Nicht nur Geschichte wiederholt sich …

Alles in diesem Universum dreht sich im Kreis – auch ich hin und wieder, wenn ich eigentlich nichts Längeres mehr schreiben wollte, aber dann doch wieder viel zu sagen habe und es irgendwo schnell loswerden muss

Es war alles schon mal da!
Menschen brauchen Wiederholungen – einerseits, um zu lernen, andererseits um einzusehen, wann sie genug von etwas haben.
Menschen dürfen nicht nur denken „Nein, nicht schon wieder!“, bis sie etwas abschaffen, los- und hinter sich lassen wollen, um Zeit und Platz für etwas Neues zu haben, einen neuen Zyklus. Sie brauchen Anlässe dazu.
Und Menschen brauchen später auch wiederholte Anläufe, bis sie nicht immer wieder dieselben, früher anerlernten Muster abzuspielen, denselben Fehler in ihrem Leben begehen, an die für sie „falschen“ Menschen zu geraten.

Modetrends machen längst nicht mehr alle mit – nicht nur aus Umweltschutz-, sondern auch aus anderen Gründen nicht mehr jeden mit: kurzlebige Konsumgüter dienen nur dazu, dass wir mal anders aussehen oder uns kurzzeitig besser fühlen, uns nicht dauerhaft glücklich, sondern süchtig zu machen: alte Geräte in neuem Stil oder Farbe, alte Styles mit neuen Farben und Mustern.

Auch die Wiederholungen der „Stories“ in unseren Leben, in den Filmen, die in immer neuen Gewand erscheinen, sind alte: es geht um (Alltags-)HeldInnen; GewinnerInnen oder VerliererInnen; Arme und Reiche; Davids gegen Goliaths; (geschichtliche) Verstrickungen, epochale Ereignisse oder Erfindungen, (Un-)Abhängigkeiten, Kriege oder Freiheits- und Widerstandskämpfe gegen Tyrannei und Sklaverei; um ewige oder enttäuschte Liebe, die verlorene Kindheit oder den Tod und das Sterben, um Familienbande oder schwarze Schafe der Familie, um Machtintrigen, (Tod-)Sünden und Reue oder Vergebung und Vergeltung, um Gefahren von Technologien und Naturzerstörung, um Genies oder den Verlust des Gedächtnisses, um große Träume und Ideen oder Ideologien, um Bitterkeit, Süße oder die Suche nach dem Glück oder Sinn des Lebens.
Darum, wie wir den für uns selbst finden können, darum geht es nie.
Menschen, die ihn gefunden haben, gehen vermutlich seltener ins Kino, sitzen seltener vor Bildschirmen oder beschäftigen sich weniger mit technischen Geräten, sind also schädlich für die unterschiedlichsten Branchen und werden sicherheitshalber, von anderen, die lieber immer noch weiter suchen wollen, zu „TechnikfeindInnen“ oder „Zurückgebliebenen“ diffamiert.
Menschen, die ihren Platz im Leben gefunden haben, wollen nur selten weiter; Menschen, die Menschen gefunden haben, die sie lieben, beschäftigen sich lieber sinnvoller mit ihnen, sitzen ihnen lieber gegenüber oder blicken in eine Zukunft, die sie sich gemeinsam ausmalen, statt nur in dieselbe Richtung und dabei auf die Träume und Vorstellungen anderer. Du kannst selbst vielleicht nicht immer, zu jedem Zeitpunkt die (Haupt-)Rolle im Leben anderer spielen, die Du gerne spielen würdest; aber Du kannst in Deinem Leben frei entscheiden, wann Du selbst einmal das Drehbuch (mit-)schreiben oder sogar auf der Bildfläche erscheinen und wann Du endlich damit aufhören willst, nur die stillschweigende Komparsenrolle in den sich wiederholenden Geschichten anderer zu übernehmen.

Selbst unsere (Aber-)Gläubigkeit an Medizin und Wissenschaft hat sich seit dem Mittelalter kaum verändert: Menschen glauben einfach gerne an unsere Unschuld und suchen Schuldige am Elend in der Welt möglichst im Außen oder der Unsichtbarkeit, eher in Genen statt im eigenen Verhalten, so dass sie als Opferlämmer auf Erlösung hoffen dürfen.
Immer noch wird Kinderlähmung, die ÄrztInnen und WissenschaftlerInnen leicht auch als Kalzium-, Nährstoff- oder Vitaminmangelerscheinung diagnostizieren oder für deren Auftreten vielleicht auch Umweltgifte verantwortlich sein könnten, die den Knochen- oder Muskelaufbau behindern, unsichtbaren Viren in die Schuhe geschoben, um Dank medizinische Versorgung „Wunderheilungen“ vollbringen zu können und sich gleichzeitig, als Spätfolge der verimpften Giftcocktails, neue gelähmte oder andersartig kranke Kinder, also zukünftige PatientInnen zu kreieren.
Heute werden gesunde und vernunftfähige Menschen davon gelähmt, dass angeblich Coronaviren das Leben unserer Alten und vorerkrankten Menschen gefährden. Unseren jüngsten Generationen werden zu schwer traumatisierte HygienefanatikerInnen erzogen, unter denen in absehbarer Zeit viele Autoimmunreaktionen zeigen werden, also allergisch oder asthmatisch, auf jeden Fall behandlungswürdig sein und dafür – wie viele Schulmedizinopfer – der Unantastbarkeit ihrer Menschenwürde beraubt worden sein werden.

