Weißt Du, wohin die Fahrt geht?

Wenn Du nicht weiter weißt, dann schau‘ in die Vergangenheit!

Auf der Erde, genauso wie im Weltall, herrschen Muster und Wiederholungen, in meinen Augen Naturgesetzmäßigkeiten oder Spielregeln, denen das Leben und daher auch alle Lebewesen unterworfen sind, solange sie leben wollen.

Eine Regel ist die, dass wir untrennbar mit denen verbunden sind, von denen wir abstammen; dass wir mit bestimmten Talenten oder Eigentümlichkeiten und Eigenheiten, Möglichkeiten, auf die Welt kommen, die wir ererbt haben, die wir aber auch bewusst anders einsetzen können als die vor uns das getan haben.
Wenn Eltern und Großeltern – aufgrund äußerer Umstände – nicht das „Beste“ aus dem machen konnten, was sie von Natur aus gut beherrschten, was ihnen Spaß machte, was ihnen einfach lag und womit sie andere Menschen begeistern oder ihnen helfen konnten, ist es für Kinder schwer, daraus bzw. von ihnen zu lernen und dadurch ihren eigenen Lebensweg zu finden, ein „gutes“ Leben“ zu führen, das ihnen von Natur aus vorgezeichnet wurde.
Ich sage bewusst nur „vorgezeichnet“. Denn was wir daraus machen (können), ist eine bewusste Entscheidung, je nachdem, wie viel Mut, Geduld und Ausdauer wir dafür aufwenden wollen. Auch Menschen, die sich wenig Mühe machen, die sich wenig Zeit nehmen herauszufinden, wohin ihr Weg sie führen soll, die lieber die Möglichkeiten nutzen, die sich ihnen bieten als nach ganz neuen zu suchen, werden irgendwo enden. Wo das sein wird, lässt sich an der eigenen Familiengeschichte, an den eingefahrenen Bahnen ablesen bzw. an den Menschen, die in ihrem Leben stur Familientraditionen gefolgt sind oder die versucht haben, ihnen zu folgen, ohne dass sie selbst dabei glücklich waren, ohne daraus also ihren eigenen, ganz individuellen, besonderen Weg gemacht zu haben.

Es kann Spaß machen, sein Leben lang Achterbahn zu fahren. Es ist bequem, sich fahren zu lassen, weil Du dann auch mehr Platz für die vielen Dinge hast, die Dir auf dem Weg begegnen oder von anderen angeboten werden und die Du gerne mitnehmen, aber gar nicht selbst tragen willst. Vielleicht sehen manche oder auch viele Menschen das als die beste Lösung für ihr eigenes Leben an.
Ich nehme mir lieber die Zeit, einen Fuß vor den anderen zu setzen; auch wenn die Richtung vorgegeben ist, selbst die Geschwindigkeit zu bestimmen und auch nicht alles mitzunehmen, was mir dabei angeboten wird, vor allem, wenn ich das gar nicht gebrauchen kann oder verantworten will, und meinen eigenen, individuellen, vielleicht ganz neuen Weg zu gehen, auch wenn ich nicht weiß, wo bzw. wann der enden wird.

P.s.: Ich bin überzeugt, dass deshalb „einfaches“ Laufen das vielleicht sinnvollste Bewegungsprogramm für Lebewesen mit Beinen und ohne Flügel ist: mal langsam, um genug Zeit zu haben, sich den Weg und die Umgebung genau anzuschauen, aber auch mal schnell, um zu wissen, wie lange man durchhält, immer noch einen Schritt nach dem anderen zu machen, ohne dass einem die Luft ausgeht.

P.p.s.: Für Menschen, die gar keine Ahnen im Ausland haben macht es wenig Sinn, immer wieder in der Ferne nach dem eigenen Lebensglück zu suchen, zumindest solange sie sich noch nicht mit der eigenen Vergangenheit auseinandergesetzt haben.

P.p.s.: Den reichsten und mächtigsten Menschen der Welt fällt es vermutlich am schwersten, mit ihren Familientraditionen zu brechen und aufzuhören, ihren Einfluss und ihr (Erb-)Vermögen, das – wie geschichtlich leicht nachvollziehbar – irgendwann auf „unehrlicher Arbeit“ oder Aneignung aufgebaut, also mit Betrug, auch beim „Glücksspiel“, Korruption oder Erpressung, im Grunde mit der Ausbeutung oder Enteignung anderer Menschen angehäuft wurde, noch weiter steigern oder zumindest nicht an die Menschen zurückgeben zu wollen, deren Armut sie (mit-)verursacht haben. Je mehr materielle Güter Menschen besitzen, umso schwerer für sie ist, diese loszulassen; vor allem, wenn gleichzeitig eine innere Stärke, ein Bewusstsein dafür, fehlt, dass jedem Menschen von Natur aus dasselbe zusteht, aber nicht alle die gleichen Voraussetzungen mitbringen und Möglichkeiten haben (wollen). Ich habe mein Leben lang versucht, ihre (Macht- und Gewalt-)“Spielchen“ möglichst nicht mitzuspielen, Konkurrenzkömpfe und unlautere Wettbewerbe unter Menschen, vor allem aber auch in Unternehmen und der Industrie, zu boykottieren – das ist jetzt nicht mehr genug. Ich weiß weiterhin, wohin ich gehen will. Du auch?

 

P.p.p.s.: Wer immer noch denkt, er wäre politisch nicht aktiv oder noch nie gewesen; könnte sich selbst einmal fragen, ob die eigene Inaktivität nicht dazu geführt hat, dass die Welt heute genauso ist, wie sie ist. Politisch sein und die Welt mitgestalten oder verändern zu wollen beginnt immer im eignen Kopf und zeigt sich in dem, was wir sagen, was wir konsumieren und wie wir handeln. Den wenigsten Menschen ist vermutlich bewusst, welche politischen Statements sie in meinen Augen abgeben. Ich sehe bestimmt nicht alles in dieser Welt; aber ich sehe das und diejenigen, die mir etwas oder sogar sehr viel bedeuten,

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Dank für das Foto gebührt Justin (auf Unsplash)!

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