Die Grenzen menschlicher – körperlicher, geistiger und seelischer – Belastbarkeit

erfahren Menschen in erster Linie, wenn auch die Gesellschaft die Kontrolle über das verliert, was sie nicht als Last(er) sehen wollte

Ich genieße es zu beobachten, wie immer mehr Menschen feststellen, dass ihre besonders fleisch- und tierproduktlastige Ernährung zu ihren Erkrankungen beigetragen hat, oder Menschen darüber reden zu hören, dass sie ihren Kaffee- oder Tabakkonsum stark reduziert haben und immer mehr auf Regionalität und Saisonalität achten.

Ich freue mich, wenn Menschen erkennen, dass alles, was die Umwelt belastet, irgendwann auch eine Belastung für ihre eigene Gesundheit ist, und umgekehrt.

Es macht mich glücklich, wenn ich Menschen überzeugen kann, dass sie keine Angst vor (Langzeit-)Schäden durch die neusten Coronaviren haben müssen, weil – wenn man aktuelle Todeszahlen und plötzlich verschwundene -ursachen genauer unter die Lupe nimmt – nichts darauf hinweist, dass sie für angeblich mehr Todesfälle verantwortlich und damit gefährlicher wären als das, was man vor einem Jahr, vor 10 Jahren oder vor 500 Jahren als Coronaviren bezeichnet hätte.

Ich blicke optimistisch in die Zukunft, weil immer mehr Menschen an die Öffentlichkeit treten und über die Probleme, die Gesundheits-, Bildungs-, Geld-, Versicherungs- und/oder Rentensystem mit sich bringen, also rechts- und sozialstaatlich anerkannte Systeme, die immer nur – undemokratisch, angeblich repräsentativ für alle – von ein paar wenigen Menschen aufgebaut wurden, die vielleicht denken, sie könnten für alle anderen sprechen, im Grunde aber den wenigstens anderen bisher überhaupt zugehört und deren Bedürfnisse und Interessen verstanden haben.

Es ist zwar traurig, dass gerade neue Impfstoffe in unvorstellbarem Ausmaß verspritzt werden, ohne dass viele Menschen sich jemals mit den „Altlasten“ beschäftigt hätten, die die Impfkampagnen der letzten Jahrzehnte bereits angehäuft haben; aber Menschen müssen alle erst ihre persönlichen Grenzerfahrungen machen – und seien es lebensverändernde oder lebensbedrohliche Impfnebenwirkungen – um zu wissen, wann es Zeit ist, mit dem aufzuhören, was sie vorher gemacht haben.

Solange es Menschen gibt, die denken, das, was sie tun, wäre gar nicht so schlimm und sie könnten damit immer noch weiter gehen, vielleicht sogar ganz ohne es kontrollieren zu müssen;
solange Menschen gar nicht mit dem aufhören wollen, was sie bisher getan haben, auch wenn sie wissen, dass es sie an ihre gesundheitlichen Grenzen bringen wird und sie sogar daran sterben können, weil sie einfach Spaß daran haben, exzessiv und rücksichtslos zu leben, ohne sich kontrollieren (lassen) zu müssen,
werden BiologInnen – NaturforscherInnen und LebenswissenschaftlerInnen – wie ich keine Chance haben, sie vom Gegenteil zu überzeugen.
Stattdessen werden weiterhin die Strategien von „guten“ ÖkonomInnen – Produktverkäuferinnen und DienstleisterInnen – aufgehen, menschliche Überwachungs- und Kontrollinstanzen nicht nur gesellschaftlich, sondern sogar politisch – als Kriterien für einen sogenannten Sozial-, Solidar- oder Rechtsstaat – zu etablieren.
Es wird sich weiterhin vor allem das verkaufen, was schnelle Hilfe gegen Belastungen verspricht – solange dessen Nebenwirkungen noch nicht zur größeren Belastung geworden sind. Davon ist auszugehen, wenn Menschen nicht irgendwann anfangen, den Ursachen ihrer Belastungen auf den Grund zu gehen.

Denn dann könnten Menschen aufhören, ständig weiter nach neuen (bio-)technologischen Lösungen zu suchen, die ihnen die Kontrolle darüber geben sollen, sich nicht zu stark zu belasten.
Menschen könnten damit aufhören zu glauben, dass sie nur dann „gesund“ alt werden können, wenn sie tun, was ihnen „führende Köpfe“ in einem auf Wohlstand und Ökonomie ausgerichteten Land weismachen, also einsehen, dass weder medizinische Versorgung noch Medikamente oder Maschinen, geschweige denn der Austausch mit Gleichgesinnten, also genauso Belasteten, oder bezahlten Pflegekräfte gegen Belastungen helfen, denen sie sich über viele Jahre – bewusst oder unbewusst, gezielt und durchdacht oder aus Denkfaulheit bzw. Kurzsichtigkeit und ohne Folgenabschätzung – ausgesetzt haben.
Denn erst dann könnten Menschen anfangen, nach wirklich sinnvollen Lösungen für die Belastungen zu suchen, die so alt sind wie die Menschheit selbst. Und ich weiß, dass es außer mir schon viele andere Menschen gibt, die sich längst überlegt haben, wie unser menschliches Leben aussehen könnte, wenn wir es uns nicht immer schwerer und komplizierter damit machen würden, dass wir einerseits möglichst alles – also auch alles, was uns belastet – und es uns dabei möglichst einfach machen wollen.

P.s.: Menschen, die etwas sehr belastet, erkennt man – genauso wie Menschen, die sich nie etwas auflasten (wollen) – nicht nur daran, dass sie traurig sind, wenn sie (noch) nicht wissen, wie sie mit Belastungen umgehen sollen, sondern auch daran, dass sie entweder wütend werden, wenn man sie auf etwas anspricht, von dem sie denken, sie hätten es (sich) nicht verdient, obwohl sie wissen, dass sie selbst mitverantwortlich dafür sind, oder so tun, als wäre (ihre) Belastung gar nichts Besonderes, so dass sich darum niemand kümmern müsste.

 

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Dank für das Foto gebührt AllGo – An App For Plus Size People (auf Unsplash)!

 

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