Dass Du als Staatsbürger/In Deine Lebens- und Menschenrechte verloren hast …

…, erkennst Du daran, dass Du

  • Dich nicht mehr frei überall und dorthin bewegen kannst, wohin Du Dich als freier Mensch – ganz ohne einen (Personal-)Ausweis, Pass(ierschein), einen (Verhaltens-)Test oder sonstige Kontrollen – gefahrlos bewegen könntest, und außerdem
  • kein Recht oder Möglichkeiten dazu hast, diejenigen, die Besitzansprüche auf dieses Territorium erheben, einfach persönlich und mit einer stichhaltigen Begründung darum zu bitten, ihnen einen Besuch abzustatten.

Überall dort, wo freie Menschen, mündige und souveräne BürgerInnen gar nicht mehr willkommen sind, will ich persönlich mittlerweile gar nicht mehr sein.
Zum Glück gibt es auch noch ein Menschen auf dieser Welt, deren Land-/Besitz und Tür allen Menschen offen steht, die

  • keine Waffen bei sich tragen und die
  • sich rechtzeitig ankündigen oder
  • bereit sind zu warten, bis sich dort jemand Zeit für sie nehmen kann;
  • ihren Besuch erklären können bzw.
  • versprechen, dass sie nichts mitnehmen oder mitgehen lassen werden, ohne vorher zu fragen, ob das jemand anderen gehört bzw. nicht nur, ob das eigentlich erlaubt ist, sondern auch (sich selbst), welche Gründe eventuell dagegen sprechen.

Sie sind nicht so leicht zu finden. Aber wenn Du nicht nur Deine eingeschränkten bürgerlichen Freiheiten immer mehr einschränken lassen willst, sondern Dich davon befreien willst, nur ein/e StaatsbürgerIn zu sein, also mal wieder wie ein freier Mensch fühlen willst, dann wirst Du nicht darum herumkommen, sie zu finden und Dich zu ihnen zu gesellen – ganz ohne spezielle Einladung oder Erlaubnis, einfach nur, weil dort jeder Mensch willkommen ist, der noch weiß, wie sich Menschen, die sich noch fremd sind, vielleicht völlig andere Lebenserfahrungen gesammelt haben oder sogar aus ganz unterschiedlichen Kulturen stammen, benehmen und wie schnell es gehen oder wie lange es dauern, bis eine gemeinsame Basis für ein friedliches Miteinander geschaffen wurde bzw. bis bei allen die Hemmungen gefallen sind, auch miteinander zu feiern und Spaß zu haben oder sich auf ihre Art und Weise in der Nähe aller anderen so wohl zu fühlen, dass weder jemand enttäuscht nach Hause zurückkehren muss noch schon gehen musste, bevor er oder sie eigentlich zurück nach Hause wollte.

 

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Dank für das Foto gebührt Mat Napo (auf Unsplash)

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