Verpass‘ nicht den richtigen Zeitpunkt zum Träumen und Wunscherfüllen

Es ist sinnvoller, ihn selbst zu wählen, als ihn ungenutzt vergehen zu lassen oder ein Leben lang darauf zu vertrauen, dass er noch kommen wird

Viele Menschen haben ein Zeitproblem. Ewigkeiten lang scheinende Wartezeiten und vergebliche Erwartungen oder ungeduldiges Nicht-abwarten-können beherrschen unser Leben.
In einer modernen Welt, in der einige Menschen, die alles in ihrem Leben erreicht zu haben scheinen, begeistert behaupten, alles sei möglich – für alle anderen, an jedem Ort der Welt und zu jeder Zeit – oder zumindest erreichbar, könne also möglich gemacht werden, wollen viele Menschen, die glauben, noch zu wenige Möglichkeiten gehabt oder genutzt zu haben, genau das: auch endlich das erreichen, wovon sie schon immer geträumt haben und immer noch träumen.

Viele Träume gehen nicht in Erfüllung – denn bevor sie das tun können, müssen sie auch realisierbar sein.
Kein Traum, der auch von anderen Menschen abhängt, kann je in Erfüllung gehen, solange diese Menschen nicht wissen, dass sie ein Teil davon sind.
Ich hatte das Glück, dass ich als Kind erfahren durfte, dass ich – wenn ich genug Geduld habe – Dinge, die ich mir wünsche, bekomme, wenn ein bestimmter Zeitpunkt da ist: mein Geburtstag, Weihnachten oder manchmal auch einfach dafür, dass ich vorher etwas dafür geleistet, also dazu beigetragen habe, mir eine Wunscherfüllung zu verdienen.

In einer Welt, in der die Erfüllung menschlicher Grundbedürfnisse wie nach Nahrung und warmer Kleidung, nach sauberem Wasser, einem geschützten und warmen Zuhause mit vertrauenswürdig erscheinenden oder geliebten anderen Menschen gesichert ist, dienen alle Träume und Wünsche nur dazu, das eigene Leben angenehmer zu machen.
Menschen, aber auch Tiere, träumen – zumindest nachts – angeblich, um Erlebnisse zu verarbeiten.
Ich bin überzeugt, dass Träume auch dazu dienen, Menschen – vielleicht auch Tieren – ihre Wünsche und Möglichkeiten aufzuzeigen, die sie sonst – im Stimmengewirr des Tages – überhören oder übersehen. Die leise intuitive Stimme, die uns von Natur aus mitgegeben ist und die aus dem Herzen kommt, – vielleicht beginnt sie bei unserem ersten Herzschlag und hört mit unserem letzten auf zu „sprechen“ – , überhören wir am Tag leicht, weil unsere Umgebung und die Menschen darin oder die Stimmen, die aus unserem Kopf oder „Bauchgehirn“ durcheinander „reden“, sie leicht übertönen; weil uns heute niemand mehr beibringt, auf sie zu hören und ihren Anweisungen zu folgen. Es gibt zu viele andere Regeln und Verordnungen, an die wir uns gleichzeitig halten sollen, obwohl sie sich widersprechen. Dadurch bleiben nur wenige Menschen – je nachdem, wie viel Unterstützung sie darin haben, wie intensiv sie danach suchen und wie schnell oder spät sie sie finden (wollen) – authentisch und gleichzeitig glücklich, gesund und zufrieden damit.

Als begeisterte Lebenswissenschaftlerin kann ich Dir nur sagen, dass ich fest überzeugt bin, dass Du den „richtigen Zeitpunkt“, Deine Träume, die, die wirklich aus Deinem Herzen kommen – die Dir also nicht andere in den Kopf gesetzt haben – erst verpasst hast, wenn Du entweder aufhörst, Dein Leben zu lieben, oder wenn Du Deinen letzten Atemzug gemacht hast bzw. Dein Herz für immer aufhört zu schlagen.

Du wirst allerdings lernen müssen, Deine Träume und Wünsche auf ihre „Echtheit“, ihre Authentizität zu überprüfen, ob es also wirklich Deine eigenen sind oder ob Du damit anderen imponieren oder einen Gefallen tun möchtest.
Du wirst vielleicht akzeptieren müssen, dass Du in der Vergangenheit schon viele, günstigere Gelegenheiten verpasst hast.
Du wirst ein bisschen Geduld haben müssen, bis sich wieder eine Möglichkeit ergibt.
Aber wenn Du an die Zukunft glaubst, wenn Du darauf vertraust, dass Du das Naturrecht hast, Deinen Träumen zu folgen und Deine Wünsche zu erfüllen; wenn Du bereit bist, alles in Deiner Macht stehende dafür zu tun, – solange Du dabei kein anderes als Dein eigenes Herzblut opferst, also damit niemand anderen absichtlich alleine und unvorbereitet zurücklässt, der/die sich auf Dich verlassen hat, oder verletzt, auch wenn Tränen fließen können – dann fang‘ an, Dich darauf zu freuen, dass Du sie irgendwann leben wirst.

Fang‘ an, jeden Schritt in die „richtige“ Richtung zu genießen, auch wenn er schwer ist oder weh tut und Du nicht weißt, wie lange Du noch durchhalten musst. Manchmal hält man sich zu lange an Orten auf, die traumhaft schön, paradiesisch erscheinen, bis man feststellt, dass die eigenen Träume dort gar nicht erfüllt werden können; manchmal merkt man erst hinterher, dass man längst da ist, wo man schon immer hin wollte, weil man es sich anders vorgestellt hat, als es tatsächlich ist.

Nimm‘ Dir also nicht nur Zeit zum Träumen, sondern wähle auch nicht zu voreilig aus, welche Du verfolgen willst.
Viel Erfolg beim Wunscherfüllen – lass‘ mich gerne wissen, wenn ich vergessen habe, etwas Wichtiges zu erwähnen!

 

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Dank für das Foto gebührt Aron Visuals (auf Unsplash)!

 

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