Geister der Vergangenheit lassen sich nicht bewusst – mit Gewalt – aus dem Bewusstsein löschen

– Aber Du kannst lernen, sie liebevoll als Teil Deiner Realität anzunehmen und Dich nicht mehr wehmütig, sondern mit leichtem Herzen oder nur noch zufällig an sie erinnern!

Versuch‘ in Deinem Leben nicht, etwas zu vergessen, was Du am liebsten einfach vergessen möchtest; genauso wenig wie zu versuchen, Dich an etwas erinnern zu lassen, woran Du gar nicht erinnert werden möchtest oder woran Du Dich nicht auch automatisch, von ganz alleine, erinnern würdest!
Du wirst in Deinem Leben nichts jemals ganz unbefangen und neu fangen können, sondern lernen müssen, mit Deinem Wissen zu leben und mit Deinen Erfahrungen weiterzumachen, die Menschen in Deiner Erinnerung mit denen abgleichen müssen, zu denen sie geworden sind, zu denen sie sich also weiterentwickelt haben, oder die – bisher vielleicht nur für Dich – schon gestorben sind.
Spiel – wie viele, vielleicht sogar die meisten Menschen – auch kein Türmchenspiel, indem Du versuchst, alles was einmal war, beizubehalten und immer wieder nur eins draufzusetzen.
Irgendwann ist immer mal wieder die Zeit da, – sie kommt in (un-)regelmäßigen Abständen, je nach Deinem individuellen Entwicklungsstand – Dich umzuschauen und zu überlegen, ob Du das, was Du vor und hinter Dir, um Dich herum, oder in Deinem Inneren aufgebaut hast, überhaupt noch alles brauchst, also haben und weiterhin behalten möchtest, oder ob nicht der richtige Zeitpunkt gekommen ist, einges davon loszulassen, wegzuwerfen oder jemandem zurückzugeben, der oder die es Dir geliehen oder aufgedrängt, also angedreht oder geschenkt hat, ohne dass Du es eigentlich haben wolltest.
Mach‘ Dir keinen Termin dafür – weil Du dann zu angstfrei und emotionslos oder -geladen an die Sache herangehen könntest. Warte ab, bis Du sicher weißt, dass der richtige Zeitpunkt dafür gekommen bist, Dich mit Geistern zu konfrontieren.
Du wirst diesen Zeitpunkt daran erkennen, dass Du Vertrauen spüren kannst, dass Du

  • alles, was Du vielleicht damit zerstörst, irgendwann wieder aufbauen könntest, wenn es wirklich wichtig für Dich wäre;
  • alle Menschen, die Du damit verletzen könntest, Dir verzeihen und Dich verstehen werden, wenn Du ihnen (auch noch) etwas bedeutest, so dass sie wissen, wie wichtig das für Dich ist oder war;
  • alles, was Du je in Deinem Leben aus Deinen Erfahrungen gelernt hast, nicht vergessen wirst;
  • an alle wichtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt denken wirst, auch wenn Du Dich nicht alljährlich an ihren Geburtstag oder daran erinnern lässt, ihnen Weihnachts-, Valentinstags- oder Osterkarten zu schreiben;
  • Daten und Kontaktadressen nicht ständig griffbereit haben oder sogar mit Dir herumtragen musst, sondern ein Ort genügt, an dem Du sie notfalls finden kannst.

Du kannst Dich aber auch immer mal wieder selbst daran erinnern und fragen, ob heute vielleicht ein geeigneter Zeitpunkt dafür wäre? – Weil Du sonst ohnehin nichts Wichtiges vorhast, das Wetter das richtige ist, um an einen Ort Deiner Vergangenheit zu fahren oder zu Hause zu bleiben und in Erinnerungen zu kramen; weil Du Dich gerade selbst nicht zu schlecht, also stark und mutig genug, angstfrei und so fühlst, als wärst Du bei genügend Verstand dafür (frag‘ um Hilfe, wenn Du jemanden brauchst, der oder die Dir zusätzliches Feedback aus einer anderen Perspektive dazu geben kann!), um

  • Dich mit Deiner Vergangenheit, mit einst geliebten oder gehassten Menschen, Tieren oder sogar Pflanzen, Pilzen oder Mikroorganismen und den ihnen zugeschriebenen Krankheiten oder Todesfällen, mit Orten oder Zeiten, zu konfrontieren;
  • Deine Sachen, Deinen Kopf, Dein Herz und auch Deine Bauchgefühle auszumisten;
  • Platz für Neues zu schaffen, ohne etwas voreilig zu zerstören oder wegzuwerfen (weil vielleicht Du es nicht mehr brauchst, aber andere es noch gebrauchen könnten), aber auch ohne andere Menschen mit etwas zuzumüllen, was wirklich niemand mehr benutzen sollte – nicht einmal, um etwas Neues daraus zu basteln oder ein Kunstwerk, das im Grunde niemand braucht, daraus zu machen.

Dann leg‘ einfach los und schau‘, wie weit Du kommst, bevor es zu anstrengend oder zu traurig wird, so dass es Dir nicht mehr gut dabei geht und Du das Vertrauen in Dich und Deine Fähigkeiten, Deinen freien Willen und Deine Unterscheidungs-, Deine Entscheidungskraft, verlierst..
Nur weil Du etwas angefangen hast, musst Du es nicht am selben Tag auch schon wieder zu Ende bringen.
Warte einfach, hab‘ Geduld, bis Du Dich wieder bereit dazu fühlst – vielleicht passiert Dir das früher, als Du es je von Dir vermutet hättest, ganz entgegen dem, was Du selbst von Dir kennst..
Dann freu‘ Dich! – Denn was denkst Du, zeigt Dir das anderes als dass Du immer noch zu Veränderungen – zur Weiterentwicklung – fähig bist, die Du Dir gar nicht mehr selbst zugetraut hättest, weil Du Dich längst für fertig, er- oder ausgewachsen gehalten hattest?

Ich würde mich auf jeden Fall für Dich und vielleicht sogar aus (un-)bewusster Ferne mit Dir freuen – weil ich sicher bin, dass wir beide, wenn wir uns selbst etwas nachhaltig Gutes und nicht nur scheinbar Sinnvolles tun, damit auch die Welt ein kleines bisschen besser machen oder gemacht haben! <3

P.s.: Glaub‘ mir: Echte Verbindungen verlieren Menschen nicht, nur weil sie ein soziales Netzwerk verlassen, insbesondere, wenn in diesem eine Cancel Culture betrieben, also willkürlich Inhalte gelöscht werden, das heißt Zensur stattfindet, statt Informationsfreiheit herrschen zu lassen und dafür mehr Aufklärung zu betreiben. Wenn Du Dir wünschst, dass sich der Nebel der oder Deiner Vergangenheit irgendwann auch mal lichtet, dann wirst Du jedenfalls nicht weiterkommen, wenn Du weiterhin blind darin herumstocherst, um vorwärts zu kommen, oder denen folgst, die behaupten, sie würden Dir den Weg ans Licht zeigen – den kannst du nur ganz alleine für Dich finden!

 

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Dank für das Foto gebührt Thought Catalog (auf Unsplash)!

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