Schau nur nach vorne, nie zurück!

Die anerzogene Rücksichtslosigkeit der Menschen in modernen Gesellschaften

Es gibt noch Völker, in denen werden Ahnen und Ältere nicht nur verehrt, sondern die jüngeren Menschen, die für sie sorgen und aus deren Erfahrungen lernen können, dürfen ihnen Fragen stellen und nehmen sich oft lange (Bedenk-)Zeit, ihnen zuzuhören, bevor sie eigene Entscheidungen treffen.
In Gesellschaften, in denen die älteren Generationen „Mist gebaut“, also sinnlose Kriege geführt oder verloren haben, sehen jüngere, friedliebende Menschen wenig Sinn darin, Ihren Ratschlägen zu folgen – vor allem wenn die nicht ehrlich über das sprechen wollen, was sie selbst dazu beigetragen haben.
Menschen wollen von Natur aus lernen, sich – evolutionär – weiterentwickeln; aber sie können nur aus Fehlern lernen, also aus dem, was sich hinterher als nicht sinnvoll oder vorteilhaft für sie selbst erweist. Wer intuitiv alles richtig macht (oder sagt), kann anderen selten erklären, warum er oder sie das so gemacht hat, wie er oder sie es eben getan hat.
In einer Welt,

  • in der andere aber Dinge von ihnen erwarten, die sie nicht verstehen;
  • in einer Welt, in der sie nicht die Zeit bekommen, durch Zuschauen und eigene Versuche zu lernen;
  • in einer Welt, in der Menschen, also schon kleine Kinder Dinge tun müssen, die ihnen Schmerzen bereiten,

lernen Menschen von anderen selten die Dinge, die gut für sie selbst sind – die müssen sie selbst herausfinden.
Wer aber anderen zuliebe – weil er oder sie von ihnen „freundlich“ manipuliert wurden – oder weil er oder sie von ihnen mit Gewalt dazu gezwungen wurde, sich und die eigenen Bedürfnisse zu übergehen, sich an etwas anzupassen oder sich anderen zu fügen, die Regeln vorgeben, hat oft ein gestörtes Verhältnis zu sich selbst und dadurch auch wenig Verständnis für sich und seine oder ihre – angeborene – Natur, die genau weiß, was gut und was schlecht, was gesund und was ungesund für sie ist.
Von Natur aus schützen sich Menschen – mit Hilfe ihres Unterbewusstseins – vor schmerzvollen Erfahrungen in ihrer Vergangenheit, indem sie sie aus dem Bewusstsein verdrängen und – anfangs unbewusst, später bewusst (was sie in Sätzen wie „Das will ich nicht hören“ oder „Das will ich nicht sehen“ oder durch Wegschauen oder sogar Weglaufen zum Ausdruck bringen) alles vermeiden, was ihre Erinnerungen dorthin zurückbringen könnte.
Eine Erinnerungskultur zur Aufarbeitung vergangener Verbrechen und Grausamkeiten – natürlichen Unsinns – macht nur Sinn für das eigene Leben und Glück und die eigene Gesundheit, wenn Menschen sich daran erinnern wollen oder überhaupt können, also dabei waren.

Aktuell nimmt die Gewalt – gesellschaftliche Reglementierungen gegen natürliche Bedürfnisse wie freies Atmen oder Bewegungsfreiheit – global gerade extrem zu: schon kleine Kinder müssen sich Regeln unterwerfen, denen sich viele Eltern unterwerfen, obwohl die wie ihre Kinder wissen könnten – wenn sie noch ein natürliches Gespür dafür hätten -, dass sie ihrer Gesundheit dauerhaften Schaden zufügen können.
Das werden wir dann sehen; darum können wir uns ja kümmern, wenn es so weit ist …
Dann können wir immer noch weiter (in die Zukunft), bloß nicht zurück schauen und überlegen, was wir dann tun können.

Bloß nicht eigenes menschliches Versagen,

  • eigene Taubheit, also Unwille, alle Stimmen hören zu wollen;
  • eigene Faulheit darin, sich eigenständig und umfassend zu informieren;
  • eigene Blindheit durch Unbeweglichkeit der eigenen Augen oder des eigenen Kopfes, um überall genau hinzuschauen;
  • eigene Ängste, die es nicht erlauben, auf sich selbst zu hören, weil andere es doch schon immer besser wussten,

zugeben …

Lieber weiter eine Maske tragen, um die Scham zu verbergen.
Lieber weiter testen lassen, um auf Nummer sicher zu gehen.
Lieber impfen lassen, als keinen Urlaub mehr machen oder andere Freiheiten genießen zu dürfen.

Sonst müssten viele von uns sich vielleicht erstmalig eingestehen, dass

  • sie nicht die guten Menschen sind, für die sie sich immer gehalten haben, und
  • wir nicht die fortschrittlichen, sondern die stehengebliebenen Gesellschaften sind, die ihre eigene (Bewusstseins-)Entwicklung dadurch hemmen, dass sie sich mit (bio-)technologischen Spielereien beschäftigen.

Mir ist die Zukunft wichtig.
Mir ist wichtig, diese Erde, unsere Natur, zu der wir Menschen gehören, für die, die nach mir leben werden, zu erhalten.
Und ich sehe so lange schwarz für die Jüngeren, solange die Älteren immer wieder nur an die schönen Seiten ihrer Vergangenheit denken wollen und Bilder dazu hervorkramen, also nicht auch ehrlich über die dunklen Seiten sprechen und sich weiterhin einreden, dass die längst vorbei wären und sich nicht wiederholen würden.
Ein paar protestieren immerhin gerade mit Hilfe ihrer Eltern für ihre eigene, freie Entwicklung, während der sie nicht dafür büßen müssen, was die vor ihnen verbrochen haben. Jede Generation sollte die Chance haben, nur für ihre eigenen Fehler gerade stehen zu müssen – damit die nach ihnen sich neugierig immer wieder alte, unglaublich erscheinende Geschichten anhören können statt erkennen zu müssen, dass es wiederkehrende Geschichten sind und sich seitdem im Prinzip überhaupt nichts geändert hat.

P.s.: Kleiner Tipp von mir: Wenn Du Dich über die Rücksichtslosigkeit anderer Menschen aufregst, frag‘ Dich mal, wie rücksichtslos Du selbst anderen – Menschen, Tieren, der Natur – oder Dir selbst gegenüber verhältst. Die Natur hat es so eingerichtet, dass sie uns immer wieder an das erinnert, um was wir uns endlich hätten kümmern sollten!

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader!