Sieh‘ die Welt, wie sie wirklich ist!

Nicht, wie Du Dich oder andere Menschen, Tiere und den Rest unserer Mitwelt – die Natur, das große Ganze – sehen sollst oder sehen willst!

Die Welt, in der wir leben, ist nicht so, wie wir sie gerne hätten, sondern so, wie die, die vor uns gelebt haben, sie uns hinterlassen haben.
Sowohl untergegangene Zivilisationen als auch die Generationen vor uns haben ihr Bestes getan, es so aussehen zu lassen, oder einige Ältere tun weiterhin so, als würden sie die Welt schöner – unser Leben sicherer, gesünder, bequemer – machen und dabei die Natur, unseren Lebensraum, schützen …

Menschen, die nicht eigenständig durch die Welt reisen, nicht mit an den besuchten Orten heimischen Menschen sprechen, sich die Natur nicht selbst genau anschauen, müssen sich auf Bilder oder Beschreibungen von anderen, auf das Internet, Fernsehen, Radio, Zeitungen und Zeitschriften oder Bücher verlassen.
Menschen, die in ihrem eigenen Leben, ihren Wohnungen oder Häusern, an den Orten, an denen sie leben, die allein oder mit den Menschen um sich herum nicht besonders glücklich sind und die die Begegnungen mit anderen Menschen oder das (virtuelle) Reisen an andere Orte als „Auszeit“ davon sehen, wollen sich dann nicht noch mit den Problemen anderer oder der Welt befassen oder belasten.
Menschen, die nicht gesund oder nicht besonders glücklich sind, wissen wahrscheinlich, dass es andere Menschen gibt, denen es noch schlechter geht als ihnen selbst, wollen aber selten davon hören oder selbst darüber reden – vor allem nicht mit Menschen, die sie darauf hinweisen, dass es anderen noch viel schlechter geht und sie selbst eher Luxusprobleme oder sie sich selbst eingebrockt haben.

Menschen, die in einem Land groß geworden sind,

  • in dem sie nie Hunger leiden mussten, weil nicht nur Geld, sondern auch Nahrungsmittel immer verfügbar waren;
  • in dem Strom zuverlässig aus der Steckdose und Wasser zuverlässig aus dem Hahn kommt;
  • in dem der Müll abgeholt wird, also aus dem eigenen Sichtfeld verschwindet;
  • in dem „Milch und Honig fließen“, ohne dass die Ausbeutung von „Nutztieren“ dabei sichtbar würde;
  • das einfach Lebensmittel aus ärmeren Ländern aufkauft und importiert, wenn die eigenen Ernten nicht für die Bevölkerung ausreichen;
  • das als Sozialstaat bezeichnet wird und das Dank jahrzehntelanger medialer Berichterstattung (ich würde es heute eher als gezielte Propaganda bezeichnen) als Vorzeigeobjekt – für Ordnung, Sicherheit, Großzügigkeit oder andere „Werte“ – in der Welt dient;
  • das demokratisch genannt wird und in dem Menschen glauben, es gäbe freie Wahlen, durch die sie mitbestimmen könnten, was die Regierungen umsetzen;
  • in dem nur wenig von Menschen berichtet wird, die verhungern, erfrieren, einsam und verlassen sterben oder sich das Leben nehmen;
  • in dem sie eine Bildung und Erziehung erfahren haben, die sie glauben lassen soll, sie hätten etwas über das Leben und die Welt gelernt und wären dadurch „gebildeter“ als Menschen in anderen Ländern,

bilden sich viel ein, wissen aber wenig über das wirkliche Leben, nämlich das Leben, das für einen Großteil der Menschen auf der Welt die Realität ist.
Menschen aus Industrienationen, die denken, dass alle anderen Nationen auch nur „industrialisiert“ werden müssten, damit es ihnen so gut geht wie ihnen selbst, haben kein Verständnis dafür, wie unser Ökosystem Erde funktioniert und – aufgrund seiner begrenzten Ressourcen – auch weiterhin nur funktionieren kann, wenn dort alle Menschen, die es gerade besiedeln, weiterhin überleben sollen.

Momentan produzieren wir womöglich genug Lebensmittel für alle 8 Milliarden Menschen. Momentan verhungern Menschen vielleicht nur dadurch, dass Lebensmittel ungerecht verteilt werden und nicht alle Menschen, die in kargen Gegenden leben, Zugang dazu haben.
Freiwillig würden sich Menschen allerdings wahrscheinlich überhaupt nicht dort niederlassen, wo es nicht genug Nahrung für sie gibt.

Womöglich können wir noch mehr Menschen und Tieren Wohnraum bieten, wenn wir „effektiver“ bauen.
Freiwillig würden sich die meisten Menschen vermutlich nicht auf so engem Raum wie in vielen Großstädten zusammenpferchen lassen.

Womöglich gibt es noch ein paar heile Fleckchen Erde auf der Welt, die mit viel Anstrengung erhalten werden bzw. die den schönen Schein wahren sollen, dass es Menschen gibt, die etwas für ihren Erhalt tun.
Freiwillig würden Menschen ihr Geld vermutlich eher Menschen geben, an Naturschutz- oder andere Hilfsorganisationen zu spenden, die ehrlich daran arbeiten, die Lebensbedingungen für Menschen und Tiere dauerhaft zu verbessern statt immer wieder nur Notfallhilfe leisten zu können, weil der Rest der „zivilisierten“ Menschheit ihr Überleben damit gefährdet, weiterhin Unmengen „umweltfreundlicher“ Produkte zu kaufen statt den eigenen Konsum einzuschränken, also die Verschwendung wertvoller Ressourcen zu vermeiden, weniger Müll, Abgase und andere Umweltgifte zu produzieren, möglichst wenig Strom, Erdöl oder -gas und andere Rohstoffe zu verbrauchen, für deren Gewinnung Natur auf lange Zeit zerstört wird, oder nur so viel Wasser, wie der lokale Kreislauf hergibt.

