Lachen befreit …

… Menschen, die auch über sich selbst lachen können

Lachen ist nicht gleich lachen …
Lachen kann genauso befreiend sein wie es verletzen kann.
Wenn man sieht, wie albern sich andere verhalten, kann es schwer fallen, das eigene Lachen zu unterdrücken.
Es fällt noch schwerer, wenn sie dabei völlig ernst tun und sich auch nicht erklären lassen wollen, warum sie sich gerade selbst zu Witzfiguren machen.

Traurig wird es allerdings, wenn offensichtlich ist, dass sie sich selbst damit schädigen; wenn sie spüren müssten, dass das, was sie tun, keinen Sinn ergibt und nicht nur lächerlich, sondern sogar gefährlich – für die eigene Gesundheit; für die Gesundheit anderer, vor allem von Kindern; für unser soziales, gesellschaftliches Leben. Ich könnte tagtäglich heulen, wenn ich sehe, was Menschen sich selbst und anderen, Tieren und anderen Lebewesen sowie unserer Natur und Erde antun.
Ich versuche, nicht zu sarkastisch zu werden, um überhaupt noch lachen zu können.
Ich weiß zum Glück: „Wer zuletzt lacht, lacht am Besten.“
Momentan fühle ich mich ohnehin öfters hinterher wieder befreiter, wenn ich einfach ein bisschen vor mich hin geweint habe.

Also hebe ich mir mein befreiendes Lachen für Situationen auf, die – zusammen mit möglichst vielen anderen Menschen zusammen – wirklich ein Anlass zur Freude sind; ohne dass jemand krampfhaft versucht, witzig zu sein oder etwas Witziges aus traurigen Situationen zu machen, und begnüge mich solange mit den komischen Situation, in die ich mich selbst immer wieder bringe oder von denen mir andere, die sie selbst erlebt haben, erzählen.
Mir hat es noch nie viel Spaß gemacht, über andere zu lachen – vor allem, wenn dafür nur ein gehässiges oder mitleidiges Lachen notwendig war.

Aber die Deutschen waren – wie Angehörige anderer, „vorbildlicher“, Wohlstandsgesellschaften – soweit ich weiß noch nie für ihren Humor bzw. ihre Lebensfreude bekannt; seit einigen Jahrzehnten vielleicht, weil sie sich nie darüber lustig machen durften, wie dumm es war oder ist, Worten und Versprechen von führenden PolitikerInnen zu glauben (statt zu sehen, von welchen Ideologien, GeldgeberInnen oder anderen StrippenzieherInnen sie sich an der Nase herumführen lassen).

P.s.: Wer über wen lachen darf, ist eine willkürliche Entscheidung, eine politische, gesellschaftliche oder private – je nach Fähigkeit der Belächelten zur Selbstironie. Alles andere als befreiend kann es sein, wenn Du etwas Witziges laut und deutlich aussprichst, wovon sich andere persönlich angesprochen bzw. (in ihrer Person oder Intelligenz) beleidigt fühlen.

 

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Dank für das Foto gebührt Priscilla Du Preez (auf Unsplash)!

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