Von Gesundheit, Freiheit, vom Februarneumond …

… und von Hornochsen in der Menschenwelt

Ist Gesundheit unser höchstes Gut? Oder ist es Freiheit? Und was haben der heutige Neumond oder Büffel damit zu tun?

Zum Neumond und den damit verbunden (Neuanfangs-)Feierlichkeiten komme ich am Ende. Zu Gesundheit und Freiheit würde ich behaupten: es kann die eine auf Dauer nicht ohne die andere geben; sie stehen also gleichberechtigt nebeneinander – weil Menschen weder besonders frei oder lebensfroh (und glücklich) sind, wenn sie sich krank fühlen, noch besonders (psychisch) gesund und glücklich, wenn sie nur in Abhängigkeit von anderen Menschen leben können oder das sogar müssen.
Das eine lässt sich auch nicht so einfach gegen das andere eintauschen: die Gesundheit lässt sich nicht mit Freiheitseinschränkungen schützen oder erkämpfen und unbeschränkte (Wahl-)Freiheiten schützen allein niemals die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen.
Trotzdem versuchen es Menschen immer wieder auf diese „extreme“ Weise statt anzuerkennen, dass wir beides brauchen – Freiheit und das Recht auf unsere Gesundheit bzw. die Pflicht, uns selbst(verantwortlich) darum kümmern zu müssen – um glücklich, frei und gesund, leben zu können; dass wir nicht automatisch beide erhalten können, wenn wir sie anderen überantworten.

Sich entweder zu viel, also zwanghafte, oder zu wenig, nachlässig, um die eigene Gesundheit zu kümmern oder für die eigenen Freiheiten einzustehen, sie „outzusourcen“ an Regierungen und/oder ein Gesundheitssystem, wird irgendwann nach hinten losgehen – das behaupte ich, auch ohne eine wissenschaftliche Studie dazu durchgeführt zu haben, weil es das ist, was ich in der Welt, an den Menschen beobachten kann und was uns – meiner (wissenschaftlichen) Meinung nach – in die globale „akute Krisensituation“ gebracht hat, in der wir uns gerade schon seit fast einem Jahr befinden.
Die Coronakrise – eine globale Gesundheits- und Freiheits-, eine (Um-)Weltkrise – war absehbar, wenn man 1 und 1 zusammenzählen kann.
Seit ich denken kann, ist mir bewusst, dass das, was wir Menschen auf der Erde tun, wie wir mit unserer Natur, mit Tieren und Pflanzen oder allen anderen Lebewesen, auch mit unseren Mitmenschen und unserer eigenen Gesundheit, umgehen, nicht ewig so weitergehen wird.
Ich dachte lange Zeit, es wird irgendwann ein „böses Ende“ mit uns nehmen, und ich habe nie verstanden, wie optimistisch Menschen in die Zukunft schauen müssen, die noch Kinder in diese Welt setzen.

Heute kann ich sie verstehen – auch wenn sich einige davon gerade zu fragen scheinen, wie sie so naiv sein konnten, sich zuzutrauen, eigene Kinder ernähren und zu selbstverantwortlichen erwachsenen Menschen machen zu können, und das vielleicht sogar besser als ihre eigenen Eltern.
Ich habe durch mein Biologiestudium und durch meine Suche nach einer „vernünftigen“ Arbeit, bei der ich der Natur, Tieren und damit auch Menschen nachhaltig helfen kann, Vertrauen in meinen Lebensraum gelernt. Ich weiß, dass wir die Erde oder zumindest das Leben auf der Erde nie ganz zerstören werden. Ich bin heute überzeugt, dass sie Selbstschutzmechanismen vor den Organismen hat, die in oder auf ihr Leben, sozusagen ein natureigenes Immunsystem. Ich habe sogar den Eindruck – es ist meine wissenschaftliche These, die ich vielleicht nie beweisen kann, die also vielleicht immer meine „Verschwörungstheorie“ bleiben wird – , sie schützt dabei sogar diejenigen, die sie darin unterstützen, d.h. die in dieser Welt ihr Bestes geben, um sie und alle ihre „Kinder“ nachhaltig zu schützen. Ich glaube, deshalb werden auch manche DiktatorInnen oder andere TyrannInnen gesund und „ungestraft“ alt – weil sie ihr Bestes getan haben, bestimmte andere Menschen vor (Lebens-)Gefahren bewahren zu wollen. Ich glaube aber auch, dass herrschsüchtigen Menschen im heutigen Informationszeitalter viel schneller klar wird oder zumindest klar werden könnte, wie viel (Kollateral-)Schaden sie dabei auch anrichten, wenn sie ihren Blick zu sehr einschränken und zu engstirnig, auf eigene Vorteile bedacht, ihre Ziele verfolgen.