Die Welt heute ist nicht so schön, wie sie uns in vielen Bildern und Filmen vorgegaukelt wird – sie ist viel schöner, wenn wir sie wirklich erleben.
Die Welt heute ist nicht so schrecklich und gefährlich, wie uns „die andere Seite“ weismachen will – aber es ist erschreckend, grausam und traurig, was Menschen in ihr anrichten, ohne dass andere das verhindern.
Die Menschen an anderen Orten der Welt sind nicht anders als die vor der eigenen Haustür – sie leben nur unter anderen Lebensumständen, haben andere Prioritäten, Besitztümer, Sorgen, …
Die Welt ist nicht wegen Juden, wegen Geld, wegen Ausländerzuwanderung, wegen Kriegen, wegen Politik, wegen gefährlicher Viren so, wie sie ist; sie ist so, weil

  • Du bist, wie Du bist;
  • wir alle sind, wie wir sind;
  • wir nur wenigen die Macht in die Hand geben, sie nach ihren Wünschen zu verändern;
  • wir nicht alle bereit sind, das für sie zu tun, was sie bräuchte;
  • viele sich – aus Angst, dann vielleicht auf etwas verzichten zu müssen, an das sie sich gewöhnt haben – nicht einmal dafür interessieren, was sie tun könnten;
  • wir nicht (mehr) wissen oder gelehrt bekommen, wie wir Menschen uns verhalten müssten, damit wir unser alle Leben besser machen, die Natur und all ihre Bewohner schützen und damit vielleicht sogar die Welt retten könnten;
  • viele Menschen auf der ganzen Welt sich lieber von anderen mit den wirklich lebenswichtigen Dingen versorgen lassen als sich selbst damit zu (ver-)sorgen (und stattdessen Zeit für „wichtigere“ zu haben).

Dabei wäre ein automatischer Nebeneffekt, dass wir uns automatisch auch umeinander – und um die Natur – kümmern, wenn wir genau das versuchen würden: uns möglichst selbst, regional und dadurch automatisch auch saisonal zu versorgen.
Denn jede/r, der/die versucht, möglichst unabhängig von der Versorgung durch andere zu leben, anderen bzw. unserem Sozialstaat oder Pflege- und  Gesundheitssystem möglichst wenig abzuverlangen, wird feststellen, dass das alleine schwer zu bewerkstelligen ist. Niemand, der/die z.B. aus eigener Erfahrung weiß, wie zeitaufwändig, mühsam und unsicher allein gesunde Lebensmittelproduktion ist, wird versuchen, nur „sein eigenes Ding“ zu machen und möglichst andere dafür, also für sich bzw. die eigene Nahrungsproduktion, arbeiten zu lassen, sondern versuchen, einen Beitrag dazu zu leisten – indem er/sie auf die (langjährigen) Erfahrungen anderer zurückgreift oder sich mit „Gleichgesinnten“ vernetzt, die versprechen, sich gegenseitig zu unterstützen.

Die Welt ist kein bequemer Ort; die Natur ist den Naturgesetzen und den Kreisläufen von Auf-, Um- und Abbau, von Geburt, Entwicklung und Tod, von Leben und Sterben, unterworfen.
Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben optimistisch, dass immer mehr Menschen nicht nur einsehen, dass wir unseren Lebensraum und auch unser Menschsein damit weiter zerstören, dass wir uns in andere Welten, in Konsum, Alkohol, Drogen oder Parties flüchten, statt wahrzunehmen, was Wirklichkeit ist, sondern dass wir unsere Augen, Ohren und anderen Sinnesorgane, auch unser Herz dafür öffnen müssen, damit wir genug Anlass sehen und nach anderen Menschen Ausschau halten, um gemeinsam dafür zu sorgen, dass das nicht weiter so bleibt.

Dabei dürfen wir nicht vergessen, einen genaueren Blick zurück zu werfen, um die (globalisierte) Welt auch geschichtlich und politisch verstehen zu können, um zu erahren, wovon ein angeblich neues und gefährliches Coronavirus mit seinen Mutanten, die sich nicht anders verhalten als in all den Jahren zuvor, ablenken soll.

Siehst Du das auch so?

P.s.: Oder bist Du einer der Menschen, die lieber nicht so genau hinschauen und – obwohl sie behaupten, ihr Bestes zu geben – sich damit begnügen, oberflächlich einen schönen Schein oder ein „grünes Image“ zu sehen und für ausreichend wahr zu halten, also zu wahren, statt auch Ursachen auf den Grund zu gehen?

P.p.s.: Wenn Du Dir nicht vorstellen kannst, dass Menschen, die bereits – auch wenn dadurch Menschen verhungern, die es sich nicht leisten können, dafür zu bezahlen – Patente auf Medikamente, Pflanzen oder „Pflanzenschutzmittel“ und Tiere angemeldet haben, die sie genetisch manipuliert, also geschaffen haben, auch auf Menschen beanspruchen, deren DNA sie vielleicht „zufällig“ mit mRNA-Impfstoffen verändern, dann bist Du vermutlich etwas zu blauäugig, was ehrgeizige und machtgeile Menschen betrifft. Auch weltfremde Superreichegewissenlose MusterschülerInnen oder Führungskräfte ohne eigenes Rückgrat brauchen – wie alle Menschen – eine „sinnvolle“ Beschäftigung oder zumindest eine, bei der sie sich nicht nutzlos, sondern bedeutungsvoll vorkommen.

 

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Dank für das Foto gebührt Bermix Studio (auf Unsplash)!