Learning by doing: Vertrauen in sich und die eigenen Fähigkeiten, andere Menschen und die Natur

Auf Staat und Kirchen, staatliche oder andere großen Institutionen und Unternehmen oder Banken würde ich persönlich mich nicht verlassen

Nichts Menschengemachtes ist auf Ewig too big to fail. Es ist meiner Erfahrung nach viel sinnvoller, dem zu vertrauen, was man selbst überblicken, tun und einschätzen kann.
Noch nie in meinem Leben war ich sicherer als jetzt, dass das moderne, auf Wirtschaftswachstum – also auf Überproduktion, auch von Abfall, und möglichst hohen Konsum – ausgerichtete Leben bald ein Ende haben wird, weil sich Menschen, die lange Zeit ihr Geld damit verdient haben, verspekuliert haben. Für mich, und darin bestätigen mich viele intelligente, umfassende Betrachtungen anstellende Menschen, insbesondere die, die von staatlichen Leitmedien als VerschwörungstheoretikerInnen diffamiert werden – weil sie das, was dort berichtet wird, schon lange nicht mehr für vertrauenswürdig halten – , ist die aktuelle Krisensituation keine, an der Coronaviren eine Schuld tragen könnten. Nur wer darauf „vertraut“, dass die Natur gefährliche, neue Krankheitserreger produziert haben soll und dass alle gesunden Menschen – absurderweise insbesondere Menschen, die keine Gesichtsmasken tragen – plötzlich potenzielle GefährderInnen der eigenen Gesundheit sind, neigt weiterhin und vielleicht sogar mehr als sonst dazu, auf Rettung durch eine Staatsregierung und ihre Institutionen zu hoffen oder sogar fest darauf zu zählen.

Ich persönlich kann nur davon abraten. Auch wenn ich natürlich nicht in die Zukunft schauen kann, genügen mir die Informationen, die mir WissenschaftlerInnen aus Forschungsrichtungen, die mich immer nur beiläufig beschäftigt haben – HistorikerInnen, PolitologInnen, PhilosophInnen – , um zu verstehen, dass unsere aktuell amtierende Regierung keine Exit-Strategie aus der „Corona-Krise“, aber eine Agenda, vielleicht auch mehrere, hat, der sie folgt. Zurück in eine demokratische Freiheit oder die Sicherheiten unseres „alten Lebens“ führt deren Zielsetzung nicht.

Aktuell finden sich daher immer mehr Menschen zusammen, die ihre Zukunft lieber selbst gestalten, auch noch in Zukunft ein möglichst freies Leben führen möchten und daher begonnen haben, sich ihre eigenen, neuen Sicherheiten und Netzwerke zu schaffen: Diese hängen nicht oder möglichst wenig von Geld, staatlicher oder sonstiger Versorgung ab, sondern beruhen auf dem, was Menschen wissen, also im Leben gelernt haben, und tun (können), vielleicht auch besitzen, aber mit anderen teilen oder tauschen möchten. Es mag sich altertümlich anhören; aber es wird Teil unserer Zukunft sein; zumindest zur Zukunft der Menschen gehören, die in Unabhängigkeit von staatlicher Willkür leben möchten und sich nicht darauf verlassen, dass ihr Geld noch lange viel Wert haben wird.

Solidarische Landwirtschaft, Repair-Cafés, Nachbarschaftshilfen etc. – sie alle alle leben von Hilfsbereitschaft und Vertrauen in Menschen, die ihre Kenntnisse und Fähigkeiten nicht mit Zeugnissen und Diplomen oder sonstigen Auszeichnungen beweisen können müssen, sondern damit, was sie tatsächlich für andere leisten möchten: friedlich mit ihnen zusammenleben, zusammen der modernen Konsumgesellschaft entfliehen und nicht mehr für Geld bzw. Regierungen arbeiten müssen, die unsere Natur zerstören; sondern für andere Menschen, die sie zu schützen versuchen und das, was sie tun, nicht als einen bezahlten Job sehen, sondern aus vollem Herzen tun – einfach weil sie es tun wollen. So funktionieren natürliche Gemeinschaften. So können nur Menschen gemeinsam leben, die alle bereit sind, etwas zu geben, ohne genau zu wissen, was sie dafür zurück bekommen; die darauf vertrauen, dass sie – innerhalb ihrer Gemeinschaft – damit oder davon leben können.

  • Vertrauen in Institutionen oder Produkte, die man nicht selbst besitzt oder produzieren kann, ist immer naiv – denn man hat wenig Einfluss darauf, dass es sie immer geben wird.
  • Vertrauen in Menschen im Fernsehen, in Zeitungen, in Filmen oder der Werbung, die man nicht persönlich kennt, führt leichter zu Enttäuschungen, wenn man davon ausgeht, dass sie wirklich sich selbst darstellen und nicht nur eine Rolle spielen oder ihren Beruf ausüben. Dem, was Menschen über ihre privaten Kanäle verbreiten, kann eher vertraut werden als dem Inhalt auf Unternehmensseiten oder von Institutionen – einzelne Personen können ihren tatsächlichen Wissensstand schlecht verschleiern oder die eigenen Fähigkeiten besser darstellen als sie sind!
  • Vertrauen in Menschen lässt sich lernen, wenn man ihnen häufiger begegnet und überprüfen kann, ob sie auch privat sind, wie sie sich öffentlich darstellen, und ob sie das Vertrauen verdienen, das man ihnen geschenkt hat oder noch zu schenken bereit ist. Menschen, bei denen man von Anfang an ein ungutes Gefühl – nicht nur einen schlechten ersten, äußerlichen Eindruck – hat, sollte man nicht unbedingt überhaupt irgendetwas anvertrauen.
  • Vertrauen in sich selbst lernt man nur, wenn man die eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten anwendet und Erfolgserlebnisse gegen Fehlschläge ehrlich – mit Vernunft, aber auch mit dem Herzen – abwägt.
  • Vertrauen in die Natur lernt man nur, wenn man sich möglichst viel mit ihr, mit all ihren Wesen, beschäftigt: wenn man erkennt, was sie kostenlos gibt, ohne etwas – außer respektvollem Umgang – dafür zu fordern, und wenn man irgendwann genau weiß, was man von ihr erwarten kann, wenn man genug Arbeit und Liebe in sie investiert.

Ganz so weit bin ich selbst noch nicht; aber ich habe ein gutes Gefühl dabei, dass sie mich weiter dazu anleiten wird, das zu tun, was richtig für uns beide ist.

P.s.: Schön wäre, wenn noch mehr Menschen Vertrauen in unser Grundgesetz zeigen würden und sich darauf verlassen könnten, dass es sie vor Sanktionen und Bußgeldzahlungen schützt, wenn sie gegen willkürliche und aus gesundheitlicher Sicht unsinnige, vermutlich eher gesundheitsschädigende, nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende, politische Verordnungen verstoßen. Ich lasse es jedenfalls gerne darauf ankommen – anders werde ich wohl nicht herausfinden, ob ich das (noch) kann.

P.p.s.: Ich habe auch schon von UnternehmerInnen gehört, die sofort ihre Läden, Geschäftsräume, Studios, Kneipen, Restaurants, … öffnen würden, wenn sie auf ihre KundInnen vertrauen könnten. Ohne Rückenstärkung können heute leider die wenigsten Menschen darauf vertrauen, dass das, was sie tun, auch gut für sie oder richtig ist …

 

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Dank für das Foto gebührt Marek Piwnicki (auf Unsplash)!