wenn sie vorher gar nicht hungrig und auf der Jagd waren. Menschen sind auch nur Säugetiere, die aggressiv werden und in blinde Wut – aufgrund ihrer Waffen sogar in einen Blutrausch – verfallen können, wenn sie sich zu schlecht behandelt oder zu eingesperrt fühlen.

Ich denke, ich erzähle hier nichts Neues – auch wenn ich das Gefühl habe, dass viele Menschen das noch nie gehört haben und daher (angeblich) noch gar nicht wissen (können).
Vielleicht stellen sich aber auch nur die – einfach aus Gewohnheit – besonders dumm, die ihr gemütliches Schafs- oder hartes SoldatInnenleben, bei dem sie selbst nicht viel mitdenken müssen, sondern einfach tun oder lassen „dürfen“, was andere ihnen erlauben bzw. von ihnen verlangen, sehr lieben; Menschen, die sich also möglichst nicht eingestehen wollen, dass sie dabei weder von anderen – vor allem von ihren (An-)FührerInnen – als ernstzunehmende Erwachsene betrachtet werden noch auf diese Weise ihr eigenes menschliches Potenzial ausleben dürfen?

Ich weiß, dass ich nicht einfach hoffen, sondern nur darauf warten muss, dass sie sich irgendwann alle – endlich einmal oder wieder zurück – in Menschen verwandeln: Menschen, die ihre Gefühle und wahren Gesichter und all das zeigen, was sonst noch verborgen in ihnen steckt.
Denn die Menschheit hat es noch nie lange durchgehalten, wenn zu viele zu wenig Mensch sein und ihre Menschlichkeit zu selten zeigen durften.

P.s.: Es ist für mich weder eine menschliche Führungsqualität, Menschen für die Interessen oder Freiheiten anderer in Kriege zu führen – deren Kämpfe auszufechten, während sie sie aus sicherer Entfernung beobachten und sich auch auf eine Niederlage vorbereiten können – und zu riskieren, dabei verletzt, getötet oder gefangen genommen zu werden, noch sie zu anderen Verhaltensweisen zu verführen, die ihre eigene körperliche Unversehrtheit, also ihre Gesundheit und ihr Leben gefährden. Menschen mit echten Führungsqualitäten brauchen weder Kriege noch andere Konkurrenzkämpfe oder müssen Verführungskünste anwenden – weil sie nicht denken zu wissen, was das Beste für alle ist oder wie sie alles noch besser als andere machen können, sondern wissen, dass man, wenn man sich als Führungskraft wirklich für andere Menschen interessiert, immer wieder genau hinschauen und nicht nur ein Mal nachfragen muss, ob es allen bei dem, was sie im Sinne der Gemeinschaft tun (sollen), wirklich oder immer (noch) gut geht. Ich kann sehr leicht nachvollziehen, warum so viele unglückliche oder kranke Menschen auf eine göttliche Führungskraft warten; aber ich verstehe nicht, warum sie die so selten in sich selbst suchen, während sie weiter unter den menschlichen Führungskräften leiden, die sich aufspielen, als wären sie Götter, also menschliche, rechtliche (Macht-)Grenzen, ihren naturrechtlichen Zuständigkeitsbereich, übertreten und die Rechte anderer Menschen unrechtmäßig – mit List und Tücke oder mit (Straf-)Gewaltandrohungen – einschränken …

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Dank für das Foto gebührt Mohamad Babayan (auf Unsplash)!

 

 

Wenn Du von anderen Menschen Veränderungen erwartest …

…, die nur Dir besonders wichtig sind, weil Du Dich dann wohler fühlst …

… – Dann wirst Du bei einigen vermutlich noch lange (er)warten bzw. Dich irgendwann ohne die anderen Menschen wohlfühlen müssen, die es satt haben, dass Du von ihnen erwartest, dass sie Deine Wohlfühl- oder Harmonie-Erwartungen erfüllen.

