Ein Satz zur Sinnhaftigkeit von Naturkenntnissen

Wer Naturphänomene kennt, schafft es relativ leicht, Eindruck bei Menschen zu schinden, die sich im Leben mit „wichtigeren“ Dingen beschäftigen.

P.s.: Wenn besonders schlaue und skrupellose (oder angstbehaftete) Menschen beschließen, natürliche Phänomene wie Krankheiten zu nutzen, um entweder „nur“ ihr Geld und ihren Lebensunterhalt mit besonders leichtgläubigen und ängstlichen Menschen zu verdienen oder – um ihren Ehrgeiz oder Wissensdrang zu befriedigen –  mit Menschenleben zu spielen, können Biologiekenntnisse sogar überlebenswichtig werden …

 

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Dank für das Foto gebührt Vicky Sim (auf Unsplash)!

Ein Satz zu menschlicher Fantasielosigkeit

Wenn Angst vor den eigenen Vorstellungen oder Misstrauen gegenüber sich selbst zum Aberglauben (gemacht) wird

Statt uns von anderen verbieten zu lassen „herumzuspinnen“, wäre es in meinen Augen sinnvoller, gezielt damit anzufangen, die Möglichkeiten unseres menschlichen Geistes selbst zu nutzen – sonst tun es andere, die das studiert oder in ihrem Lebens eigenständig gelernt haben, wie das funktioniert.

P.s.: Kannst Du Dir noch vorstellen, wie es mal war, als sich Menschen selbst um ihre Gesundheit kümmern mussten? Als es noch als Eingriff in die persönliche Freiheit empfunden wurde, wenn einem jemand die Zigarette aus der Hand geschnippst oder das Fleisch auf dem Teller madig gemacht hat? Glücklicherweise sind diese ungesunden Zeiten vorüber – heute darf endlich jede/r einzelne für die Gesundheit anderer verantwortlich gemacht werden!

 

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Dank für das Foto gebührt Itiel Adams (auf Unsplash)!

Ein Satz zu kollektiver, solidarischer Schädigung der eigenen Gesundheit

Als soziale Wesen übersehen oder vergessen Menschen leicht, was wirklich gut und gesund für sie persönlich ist, wie schlecht sie sich bei oder nach vielem, was sie tun, fühlen; stattdessen machen die meisten – auch zu eigenem Schaden – das mit, was ihnen eine Mehrheit vorlebt (oder Werbung und Angstpropaganda als Rettung verspricht …).

P.s.: Wer etwas nicht mitmachen will, muss für sich abwägen, ob es gesünder oder gesundheitschädlicher ist, mit einer Außenseiterrolle oder sogar am Rande der Gesellschaft zu leben oder nicht … – Wenn ich mir den Gesundheitszustand eines großen Teils der Bevölkerung betrachte, bin ich glücklich, dass ich schon immer so kritisch gegenüber Mehrheitsmeinungen war, denen für mich – die gerne liest und selbst recherchiert – immer viel widersprochen hat.

P.p.s.: Ich schätze mich glücklich, dass ich in einer relativ großen, bunten Familie aus unterschiedlichsten Menschen groß geworden bin, die sich selten einig waren, was gesund, gut oder richtig für alle sein soll, mich dadurch aber auch nie gezwungen haben, mich einer Mehrheitsmeinung unterzuordnen (auch wenn ich heute etwas traurig finde, dass im Grunde noch niemand von ihnen diejenige, die sich ihr Leben lang mit Gesundheits- und Krankheitsentstehungsfragen beschäftigt und das Leben studiert hat, um Rat gefagt hat – aber die Mehrheit der Menschen geht offensichtlich lieber zu ÄrztInnen, HeilpraktikerInnen oder anderen TherapeutInnen als zu Menschen, die versuchen, über natürliche Gesundheit und deren Schädigung sowie das menschliche Selbstheilungspotenzial, also die Fähigkeit jedes einzelnen, sich selbst zu therapieren, aufzuklären).

 

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Dank für das Foto gebührt José Ignacio Pompé (auf Unsplash)!

