Mal was von der Nicht-Liebe zur Natur

Es ist keine Liebe zur Natur, wenn man nur ihre schönen Seiten „liebt“.

Es ist keine Liebe zur Natur, wenn man Angst vor bestimmten Lebewesen hat oder sobald man alleine irgendwo in der „Wildnis“ ist.

Es ist keine Liebe zur Natur, wenn man aus Liebe zu ihr nicht auf Dinge verzichten kann, die ihr schaden.

Es zeugt nicht von Liebe, wenn man ignoriert, was sie braucht; wenn man sich nicht die Zeit nehmen möchte, zu lernen, was ihr fehlt.

Liebe ohne Verständnis und die Bereitschaft zu Gegenleistungen ist „nur“ Dankbarkeit und ein Ausnutzen dessen, was die Natur uns freiwillig gibt, ohne eine Gegenleistung – außer Liebe, Vertrauen und Respekt ihrer Natürlichkeit, Freiheit und Wildheit – dafür zu erwarten.

Ich weiß, wie schwer es ist, alles zu lieben, was einem jemand geben kann.
Aber jede/r kann lernen, weil die Natur nicht – wie einige Menschen ohne Naturverständnis gerne behaupten – unberechenbar ist, sondern immer genug dazu Zeit lässt, um ihre Vorwarnungen zu erkennen -, freundlich STOP zu sagen, also friedlich zu bleiben – auch wenn ihm oder ihr etwas Angst macht oder unangenehm ist – und nicht alles anzunehmen oder zu nah an sich herankommen zu lassen.
Damit aus freundlichem Respekt auch Vertrauen werden kann, braucht es etwas mehr Mut – sich mit dem, was Angst macht zu konfrontieren. Allerdings dürfen sich Menschen, die dann nur besonders mutig tun, und dabei alle respektvolle Vorsicht vergessen, nicht wundern, wenn sie in ihrer Angst bestätigt, angegriffen und vielleicht sogar verletzt werden.
Zu Liebe und Vertrauen gehört eben auch Ehrlichkeit, also der Mut, sich ehrlich einzugestehen und zuzugeben, wenn man (noch) Angst hat.

P.s.: Menschen, denen niemand Liebe und Respekt, Angst, Mut und Vertrauen beigebracht, also ehrlich vorgelebt hat; die ihre Erfahrungen damit selbst machen müssen in einer Welt, in der über diese natürlichen Bedürfnisse, die Eigenschaften, die wir von Natur aus mitbringen und der Natur entgegenbringen können, kaum miteinander geredet wird, wissen vermutlich viel darüber, was Naturliebe nicht ist. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du in Deinem Leben erfährst, wie sie sich anfühlt.

 

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Dank für das Foto gebührt Artem Maltsev (auf Unsplash)!

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