Menschlicher Wahnsinn hört erst auf, wenn Menschen einsehen, wie irrsinnig sie sich verhalten.
Menschen hören erst auf, sich im Kreise drehen zu wollen, wenn sie genug von einem Spiel haben und versuchen auszusteigen.
Manche schaffen den Ausstieg nie, weil sie andere dabei an den Händen halten, die sie nicht loslassen möchten, oder weil sie sich so schnell drehen und von der Fliehkraft in die Höhe gezogen worden sind, dass sie zu große Angst vor einem Absturz und scherzhaftem Aufprall haben.
Aber: Irgendwann ist immer der Zeitpunkt gekommen, an dem es Zeit ist, sich zu entscheiden – weil sonst alles nur noch schlimmer wird, aber im Prinzip gar nicht mehr schlimmer werden kann.

P.s.: Es kann aktuell nicht mehr deutlicher werden; es könnte allen wirklich informierten Menschen längst klar sein, dass weltweit gerade das geschieht, was wir Deutschen vor einigen Jahrzehnten nicht nur Juden, sondern schon einmal Armen, Alten und Kranken, also körperlich oder seelisch „Behinderten“ angetan haben. Bleibt abzuwarten, ob sich in diesem Land genug Menschen zusammenfinden, um jetzt eine alte Geschichte selbst beenden und eine neue zu beginnen – nachdem bereits in mehreren Staaten die politisch motivierten Coronamaßnahmen erfolgreich abgeschafft wurden …

P.p.s.: Auffällig, auch wenn es über Wiederholungen hinwegtäuschen soll, ist ein neues „Narrativ“ für alte Geschichte, neu erfundene Begrifflichkeiten, weil die alten angeblich zu wenig differenziert,  zu stark diskriminierend oder zu „old school“ sind, so dass sie entweder bereits auf taube Ohren oder auch – wegen Falschaussagen, also gezielter Täuschung – auf zu viel Widerstand stoßen: aus Infektionen werden Inzidenzen, aus alten Menschen und Kindern unterschiedliche Risikogruppen, Ein- oder Wegsperren Lockdowns und Notbremsen, aus Grundrechten für alle Grundrechte für Geimpfte … Es ist schön zu wissen, dass in diesem Universum jede Ära – die sich spannenderweise von der lateinischen Bezeichnung für Messing oder Geld ableitet – einmal ihr Ende findet!

 

—————————————-

Dank für das Foto gebührt Mathias Csader!

Ein Satz zu einem sonnigen Sonntagmorgen

Es sind die kleinen Gesten und aufmerksame Menschen, nicht ständige Überwachung und Kontrolle;

  • es sind die ehrlichen Gespräche mit offenen Menschen, die Informationen von Belehrungen unterscheiden und nachsichtig darüber hinwegsehen können oder uns darauf aufmerksam machen, wenn wir uns wiederholen oder im Ton vergreifent, kein einseitiges Unterhaltungsprogramm;
  • es sind die Wunder des Lebens und der Natur, die uns überall umgeben und alltäglich vor unseren Augen ablaufen, auch wenn wir sie nicht wahrnehmen, nicht die technischen Entwicklungen oder großen Abenteuer;
  • es sind die täglichen Kämpfe und anschließenden Versöhnungen, allein mit uns selbst oder im Zusammensein mit anderen Menschen, nicht die persönlichen Siege und Erfolge;
  • es sind die Lektionen des Lebens und die Menschen oder alle anderen Lebewesen – wenn wir aus oder von ihnen lernen -, keine Gesetzesbücher oder anderen Bedienungsanleitungen und Ratgeber oder Werbeversprechen, keine PolitikerInnen, LehrerInnen, VersicherungsvertreterInnen oder Menschen, die nicht diskutieren und zur Meinungsfindung beitragen, sondern Recht haben oder behalten wollen; die nicht nur ihre Meinung sagen wollen, sondern auch nicht ertragen können, wenn andere aus ihren Informationen andere Schlüsse ziehen und andere Entscheidungen treffen wollen,

durch die

  • wir Lebensfreude empfinden können;
  • unser Leben schön, sicher und gleichzeitig aufregend genug wird,

dass wir es genießen können und ihm nicht entfliehen wollen, selbst wenn es Situationen hin und wieder erfordern,

  • dass wir uns mit uns selbst beschäftigen oder – während wir mehr davon für uns alleine bräuchten –
  • uns Zeit, Platz oder andere Dinge mit anderen – Menschen oder anderen Lebewesen – teilen müssen,
  • uns miteinander arrangieren müssen,

selbst wenn nicht alle dauerhafte Freundschaften oder auch „nur“ ein ruhiges und friedliches Miteinander anstreben.

 

——————————————-

Dank für das Foto gebührt Daniel Thomas (auf Unsplash)!