Nimm‘ Dir die Freiheiten, die Du brauchst!

Pass‘ nur auf, dass Du Dich in Deiner Freiheitsliebe nicht verirrst oder von Menschen einfangen lässt, die Dir neue Freiheiten versprechen, um Dich anzulocken, ohne zu ahnen, was Dir Deine Freiheit bedeutet!

Geh‘, wohin Du gehen möchtest! – Denk‘ nur daran, dass es mal kein Zurück geben könnte.
Bleib‘, wo Du bleiben möchtest! – Bedenke aber, dass es dort Menschen geben könnte, die Dich festhalten oder sogar einsperren könnten.

Schließ‘ Dich Menschen an, zu denen Du Dich hingezogen fühlst und denen Du vertraust! – Achte aber darauf, dass sie Dein Vertrauen nicht enttäuschen.
Wähle Dir Deine Freunde und PartnerInnen nicht nur danach aus, dass Du in ihrer Nähe immer glücklich bist, sondern auch danach, dass sie immer in Deiner Nähe und für Dich da sind – sein wollen und sein können -, wenn Du sie brauchst.
Mach‘ Dich nicht aus Unachtsamkeit – weil Du nicht genug auf Dich achtest oder Deine natürlichen Bedürfnisse nicht ernst genug nimmst, um Dich selbst um sie zu kümmern – völlig abhängig von Menschen, die davon leben, dass sie Dir versprechen, immer für Dich da zu sein und Dir zu helfen! Sie könnten ihre Versprechen irgendwann brechen, wenn ihre eigenen Abhängigkeiten sie dazu zwingen.
Verlasse Menschen, bei denen Du Dich nicht wohl fühlst, weil sie Deine Bedürfnisse ignorieren oder nicht verstehen können! – Aber überlege immer, ob es daran liegen könnte, dass Du sie gar nicht offen, verständlich und ehrlich geäußert hast oder auch ihre missachtest, weil Du sie gar nicht kennst.

Nimm‘ Dir aber besser niemals die Freiheit heraus, anderen vorschreiben zu wollen, wie sie ihr Leben führen sollen, ohne dass Du sie gefragt hast, wie sie es gerne führen würden. Sie könnten sich irgendwann dafür rächen wollen, dass Du ihnen ihre eigene (Entscheidungs-)Freiheit genommen hast, ohne ihnen also die Möglichkeit zu geben, sich damit einverstanden zu erklären: frei einzuwilligen.
Denke vor allem nicht, dass andere Menschen ihr Leben genauso führen wollen, wie Du es vermutest – es gibt zwischen Menschen, in unserem modernen Sprachwirrwarr-Babel mehr (sprachliche) Missverständnisse, vielleicht auch ausweichende oder übereilte Antworten, die sich hinterher als Lügen herausstellen können, als Du Dir vorstellen kannst.
Klär‘ die also lieber, bevor Du feststellst, dass Du aus Unvorsichtigkeit – weil Du sie für selbstverständlich gehalten hast –  Deine Freiheit verloren hast und in einer Falle gelandet bist, aus der Du nicht so schnell wieder herauskommst, oder dass Du von allen verlassen wurdest, mit denen Du gerne ein freies Leben geführt hättest.

Keine Regierung der Welt wird garantieren können, die Freiheiten aller Menschen zu schützen, ohnen dass sie jede/n einzelne/n gefragt hat, was er oder sie unter Freiheit versteht.
Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals gefragt wurde … ob ich einen angeblich freiwilligen Beitrag zu einer – konsumsüchtigen, wohlstandsabhängigen – Gesellschaft leisten möchte, die auf mich wenig wie eine – zwanglose, herzliche – Gemeinschaft von freien Menschen wirkt, die sind, wie sie sein möchten.

P.s.: Es wird sich nur befreiend anfühlen, den eigenen Geist frei davon zu machen, sich zu sehr an Menschen und Dinge oder Orte anzuhaften, also frei davon zu machen, wenn man diese Menschen, Dinge oder Orte nicht aus ganzem Herzen liebt. Ich möchte nicht wissen, welche gebrochenen Herzen in all den Körpern stecken, die andere Menschen zur geistigen Befreiung anleiten wollen … Aber wenn man alleine ist, ist es natürlich sehr hilfreich, Techniken zu kennen, wie man sich dabei nicht alleine, sondern frei fühlt.

 

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Dank für das Foto gebührt DESIGNECOLOGIST (auf Unsplash)!

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