Ein Satz zu den höchsten menschlichen Gütern, die gleichzeitig unsere grundlegenden sind

Freiheit und Gesundheit

Es ist Irrsinn, das eine gegen das andere austauschen zu wollen – zu viele (un)eingeschränkte Freiheiten können die eigene Gesundheit zerstören und zu viele gesundheitliche oder krankheitsbedingte Einschränkungen die eigene Freiheit wertlos machen.

P.s.: „Achte auf Menschen, die versuchen, Dir vorzuschreiben, welches Gut Du höher bewerten sollst!“, sagt die aktuelle Säulenbeauftragte für Achtsamkeit im Kreisverband von dieBasis im Rheingau-Taunus, der seit Sonntag alle Menschen herzlich willkommen heißt, die sich für ein freiheitliches, basisdemokratisches Miteinander und gegen willkürliche, gesundheitsschädliche Verordnungen und Restriktionen von Regierungen auf der ganzen Welt einsetzen – denn wir befinden uns tatsächlich in er globalen Krise; nur hat sie wenig damit zu tun, dass wir von Coronaviren bedroht werden bzw. vor ihnen geschützt werden müssen.

P.p.s.: Sinnvoller fände ich, unsere Menschlichkeit zu unserem höchsten Gut zu erheben: die Kombination aus unseren spezifisch menschlichen Eigenheiten und Fähigkeiten – uns nicht nur wie viele andere Säugetiere verständigen und Empathie füreinander zeigen zu können, sondern dabei auch immer aufrecht zu gehen, über andere und uns selbst nachzudenken, Liebe zu entwickeln oder neu aufleben zu lassen, friedlich miteinander zu kommunizieren und bewusst gemeinsam zu handeln.

 

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Dank für das Foto gebührt Hartmut Klug und Mathias Csader für die Bildbearbeitung!

Ein Satz zu Angst und Gefahren im Leben

Alle Menschen werden mit einem gesunden Menschenverstand geboren und entwickeln sich,
wenn sie das Glück haben, unter Eltern und anderen Menschen mit wenigen irrationalen Ängsten aufzuwachsen, die ihnen Vertrauen entgegenbringen, oder
wenn sie sich selbst dafür interessieren, ihren menschlichen Verstand zu benutzen,
zu selbstbewussten Menschen, die Vertrauen in sich und ihre Fähigkeit haben, Gefahren einschätzen zu können;
wenn sie Pech haben und sich nicht in erster Linie auf sich selbst und ihren gesunden Menschenverstand verlassen können,
fallen sie vielleicht immer wieder auf die falschen Menschen herein.

 

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Dank für das Foto gebührt Daniel Lloyd Blunk-Fernández (auf Unsplash)!

Ein Satz zu sinnvollen Investitionen im Leben

In einer Welt, in der sich Menschen alles kaufen können, so dass die meisten ihr Leben darauf ausrichten, Geld zu verdienen, kann es – da Geld schon immer mal wieder in unserer Menschheitsgeschichte seinen Wert verloren hat – auch sinnvoll sein,
in Beziehungen zu investieren;
in Liebe und Freundschaften;
in handwerkliche Fähigkeiten, die Menschen am meisten brauchen;
in Naturkenntnisse, mit denen Du Dich zurecht und etwas zum Essen und Leben finden oder anbauen kannst kannst in dieser Welt;
vielleicht in Landbesitz an einem Ort, den Du Dir zum Leben wünschst;
in Dich selbst und Deine Gesundheit;
denn umso wertvoller Du auch für andere bist, weil Du Deinen Wert nie verlierst oder sogar steigerst, umso schöner kann Dein Leben sein, werden oder bleiben.
Für mich ist es außerdem sinnvoll, Zeit und Arbeit in mich selbst und das, was ich tue, zu investieren, um mir selbst immer wieder gerne in die Augen, egal ob mit oder ohne Tränen, schauen zu können; für mich ist es wertvoll, auch allen anderen Menschen gerne in die Augen zu schauen.

