Wir werden alle sterben!

Vom unrealistischen Leben zwischen Weltuntergangsszenarien und Hiobsbotschaften

Unser Leben endet mit dem Tod. Das war schon immer so, und so wird es auch immer bleiben.

Dass wir dem Tod als unserem Schicksal zu einem bestimmten Zeitpunkt hilflos ausgeliefert sind, das halte ich für ein Märchen, das sich bis in die Moderne durchgesetzt hat.

Ich weiß nicht, weshalb es sich so gut verkauft, weshalb es im Prinzip der Bestseller in unserer Menschheitsgeschichte ist. Vermutlich genau deshalb: Weil sich damit leicht Geld verdienen und Macht über andere gewinnen lässt.

Mache jemandem Angst vor dem nahenden Tod und versprich‘ ihm oder ihr ein Heilmittel.
Menschen, die keine Angst vor dem Sterben oder Tod haben, lässt sich notfalls auch Angst vor dem „Leben nach dem Tod“, z.B. in einer ewigen Hölle machen.
Dadurch, dass sie entweder jedem Heilsversprechungen Glauben schenken oder an ihre ewige Verdammnis glauben, machen sich viele Menschen ihr ganzes Leben zur Hölle.

Ich glaube, ich habe die Prinzipien von Leben und Tod verstanden: wer es erst einmal bis ins Leben geschafft hat, stirbt nicht so leicht, wie es oft aussehen mag – vor allem, wenn er oder sie auf sich achtet bzw. andere um sich hat, die vor allem anfangs mithelfen und auf ihn oder sie achten.
Mit genug Mut zum Leben schaffen es auch die Schwächsten; und auch die Stärksten kann es „umhauen“, wenn sie anfänglich alleine ihrem Schicksal überlassen werden oder ihnen später genug Angst, vor allem vor einem einsamen Ende, eingejagt wird. Wenn nicht menschliche Ansprech-, also SozialpartnerInnen, so Hunde oder andere tierische MitbewohnerInnen retten vielen Menschen über viele Jahre täglich wieder das Leben – denn obwohl wir niemanden mitnehmen können, wollen die wenigsten Menschen einsam oder allein sterben.

„Dann doch lieber mit möglichst vielen anderen zusammen untergehen!“ scheint tatsächlich ein Lebensmotto nicht gerade weniger Menschen zu sein.
Mit Vernunft hat es jedenfalls wenig zu tun, Medikamente oder sogar ganz neue Impfstoffe an sich testen zu lassen, wenn man auch „einfach“ ein gesünderes Leben führen könnte … – Aber mit dem Verzicht darauf, weiterhin alles tun und lassen zu dürfen, was (vermeintlich) alle anderen auch tun und lassen dürfen.

Mit Vernunft hat es allerdings auch nichts zu tun, sich Horrorszenarien dazu auszumalen, was neue Impfstoffe im Immunsystem bewirken können, z.B. dass massenweise Menschen Thrombosen entwickeln, aufgrund von Gerinnungshemmungen verbluten oder der nächsten Erkältungswelle zum Opfer fallen werden. Vor allem medizinisch ausgebildete WissenschaftlerInnen und ÄrztInnen neigen – wie andere Menschen, die ihr Geld damit verdienen (wollen), Leben zu retten – dazu, Lebensgefahren zu übertreiben (im Gegensatz zu Menschen, die mit gesundheitsschädlichen Produkten und Dienstleistungen ihren Lebensunterhalt bestreiten und dazu neigen, Lebensgefahren herunterzuspielen).

Als Biologin, die sich auch mit den Themen Tod und Sterben beschäftigt, weil sie zum Leben gehören, würde ich behaupten : So leicht stirbt es sich nicht, wenn man sich nicht vom eigenen Leben(sstil) umbringen lässt, versehentlich jemandem zum Opfer fällt oder nicht verhindert, dass vor der eigenen Tür ein Krieg stattfindet (der auch an einem ganz anderen Ort begonnen haben kann). Die sicherste Strategie für ein langes und gesundes Über-Leben, bevor mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit jede/r von uns sterben wird, ist eine möglichst schadstoff- oder giftfreie, entspannte und friedliche.

Auch wenn ich persönlich – neben vielen Lebensmitteln, die andere für gesund halten – Medikamente generell als „giftig“ bezeichne, macht wie bei allem erst die Dosis das Gift:
Wer also feststellt, dass es eine übereilte Entscheidung war, sich aus Angst vor dem Erstickungstod durch Coronaviren, mit denen Menschen seit jeher sterben (ich bezweifle stark, dass irgendjemand je daran gestoben ist!) der Gefahr einer ungehemmten viralen Spikebildung im eigenen Blutkreislauf auszusetzen, tut gut daran, sich jetzt viel zu bewegen, viel Wasser oder natürliche Flüssigkeiten zu trinken und sich möglichst fett- und proteinarm zu ernähren. Zusätzlich macht Sinn, sich dabei keinen Stress zu machen und von der Vorstellung, daran sterben zu können, Angst einflößen zu lassen. So können die eigenen „Lebenssäfte“ und -energie weiter möglichst ungehindert fließen. Erst wenn diese Quelle versiegt, ist das eigene Leben tatsächlich zu Ende, ganz unabhängig davon, an welche Weltuntergangsszenarien oder Hiobsbotschaften und andere möglichen Todesursachen alle andere dann gerade glauben.

P.s.: Geteiltes Leid mag ja halbes Leid sein – aber nur wenn auch tatsächlich alle unter derselben Situation gleich leiden. (Dass z.B. PolitikerInnen von Existenzängsten geplagt werden, wenn sie verordnen dürfen, was zur Rettung ihres Landes getan werden muss, kann ich mir kaum vorstellen – genauso wenig wie alle anderen, die Geld damit verdienen, dass sie mithelfen, politische Maßnahmen umzusetzen.) Dann tröstet mich mein Glaube daran, dass wir alle einmal dafür zur Verantwortung gezogen werden, was wir in unserem Leben getan haben. Ob das ein naiver Glaube ist oder nicht, das weiß ich nicht. Für mich liegt der alleinige Sinn darin, dass er mich beruhigt anstatt mir Angst zu machen.

 

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Dank für das Foto gebührt Yaopey Yong (auf Unsplash)!

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