Nicht jede/r hat dieselben Schönheitsideale, modischen Vorlieben oder denselben Geschmack und Geruchsinn wie Du und verträgt einfach anderes – viel mehr oder weniger -, auch sich selbst mit (sehr) viel mehr oder weniger Menschen als Du – egal wie sie aussehen und sich anziehen; sich anhören oder duften; was sie essen (möchten/können/dürfen/sollen) oder was nicht; was sie glauben (wollen) oder nicht; wie gesetzestreu sie sich verhalten oder welche unsinnigen oder sogar gesundheitsschädlichen Regeln sie bewusst übertreten etc.
Wir Menschen sind definitiv nicht alle gleich!
Alle, die sich im Recht fühlen, allen anderen genau das vorschreiben zu dürfen, was ihnen selbst am Besten in den Kram passt, dürfen sich nicht wundern, wenn immer mehr tolerantere Menschen ihnen den Rücken kehren; wenn sie der willkürlichen Diskriminierung beschuldigt werden und Menschen, die sich in ihrer Nähe nicht (mehr) wohl fühlen, möglichst fern von ihnen halten.

Wir müssen nicht alle eng zusammenleben; niemand von uns muss tolerieren oder akzeptieren, was er/sie an anderen nicht akzeptieren möchte. Wir müssen nicht allen anderen um den Hals fallen und sie lieben. – Aber wir könnten uns weiterhin freundlich begegnen und wenigstens einen schönen Tag wünschen.
Es gibt vermutlich sogar Menschen, die schon wütend werden, wenn man ihren Erwartungen nicht genügt und ihre Wetterwahrnehmung nicht teilt oder -vorhersage bezweifelt. Deshalb überlege ich mir – je nach Tageslaune – immer genauer, wie viel Zeit ich mir für welche Gespräche nehmen möchte und welche meiner Erwartungen oder Hoffnungen ich dafür zurückschrauben sollte:
Umso besser Du Dich, Deine Mitmenschen und andere kennst, umso seltener enttäuscht wirst Du sein, wenn Du das Gefühl hast, Du hättest Dich selbst anderen zuliebe verändert, ohne das sie das überhaupt bemerken. Frag‘ also zukünftig immer erst einmal nach, welche Erwartungen oder Wünsche andere Menschen überhaupt mitbringen, und denke nie, Du könntest einfach für sie denken und wissen, welche Veränderungen ihnen – und dadurch vielleicht sogar Euch allen – Freude bereiten könnten.

P.s.: Menschen haben die Möglichkeit, sich entweder zukünftig so zu arrangieren, dass es allen egal ist, was die jeweils anderen tun oder lassen möchten, oder sich auf halber Strecke entgegenzukommen, also nicht nur so, dass Du einige das Gefühl haben, sie hätten schon mehr als einen Schritt oder viel größere Schritte getan und Anstrengungen auf sich genommen, ohne zu sehen, dass sich andere schon mindestens genauso viel bewegt haben, über ihre eigenen (Lid-)Schatten gesprungen sind oder sich in den eigenen Hintern getreten haben statt sich dort das Fett absaugen zu lassen.

P.p.s.: Sei bitte nie so naiv zu glauben, Menschen könnten sich nur aus Liebe zu Dir verändern! Menschen können Dir höchstens versprechen, ihr Bestes zu geben, bestimmte Verhaltensweisen in Deiner Gegenwart nicht mehr oder vermehrt an den Tag zu legen. Wirkliche, tatsächliche, nicht nur scheinbare Veränderungen können nur statt finden, wenn Menschen ihren Sinn erkannt haben und sie auch aus sich selbst heraus wollen.

 

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Dank für das Foto gebührt Raphael Lovaski (auf Unsplash)!

