Anleitendes und Abratendes zum gesunden Schlafen, behutsamen Wecken und fröhlichen Auf(er)stehen

Damit Du hoffentlich nie (wieder) ein böses Erwachen erleben musst!

Bei mir hat schon der Wunsch funktioniert, heute rechtzeitig wach zu sein, um für meine Tomatenpflänzchen vor Sonnenaufgang die Rollläden hochzuziehen, damit ich tatsächlich – ganz ohne Wecker – in der Dämmerung das erste Mal meine Augen aufgemacht habe (zum Glück wird auch mein Liebster am liebsten von der Sonne geweckt und hat sich von mir überzeugen lassen, dass er nachts neben mir keine Heizung im Schlafzimmer mehr braucht, so dass dort nie die Fenster verdunkeln).
Ich bin schon immer eine Gern-Frühaufsteherin.
Leider gehe ich auch nicht unbedingt gerne früh ins Bett.
Ich bin einfach gerne wach, so lange wie möglichst, egal ob in der Frühe oder bis spät in die Nacht – das Leben hat so viel zu bieten und jede Zeit hat ihre Besonderheiten, die ich liebe.

Allerdings weiß ich heute, – nicht unbedingt, weil ich während meines Biologiestudiums viel dazu gelernt hätte, sondern weil ich privat viel darüber gelesen und am eigenen Leib erfahren habe – dass ich meinen Körper, aber auch meine Gehirntätigkeit, also insgesamt mein Immunsystem überfordere oder schädige, wenn ich zu wenig schlafe. Gleichzeitig habe ich ein gutes Warnzeichen, wenn ich es übertreibe; wenn ich mir – während ich wach bin – auch noch zu viel Stress mache: dann zeigen sich bei mir „typische Krankheitszeichen“, die aus medizinischer Sicht auf eine unkontrollierte Verbreitung von sogenannten (humanen) Herpesviren hinweisen – zu denen außer den Herpes simplex- , dem Varizella-Zoster- und Epstein-Barr-Virus auch das Zytomegalie-Virus oder Kaposi-Sarkom-assoziierte Herpesvirus gezählt werden. Was auch immer Medizinier brauchen, um ihre Diagnosen stellen und Behandlungen planen zu können – ich weiß dann auch ohne Virentest, dass ich nicht genug Schlaf hatte oder mir tagsüber zu wenig Ruhe und Entspannungsphasen gegönnt habe.

Ich kann die Zeichen meines Körpers deuten. Ich weiß, was ich tun muss, wenn ich welche erhalte. Ich brauche heute keine ärztlichen Diagnosen mehr, um zu wissen, was ich habe. Und ich habe das Gefühl, ich gehe leichter und angstfreier durch den Tag als viele andere Menschen.
Ich weiß aber, dass ich das Glück hatte, dass mir in meinem Leben so gut wie nie Erwartungen entgegengebracht wurden, die ich nicht leicht erfüllen konnte oder die ich unbedingt erfüllen wollte, obwohl ich es nicht leicht konnte.
Vielleicht können sich andere Menschen, Menschen, die in ihrem Leben schon viel erreicht haben und stolz darauf sind, das nicht als Glück vorstellen; aber ich kann mir umgekehrt nicht vorstellen, dass Menschen in ihrem Leben wirklich glücklich sind, die Bestätigungen dafür brauchen, dass ihr Leben auch lebenswert ist, ohne dass sie dafür gelobt oder ausgezeichnet werden, dass sie die Erwartungen anderer erfüllen.

Ich habe den Eindruck, viele von ihnen schlafen schlechter als ich.
Ich habe den Eindruck, viele von ihnen kommen morgens schlechter aus dem Bett als ich.
Ich habe den Eindruck, wenige erwachsene, vor allem „ältere“ Menschen wie ich – ab ihren 40ern oder 50ern – freuen sich morgens so auf den Tag wie ich, und wachen deshalb schon energiegeladen, mit vielen schönen Ideen im Kopf auf.

