Lass‘ Dir nicht von (Un-)Menschen mit Raubtier- und/oder (Angst-)Hasenmentalität einreden …

…, wir wären zu JägerInnen und SammlerInnen geboren!

Wir Menschen sind – wie nur wenige andere Lebewesen – potentielle, genügsame AllesfresserInnen: Eigentlich müss(t)en wir nur in Notzeiten – wenn das Pflanzen- und Pilzreich nicht genügend Nahrung für uns hervorbringt – jagen gehen und könn(t)en ansonsten friedlich, friedliebend, unsere Kreativität ausleben, um zu überleben – statt Tiere zu töten oder uns, um unseren Lebensunterhalt zu sichern, mit Gewalt gegeneinander auszuspielen, gegenseitig zu bekriegen und besiegen zu wollen.

Viele Menschen, die davon keine Kenntnis haben oder denken, dass

  • Menschen nicht nur hart, sondern auch im Alltag jederzeit zu Grausamkeiten bereit sein müssen, zur eigenen Sicherheit – wenn sie sich nicht schnell genug in sichere Löcher flüchten und sich verstecken können – selbst um sich zu schlagen und andere zu verletzen oder sogar zu töten, gewaltsame Tode (in Kriegen oder durch Menschen verursachte Hungersnöte o.ä.) hinzunehmen oder andere Menschen (oder Maschinen) für uns töten zu lassen,
  • uns Krankheiten und der Tod bedrohen, wenn wir keine tierischen Nahrungsmittel, also Teile von toten Tieren oder Produkte, die eigentlich – wie Eier oder Milch – dafür da sind, ihnen – nicht uns – neues Leben zu spenden, zu uns nehmen,

glauben auch heute immer noch, dass wir wie unsere Vorfahren dazu bestimmt sind, JägerInnen und SammlerInnen zu sein.
Dabei könnte jeder Mensch wissen, also selbst die Erfahrung gemacht haben, dass wir eine natürliche (Beiß- und Tötungs-)Hemmung, nämlich unser Mitgefühl, sowie die Möglichkeit, uns gegenseitig ausgiebig zu warnen oder nur zu drohen, wenn wir etwas verteidigen möchten, oder zu bitten, wenn wir etwas haben möchten, was anderen gehört, mit auf unseren Weg bekommen haben, die wir übergehen, also ignorieren müssen, wenn wir Gewalt gegenüber anderen ausüben (sollen), und dass wir ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn wir diese natürliche Grenze aus Unachtsamkeit oder nur anderen zuliebe, bzw. weil sie uns dazu überredet oder unter Druckausübung genötigt haben, überschritten haben.

In Notzeiten, in Ausnahmesituationen, ist es für uns überlebenswichtig, diese Schwelle übertreten zu können. – Aber ich kann nicht erkennen, dass sich bei unseren heutigen Möglichkeiten der Nahrungsmittelbeschaffung, bei unserer Überproduktion und -versorgung in vielen Ländern, ein Großteil der Menschen in einer solchen Notsituation befindet.
Mir als überzeugter Pazifistin, als Frau, die

  • vielleicht Worte benutzt, von denen sich Menschen verletzt fühlen, weil sie selbst nicht gelernt haben, sich (nur) mit Worten zu verteidigen;
  • aber nie mit Absicht anderen weh tun wollte, nur weil sie sich von ihnen verletzt fühlte;
  • die ihre Mädchenträume, Tierärztin zu werden oder in der Pharmaindustrie Heilmittel zu erforschen, aufgegeben hat, weil sie
  • feststellen musste, dass es in der Medizin nicht in erster Linie um das Leben und die Gesundheit von Mensch und Tier geht, sondern darum, als Arzt oder Ärztin, als Wissenschaftler oder Wissenschaftlerin davon leben zu können,

