Sitz! Platz! Hol’s! Aus! – Bist Du ein gut trainierter Mensch, ein besserer Trainer, vielleicht beides oder nichts von beidem?

5 Fragen zum selbstverantwortlichen Schnelltesten

Hast Du Dich fleißig auf den Hintern gesetzt und was Ordentliches gelernt in Deinem Leben, ein zukunftsträchtiges Handwerk oder eher das, was in (Hoch-)Schulen und an Universitäten von Dir erwartet wurde?

Hast Du Dir einen sicheren Job ergattert und ein schönes Plätzchen zum Leben oder wenigstens, um dort zeitweise zu verweilen, – ein modernes Eigenheim vielleicht, in einer modernen Stadt oder ein Ferienhaus in einer anderen Umgebung – oder ganz viele unterschiedliche schöne Plätze in der Welt zum Bereisen schmackhaft machen lassen, weil Deine Heimat die ganze Welt sein soll?

Bist Du den Möglichkeiten auch über endlos erscheinende Strecken nachgerannt, die Dir besonders verlockend und herausfordernd erschienen, oder hast Du lieber die Brocken geschluckt, die Dir andere direkt vor die Nase geworfen haben?

Hast Du Dich oder die, die Dich erzogen bzw. trainiert haben, die Dir – in Büchern, Zeitungen und Zeitschriften oder auf Prospekten, Plakaten, Bildschirmen – die Informationen liefern, aus denen Du gelernt hast, – die Dich zu dem gut erzogenen Menschen gemacht haben, der oder die Du heute bist – jemals gefragt, wieso Du das eigentlich das tun sollst, was sie Dir vorzuschreiben versuchen oder vorschlagen (wollen)?

Ist Dir Dein Training so in Fleisch und Blut übergegangen, bist du so überzeugt von Deinen Trainingserfolgen, die Dich körperlich und geistig fit halten und seelisch ausgeglichen machen, dass Du automatisch auch alle anderen, für die Du in irgendeiner Weise die Verantwortung trägst, auf dieselbe Art und Weise versuchst zu trainieren?

Sei nicht enttäuscht, wenn andere sich deshalb von Dir abwenden, auch wenn Du spielerisch versuchst, sie zu etwas zu animieren, was Du für erfolgversprechend hältst, oder wenn sie sogar versuchen, Deine Hand zu beißen, während Du sie mit Deinen Erfolgsgeschichten füttern willst.
Es sind nicht alle Menschen so ehrgeizig wie Du.
Manche haben sich einfach angewöhnt, nicht unnötig Zeit mit Unterhaltungsprogrammen oder Energie für Spielereien zu verschwenden, wenn sie Wichtigeres zu tun haben – zum Beispiel den Moment, so wie er ist, auszukosten oder dafür zu sorgen, dass sie genau so weiterleben können, wie sie es gerne tun.
Andere fasten hin und wieder – auch mental, indem sie sich auf andere körperliche und seelische Bedürfnisse konzentrieren – weil es ihnen gut tut, sich daran zu erinnern, was Verzicht bedeutet, oder sie verweigern auch bei Hunger bestimmte Nahrungsmittel ganz – nachdem sie sie ausgiebig beschnuppert oder probeweise geschluckt und wieder ausgespuckt haben – weil sie wissen, dass die ihnen nicht gut tun, unterstellen Dir also vielleicht fälschlicherweise, Du wolltest sie damit vergiften.
Nicht jeder Mensch, der sich verhält, als würde er gerne liebevoll versorgt werden, möchte deshalb auch wie ein Hund behandelt werden – zumindest wenn er oder sie sich dabei in seinen natürlichen Bedürfnissen missverstanden fühlt.

Ich hoffe sehr, Du weißt jetzt mehr über Dich, und ich wünsche Dir und mir, dass Du etwas damit anfangen kannst – wenn Du z.B. Lust auf ein neues Trainingsprogramm bekommen hast.
Du kennst ja vielleicht mein Lebensmotto: So lange Du lebst, ist es für keinen Neuanfang zu spät!

P.s.: Ich hoffe, Du legst wie ich nicht nur Wert auf Deine Freiheit und auf Dein Recht, weder körperliche noch geistige oder seelische Misshandlungen über Dich ergehen lassen zu müssen, hältst also nichts von autoritären, gewalttätigen Trainingsmethoden, die mit Strafen arbeiten – mit Futter- oder „Liebesentzug“ oder sogar mit Isolation, in die zum Trost nicht einmal ein Lieblingsspielzeug mitgenommen werden darf. Denn damit erzielen nur Menschen Trainingserfolge, die überzeugt sind, dass man dafür – auch wenn es einem keinen Spaß macht – ein gebrochenes Herz oder Rückgrat, also Bandscheibenvorfälle, oder andere Schmerzen und Brüche sowie eine traumatisierte Seele in Kauf nehmen muss.

 

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Dank für das Foto gebührt Baudouin Wisselmann (auf Unsplash)!

Nicht nur stille Wasser sind tief

Mir fällt immer wieder auf, wie sehr es sich lohnt, „schlaue Sprüche“ und Sprichwörter zu hinterfragen, die Menschen benutzen, wenn sie ihnen in den Kram passen, und die dann auch oft so tun, als wären sie allgemein und überall auf der Welt, an jedem Ort und zu jedem Zeitpunkt gültig.
Ich liebe sprachliche Mittel, Gedichte u.ä. – wenn sie dazu da sind, die eigene Gedanken- und Ideenwelt zu bereichern, nicht dazu, sie einzuschränken und zu manipulieren bzw. von etwas abzulenken, was andere nicht mitbekommen, worüber andere keine Gedanken „verschwenden“ sollen.

Achte doch mal darauf, wer das bei Dir versucht!
Richte Deine Aufmerksamkeit nicht nur auf das, worauf andere Deine Aufmerksam lenken wollen, sondern auf das, was sie vielleicht gleichzeitig versuchen, damit zu verbergen (oder auch deutlich zu machen)!
Wirklich oberflächlich – ruhig oder übertriebene Wellen schlagend und unnötig Aufruhr und Lärm machend – verhalten sich nur Menschen, die keine tiefen Einblicke in ihre Absichten oder ihr Innenleben erlauben wollen.
Finde bis zum Ende der Woche doch mal heraus, wessen Grund wirklich und vielleicht überraschend tief liegt und was darin noch alles verborgen ist (wenn man etwas wirklich sicher, auch vor sich selbst, verstecken will, vergräbt man es eher auf dem Grund eines Ozeans als irgendwo in frei zugänglicher Erde).

Viel Spaß und Erfolg wünsche ich Dir dabei, und genug Puste, also Durchhaltevermögen, bis Du auch wirklich ganz unten angekommen bist und vielleicht sogar auf einen verborgenen Schatz gestoßen bist!

 

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Dank für das Foto gebührt Jakob Owens (auf Unsplash)!