Wenn der Atem der Natur stockt …

… überdauert ihr Geist und ihre Seele im Verborgenen

Dass viele Menschen völlig die Verbindung zur Natur und damit auch zu einem Teil ihrer eigenen Seele und zu ihrem (natürlichen) Körper verloren haben, erkenne ich daran, dass sie es für eine Lappalie – witziger Zufall, dass dieses Wort auf „(Stoff-)Lappen“ zurückgehen soll … -, halten, sich eine Stoffmaske vor Mund und Nase zu ziehen und nicht mehr frei atmen zu dürfen, also nicht mehr frei Luft holen zu dürfen, die unseren Organismus zwar auch schädigen kann, aber gleichzeitig am Leben erhält, wenn wir Schadstoffe über unsere Lungen ausatmen können.

Für mich ist es ein Zeichen von fehlendem oder fehlgeleitetem Vertrauen in die Natur, unseren Ursprung oder auch in unsere/n „SchöpferInnen“ und naiv, Menschen, die man nicht einmal persönlich kennt, nur aufgrund ihres öffentlichen Auftretens zu vertrauen und zu glauben, wir könnten oder müssten andere Menschen vor unserer eigenen Ausatmung schützen.
Vor allem ExpertInnen, PolitikerInnen, JournalistInnen und alle Menschen, die vehement behaupten, etwas ganz genau zu „wissen“, also selbst erforscht, gehört oder gesehen zu haben oder absehen zu können, machen mich als Lebenswissenschaftlerin heute besonders skeptisch. So einfach ist das Leben nicht; und Menschen, die denken, sie könnten es mit Hilfe von KI im Voraus berechnen, mit Technik „verbessern“, „mal schnell“ – vor laufender Kamera oder in einem kurzen Gespräch – etwas darüber sagen oder – mit zusätzlichen Informationen aus den Nachrichten oder anderen „Leitmedien“ – etwas davon verstehen, treiben mich hin und wieder ein bisschen zur Verzweiflung.

Dann atme ich erst einmal ruhig, schöpfe damit neue Kraft und mache mich anschließend (weiter) auf meine Suche nach neuen Erlebnissen, die mir neue Argumente für die unzerstörbare Seele der Natur liefern – und dafür, dass es selbstzerstörerisch ist, die Verbindung zu ihr zu verlieren oder zu verleugnen -, oder ich suche mir neue Informationen bzw. „InformantInnen“, also Menschen, mit denen ich mich verbunden fühle und denen ich mein Vertrauen schenken möchte.
Wer etwas verstanden hat und gleichzeitig Rücksicht auf andere nehmen und sie verstehen möchte, kann es – oder sich – den anderen auch in Ruhe erklären.

Es ist schön zu beobachten, zu hören, zu begreifen, zu spüren, also selbst zu erfahren, dass immer mehr Menschen zurück zur Natur und dadurch auch mehr zu sich selbst finden! Es macht mir Hoffnung, dass unsere Erde doch noch zu retten ist, bevor wir sie als Lebensraum für uns Menschen zerstört haben.

 

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Dank für das Foto gebührt meinem Lieblingsinformanten Mathias Csader, der mir mittlerweile auch schon so viel vertraut, um nicht mehr alles selbst noch einmal nachzurecherchieren, was ich von mir gebe!