ist es unverständlich, dass Menschen ihren Alltag von aggressiven Menschen (mit-)bestimmen oder sogar beherrschen lassen (wollen): Von PolitikerInnen oder anderen, auch religiösen, Führungskräften, WissenschaftlerInnen, u.a., die selbst von veralteten Vorstellungen oder unsinnigen Ängsten beherrscht werden, dass wir uns alle tagtäglich in einer Ausnahme-Notsituation befänden; die täglich gegen Krankheiten und den Tod und für unser Seelenheil kämpfen statt das Leben zu genießen und Krankheiten und den Tod als wichtige Bestandteile des Lebens, als LehrerInnen, anzuerkennen, während sie gleichzeitig dafür zu sorgen, dass sich Menschen nicht unnötig krank machen (lassen) oder in (Lebens-)Gefahr begeben.
Ich bin überzeugt, dass viele ÄrztInnen oder andere selbsternannten LebensretterInnen und HeilmittelforscherInnen nicht von Vernunft und Mitgefühl, von (Mit-)Menschlichkeit, sondern von ihren Ängsten oder Ehrgeiz, also nur den ältesten Teilen ihres Gehirns, ihrem Reptiliengehirn, beherrscht werden.
Mich macht traurig, wenn ich Menschen beobachten kann, die

  • denken, alle anderen Menschen wären entweder (auch) friedliche Kaninchen oder nicht nur spielerisch angriffslustige, sondern blutrünstige Raubtiere – weil sie noch nie gesehen haben, wie erbittert gnadenlos sich auch Kaninchen bekämpfen können, wenn es um ihr die Verteidigung ihres Reviers geht (während sich viele Raubtiere schon durch die Drohgebärden eines Gegenübers davon abrringen lassen, zu riskieren, bei einem Kampf verletzt zu werden);
  • nur an das Gute (oder Böse) im Menschen glauben und denken, dass sich auch in die Enge getriebene oder von Ängsten und Süchten getriebene Menschen (nicht) immer zuerst oder sogar nur friedliche Lösungen einfallen lassen würden, mit denen möglichst niemandem Schaden zugefügt wird …
  • überhaupt Teil einer Gruppe von Menschen sein wollen, die noch denken, sie müssten auf die Jagd oder Raubzüge gehen, also Kriege unterstützen oder selbst – angeblich um des lieben Friedens willen – führen, oder einer, die sich lieber vor allen potentiellen Lebensgefahren versteckt, alle Herausforderungen und Konflikte möglichst vermeidet.

Kannst Du Dir nicht – wie ich – vorstellen, dass wir uns längst über diese Evolutionsstufe hinaus bewegen und unsere Kreativität nutzen könnten, um zukünftig friedlicher, im Einklang mit der Natur, nicht als selbsternannte HerrscherInnen über sie oder als ihre hilflosen Opfer, zu leben?
Warum glaubst Du dann noch so viel von dem, was Menschen mit Raubtier- oder Kaninchenmentalität Dir weiszumachen versuchen?
Hab‘ keine Angst hast, diese Gruppe zu verlassen und Dich auf die Suche nach anderen Menschen zu machen, die erkannt haben, dass unser Leben gar kein täglicher Überlebenskampf (genauso wenig wie ein opportunistisches Sammler- oder Nomadendasein, durch das wir uns in die völlig Abhängigkeit von den Launen der Natur begeben) sein müsste – wenn wir

  • uns zusammentun;
  • uns gegenseitig alles Überlebenswichtige beibringen, also vor allem von unseren friedliebendsten und gesündesten Ältesten lernen, die sich in ihrem Leben weder mit unnötiger Gewalt noch mit übertriebener Vorsicht behaupten konnten, sondern damit, sich konsequent immer wieder daran zu erinnern, achtsam, gesprächs- und zu Einsicht bereit zu sein;
  • unsere Schwächsten so gut wie möglich gemeinsam beschützen;
  • unserer Kreativität freien lauf lassen und
  • uns gegenseitig nur zur Vernunft aufrufen, wenn wir dabei zu übermütig oder herrschsüchtig werden, also zu sehr über die Stränge schlagen und unser Mitgefühl für andere Lebewesen vergessen oder ihren Wunsch, friedlich und möglichst frei mit uns zusammen zu leben.

Es ist längst – auch wissenschaftlich – bekannt, zu was wir Menschen tatsächlich fähig sind, wenn wir – statt nur veralteter Gehirnteile – unser ganzes Bewusstsein nutzen.
Wie wäre, wenn Du den schönen Sonntag nutzt und heute damit beginnst, es selbst zu versuchen?
Viel Freude und Erfolg dabei wünsche ich Dir!

 

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Dank für das Foto gebührt Dušan veverkolog (auf Unsplash)!

 

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