P.s.: Menschen sind wahrscheinlich noch nie dadurch reich geworden, dass sie in eine oder immer wieder gute Sachen investiert haben, zumindest nicht gut für die Menschen, die dadurch um ihr Geld betrogen wurden oder immer noch werden. Ein Großteil der Menschen, zumindest in den Regierungen dieser Welt, investiert fleißig – in (Bio-)Technologien, in Impfstoffe, in den Besitz riesiger Ländereien. Ich denke, sie werden wissen, wofür es sich lohnt; das sind ja kluge, vielleicht die klügsten Menschen unserer Welt.

 

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Dank für das Foto gebührt einem wertvollen Mathias Csader!

Ein Satz zu Gesundheit vs. Hygiene bzw. Natur vs. Medizin

Medizinische Hygienemaßnahmen zur Gesundheitsvorsorge oder zum Schutz der Menschen vor natürlichen Krankheitssymptomen – die darauf hinweisen, dass Menschen ein ungesundes Leben führen – nutzen zu wollen ist so, als würde man einen Brunnen abdecken, um ein Kind vor dem Hineinfallen zu schützen, nachdem es längst hineingefallen ist.

P.s.: Besondere Hygienemaßnahmen, also alles, was über den gesunden Menschenverstand hinaus geht, brauchen nur schwache, aus wissenschaftlicher, biologischer Sicht degenerierte Menschen, die Angst vor der Natur oder vor Krankheiten, also vergessen haben, dass ihr Immunsystem nach jeder durchgestandenen Krankheit stärker ist. Die Gesundheit der Menschen, vor allem der jüngeren Generationen lässt sich also nur erhalten bzw. erst wieder herstellen, regenerieren, wenn die paranoiden Hygiene- und KrankheitsvermeidungsverfechterInnen unserer Welt, in erster Linie Hygienemittel-, Medikamenten- und ImpfstoffherstellerInnen, die versuchen, Symptome zu bekämpfen statt Krankheitsursachen – vor allem Umweltzerstörung und (Bio-)Technologisierung unserer Natur -, irgendwann freiwillig abdanken oder die Opfer ihrer Propaganda sie dazu zwingen, so dass wir Menschen irgendwann die Möglichkeit bekommen, ein gesundes Leben im Einklang mit der Natur führen, also so leben zu können, wie es von Natur aus für uns vorgesehen ist: gesund und glücklich.
Ich persönlich sehe ein Licht am Ende des Tunnels; denn es ist nicht das erste Mal, dass sich Menschen in einer Glaubenskrise befinden: Dürfen die Menschen die Erde und all ihre Geschöpfe beherrschen, oder werden die Menschen von höheren Mächten beherrscht, denen sie sich besser unterordnen, am besten sogar ihr Leben widmen sollten. Ich persönlich glaube nicht, dass das Ergebnis irgendwann ein anderes als bisher sein kann. Ich würde mich nur freuen, wann die Menschen irgendwann auch etwas daraus lernen würden, so dass globale Menschheitskrisen nicht immer wieder unnötig viele unschuldige Opfer fordern müssten, z.B. sachlich und friedlich, gewaltfrei darüber zu diskutieren und zu konsensieren statt sich irgendwann gegenseitig die Köpfe einzuschlagen (weil es immer wieder Menschen gibt, die behaupten, dass es zu nicht führt, mit bestimmten anderen Menschen zu reden, die also nicht bereit sind, sich mit allen anderen an einen Tisch zu setzen) …

 

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Dank für das Foto gebührt Valentin Lacoste (auf Unsplash)!

Ein Satz zur Liebe zum Leben, zur Natur oder Menschen, und zu Verehrung und Opfern

Menschen, die Liebe mit Verehrung – von moralischen oder anderen Idealvorstellungen oder Idolen, also Menschen, die diese Idealvorstellungen verkörpern – verwechseln, bringen diesen (oder fordern sie auch von anderen) dadurch vielleicht Opfer, die eche Liebe nie zur Bedingung machen würde.

P.s.: Aus Liebe handeln Menschen, die intuitiv richtig handeln oder die bereit sind, viel Energie und Herzblut, Zeit und Geduld in diese Herzensarbeit zu investieren. Ich finde, es würde sich lohnen, wenn alle Menschen dieser Erde sich dafür begeistern könnten und in sie statt in Dinge zu investieren, die Geld sichern oder einbringen. Unsere Welt und vor allem die Menschen in ihr könnten für ihre Evolution, ihre Entwicklung, Liebe und Mitgefühl dringender gebrauchen als geschürte Zukunftsängste und Heilsversprechungen von Fortschrittsgläubigen – das ist zumindest meine Meinung.

