Eine lieblose Welt …

… ist eine Welt, in der Menschen nichts oder kaum mehr etwas aus Liebe und Begeisterung tun, sondern nur noch, wenn sie gerade Zeit dafür oder Lust darauf haben oder wenn sie sich dazu gezwungen sehen, wenn oder obwohl sie keine Lust darauf haben.
Menschen können lernen, diese Welt und die Menschen in ihr trotzdem – mit viel Aufmerksamkeit und Zeit, (wissenschaftlichen) Informationen sowie Bewusstseinsübungen – zu lieben, oder sie und sich selbst mit der Zeit dafür hassen.
Damit ist im Prinzip niemandem geholfen; aber mir hat es immerhin die Erkenntnis verschafft, dass nicht alle Menschen in dem Sprichwort „Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott.“ einen liebenden und helfenden Gott am Werk sehen, also darauf vertrauen können, dass er sie in dem, was sie aus Liebe tun, unterstützt.

Das meiste, was in der Welt geschieht, geschieht in meinen Augen eher aus Angst, sie oder die eigene Begeisterung für sie und die Dinge oder andere Menschen, die Menschen lieben, zu verlieren, aus Angst, dass es irgendwann für sie zu spät sein könnte.
Meiner wissenschaftlichen Meinung als Biologin glauben ja wenige: dass es im Leben nie zu spät ist, etwas neu zu beginnen oder denselben Menschen neu zu begegnen solange man lebt.
Dass etwas zu Liebe führen wird, was ganz ohne Liebe begonnen hat, ist unwahrscheinlich; aber alle Menschen könn(t)en im Grunde versuchen, dafür zu sorgen, dass sie mit der Zeit nicht ganz verloren geht.

P.s.: Es ist weder eine liebevolle Tat noch eine liebevolle – innere oder äußerliche – Haltung (auch von Tieren), andere (also auch Tiere, um die man sich sorgt oder mit denen man zusammen leben möchte) machen zu lassen, was sie wollen, oder sie nur machen zu lassen, was man selbst möchte – beides zeugt von Unfähigkeit oder Hilflosigkeit, von einseitigem, ungenügenden Wissen und fehlendem biologischen Verständnis für die natürlichen Bedürfnisse von Menschen oder anderen Lebewesen (oder ihren Angewohnheiten und ungesunden Verlockungen, denen sie schwer widerstehen können) und dem Unwillen oder Mangel an Ideen, was man tun könnte, um ihnen bzw. allen dabei gerecht zu werden.

 

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Dank für das Foto gebührt Andre Hunter (auf Unsplash)!

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