Trau‘ nicht nur dem, was andere sagen oder schreiben!

Verlass‘ Dich lieber auf Dein Gefühl und Deine Erfahrungen!

Worauf kann man sich heute überhaupt noch verlassen? Auf das, was in der Zeitung steht oder im Fernsehen berichtet wird? Oder auf das, was „die Leute“ sagen? Vor allem, wenn es auch nur das ist, was in der Zeitung steht oder im Fernsehen lief, also gar keine kritische Meinung dazu ist?
Eine eigene Meinung zu vertreten, die dem „Narrativ“, dem, was eben so erzählt wird, was „man so sagt“, widerspricht, ist immer anstrengend. Aber es ist wichtig, um einordnen zu können, wer man selbst eigentlich ist; wo man selbst steht und wie zur eigenen Person; und wie man selbst mit anderen Meinungen, also Menschen mit anderen Meinungen, umgehen kann.

Mich erschreckt der Satz, den ich schon so häufig in meinem Leben gehört habe „Dazu kann/will ich nichts sagen – darin bin ich kein Spezialist“ – weil jede/r Mensch eine Meinung, auch zu dem, was ExpertInnen sagen, haben kann; weil jede/r Mensch dazu recherchieren könnte, was er/sie nicht verstanden hat, und den „SpezialistInnen“ Fragen stellen könnte.
Man muss kein/e Meteorologe sein, um etwas aus den Wolken ablesen zu können, und man braucht keine technischen Gerätschaften, um weniger unsichere Voraussagen machen zu können als Menschen, die gelernt haben, einfach „nur“ ihre Augen und anderen menschlichen Sinne dafür einzusetzen, um Erfahrungen zu sammeln und Prognosen zu machen.
Jede/r Mensch könnte sich eine eigene Meinung zu etwas bilden – solange es auch „ExpertInnen“ gibt, die bereit sind, etwas so lange zu erklären, bis auch der/die Letzte so viel verstanden hat, um selbst darüber entscheiden zu können, ob er/sie die Meinung teilt oder nicht. Niemand muss von Anfang an und bis zum Ende derselben Meinung wie andere sein.
Oft bzw. vermehrt stelle ich fest, dass Menschen, die über etwas berichten, selbst gar keine eigene Meinung dazu haben, sondern nur etwas weiterverbreiten, was ihnen andere vorgesetzt oder -gegeben haben, was die wiederum vielleicht selbst noch gar nicht verstanden haben. Modernes „Stille Post“-Spiel.

  • Kritisch wird das, wenn es sich bei diesen Menschen um JournalistInnen handelt, die gar keine Meinung, sondern Informationen verbreiten sollten, damit sich Menschen ihre Meinung bilden können.
  • Kritisch wird das, wenn es sich bei diesen Menschen um ÄrztInnen handelt, die aus ihren Erfahrungen heraus und ehrlich sprechen bzw. nach eigenem bestem Wissen und Gewissen handeln sollten und nicht aus dem, was ihnen PharmaberaterInnen über Medikamente, Tests und Testgeräte oder Impfungen berichten oder Ärztekammern vorgeben.
  • Kritisch wird das, wenn PolizistInnen nicht mehr unsere FreundInnen und HelferInnen sind oder LehrerInnen nicht mehr für das Wohl von Kindern verantwortlich, sondern alle nur noch StaatsbeamtInnen sind.
  • Kritisch wird das, wenn PolitikerInnen sich nur noch an globalen Interessen und höheren Zielen orientieren, aber nicht mehr an den Menschen, weder im eigenen Land noch in ärmeren, weniger „entwickelten“ (im technischen oder ökonomischen Sinne).

Trau‘ Dich doch zur Abwechslung mal, auf Deine innere/n Stimme/n zu hören oder Dir die Zeit zu nehmen zu hinterfragen, was Du einfach von anderen übernommen hast und warum. Und dann suche nach Deinen Antworten! Anderen Menschen dazu Fragen zu stellen oder um Hilfe zu bitten, kostet oft auch erst einmal gar nichts außer ein bisschen Zeit und Mut!
Ich kann nur frei heraus sagen, was ich dabei erfahren habe: Es ist erhellend, und erschreckend; aber notwendig, wenn irgendetwas besser werden soll, was gerade nicht gut läuft. Vertrau‘ mir! 😉

Viel Erfolg und Freude, falls Du es darauf ankommen lassen willst – ein kaltes Februarwochenende ist vielleicht sogar ein perfekter Zeitpunkt, um damit, vielleicht auch mal ganz neuen Erfahrungen, zu starten – draußen im Schnee oder unter der Wintersonne oder gemütlich daheim mit heißem Getränk und warmen Decken..

P.s.: Meine neueste wissenschaftliche Meinung, die nur auf Beobachtungen, Informationen von anderen Menschen und eigenen Erfahrungen mit meinem Denkvermögen beruht, lautet übrigens: Weder Geld noch ehrliche Wissenschaft oder Politik regieren die (Meinungen der Menschen in der) Welt, sondern Banken oder andere GeldgeberInnen und große PR- oder Medienagenturen.

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader!

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