P.p.s.: „Wir müssen tolerant, also geduldig und achtsam sowie solidarisch und auch bereit sein, für andere Leid zu ertragen“ sind für mich Worte von Menschen, oft von Menschen, die sich selbst gerne als ExpertInnen für irgendetwas bezeichnen und in ihrem Leben schon viele unfreiwillige Opfer gebracht, aber wenig Liebe und Beachtung erfahren haben. Denn wenn sie wichtig für unser (Über-)Leben wären, würden wir Opfer freiwillig bringen, Achtsamkeit erst einmal lernen und Solidarität von anderen Menschen, mit denen wir vielleicht wenig gemeinsam haben, erst einfordern, wenn wir selbst wissen, wovon wir sprechen, also eigene Erfahrung, Expertise, darin haben, Problemen mit anderen Menschen nicht immer bestmöglich aus dem Weg gehen, also auch in Streitfragen gewaltfrei miteinander kommunizieren zu können und auch auf begrenztem Raum friedlich miteinader zu sprechen oder zu leben.

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Dank für das Foto gebührt Chris Ensey (auf Unsplash)!

Zwei Sätze zum geistigen Missbrauch unter Menschen

Missbrauchsopfer sind nicht nur die, die kleingeistige körperliche Gewalt erfahren haben, sondern auch Menschen, die geistig (oder auch emotional) ausgenutzt werden von Menschen mit Unternehmergeist, die nicht selbst gerne in den Vordergrund treten, sondern die besonderen Fähigkeiten anderer – besonders stark oder besonders schwach ausgeprägt – erkannt und für eigennützige Zwecke missbraucht haben. Es kam schon in den „besten“ Familien vor, dass sich einige auf Kosten anderer Vorteile verschaffen oder sogar Geld damit verdienen, dass Angehörige z.B. als ProphetInnen, Gurus oder für andere Tätigkeiten als (Spenden-)GeldeintreiberInnen verkauft werden.

P.s.: Darüber hinaus gibt es psycho-emotional geschulte Menschen, die auf hohem geistigen Niveau, wenn auch nicht Bewusstsein, mit diesem sowohl kreativen als auch manipulativen Geschäftsmodell ihren Lebensunterhalt bzw. -standard eigenverantwortlich und selbstständig, ganz ohne offizielle MitarbeiterInnen, sichern. Ich bin fast sicher, dass sie meist selbst ehemalige Missbrauchsopfer sind.

P.p.s.: Gutgläubige Menschen, die denken, einzelne Menschen seien erwählt worden, die Welt oder ihre Seele zu retten (oder auch zu zerstören), und sie selbst könnten mit Geldspenden dabei mithelfen (bzw. das zu verhindern), unterschätzen die Gier und den Ideenreichtum von MisanthropInnen, denen womöglich jegliches Vertrauen in andere Menschen fehlt. Warum wohl spendet Bill Gates sein Geld nicht, sondern investiert es immer wieder?

P.p.p.s.: Lass‘ Dich nicht missbrauchen, indem Du andere mit Deinen Ängsten spielen lässt! Es gibt mehr Menschen, als Du Dir vorstellen kannst, die sie aus dem, was Menschen von sich – z.B. in sozialen Netzwerken – preisgeben, herauslesen können und davon profitieren … Zeige Dich besser nicht zu ängstlich und sei nicht übermütig, wenn Du Dich vor Missbrauch (Deines geistigen Eigentums) schützen willst. Halte Dich nicht für zu dumm oder zu schlau, ihm zu entgehen. Lerne lieber Achtsamkeit, bleibe aufmerksam und handle bewusst mutig – beherzt statt emotional! Angst ist nie ein guter Ratgeber.

 

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Dank für das Foto gebührt Markus Spiske (auf Unsplash)!

Maigedanken: Was müss(t)en wir eigentlich gerade gemeinsam oder einsam tun?

Wer ist eigentlich dieses WIR?

