Ein paar Sätze zu JägerInnen und SammlerInnen in der Natur und unter Menschen

In der Natur gibt es selten Jäger, die zu wenige Erholungspausen einhalten und ihre – vor allem bei der Jagd – begrenzten Kräfte so überstrapazieren, dass sie krank davon werden – weil das ihr Todesurteil ist.

Genauso wenig gibt es viele SammlerInnen, die den Überblick über ihre Sammelsurien verlieren oder unnötig viel von etwas ansammeln, was nicht für sie selbst auch einen (über-)lebenswichtigen Zweck erfüllt. Selbst wenn in der Natur ein Lebewesen von etwas zu viel ansammelt, dient das dazu, dass es irgendwann andere nutzen oder davon leben können.
Nur der Mensch hat es sich zur Angewohnheit gemacht,
selbst Dinge zu sammeln,

  • die er für sich selbst zum Überleben gar nicht braucht,
  • nur weil er sie schön findet,
  • ihnen einen Wert zu geben, den niemand mit Vernunft nachvollziehen kann, und

sich entweder nicht dafür verantwortlich zu fühlen, welche Ansammlungen an unnötigen Dingen er anderen hinterlässt, oder
sich dafür von anderen, die das genauso wenig verhindert oder sogar gefördert haben, in die Verantwortung nehmen zu lassen.

Viele Menschen scheinen sich entweder erhaben über die simplen Spielregeln des Lebens, denen alle anderen Arten folgen, zu fühlen oder aus anderen Gründen wie fehlendem Naturvertrauen darüber hinwegsetzen zu wollen.
Mir persönlich ist das oft zu doof oder völlig unverständlich.
Deshalb werde ich wohl weiterhin mein Leben damit zubringen, mich eher an der Natur und weniger an den Menschen zu orientieren – die scheint zu wissen, was sie tut und sogar, was gut und richtig für mich ist.

P.s.: Jägern zum Opfer fallen in der Menschenwelt auch selten die, die wegen ihrer Unerfahrenheit oder wegen ihres Übermutes unvorsichtig oder durch Altersschwäche beeinträchtigt sind oder ohne eine Herde unterwegs waren, sondern oft die, die den größten Durchblick oder andere menschliche Stärken und gemeinsame Ziele mit der Mehrheit der Menschheit haben, aber damit anderen, wenigen, die sich nicht einmal selbst bei einer Jagd die Finger schmutzig machen würden, ein Dorn im Auge sind …

 

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Dank für das Foto gebührt Andrew Seaman (auf Unsplash)!

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