Mir ist heute klar, dass meine Eltern – so wie die meisten anderen Eltern ihre Kinder – mich nach bestem Wissen und Gewissen, aber nicht zur Selbstständigkeit erzogen haben. Sie haben versucht, mich dazu zu erziehen, möglichst gut in ein System zu passen, das ihnen ihre eigenen Freiheiten ermöglicht hat. Sie haben ignoriert, dass dieses System, um zu funktionieren, darauf angewiesen ist, dass die Kinder, die in diese, ihre Welt hineingeboren werden, sich auch genauso an deren Regeln halten müssen wie sie selbst: die Dinge produzieren, die sie sich selbst wünschen; in die Dinge investieren, von denen sie sich selbst Vorteile versprechen oder versprochen haben; Rentenbeiträge zahlen, damit die Renten auch für sie selbst sicher sind.
Wenn Menschen aber anderen Menschen ihre Weltsicht „verordnen“, Eltern ihre Kinder weiterhin nur so erziehen, wie sie persönlich es für richtig halten, werden dabei irgendwann wieder genauso viele kranke oder unfreie, unglückliche, Menschen herauskommen wie die, die gerade leben.
Wenn Menschen, insbesondere Eltern, wissen, dass Mundnasenmasken, soziale Distanz oder völlige Isolation ungesund und nachhaltig schädlich sind; wenn insbesondere UnternehmerInnen wissen, dass sie ihre Unternehmen verlieren, wenn sie sich weiterhin einem Staat unterwerfen, der ihre Unabhängigkeit zerstören möchte; ja wenn doch mittlerweile vermutlich enorm viele Menschen wissen, dass das, was sie gerade tun, nicht gut für sie selbst und vor allem nicht gut für die Jüngsten in unserer Gesellschaft – weder für deren Gesundheit noch für deren selbstverantwortliches, freies Lernen -, warum machen sie dann alles weiterhin möglichst stillschweigend mit oder bleiben zumindest unkritisch gegenüber denen, die verantwortlich für die politischen Maßnahmen sind?
Ist es gesund oder ist es Freiheitsliebe, zu wissen und in dem Wissen weiterzuleben, dass man denen, die uns die Coronakrise eingebrockt, also alle Maßnahmen verordnet haben, die sie jetzt nicht mehr zurücknehmen wollen, schon immer den Rücken gestärkt hat?
Ist es gesund oder zeugt es von Freiheitsliebe, abzuwarten und zu hoffen, dass man gemeinsam mit ihnen die Krise überstehen kann, weil es denen doch auch um die Gesundheit und Freiheit der Menschen in einer Demokratie gehen „muss“?
War es je gesund oder freiheitsliebend, Pflanzen, die wir noch essen wollen, bis an die Grenzen ihrer Ertragsfähigkeit zu züchten oder genetisch zu manipulieren; Tiere zu halten, um sie zu töten und/oder ihre Produkte zu konsumieren?
Ist es gesund oder freiheitsliebend, die Zerstörung unseres Lebensraumes, der Natur, zuzulassen, damit man möglichst billige Produkte, auch aus fernen Ländern, kaufen oder entweder, um „wichtige Geschäfte zu erledigen“ oder nur zum eigenen Vergnügen in der Welt herumreisen kann?
Ist es gesund oder freiheitsliebend, Menschen zu verbieten, weiterhin ihrer selbstständigen Arbeit nachgehen zu dürfen, während Menschen im öffentlichen Dienst oder anderen „systemrelevanten“ Berufen weiterhin und meist offensichtlich sehr lieblos ihre Arbeit verrichten müssen?
Ich wünschte, mir würden nicht dauernd noch mehr Beispiele einfallen …

„Was sollen wir denn (sonst) tun?“ höre ich oft von Menschen, für die Widerstandleisten – gegen (Gruppen-)Zwänge oder gesellschaftliches Konkurrenzdenken – „Nichts-Tun“ ist; die nicht erkennen, wie viele Informationen und wie viel Selbstvertrauen man erst sammeln muss, bevor man seine Berechtigung als BürgerIn einer Demokratie wahrnehmen kann, um sich auch ohne ärztliches Attest gegen Maskenzwänge, Tests und damit verbundene Bußgelder zu wehren, bzw. wie anstrengend es ist, sich für (Meinungs-)Freiheit und Demokratie einzusetzen, wenn man weiß, dass es BesserwisserInnen und FaktencheckerInnen in diesem Land gibt, die sich für keine Schlammschlacht zu schade sind. Ich bin heute alt genug, um einerseits zu wissen, dass irgendwer etwas immer noch besser wissen wird und dass es sich nicht lohnt, darüber zu streiten.