Wer ist dieses WIR, von dem Menschen sprechen, die Du nicht einmal persönlich kennst?
Wer ist dieses WIR, mit dem Du Dich – immer mal wieder und vor allem seit März 2020 – solidarisieren sollst?

Geht es in dieser Welt überhaupt noch um Dich und mich und unsere individuellen Bedürfnisse?
Sind wir etwa genau gleich?

Bist Du immer derselben Meinung mit Menschen, die von Wir sprechen, aber gar nicht „Wir alle, als Menschen“ meinen? Die vielleicht eher Wir, die PolitikerInnen; Wir, die Alten oder Kranken; Wir die einstige Mittelschicht oder Arbeiterklasse meinen. Wir, die Kinder oder jüngeren Generationen kommen eigentlich nie zu Wort. Als Alibi für deren Stimmlosigkeit wurde eine Aktivistin inszeniert, die bei den Reichsten und Mächtigsten dieser Erde eingeladen wird und Milliarden verdient.
Waren Wir dort jemals eingeladen oder durften mit ihnen reden?
Oder haben wir vorher jemals mit irgendeinem derjenigen reden dürfen, die sich ganz dreist unsere Vertreterstimmen nennen?
Haben wir alle die gleichen Möglichkeiten und Fähigkeiten wie die, die behaupten „Wir können oder schaffen das?“
Helfen sie Dir persönlich dabei, etwas zu erreichen, oder sollst Du nur darauf hoffen und ihnen glauben, dass sie etwas für Dich tun?
Was tun andere, die Du nicht einmal persönlich kennst, tatsächlich für Dich?
Stehen sie Dir bei, wenn es Dir schlecht geht, oder musst Du Dich dann von anderen trösten lassen oder Dir selbst helfen?
Wo ist das Wir-Gefühl, wenn Du alleine bist?

Ist es Dir sicher, nur weil jemand behauptet, dass Wir alle gerade am besten in Isolation aufgehoben sind?
Ist es nicht eine beliebte PolitikerInnen-Methode, Menschen mit schönklingenden Worten in Fallen zu locken?
Sind wir eigentlich noch freie Menschen in einer Demokratie, wenn wir alle zusammen etwas tun müssen?

Weißt Du eigentlich (noch), was Du tun willst?
Wann hast Du darüber das letzte Mal nachgedacht?
Kannst Du entspannt bleiben, wenn andere Deine Erwartung eines Wir nicht erfüllen, wenn Du also erwartest, dass sie das mitmachen, was Du tun willst, weil Du es für richtig oder wichtig hältst? Warum nicht?
Wast tust Du persönlich für ein Wir, außer es Dir zu wünschen oder von anderen einzufordern, dass sie widerstandslos hinnehmen, wenn Du – ohne sie vorher nach ihrer Meinung gefragt zu haben – von Wir sprichst?
Sind wir in unserem Alltag momentan bei Militärgehorsam angelangt, in unserem menschlichen Miteinander dort, wo wir anderen keine Fragen mehr stellen müssen bzw. dürfen?