Zielsichere Wege in die Einsamkeit und Depression, in Demenz oder Altersstarrsinn und andere körperliche und geistige Verfallserscheinungen

Von Menschen, die von Gesundheit oder einem gesunden, glücklichen Leben reden oder Heilung versprechen, aber vor allem hohle Phrasen dreschen statt ehrlich mit anderen zu kommunizieren, und anderen, die dazu schweigen

Mir wurde schon öfters in meinem Leben vorgeworfen, ich würde selbst nur über Gesundheit sprechen, aber gar kein Geld damit verdienen, also praktisch gar nicht damit arbeiten und Erfahrungen sammeln können. Dabei brauche ich täglich nur meine Augen und Ohren offenhalten, Menschen zuhören und sie mir gleichzeitig ansehen – um zu wissen, ob das, was sie mir über ihren Gesundheitszustand und ihre glückliches Leben, ihre glückliche Partnerschaft oder ihre Familie, erzählen stimmig ist und zusammenpasst oder sich widerspricht, so dass ich davon ausgehen, dass sie mir nicht die ganze Wahrheit erzählen: Gesunde und glückliche Menschen sehen auch gesund und glücklich aus; gesunde Menschen brauchen keine täglichen Pillen oder regelmäßigen Arztbesuche – auch nicht zur Vorsorge, weil sie sich vorsorglich gesund halten; wissen, was ihrer Gesundheit schadet und darauf achten, dass es nicht überhand nimmt, also rechtzeitig genug Ausgleich geschaffen wird; glückliche Menschen brauchen keine psychotherapeutischen Beratungen und keine Selbsthilfegruppen, keine tagelangen Auszeiten von einem glücklichen Alltagsleben oder von den Menschen, die sie lieben.

Gesund und (wieder) glücklich werden können Menschen nur, wenn sie herausgefunden haben, was sie krank und unglücklich gemacht hat, wenn sie nicht nur versuchen, sich zukünftig dagegen immun zu machen und abzuhärten, – denn davon werden sie eher, je nach Methode, entweder dick oder magern ab; bekommen durch zu viel Training Muskel-, Gelenk- oder Knochenschmerzen oder werden durch zu häufiges meditatives Verharren oder andere Ablenkungsprogramme unbeweglich und starrsinnig – sondern auch herausfinden, warum ihr Immunsystem überhaupt geschwächelt hat und sie krank geworden sind. Dazu gehört auch, mit den Menschen, die eine Rolle in ihrem Leben und demnach für ihr Glück und auch für ihr Immunsystem und ihre Gesundheit spielen, darüber zu kommunizieren, gemeinsam darüber zu trauern, und sich oder den anderen nicht nur dafür zu verzeihen, sondern sich auch Lösungswege einfallen zu lassen, wie zukünftiges Unglück und daraus entstehende Krankheitssymptome verhindert oder zumindest bestmöglich vermieden werden können.
Nobody is perfect.
So gut wie niemand wird es ohne Unterbrechung dauerhaft durchhalten, gesund und glücklich zu sein; das ganze Leben hindurch genug Beistand und damit seelischen Rückhalt haben; sich geistige Wachheit, also sich die eigene Neugier und Disziplin zur Konzentration beim Lernen bewahren können und genug körperliche Stärke, Dehnbar- und auch Beweglichkeit aufrechterhalten – durch regelmäßiges Training und eine entsprechende Ernährung, die den Körper mit allem Lebensnotwendigen weder über- noch unterversorgt.

Ich bin trotzdem überzeugt, dass alle Menschen am Ende ihres Lebens – auch ohne dabei lügen zu müssen – sagen könnten, dass sie ein glückliches Leben geführt und alles dafür getan haben, gesund zu bleiben; auch wenn es lange gedauert hat, bis ihnen ihre Eigenverantwortung dafür klar geworden ist: bis ihnen klar wurde, dass sie sich

  • entweder zu wenig oder viel zu viel Zeit in Stille oder mit lauter Musik, in Bewegung oder bewegungslos alleine für sich selbst genommen haben statt Gespräche, Hilfe und Beistand bei anderen Menschen zu suchen, die ihnen wichtig waren oder sind;
  • zu viel oder zu wenig um das gekümmert haben, was mit ihren Krankheiten oder ihrem Unglücklichsein zu tun hat;
  • zu viel oder zu wenig Geduld mit sich oder anderen hatten,
  • zu viel Zeit für eher unwichtige, nachhaltig gesundheitsschädliche Dinge, Tätigkeiten oder Menschen genommen und zu wenig Zeit mit denen, die ihrer Gesundheit förderlich gewesen wären oder sie immer wieder glücklich machen statt nur zum Lächeln oder Lachen bringen könnten.

