Kennst Du eine der größten menschlichen, nicht biologisch begründeten, Fehlfunktionen?

Für mich ist es vielleicht sogar der größte menschliche Irrtum oder Irrsinn – also kein natürlicher, angeborener Fehler -, der immer noch vielen kleinen Kindern anerzogen wird:
Dass wir – wenn wir höflich sein wollen – nur „Ja und Amen.“ – zu Dingen, Angelegenheiten oder eben bestimmten Menschen, die sie an uns herantragen – sagen, also im Grunde nichts dagegen tun, sondern nur freundlich nicken und beten müssen, wenn wir uns nicht mit ihnen beschäftigen möchten, selbst wenn wir uns von ihnen bedrängt oder genötigt, unnötig oder übertrieben drangsaliert oder sogar verletzt, fühlen. Darin, unangenehme Dinge trotzdem anzugehen, Angelegenheiten zu klären oder Menschen höflich zu bitten, mit dem aufzuhören, was sie uns aufdrängen wollen, sind nur einige wenige geübt – deren Eltern oder andere friedliebende Vorbilder ihnen beigebracht haben, nicht alles einfach hinzunehmen, was andere wollen: ihnen vorschreiben, vorgeben, vorbeten oder auch antun.
Dass Bedrängung, eine Not oder Unterdrückung davon nicht aufhören, dass Menschen sie bestmöglich ignorieren oder zu einen unsichtbaren Gott beten – ohne auf die Idee zu kommen, dass sie als dessen DienerInnen selbst ihre Dienste auf Erden leisten könnten, vielleicht sogar müssten – dessen könnte sich jeder zur Vernunft begabte Mensch sicher sein…

Menschen fühlen sich zwar für vieles zuständig, was sie im Prinzip überhaupt nichts angeht, aber – solange sie keine lebenden Vorbilder dafür vor Augen haben, auch nicht vor ihrem inneren – für vieles andere einfach nicht.
Dabei wäre es für jeden einzelnen Menschen sehr einfach, sich ein inneres, realistisches Vorbild zu erschaffen und dem zu folgen statt sich an den wirklichkeitsfremden Gestalten auf Bildschirmen oder Hochglanzpapier oder den oberflächlich-eindimensionalen, bequemen, heute oft dicken und kranken Mitmenschen zu orientieren, die entweder Unmögliches von anderen verlangen oder Gemütlichkeit statt ein Leben in Frieden predigen, also das Ja und Amen selbst gerne gebrauchen, im Grunde „Du darfst machen, was Du willst, aber ich muss nicht mit Dir darüber reden.“ sagen, um Gespräche zu beenden statt darüber zu diskutieren, was sie selbst dafür tun oder lassen müssten, damit es ihnen oder anderen Menschen (Tieren oder der Natur und unserer ganzen Erde) besser gehen würde.

Ich bin wirklich neugierig, wie lange es dauert, bis Menschen aufhören, sich selbst mit Hilfe von Maschinen das Leben leichter machen, „verbessern„, mit (Bio-)Technologien die Natur retten oder mit (Bio-)Medizin sich selbst möglichst lange künstlich am Leben erhalten zu wollen – damit sie sich vielleicht im Tod nicht dafür rechtfertigen müssen, dass sie im Leben nichts dagegen getan haben, ihre unnatürlichen, anerzogenen oder angewöhnten Fehlleistungen zu beheben.
So lange werden andere wohl noch warten müssen, die längst wissen, dass wir uns auf unser menschliches Bewusstsein statt auf die Entwicklung künstlicher Intelligenz konzentrieren sollten, wenn wir uns als Menschen wirklich, also natürlich und mit der Evolution – statt ihre für viele BiologInnen und andere WissenschaftlerInnen sehr offensichtlichen Einwände dabei zu ignorieren – erfolgreich weiterentwickeln wollen.

P.s.: Es ist nicht mein Fehler, dass ich immer wieder über Tierleid, Naturzerstörung, Ungerechtigkeiten in der Welt, fremd- und selbstverschuldete (auch geistige und seelische) Armut oder Krankheiten reden oder schreiben muss, solange sie jemand verursacht: Es ist mir ein inneres Bedürfnis, ein Anliegen, das mir von Natur aus mitgegeben ist; zumindest glaube ich das zu wissen. Wenn Du damit nicht oder schlecht leben kannst, sollten wir beide uns vielleicht einfach bestmöglich aus dem Weg gehen – um des lieben Friedens in der Welt, nicht um des Himmels willen. Ich bin in vieler Hinsicht relativ wenig schmerzempfindlich, also gewohnt, Schmerzen oder Demütigungen zu ertragen, wenn ich weiß, weshalb sie da oder wofür sie gut sind (also nicht nur, weil mir jemand sagt, ich müsste sie jetzt eine Zeit lang ertragen), und auch wenn ich weiß, dass sie nicht einfach wieder vergehen, dadurch dass ich meine Aufmerksamkeit auf etwas anderes richte.

 

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Dank für das Foto gebührt the blowup (auf Unsplash)!

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