Führen wir einen globalen Glaubenskrieg?

Jede/r, die/der glaubt, etwas zu wissen, gegen alle anderen, die das nicht akzeptieren wollen?

Wenn es nicht ums nackte Überleben und Ressourcen oder die Befreiung aus Unterdrückung geht, sind unsere Kriege ja eigentlich schon immer Glaubenskriege, die aus Ideologien heraus entstehen oder von Religionen ausgehen.

Allerdings fällt mir immer mehr auf, dass die Kriege, die geführt wurden oder auch aktuell geführt werden, um sich aus der Unterdrückung durch andere, aus Gewaltherrschaften, zu befreien, nur geführt wurden oder werden („mussten“/“müssen“), weil sich Menschen vorher immer wieder „freiwillig“, aus einer Ideologie heraus, zu Sklaven haben machen lassen: Sie lassen sich seit jeher von tollen Ideen oder Geld verlocken, von Idolen blenden, bzw. sind gut darin, alles auszublenden, was den „schönen Schein“, den sie sehen, oder den „heiligen Gral“, den sie selbst haben möchten, verderben könnte.
Mir fällt immer mehr auf, in wie vielen Parallelwelten Menschen dadurch leben können; sozusagen den unterschiedlichsten „Fantasiewelten“, die viele Menschen nicht nur für ihre eigene, sondern für die ganze Wahrheit halten.

Ich frage mich, ob es damit zusammenhängt, dass in unserer modernen Welt schon Kindern das Träumen, Geschichtenerfinden und Fantasieren früh ausgetrieben wird – vor allem indem „LügnerInnen“ bestraft werden – um sie auf das „echte Leben“ vorzubereiten, das uns vorgesetzt wird, weil dort mächtige Menschen mit viel Geld ihren Utopien oder Lügen mehr oder weniger freien Lauf lassen können.
Leben in Absurdistan; oder eher im Fantasialand – weil Menschen nicht von Natur aus wissen, wie man das eigene Gehirn so nutzt, dass es Realität und (Wunsch-)Vorstellungen sinnvoll voneinander trennt; das müssten wir erst einmal (neu) lernen.

Ich würde auf jeden Fall dafür plädieren, in Schulen statt Geschichte Märchenstunden zu etablieren (in unseren „beschönigten“ Geschichtsbüchern stehen ohnehin viele – denn Fehler oder Lügen haben auch historische Personen mit Sicherheit noch nie freiwillig zugegeben!); oder zumindest einen gemeinsamen Religionsunterricht, in dem Kinder Spiritualität vermittelt werden kann, deren Eltern vor lauter Geistestraining vielleicht gar keine Verbindung mehr zu ihrer Seele haben, aus der die schönsten und ehrlichsten Geschichten entspringen.

Dass mehr oder weniger „seelenlose“ Menschen großen Schaden anrichten können, wenn sie irgendwann im „echten Leben“ Politik machen dürfen; ja das bekommen wir gerade tagtäglich vor Augen geführt.

 

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Dank für das Foto gebührt meinem Lieblings-, live und analog, Geschichtenerzähler Mathias Csader!

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