Solange Menschen leben, also noch Momente haben, in denen ihr Geist wach genug zum Zuhören ist und sie selbst genug Selbstvertrauen oder Ansporn und neuen Mut gefasst haben, ehrlich reden können, können sie meiner Meinung nach auch wieder gesund und noch einmal glücklich werden; nicht erst, wenn alle Menschen, die mit dafür verantwortlich sind, dass sie so geworden sind, wie sie sind, aus ihrem Leben verschwunden oder gestorben sind.

Menschen bleiben nicht gesund und glücklich, wenn sie sich oder anderen immer nur Gutes tun, wenn sie sich keine Ziele (mehr) setzen und nicht immer wieder neue Herausforderungen suchen; wenn sie selbst keine Einsicht oder Verständnis für andere zeigen und – anderen oder sich selbst – etwas nicht vergeben können (wenn in ihren Augen noch eine Entschuldigung aussteht, ihnen also nicht klar ist, warum sie oder andere so gehandelt – also vielleicht blindwütig mit Worten um sich geschlagen – haben, wie sie es getan haben – weil sie nicht besser wissen bzw. tun konnten.)
Menschen enden wie viele Menschen heute traurigerweise enden – weil sie versuchen, sich mit Trostpflastern oder anderen oberflächlichen Verarztungsversuchen, Symptombehandlungen, und Heilsversprechen von SeelenklempnerInnen zufrieden zu geben, während sie sich selbst nicht oder möglichst wenig mit den Ursachen ihrer Krankheiten und ihres Unglücks auseinandersetzen wollen oder (noch) mit den Menschen, die darin involviert sind, kommunizieren können. Keine moderne Medizin kann ihnen dabei helfen und kein/e ChirurgIne mit einem medizinischen Notfall-Eingriff so an kranken und unglücklichen Menschen herumbasteln, dass ihr Gesundheitszustand und einstiges Glück dabei wiederhergestellt wird.
Gesundheitsvorsorge betreibt man nicht damit, sich vorsorglich von ÄrztInnen untersuchen, impfen oder behandeln und Nahrungsergänzungsmittel oder andere Pillen verschreiben zu lassen.
Für das eigene Glück sorgen Menschen – zumindest ist das meine wissenschaftliche Meinung und persönliche Erfahrung – nicht, indem sie sich von Menschen trennen, mit denen sie einmal eng verbunden waren, nur weil die vielleicht wegen alter Geschichten (noch) oder eines aktuellen Geschehens (wieder) sauer, böse oder verrückt geworden sein könnten.

Ich kann Dir – wenn Du unter Einsamkeit, Depressionen, Deinem Sturkopf, Deiner Vergesslichkeit oder anderen geistigen und körperlichen Anzeichen von (Alters-)Schwäche und Schmerzen leidest – nur raten, die volle Verantwortung dafür zu übernehmen, also Dir alle Fragen dazu (Woher kommt/kommen sie? Wer fördert sie wie? Wer möchte/könnte Dir wie helfen, sie loszuwerden usw.) beantworten zu können und dann den Rückzug an-, das heißt ein paar Schritte zurückzutreten statt einfach so wie bisher weitermachen zu wollen. Such‘ Dir nicht nur außenstehenden Menschen, die Dir dabei helfen können, Deine Situation von außen zu betrachten, sondern tauche möglichst tief ein in das, was Du eigentlich schnellstmöglich loswerden möchtest – weil es Dich traurig, wütend oder verzweifelt, also unglücklich und früher oder später krank bzw. noch kränker macht.
Vor dem eigenen Schicksal, dass viele andere Menschen mitprägen und -bestimmen, kann niemand alleine davonlaufen oder es nur im eigenen Kopf verarbeiten – sei nicht so dumm, es zu versuchen! Schau‘ Dir lieber die vielen alten und chronisch oder suchtkranken, einsamen oder trotz ihrer Familien und eines großen Freundeskreises depressiven Menschen, die Du kennst – auch wenn sie behaupten, sie würden auch mit ihren Krankheiten und Medikamenten dagegen ein glückliches Leben führen – genauer an und frag‘ Dich, ob Du so enden möchtest wie sie.

