Wenn Du von anderen Menschen Veränderungen erwartest …

…, die nur Dir besonders wichtig sind, weil Du Dich dann wohler fühlst …

… – Dann wirst Du bei einigen vermutlich noch lange (er)warten bzw. Dich irgendwann ohne die anderen Menschen wohlfühlen müssen, die es satt haben, dass Du von ihnen erwartest, dass sie Deine Wohlfühl- oder Harmonie-Erwartungen erfüllen.

Nicht jede/r hat dieselben Schönheitsideale, modischen Vorlieben oder denselben Geschmack und Geruchsinn wie Du und verträgt einfach anderes – viel mehr oder weniger -, auch sich selbst mit (sehr) viel mehr oder weniger Menschen als Du – egal wie sie aussehen und sich anziehen; sich anhören oder duften; was sie essen (möchten/können/dürfen/sollen) oder was nicht; was sie glauben (wollen) oder nicht; wie gesetzestreu sie sich verhalten oder welche unsinnigen oder sogar gesundheitsschädlichen Regeln sie bewusst übertreten etc.
Wir Menschen sind definitiv nicht alle gleich!
Alle, die sich im Recht fühlen, allen anderen genau das vorschreiben zu dürfen, was ihnen selbst am Besten in den Kram passt, dürfen sich nicht wundern, wenn immer mehr tolerantere Menschen ihnen den Rücken kehren; wenn sie der willkürlichen Diskriminierung beschuldigt werden und Menschen, die sich in ihrer Nähe nicht (mehr) wohl fühlen, möglichst fern von ihnen halten.

Wir müssen nicht alle eng zusammenleben; niemand von uns muss tolerieren oder akzeptieren, was er/sie an anderen nicht akzeptieren möchte. Wir müssen nicht allen anderen um den Hals fallen und sie lieben. – Aber wir könnten uns weiterhin freundlich begegnen und wenigstens einen schönen Tag wünschen.
Es gibt vermutlich sogar Menschen, die schon wütend werden, wenn man ihren Erwartungen nicht genügt und ihre Wetterwahrnehmung nicht teilt oder -vorhersage bezweifelt. Deshalb überlege ich mir – je nach Tageslaune – immer genauer, wie viel Zeit ich mir für welche Gespräche nehmen möchte und welche meiner Erwartungen oder Hoffnungen ich dafür zurückschrauben sollte:
Umso besser Du Dich, Deine Mitmenschen und andere kennst, umso seltener enttäuscht wirst Du sein, wenn Du das Gefühl hast, Du hättest Dich selbst anderen zuliebe verändert, ohne das sie das überhaupt bemerken. Frag‘ also zukünftig immer erst einmal nach, welche Erwartungen oder Wünsche andere Menschen überhaupt mitbringen, und denke nie, Du könntest einfach für sie denken und wissen, welche Veränderungen ihnen – und dadurch vielleicht sogar Euch allen – Freude bereiten könnten.

P.s.: Menschen haben die Möglichkeit, sich entweder zukünftig so zu arrangieren, dass es allen egal ist, was die jeweils anderen tun oder lassen möchten, oder sich auf halber Strecke entgegenzukommen, also nicht nur so, dass Du einige das Gefühl haben, sie hätten schon mehr als einen Schritt oder viel größere Schritte getan und Anstrengungen auf sich genommen, ohne zu sehen, dass sich andere schon mindestens genauso viel bewegt haben, über ihre eigenen (Lid-)Schatten gesprungen sind oder sich in den eigenen Hintern getreten haben statt sich dort das Fett absaugen zu lassen.

P.p.s.: Sei bitte nie so naiv zu glauben, Menschen könnten sich nur aus Liebe zu Dir verändern! Menschen können Dir höchstens versprechen, ihr Bestes zu geben, bestimmte Verhaltensweisen in Deiner Gegenwart nicht mehr oder vermehrt an den Tag zu legen. Wirkliche, tatsächliche, nicht nur scheinbare Veränderungen können nur statt finden, wenn Menschen ihren Sinn erkannt haben und sie auch aus sich selbst heraus wollen.

 

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Dank für das Foto gebührt Raphael Lovaski (auf Unsplash)!

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