Pass‘ auf, dass Du nicht zum Volks- oder Staatsfeind erklärt wirst …!

,… wenn Du Dich (zu) viel mit der Natur beschäftigst und viel über Lebensglück und Deine Gesundheit weißt

Mit Menschen wie mir lässt sich wenig Geld verdienen.
Menschen wie ich geben sich schnell mit den einfachsten Dingen zufrieden.
Menschen wie ich verzichten auf viele Produkte, weil sie mit der Ausbeutung der Natur oder von Menschen und Tieren zusammenhängen oder viel Müll und Elektroschrott produzieren.
Menschen wie ich können – auch wenn sie sicher sind, dass sie es selbst in ihrem Leben nie mehr brauchen werden, schwer etwas wegwerfen, falls es noch irgendjemand anders gebrauchen könnte.
Menschen wie ich lieben Flohmärkte, Tauschbörsen, Second hand-Läden und Repair-Cafés.
Menschen wie ich haben kein Problem damit, Klamotten so lange zu tragen, bis sie auseinanderfallen, solange sie noch ihren Zwecke erfüllen, also warm genug halten.
Menschen wie ich schämen sich selten für Risse oder Löcher in ihrer Kleidung.
Menschen wie ich finden ganz neue Dinge manchmal zwar auch schön, fragen sich aber immer zuerst „Hätte es dazu nicht eine Alternative gegeben?“, „Gab‘ es so etwas nicht vorher schon, hätte man also nicht etwas bereits Vorhandenes einfach um-modellieren, up-cyceln können?“ oder „Hat die Welt das noch gebraucht; gibt es nicht schon alles und davon zu viel?“
Menschen wie ich werden Ökos oder fortschrittsfeindlich genannt.

Ich würde behaupten, Menschen wie ich sind im Gegensatz zu Menschen, die ohne

  • Elektrizität,
  • Maschinen, die die Produkte herstellen, die sie in ihrem täglichen Leben brauchen, oder
  • all die Geräte und synthetischen, selten natürlichen, Produkte, die sie selbst brauchen, um ihren Alltag zu überstehen oder irgendwo hinzukommen, um sich eine Auszeit von ihrem Alltag nehmen zu können,

gar nicht überleben würden, zukunftsfähig, weil sie noch wissen, was ein gesundes Leben oder Lebensglück heißt.

Leben heißt für mich nicht, es möglichst bequem zu haben und mir durch eine unmoralische Arbeit – denn nichts anderes sind die meisten „gutbezahlten“ Jobs; weil entweder andere billigere Arbeitskräfte für dieses Geld schuften oder Kunden bzw. SteuerzahlerInnen mit Werbung bzw. (Staats-)Propaganda dazu gebracht werden, freiwillig Preise zu zahlen, die Banken oder (einfluss-)reiche Menschen nach Belieben steuern können -, also auf auf Kosten anderer, alle Dinge leisten zu können, die mein Leben schöner machen sollen, oder mir mit Geld die eigene Zukunft abzusichern.

Leben heißt für mich, das ohne schlechtes Gewissen tun zu können, was ich gerne tue;

Arbeit zu genießen, auch wenn sie anstrengend ist;

mein Möglichstes zu geben, damit mein Leben jeden Tag schön ist, ohne dass ich dazu viel brauche;

nicht nur an die Zukunft denken und mich nach Neuem oder ganz neue Eindrücken sehnen, sondern vor allem die Möglichkeiten in dem zu sehen und das zu nutzen, was schon da ist, oder mich mit Menschen zu unterhalten, die ich entweder schon kenne oder die in meiner Umgebung leben – um neue Seiten an ihnen zu entdecken, wenn ich sie aus einer anderen Perspektive betrachte;

sinnvolles und nachhaltiges Nichttun wie Meditation betreiben, weil Herumgammeln sich vielleicht erholsam anfühlt, aber nicht – wie erholsamer Schlaf – der Regeneration, sondern, dem schleichenden Abbau des eigenen Körpers oder Geistes, dient.

Im Sinne der aktuellen Wirtschaft ist solch ein Leben nicht.
Vielleicht sehen unsere Wirtschaftsbosse, die die Welt gerne nach ihren Regeln regieren möchten, für die sie Propaganda betreiben, aber auch irgendwann ein, dass menschliches ökonomisches Denken – ein Denken, das auf Wohlstand, Sicherheit und Bequemlichkeit ausgerichtet ist – ökologische Prinzipien, also die Spielregeln des Lebens und der Natur, nicht ausreichend berücksichtigt hat, um ein nachhaltiges und gerechtes Wirtschaften oder den Erhalt der Natur bzw. Glück und Gesundheit der Menschen zu ermöglichen.

Ich hoffe sehr, dass das bald geschieht; die Schäden, die sie angerichtet haben, sind längst groß genug.

P.s.: Dass sie die eigentlichen Volks- oder Staatsfeinde sind, die am Raubbau der Natur und am Unglück oder mit den Krankheiten der Menschen ihr Geld verdienen, das sehen viele Menschen leider noch nicht: Menschen, die sich darauf verlassen haben, dass es eine gute Idee ist, in den Systemen mitzuarbeiten, die sozusagen – bewusst oder zunächst unbewusst, weil die Schäden nicht absehbar waren – von VerbrecherInnen gegen die Menschlichkeit aufgebaut wurden.

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader!

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