Es kann auch ein Lebensziel sein, möglichst viel oder sogar einfach alles anders zu machen als die Menschen, die – auch noch aus einem Rollstuhl heraus – behaupten, an ihrem Leben nichts ändern zu wollen oder trotzdem – oder genau deshalb – auch mit einem guten Beispiel vorangehen zu können.
Ich jedenfalls bezweifle, dass wir – wenn wir auf diese Menschen hören – jemals ein Ziel erreichen können, das uns gesünder und glücklicher machen könnte als heute.
Und ich gestehe gerne, dass mich die aktuelle Gesundheits- und Weltpolitik, die so schwerwiegend in meinen Alltag eingreift, nicht besonders glücklich macht oder dazu dienen könnte, dass ich unter solchen Bedingungen gesund bleiben würde ohne mir genug Auszeiten davon zu nehmen und Alternativen zu schaffen.
Auch wenn das immer anstrengender wird – weil offensichtlich möglichst viele Menschen in die Enge getrieben werden sollen, weiterhin an ihrem alten, ungesunden Lebensstil festzuhalten … Glücklicherweise hat ein bereits beträchtlicher Anteil der Bevölkerung längst die ökonomischen (Macht-)Interessen dahinter erkannt, die weder etwas mit Gesundheit(-svorsorge) noch mit einem sozialen, menschlichen Miteinander zu tun haben und deshalb natürlich auch nicht offen kommuniziert werden.

Es macht Freude, gemeinsam neue Wege aus altbekannten Krankheiten und zivilisationsbedingten Alterserscheinungen zu finden!
Und ich bin sicher, es hält alle, die sich daran beteiligen, die sich dafür engagieren und den Mut haben, die ausgetretenen, vielfach beschrittenen Pfade in die Einsamkeit oder Depressionen, Altersstarrsinn und Demenzerkrankungen bzw. – körperliche, geistige und damit auch gesellschaftlich-soziale – Verfallserscheinungen zu verlassen, noch lange gesund und glücklich!

P.s.: Ob und wie lange ich dieses sichere Gefühl, diese innere Überzeugung behalten werde, wird sich zeigen. – Ich will heute glücklicherweise niemanden mehr davon überzeugen, mit mir Wege zu bestreiten, die ich notfalls, aus meiner inneren Überzeugung heraus, auch ganz alleine weitergehen würde. Aber es ist schön zu sehen, dass es viele andere Menschen gibt, die zumindest dasselbe zu glauben scheinen oder sich Ähnliches vorstellen können, und dass es genauso viele andere gibt, die meine Meinung kritisch hinterfragen – so dass ich sicher sein kann, dass ich auf jeden Fall immer genug UnterstützerInnen habe, die mir täglich dabei helfen, meine Überzeugungen hinsichtlich Gesundheit und Lebensglück auf den Prüfstand zu stellen.

P.p.s.: Auch wenn es Menschen gibt, die behaupten, ein/e PartnerIn oder Familie und Freunde oder Haustiere könnten dafür sorgen, dass Menschen in Gesellschaft, mobil und lange gesund bleiben, ist das nur eine kleiner Teil der Wahrheit. Viel öfters sehe ich heute, wie sich Schwächen und Krankheiten unter Menschen und Tieren ausbreiten, die sich lieben oder emotional sehr nahe stehen – so dass am Ende oft niemandem geholfen, sondern stattdessen alle krank und/oder unglücklich sind, die sich nicht rechtzeitig und friedlich, ohne Groll, aus diesen Bindungen oder Verstrickungen lösen können.

 

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Dank für das Foto gebührt Steven HWG (auf Unsplash)!