Menschlichen Größen- und Wachstumswahn notbremsen

Statt mit einer politischen Notbremse gesellschaftliches Leben zu zerstören, KleinunternehmerInnen und MittelständlerInnen in den Ruin zu treiben, wäre mein vorschlag gewesen, die Reichsten, Mächtigsten, Ideologischsten und mit fragwürdigen Titeln Ausgezeichneten dieser Erde in ihre Grenzen zu weisen: nicht weiter LobbyistInnen über unser aller Leben, zumindest über das Leben der Mehrheit von Menschen auf dieser Erde, bestimmen zu lassen.
Viele Menschen sind heute Opfer ihres eigenen Größenwahns, auch schon im Kleinen: sie wollen es selbst immer besser haben, mehr Wohlstand oder Wohnraum, mehr Einfluss, mehr Dinge, sich selbst also immer mehr erlauben und anderen immer mehr bieten, immer höhere und weiter entfernte, geographische Ziele erreichen, auch wenn sie dabei mehr Platz, natürliche Ressourcen oder Kalorien, also Wärme- oder Energiequellen verbrauchen als gesund für unsere Natur und Mitwelt ist.

Eine gerechte Aufteilung dessen, was unsere, vor allem in den letzten Jahrzehnten bis an ihre Grenzen ausgebeutete, Erde hergibt, kann nur erfolgreich sein, wenn die, die sich zu viel genommen haben, das zurückgeben, damit andere mehr davon haben.
Warum können reiche UnternehmerInnen Millionen von Hektar Farmland besitzen, das nur für Tierzucht oder Pflanzen genutzt wird, mit denen sie in erster Linie Geld verdienen statt Menschen ernähren wollen?
Warum können die reichsten Menschen der Welt ihr Geld gewinnbringend, z.B. in neue (Bio-)Technologien, investieren statt es zum Aufbau der Lebensmittel- und Wasserversorgung von Menschen, die unter unsicheren Versorgungsbedinungen leben, spenden zu müssen?

Die Menschen, unsere Tiere und Autos werden immer dicker. Vielleicht wird Fettsucht irgendwann zum neuen Lebensziel und adipöse Menschen bald wieder zum Schönheitsideal ernannt; unsere Straßen werden wir an vielen Stellen aber nicht weiter verbreitern können, ohne die Anzahl der Spuren verringern oder Einbahnstraßen daraus machen zu müssen.
Ich habe noch die Hoffnung, dass sich Menschen auf der Straße und beim Parken immer mehr über ihre überdimensionierten Autos und die AutobauerInnen statt über FahrradfahrerInnen, zu enge Straßen und Parkplätze aufregen, so dass der menschliche Größenwahn irgendwann auch wieder ein Ende hat.
Bei sich selbst fangen ja die wenigsten an, wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen.

 

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Dank für das Foto gebührt  Adam Rhodes (auf Unsplash)!

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