Sinnvolle menschliche Kämpfe

Mit sich selbst ringen und gewaltfrei Widerstand leisten statt Kriege für andere führen und dadurch verursachtes Leid hinnehmen

Gewalt ist in meinen Augen nie eine Lösung.
Aber leider ist ein Großteil gewalttätiger Handlungen für die Augen der meisten Menschen, die nur spüren können, dass sie stattfinden, unsichtbar.
Gewalt ist  nicht nur unsichtbar, wenn sie im Verborgenen, hinter Wänden und verschlossenen Türen geschieht, sondern auch, wenn sie auf subtile Weise, als psychologischer Krieg ausgeführt wird: mit gezielter Manipulation, unwiderstehlichen Verlockungen zu Gewalttaten, ernsten Drohungen bei Verweigerung dazu oder falschen Versprechungen, z.B. des kleinsten oder nur kurzzeitigen Übels, die die, die sie aussprechen, gar nicht einhalten können oder möchten, also mit der fahrlässigen oder gezielten Verbreitung eigenen Unwissens, einseitiger, also zensierter Daten und Informationen oder dreister Lügen.

Wer friedlich und gewaltfrei durch’s Leben gehen will, muss Gewalt widerstehen können, darf sich nicht von Kampfhandlungen, die auch Wortgefechte – ums eigene Recht und Unrecht – sein können, anstecken und mitreißen lassen.
Aber Menschen, die denken, sie könnten sich einfach heraushalten aus den „Kampfhandlungen“ anderer, die wir alle täglich vor Augen geführt bekommen oder anders wahrnehmen könn(t)en, wir müssten einfach – um unsere Hände in Unschuld waschen zu können – nur abwarten, bis die vorbei sind, täuschen sich bzw. belügen sich im Grunde nur selbst.
Wer „richtig“ handelt bzw. gehandelt hat, wird sich immer erst irgendwann später herausstellen – wenn Zweifel und Reue ausbleiben und nicht irgendwoher verborgene, bewusst versteckte Opfer erscheinen.
Ob Drohungen, die leicht auch mit gutgemeinten, aber nicht ausreichend durchdachten Warnungen, also Zukunftsprophezeiungen verwechselt werden, wahr werden, kann sich nur Menschen zeigen, die – nach eigenen Recherchen und reiflichen Überlegungen, also innerer Auseinandersetzung damit – sich in Geduld üben den Mut haben abzuwarten, also nichts zu tun, was sie angeblich zur eigenen Sicherheit tun sollen.

Die sinnlosesten Kämpfe, die wir alle nur verlieren können – die uns Menschen auf Dauer krank und unglücklich machen, und am Ende auch töten, auch wenn wir uns immer wieder, mantraartig, einzureden versuchen, sie seien notwendig – sind die gegen andere Menschen, die uns persönlich gar nicht getan haben, im Namen anderer, für die wir sie ausfechten sollen, auch gegen die eigenen inneren Widerstände.
Immer wenn Du also spürst, dass sich in Dir etwas wehrt – gegen etwas, das Du siehst, hörst oder auf anderen Wegen erfährst -, dann finde heraus, was Du zukünftig dagegen tun kannst. Denn manchmal ist es einfach zu spät oder zu gefährlich, Widerstand zu leisten; aber sei nicht so naiv zu glauben, dass Du nie wieder in dieselbe Situation kommen könntest.
Bereite Dich also vor, konfrontiere Dich, vielleicht auch andere, immer wieder mit dem, was geschehen ist, sensibilisiere Dich und andere für die Gewalttaten unseres menschlichen Alltags – damit immer mehr Menschen auch die sehen, die sie bisher nicht wahrgenommen haben, und mithelfen, sie zukünftig zu verhindern.
Versuche nicht auszusteigen, Dich also vor dem Kämpfen für Deine Ideale, vor Deinem Gewissen, zu drücken – sie werden Dich immer wieder einholen, wenn Du nicht das für sie getan hast, was Du hättest tun sollen und auch tun können; denn sie sind ein Teil von Dir und werden es immer bleiben, solange Du lebst.
Menschen, die ihrem Gespür oder ihrem Gewissen, also nicht dem, was andere sagen, folgen und gewaltfreien Widerstand leisten, tun das oft genauso wenig offensichtlich wie die, die Gewalt ausüben; aber Du tust es definitiv bewusster – wenn Du es trainierst und genau weißt, was Du tust, oder zumindest weißt, was passiert oder passieren könnte, wenn Du nichts tun (würdest).

P.s.: Die Kraft dazu kannst Du nur alleine – je nach Trainingszustand im Stillen oder innerhalb von Lärm, in der freien, unberührten Natur oder in dunklen, beengten Räumen – in Auseinandersetzung mit den eigenen „inneren Dämonen“ und den von anderen Menschen bewusst, medial, oder unbeabsichtigt geschaffenen Feindbildern üben. Viele werden sich als harmloser herausstellen, als Du dachtest, und sich leicht „bezwingen“, also friedlich „kontrollieren“ lassen, wenn Du sie als eigenständige Lebewesen mit einem Recht auf ihr Leben respektierst und ihre Warnhinweise – wenn Du ihre Gebiete betrittst, auf denen Du nichts verloren, also zu suchen hast – verstehst. Andere überraschen Dich vielleicht zunächst böse.

P.p.s.: Nachdem ich jetzt schon fast 2 Jahrzehnte meinen oft einsamen „Kampf“ gegen das Leid von („Nutz-„)Tieren geführt habe, der „nur“ darin bestand, es zu vermeiden, Geld in Unternehmen zu „investieren“, die es mit mit der Ausbeutung von Tierkörpern verdienen (wollen), habe ich ihn jetzt – da es mittlerweile genug Menschen gibt, die ihn weiterführen – auf unser „Gesundheitssystem„, das mit kranken Menschen sein Geld verdient, und unsere öffentlich-rechtlichen Medien, die mit einem einseitigen Programm und Desinformation statt umfassender Bildung entweder Geld sparen (müssen) oder Profite machen (wollen), ausgeweitet, auch wenn es sich dabei noch um kaum berührtes Terrain handelt und vielen Menschen vielleicht berechtigterweise (noch) als zu gefährlich erscheint. Wir werden sehen bzw. ich werde selbst feststellen, welche Opfer ich dafür noch werde bringen müssen.

 

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Dank für das Foto gebührt Max (auf Unsplash)!

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