Ich weiß aber heute, dass ich auch unachtsamer und „schusseliger“, viele würden wahrscheinlich sagen „blauäugiger“, durch den Tag gehe als andere Menschen und nicht unnötig viel Energie für Dinge verschwende, die mir schwer fallen, die ich aber trotzdem tun muss. Das heißt nicht, dass ich sie überhaupt nicht mache – ich habe mir nur angewöhnt, sie mir möglichst angenehm zu machen, indem ich dazu den Zeitpunkt wähle, an dem mir ihre Dringlichkeit so bewusst ist, dass ich mich nicht mehr mühselig dazu aufraffen muss, oder indem mir von Anfang an die Zeit dafür nehme, die ich brauche, um sie häppchenweise abzuarbeiten.
Ich weiß heute auch, dass es andere Menschen – wie meinen Liebsten – gibt, die ich mit vielen meiner Lebensstrategien, also wie ich durchs Leben gehe, wahnsinnig mache; für die es subjektiv viel mehr Stress bedeutet, ungeliebte Aufgaben überhaupt anzufangen – statt sie möglichst ganz von sich wegzuschieben – oder Dinge irgendwann unter Zeitdruck „nicht richtig“ tun zu können – als sie vielleicht später noch einmal nachkorrigieren zu müssen.
Ich kann mich heute – Dank ausgiebiger Diskussionen und meinem „neu gewählten“ Leben in einem alten Haus mit Garten und einem renovierungsbedürftigen Werkstadtgebäude, in dem vieles dringend gemacht werden müsste – gut in Menschen hineinfühlen, die mehr Schlaf brauchen als ich.
Ich kann heute leicht nachvollziehen, dass Menschen weniger Energie haben, wenn sie sich Sorgen um das, was sie tun gerne tun würden, aber nicht immer auch gleich tun können machen; wenn sie ihre Batterien während des Tages mit oder nach dem, was sie tun, nicht so wieder aufladen können, dass sie es am nächsten Tag wieder genauso gerne tun.
Kraft schöpfen aus dem, was wir tun, können wir nur, wenn wir etwas mit Liebe tun oder wenn wir einen Sinn darin sehen.

Gut schlafen können wir vor allem, wenn wir entweder sehr ausgelaugt und erschöpft sind, von dem, was wir getan haben, oder wenn wir zufrieden damit sind.

Fröhlich aufwachen können wir nur, wenn wir uns im Schlaf gut erholt haben; wenn wir uns nicht vorwerfen (lassen) müssen, wir hätten zu viel und zu lange geschlafen hat.

Ich werde jetzt mal eine Tasse Kaffee für meinen Liebsten füllen und sie ihm ans Bett bringen.
Ich muss aufpassen, dass ich dabei nicht gleich zu viel auf ihn einplappere, weil ich weiß, dass er seine Zeit morgens zum Aufwachen braucht.
Ich weiß, dass für ihn das Leben schwerer ist als für mich; aber ich weiß auch, dass ich es ihm nicht unnötig noch schwerer machen muss, sondern ihm jeden Tag von Neuem dabei helfen kann, dass er es ein bisschen leichter nimmt oder sich zumindest auf den aktuellen Tag freut.

Ich verrate aber nicht wie. Das kann jede/r für sich alleine herausfinden – wenn er/sie es denn will; denn nur wo ein Wille ist, findet sich auch ein Weg.

P.s.: Für die, die Wege aus ihrem Corona-Schlaf suchen, hat eine wagemutige Juristin – zwar schon letztes Jahr; aber passend zu Ostern – sogar eine Auferstehungs-Verordnung erlassen, die ich persönlich nur befürworten kann, also auch bestmöglich in ihrer Durchführung unterstützen werde. Ich hoffe sehr, dass nach 12 Monaten für ein paar mehr Menschen der Zeitpunkt gekommen ist, zusammen mit mir und vielen anderen gegen übertriebene politische Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen aufzustehen, die rein gar nichts mit Gesundheit und einem glücklichen Leben zu tun haben.

P.p.s.: Wer vor Sorgen oder aus Angst davor, wach zu sein und im Leben zu versagen, nicht gerne aufsteht, findet vielleicht hilfreiche Tipps in der aktuellsten Sitzung, der 46. mit dem Titel „Angst ist heilbar“, des Corona-Untersuchungsausschusses – in dem auch viele Menschen zu Wort kommen, die sich selbst vielleicht nicht ExpertInnen nennen oder für einige Menschen nicht wie ExpertInnen aussehen, die aber genau wissen, wovon sie reden, weil sie ihre eigenen (Lebens-)Erfahrungen damit gemacht haben.

P.p.p.s.: Ein frohes Ostereierfinden wünsche ich allen Suchenden und Nicht-Suchenden! Manchmal finden sich ja sogar überraschend welche, von denen man gar nicht wusste, dass sie versteckt wurden, oder ohne dass man überhaupt danach suchen musste.

 

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Dank für das Foto gebührt meinem Liebsten, der auch gleichzeitig mein Lieblingsfotograf ist, Mathias Csader.

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