Gute Fragen und schlechte Fragen

Wenn Du ehrliche Antworten statt Ausreden und Lügen erwartest …

„Warum hast Du das getan. obwohl Du im Prinzip wusstest oder hättest wissen können, dass das, was Du tust, nicht gut (für Dich/für mich/für andere) ist?“ zwingt Menschen, ihre eigene Fehlinformation und mangelnde Bildung oder Kreativität bzw. die Kraft- oder Mutlosigkeit, ihre Ideen umzusetzen. zuzugeben.
„Warum hast Du das denn alles mitgemacht, obwohl Du im Prinzip wusstest, dass das, was Du tust, nicht gut (für Dich/für mich/für andere) ist?“ zwingt Menschen, zuzugeben, dass sie Angst davor haben, alleine dazustehen, wenn sie etwas nicht mitmachen.
Je nachdem, auf welche Menschen Du triffst, welche Schwächen sie gerne zugeben und welche nicht, wirst Du also hinterher wissen, warum es Wichtigeres im Leben des oder der Befragten gab als sich zu informieren oder die Zeit zu nehmen, selbst kreativ zu werden oder sich Hilfe und Mut (bei Gleichgesinnten) zu suchen, sich also mit anderen zusammenzutun, die auch wussten, dass das, was sie tun oder getan haben, nicht gut für sie selbst oder andere ist.
Manche Antworten auf unsere gestellten Fragen werden wir nie aus dem Mund anderer hören – aber wir können uns viele meistens, wenn wir Empathie trainieren, also uns in andere Menschen hineinversetzen lernen, irgendwann selbst erklären. Dazu braucht es keine hellseherischen Fähigkeiten, sondern den Einsatz unserer Feinsinne; und etwas Zeit (zum Üben).

Besonders Zeitfragen brauchen Zeit, bis sie beantwortet werden.
In unserer immer schnelllebigeren Zeit werden wir aber vermutlich nicht sehr lange Geduld haben und warten müssen, bis es öffentliche Erklärungen dazu geben wird, weshalb ein Pandemie ohne Datengrundlage über ein Jahr lang aufrecht erhalten wurde, weshalb Menschen zur reinen „Vorsicht“, ohne dass wissenschaftliche Studien ihren Sinn und Zweck bestätigen konnten, Alltagsmasken tragen, sich medizinischen Tests unterziehen und den Gefahren neuer Impfstoffe aussetzen mussten.
Allerdings werden sich dann – weil unsere Gegenwart mehr von der Vergangenheit beeinflusst ist als moderne, modebewusste, Menschen, die mit der Zeit gehen und nicht in der Vergangenheit leben wollen, wahrhaben – vermutlich viele Menschen noch wundern, welch gute Ausreden bzw. Schuldige sich Menschen für Ereignisse, die vor 80 Jahren stattgefunden haben, haben einfallen und verbreiten lassen, bis alle sie geglaubt haben: mit ihren gekauften Medien, inklusive derjenigen, die für den Inhalt von Schulbüchern verantwortlich sind, in denen nur ihre Version der Geschichte erzählt wurde.

Lügen haben bekanntlich kurze Beine und in einer unsportlichen Zeit, voll von übergewichtigen Menschen, vermutlich auch keine besonders lange Ausdauer – wenn eine Ausrede auffliegt kann schnell auch ein ganzes Lügengebäude zusammenbrechen, so dass wir irgendwann immer feststellen können, wenn wir einmal keine ehrlichen Antworten bekommen oder vielleicht auch die falschen Fragen – keine weiteren Fragen dazu – gestellt hast.
Überlege Dir also – wenn Du überhaupt ehrliche Antworten statt der Bestätigung dessen, was Du selbst vorher schon vermutest, hören willst – genau, was Du von anderen wissen möchtest und wie sie Deine Fragestellung reagieren.
Und sei Dir bewusst, dass Menschen Zeit zum Überlegen brauchen, wenn sie mit einer Frage überfallen werden, auf die sie (noch) keine Antwort haben, weil sie sich noch keine überlegen konnten – frag‘ also vielleicht einfach später noch einmal nach; dann wirst Du feststellen, ob sie Dir zuliebe darüber nachgedacht haben oder nicht.
Es ist tatsächlich nicht nur Ehrensache, sondern ein Liebesbeweis, wenn Menschen Dir (und sich selbst) ehrlich Rede und Antwort stehen (können oder wollen) – in einer Zeit, in der Menschen zwar in Form von Bildern oder Statements viel von sich über soziale Medien verbreiten, um Antworten, Reaktionen, darauf zu bekommen, sich aber keine kritischen Rück-Fragen dazu stellen lassen wollen.
So weit sind wir als Menschen schon gekommen, ohne dass es den meisten bewusst zu sein scheint.
Die Frage, die mir auf den Lippen brennt, lautet daher: „Wie weit willst Du noch gehen, wie lange mitlaufen oder auf dem Zug bleiben, auf den Du aufgesprungen bist?“
Wenn ich mich umhöre und umschaue, scheinen viele Menschen darauf (immer noch) keine Antwort zu haben.
Große öffentliche Befragungen oder Anhörungen, bei denen ehrliche Antworten gefordert werden, wird es wohl erst geben, wenn es für mehr Menschen aufhört, erträglich zu sein, belogen und betrogen zu werden.

 

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Dank für das Foto gebührt Hello I’m Nik (auf Unsplash)!