Ein einfaches Leben …

… ist weder etwas für Menschen, die es möglichst einfach haben, noch für andere, die es allein mit ihrem Wissen oder Geld bestreiten wollen

Menschen, die denken, sie könnten sich das Leben möglichst leicht machen, indem sie andere für sich arbeiten lassen und selbst möglichst gar nichts tun, also nur ihren Kopf, vielleicht noch ihre Finger, benutzen – womöglich dazu, um das Geld zu verdienen, mit dem sie andere für ihre Arbeit bezahlen können – werden früher oder später auf den harten Boden der Realität zurückgeholt werden. Wir – unser Körper, unser Geist und unsere Seelen – sind nicht dazu gemacht, anderen – auch nicht der Natur, also Pflanzen, Tieren etc. – nur dabei zuzusehen, wie sie das, was wir zum Leben brauchen, produzieren. Damit wir glücklich und gesund bleiben können, müssen wir mithelfen – mit vollem Körpereinsatz, mit Leib und Seele, mit wachem Geist und unserem Herzblut.

Mach‘ es Dir also nicht möglichst einfach und bequem, tritt Dir öfters mal in den eigenen Hintern, sei kreativ statt zu verzweifeln oder etwas hinzunehmen, was nicht gleich funktioniert, und halte nicht nur Deine Augen und Ohren offen, sondern auch, wenn Du nicht willst, dass es langsam versteinert, Dein Herz, und Deinen Geist. Sei also vor allem vernünftig und bleibe bei Verstand, vertrau‘ besser Deinem als dem, was andere versuchen, Dir einzureden, die davon profitieren, dass Du alt und krank wirst und in Rente gehen willst. Es gibt viele andere, die längst verstanden haben, was ein schönes, einfaches Leben bedeutet, und die nicht mehr versuchen, es anderen zu überlassen, sich darum zu kümmern, dass es – angeblich – (immer/wieder) einfacher wird. Such‘ sie, auch wenn sie nicht ganz so leicht zu finden sind!

P.s.: Vielleicht können Dir Kinder dabei helfen, die Menschen daran erinnern (sollen), welche Verantwortung sie in ihrem Leben für das, was sie tun, tragen. Es genügt nicht – wenn wir alle irgendwann mal wieder ein leichteres, einfacheres Leben führen wollen -, das nur zu versuchen und dabei andere immer wieder ihre eigenen schmerzhaften Erfahrungen machen zu lassen. Es ist nicht der Sinn des Lebens irgendwann nur noch die Freuden des Alters oder Großelterndaseins genießen zu können und – wenn es schwer wird – sich einzureden, dafür gar keine Verantwortung (mehr) zu tragen, zumindest wenn man – wie ich – daran glaubt, dass wir etwas aus unserem Leben lernen sollen. Menschen, die selbst im hohen Alter die eigene Verantwortung noch an andere Menschen abzugeben versuchen, die sie angeblich tragen – die Politik, unsere „Systeme“, die Medien, die Umweltverschmutzung, die eigene Vorgeschichte oder Erziehung oder die Gene – versucht weiterhin, es sich möglichst leicht zu machen statt sich einzugestehen, dass er oder sie die selbst gewählt, gekauft, verursacht, mit aufgebaut, gewollt hat. Wenn Du Dich also leichter fühlen willst – denn sich selbst zu belügen lastet nicht nur auf der Seele, sondern irgendwann auch auf den Knochen, Hüften oder am Bauch – dann löse Dich aus den Fängen und Abhängigkeiten derer, die genau davon profitieren, dass Du die Verantwortung für Dein Leben – Deine Gesundheit, Deinen Besitz, Deine Versorgung, Dein Lebensglück – an sie abgegeben hast. Denn glaub‘ mir, die können, werden und wollen sie gar nicht tragen, sondern es sich selbst im Leben möglichst einfach machen. (Und das fällt Menschen umso leichter, je weniger sie einander persönlich kennen.)

 

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Dank für das Foto gebührt Thiébaud Faix (auf Unsplash)!

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