Hinter dem Mond …

… findet das Leben nicht statt

Wenn man als WissenschaftlerIn anfängt, sich mit dem Leben auf der Erde zu beschäftigen; wenn man nach Zusammenhängen sucht und sich aus anderen Quellen als aus denen informiert, die man im „normalen“ Leben – vor allem über öffentlich-rechtliche und andere „Leit“- Medien – mehr oder weniger vorgesetzt oder sogar – mit Rundfunkgebühren – politisch verordnet bekommt; wenn man sich intensiv mit Werbung und PR auseinandersetzt, also auch mit (politischer) Propaganda, und wie sich das menschliche Gehirn in die Irre leiten, also täuschen lässt, kann sich die Welt komplett verändern oder das eigene Weltbild auf den Kopf stellen.

Bis vor nicht allzu langer Zeit dachte ich, ich wäre – als mehr oder weniger typischer „Öko“ – diejenige mit den unmodernen, fortschrittsfeindlichen Ideen und Idealen, weil ich schon lange sehe, wie die Pharmaindustrie und ihre medikamentengläubigen AnhängerInnen, technische Weiterentwicklungen und auch Regierungen die Natur zerstören, Tiere quälen und Menschen als reine Arbeitskräfte und Kunden bzw. Datenlieferanten ausbeuten, selbst wenn sie sich christlich, sozial, liberal, grün oder freiheitlich-demokratisch nennen.
Heute bin ich mich sicher, dass diejenigen, die sich weiterhin auf die Schulmedizin, PolitikerInnen oder „die Forschung“ oder „die Wissenschaft“ und ihre ExpertInnen verlassen, die sein werden, die nicht zukunftsfähig sind und in einer Welt nicht überleben können, in der Naturgesetze und Spielregeln des Lebens herrschen.

Es ist naiv und blauäugig, zeugt also von kindlichem Vertrauen statt von Erwachsensein und Eigenverantwortung, zu glauben, dass einzelne Menschen das Beste für das Leben oder die Gesundheit der Menschheit, Tiere oder die Natur wollen – ganz zu schweigen von der eigenen -, die sich einem menschengemachten, auf Wettbewerb ausgerichteten Markt unterworfen haben. Wer der oder die Beste oder MarktführerIn sein will, ist irgendwann auch bereit, über Leichen zu gehen. Und in einer Welt, in der der Rest der Menschheit das nicht verhindert, sondern – unkritisch und ohne nach Alternativen zu suchen – deren Produkte kauft oder zu deren Konsum aufruft, sozusagen Propaganda betreibt, werden sich Ungerechtigkeiten nie verhindern lassen. Das regelt verhindert schon der Markt …

Das Leben hinter dem Mond ist mit möglichst viel Anstrengung und Mühe bei der Arbeit und möglichst viel Geld verdienen verbunden; aber dafür möglichst bequem und spaßig in der Freizeit, wo man sich nicht mehr mit Problemen beschäftigen möchte.

Menschen, die hinter dem Mond leben, denken, das Fernsehen oder Tageszeitungen würden über die „wichtigsten“ Dinge in der Welt berichten.

Menschen, die hinter dem Mond leben, denken, auch Menschen, die ein gesundes Leben leben, könnten krank werden, oder nur mit Medikamenten könnten kranke Menschen geheilt werden.

Menschen, die hinter dem Mond leben, glauben, dass ForscherInnen und WissenschaftlerInnen, also andere Menschen, Viren oder Bakterien, die kleinsten und zahlreichsten bekannten Organismen dieser Erde, unter Kontrolle halten und nach eigenem Belieben sinnvoll regulieren könnten; sie leugnen, dass Menschen sich auf die eigenen körperlichen Schutz- und Selbsheilungskräfte („Abwehrkräfte“ beschreiben nicht annähernd, was unser Körper kann!), unser sogenanntes menschliches Immunsystem, verlassen könn(t)en, wenn diese bestmöglich versorgt und nicht in ihrer Arbeit behindert würden.

Menschen, die hinter dem Mond leben, denken, wir könnten einen entscheidenden Beitrag zum Natur- oder Tierschutz leisten, wenn sie klimafreundliche Autos fahren, ein bisschen weniger tierische Produkte oder weniger Plastik und mehr „bio“ – egal in welchem Großsupermarkt – konsumieren und auf akribisch auf diverse Siegel auf als „Lebensmittel“ getarnten industriell gefertigten Produkte achten oder Geld an Natur- oder Tierschutzorganisationen spenden.