Ich orientiere mich lieber an den Menschen, bei denen ich mich jederzeit willkommen fühle; zu denen ich eingeladen werde; denen ich auch Absagen erteilen darf, ohne dass sie es mir übel nehmen. Es sind die Menschen, von denen ich weiß, dass ich immer auf sie zählen kann, wenn ich mal ganz alleine sein sollte, und denen ich auch nicht übel nehmen würde, wenn sie mir doch nicht weiter helfen könnten – weil ich mir sicher wäre, dass sie trotzdem alles versucht hätten, es zu tun.
Es gibt nicht mehr viele Menschen, denen bewusst ist, dass wir Menschen aufeinander angewiesen sind, darauf, uns in Notsituationen gegenseitig zu unterstützen und beizustehen.
Die große Mehrheit denkt ganz offensichtlich immer noch, dass sich dafür, dass wir Steuern zahlen in einem Land, jemand darum kümmern würde, dass wir – oder sogar andere, die unverschuldet in Not geraten sind – immer gut versorgt sind … Niemand will sich vorstellen, dass wir versagt und eine Misswirtschaft betrieben haben: an uns selbst und unserer Gesundheit, unserem Land, der Natur, also unserem Lebensraum, der Erde. Wir – zumindest eine große Zahl von Menschen – haben uns so sehr von der Natur entfernt, dass wir ihre Zeichen oft nicht rechtzeitig erkennen … nicht rechtzeitig, bevor viele Menschen, Tiere, Pflanzen oder ganze Arten unnötig (aus)gestorben sind.
Dabei müss(t)en wir uns nur neu orientieren, unsere menschliche Schwarmintelligenz nutzen; denn: wir sind – auch wenn sich das viele Menschen einreden lassen und so verhalten – von Natur aus keine Herdentiere, deren karge Ernährungsweise sie dazu zwingt, ihre Gehirntätigkeit und körperliche Bewegung auf das Nötigste zu beschränken und die Leithammel brauchen, um uns dazu anzuleiten, was wir als nächstes tun sollen.
Wir wären in der Lage, wenn wir es wollen und für uns einfordern würden, also frei(willig) und selbstverantwortlich – so wie Bäume zu unterschiedlichen Jahreszeiten – gemeinsam Dinge zu tun, die überlebenswichtig für uns, für unsere Freiheit, für unsere Zukunft sind – nicht weil sie uns unter Strafandrohungen vorgegeben werden.
Warum lassen wir das zu?
Ich habe den Eindruck, viele von uns waren entweder lange Zeit so mit sich selbst beschäftigt, dass sie vergessen haben, was ein Wir bedeutet, oder haben sich selbst für ein Wir aufgeopfert, das es gar nicht gibt oder gab.
Ein Wir erfordert Zeit und (Beziehungs-)Arbeit. Für ein Wir-Gefühl brauchen wir Menschen gemeinsame Ziele!
Die sind nicht so leicht und schnell zu definieren bzw. risikolos umzusetzen, wie es uns große Wir-Visionäre Glauben machen wollen.
Wir müss(t)en dazu viel nachdenken und Gespräche führen – nicht nur für oder mit uns selbst, sondern auch mit- und füreinander.

Ich wünsche Dir deshalb eine schöne erste Maiwoche mit wertvollen Begegnungen, mit Dir allein oder mit anderen!

P.s.: Schmerz und Verzicht sind vergänglich, wenn Du sie mit Würde, Deinem Selbstwertgefühl, ertragen kannst und Dich dafür nicht anderen beugen, Dich selbst für sie verbiegen oder Dich von ihnen erniedrigen lassen musst. Lass‘ nicht alles mit Dir machen, nur weil (erfolg-)reiche Menschen, „führende Köpfe“ behaupten, Wir müssten gerade gemeinsam leiden. Deren Lob ist wenig oder nichts wert, wenn Du hinterher bereust, auf was Du dafür verzichtet hast, oder wenn Du erkennst, wem Du damit wirklich geholfen und wem Du stattdessen geschadet hast.

P.p.s.: Sich auf Menschen mit Expertise, mit Diplom oder Doktortitel, verlassen zu müssen, ist laut Wortherkunft vielleicht diplomatisch … Als Wissenschaftlerin weiß ich, wie wenig viele Menschen mit medizinischen oder mikrobiologischen Fachkenntnissen vom echten Leben, von Gesundheit, von der Natur verstehen oder wissen wollen; deshalb nenne ich das einfach dumm. Wer sich in einem Wir wohlfühlt, das sich für dumm verkaufen lassen möchte, darf sich natürlich frei dafür entscheiden!

P.p.p.s.: Wir müss(t)en uns nicht damit abfinden, dass uns unsere Grundrechte mit fadenscheinigen Argumenten abgesprochen werden. Und wir müss(t)en uns auch nicht von Menschen, die uns lieben, isolieren oder gesellschaftlich spalten lassen, nur um hinterher dafür gelobt zu werden bzw. damit zu bezahlen, dass unser natürliches Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit ignoriert, also auch unser menschliches Urvertrauen missbraucht und lange brauchen wird, um von den Schäden, die es davontragen wird, zu heilen.

 

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Dank für das Foto und den schönen Spaziergang in der Abendsonne, bei dem er es für mich gemacht hat, gebührt Mathias Csader!