Also, was könn(t)en die denn tun, die erkannt haben, dass Widerstand irgendwann doch mal zur Pflicht werden könnte, die aber auch wenig Sinn darin sehen, „nur“ auf der Straße zu demonstrieren?
Hört auf, Dinge mitzumachen, die Euch krank und/oder unfrei machen, die Euch also das Gefühl von Abhängigkeit geben! Knüpft neue Kontakte zu Menschen, vernetzt Euch mit Menschen, die Euch nicht das Gefühl geben, dass sie nur „ihr Ding“ durchziehen wollen, sondern die für alle Menschen das Beste wollen, also – ökologische, systemische, „ganzheitlich-gesundheitliche“ – Zusammenhänge verstanden haben und die sie Euch – wenn Ihr bereit seid, Fragen zu stellen und auch noch zuhören zu wollen, wenn Euch die Antworten nicht gefallen – auch erklären wollen. Es ist weder für ein glückliches Miteinander notwendig noch der eigenen Gesundheit zuträglich, nach dem Motto „Geiz ist geil, (freiwilliger) Verzicht aber doof“ oder „nach mir die Sintflut“ zu leben.
Es gibt schon viele Wege, Alternativen, und immer mehr Menschen, die sich weiter neue überlegen, wie wir zukünftig ein gesünderes und unabhängigeres, freieres Leben als Menschen leben könn(t)en – wenn alle mitmachen (würden) und nicht zurück in ihr altes Leben, in unsere alten Systeme zurück woll(t)en.
Das Erste und „Einfachste“, im Sinne von Naheliegendste, aber das vielleicht Schwerste im Sinne der Umsetzbarkeit ist es: Altes aufzugeben und hinter sich zu lassen, um sich etwas Neues, Alternativen eben, überlegen zu können bzw. dann sogar zu müssen.
Es ist aber nur schwer, wenn man dabei alleine ist; und ich habe den Eindruck, dass immer mehr Menschen, Menschen, die genau hinschauen oder in sich hineinfühlen können, gar nicht genau dahin zurückwollen, wo sie letztes Jahr um diese Zeit waren.

Ich will schon lange nicht mehr irgendwohin zurück.
Ich weiß, warum ich heute genau da bin, wo ich bin, und habe auch verstanden, wie es global so weit kommen konnte: warum Menschen das getan haben, was in (Geschichts-)Büchern über sie steht; warum zensiert wird, was Menschen nicht wissen sollen; warum Menschen tun, was sie tun, weil sie eben Menschen sind; und ich weiß, was ich (ab) jetzt tun kann und werde – auch wenn es mir oft schwer fällt.
Ich werde auf jeden Fall bestimmt weiterhin etwas darüber schreiben – denn das fällt mir leicht.

Ach ja, fast vergessen: der Neumond. Weil ich oft meiner Intuition folge und recherchiere, wenn mir etwas in den Sinn kommt, weiß ich seit heute Morgen (zumindest glaube ich, es zu wissen, denn ich habe mir Informationen in unterschiedlichen Quellen angeschaut), dass – weil es sich nach dem 2. Neumond nach der Wintersonnenwende richtet – unter dem Februar-Neumond 2021 ein neues chinesisches Jahr, das Jahr des Ochsen, beginnt. Bei uns ist heute Nacht die Neumondnacht, in China wird anscheinend morgen das Neujahrfest gefeiert.
Für mich war das der ausschlaggebende Hinweis, den ich noch gebraucht habe, um mir sicher zu sein, dass ich ab heute diesen Blog anders fortführen möchte, dass ich hier einen anderen Weg einschlagen möchte, der vielleicht für andere Menschen, vielleicht auch für die gleichen, lohnenswert ist, wenn sie ihn mitverfolgen und Ideen oder Kraft daraus schöpfen. Ich möchte niemandem mehr erklären, warum Dinge sind, wie sie sind – wer Interesse und Fragen hat, kann mich jederzeit kontaktieren. Alles anderen wissen es bestimmt selbst schon längst. Wie sie anfangen können, sie zu ändern, davon habe ich ja jetzt auch schon geschrieben.

Ich lasse gerne Dinge hinter mir, bei denen ich mir sicher bin, dass ich sie selbst nicht mehr brauche – so wie die Texte, die ich hier veröffentlicht habe. Ich lasse sie trotzdem – für andere – erst einmal noch stehen. Vielleicht kommt ja eine Zeit, in der im Internet sowieso nur noch stehen darf, was bestimmte Menschen dort lesen wollen – dann muss ich mich selbst nicht einmal darum kümmern, dass sie gelöscht werden.
Manchmal lohnt sich Widerstand gegen Zensur nicht – vor allem wenn Informationen aus der Welt verschwinden, die keinen nachhaltigen Sinn erfüllen. Man muss sich gar nicht immer umsonst mit etwas abmühen, wenn man einfach ein bisschen abwartet (ob zum Beispiel andere, ganz oder wieder neue Informationen auftauchen, die viel wichtiger sind!).
Nur zu lange sollte das Warten nie dauern!

P.s.: Ich bin wirklich auch sehr gespannt, wie lange es sich die Chinesen, die ich genausowenig für Hornochsen halte wie andere Menschen, noch gefallen lassen, ihre Freiheit Diktatoren zu opfern, auch wenn sie dafür „gut“ für ihre Gesundheit sorgen …

P.p.s.: Wenn Menschen aus Angst um ihre Gesundheit versuchen, die Freiheit anderer Menschen mit „Schutzmaßnahmen“ einzuschränken, nannte man das bisher Nötigung und Nötigung war bisher eine Straftat

 

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P.s.: Dank für das Foto gebührt Senny Rapoport (auf Unsplash)!