Menschen, die hinter dem Mond leben, flüchten sich gerne in virtuelle, digitale Welten, in denen sie sich sicher fühlen, und erkennen nicht deren Gefahr oder Suchtpotenzial.

Menschen, die hinter dem Mond leben, wissen nicht, weches kreative Potenzial in ihnen selbst und in ihrer eigenen Vorstellungs- oder Tatkraft liegt.

Mensche, die hinter dem Mond leben, vertrauen ihrer leisen inneren Stimme, ihrer Intuition, – nicht zu verwechseln mit dem Ego – weniger als dem, was andere sagen, besonders wenn diese vorgeben, etwas Allgemeingültiges zu wissen.

Menschen, die hinter dem Mond leben, wissen nicht, was unsere führenden PolitikerInnen oder WissenschaftlerInnen oder einfach Menschen wissen, die sich die Mühe machen, Informationen oder sogar Geschichtsbücher zu hinterfragen, zu recherchieren, um Zusammenhänge zu verstehen und Menschen darüber aufzuklären.

Menschen, die hinter dem Mond leben, verstehen nichts von der Natur, von ökologischen Zusammenhängen und lebenden Systemen oder natürlichem Wachstum und nachhaltig sinnvoller, vor allem geistiger (Weiter-)Entwicklung.

Hinter dem Mond leben Menschen, die denken, sie wären mutig, wenn sie wissen, dass sie genug Rückhalt – familiären oder in einer anderen Gruppe – oder finanzielle Möglichkeiten haben, um sich notfalls Hilfe zu holen, nachdem sie ihren „Mut“ bewiesen haben oder „mutig“ aufgetreten sind.

Hinter dem Mond leben Menschen, die denken, man könne sich mit einer Gruppe von Menschen solidarisch erklären, ohne dass man sich damit gleichzeitig unsolidarisch gegenüber anderen Gruppen von Menschen verhält.

Hinter dem Mond leben Menschen, die denken, man könne etwas nur gut oder nur schlecht machen oder es gäbe immer automatisch – spätestens wenn ExpertInnen sie gefunden haben – eine beste oder schlechteste Lösung für Probleme.

Hinter dem Mond leben Menschen, die nicht (an-)erkennen, dass sie ein Teil dieser Welt und mitverantwortlich für das sind, was auf der Erde geschieht.

Hinter dem Mond leben Menschen, die denken, sie könnten irgendwann der Erde entfliehen, wenn sie sie zerstört haben.

Menschen, die hinter dem Mond leben, wollen von all dem wenig oder nichts wissen, weil sie glücklich und zufrieden in einer von weltfremden TechnokratInnen beherrschten Welt sind.

Menschen, die hinter dem Mond leben, sind (noch) nicht bereit, ihr Leben zukunftsfähig zu machen, also so zu verändern, dass wir alle zusammen weiterhin auf der Erde überleben könn(t)en.

Menschen, die hinter dem Mond leben, trauen der Natur nicht zu, dass sie das regeln wird.
Ich schon.
Und ich hoffe, es wird noch möglichst vielen, die friedlich Widerstand gegen Regierungen und globale Unternehmen leisten, also „zivil ungehorsam“ sein oder deren Machenschaften anders boykottieren möchten, möglichst schnell bewusst – damit bis dahin nicht weiter unnötig viele (politische Maßnahmen-)Opfer gefordert werden (von denen global-agierende Unternehmen und freiheits- oder demokratiefeindliche Regierungen profitieren …) – vor allem unter den Ärmsten und Schwächsten unserer Welt oder Gesellschaften.
Auf unsere aktuell Regierenden würde ich dabei nicht allzu sehr zählen. Dass die schon immer versuchen, sich gemeinsam den angenehmsten Platz hinter dem Mond zu sichern – den, von dem aus sie Leid und Elend auf der Welt überhaupt nicht sehen müssen, vor allem das, was sie selbst anrichten, so dass sie sich immer einreden können, sie würden etwas dagegen tun -, das weiß ich schon, seitdem ich eigenständig (politisch) denken kann.

P.s.: Für ein zukünftig friedliches, menschliches Zusammenleben in Freiheit und Basisdemokratie – ohne Gesundheitsdiktatur und Überwachung – unter dem Mond gibt auf jeden Fall schon Hoffnung und Widerstand!

 

—————————————–

Dank für das Foto gebührt Mathias Csader!