Die härtesten Überlebenskämpfe …

… werden von Menschen geführt, die friedlich Widerstand leisten

Es ist keine Kunst, für das eigene Überleben mit allen verfügbaren Waffen zu kämpfen.
Eine echte Herausforderung ist es, sich unbewaffnet bewaffneten oder streitlustigen Gegenübern zu stellen, die etwas versuchen durchzusetzen, womit man nicht einverstanden, was also in den eigenen Augen nicht gerecht oder rechtmäßig ist.
Es erfordert Mut, in Kauf zu nehmen, dass man dabei selbst verletzt oder misshandelt wird.
Es erfordert Willensstärke, sich nicht von den eigenen Emotionen, der eigenen Angst oder Wut und Verzweiflung beherrschen zu lassen, sondern (innere) Ruhe zu bewahren und sich auch nicht zu gewaltsamem Widerstand verleiten zu lassen, wenn die eigenen Grenzen dabei überschritten werden.

Mir ist ein friedliches Miteinander wert, das zu lernen, also an mir zu arbeiten, d.h. mir bewusst das anzutrainieren, womit ich sowohl meinen Herzschlag und Puls beruhigen als auch klare Gedanken fassen kann, um dann damit vernünftig, menschlich, zu handeln.
Ich habe den Eindruck, in der Theorie sehen die meisten Menschen die Vorteile dieser Achtsamkeitsübung und diejenigen, die sich hinterher immer wieder kritisch selbst hinterfragen, wenn etwas nicht so gelaufen ist, wie sie es sich von sich gewünscht hätten, wissen, wie schwer sie ist.

Es kann frustrieren, die inneren Kämpfe immer wieder zu verlieren.
Es kann deprimieren, wenn niemand bemerkt, wie sehr man sich angestrengt hat und dass man Trost und Ermunterung und eine Aussicht auf Erfolg gebrauchen könnte.
Ich persönlich gebe mich mittlerweile meist damit zufrieden, dass ich selbst feststelle, dass ich jedes Mal geübter und besser werde, damit umzugehen, und früher wieder bereit bin, es noch einmal zu versuchen.

Ein großer Dank gebührt aber auch all den vielen friedliebenden Menschen, die mich umgeben, die mir allein damit den Rücken stärken und mich anspornen, dass ich auch bei ihnen sehen kann:
Es lohnt sich immer wieder, sich für die eigenen Ideale – vor allem, wenn man sich selbst oder andere ungerecht behandelt fühlt – auch unbewaffnet und widerspruchslos in „Gefahrensituationen“ zu begeben statt zu hoffen, dass andere die Ungerechtigkeit bemerken und beseitigen werden!

P.s.: Die IdealistInnen, die gewalttätig für Freiheit kämpfen, laufen Gefahr, die späteren SklavenaufseherInnen zu werden.

P.p.s.: Ich kenne zwar beides – die Bibel und das Grundgesetz – nur in Auszügen; aber ich habe den Eindruck, dass vor allem Menschen, die sich als die höchsten DienerInnen Gottes und/oder des Staates ausgeben, um unter Menschen für Gerechtigkeit zu „kämpfen“,

  • begeben sich selbst am wenigsten unter die Ärmsten und stellen sich ihren Sorgen und Nöten meist gar nicht persönlich,
  • leben am prunkvollsten und am meisten abgeschottet vom „normalen Volk“,
  • sorgen mit ihren Predigten dafür, dass Geld am Ende immer auch wieder im Überfluss zurück zu denen fließt, die am meisten gespendet habe,
  • schaffen mehr Spaltung unter Menschen als sie zusammenzubringen, und
  • begegnen anderen Menschen selten auf Augenhöhe, neigen also dazu, auf einige hinab- und zu anderen hinauf zu schauen,
  • haben also beide Werke offensichtlich nicht verstanden.

P.p.p.s.: Und auch die direkten „DienerInnen“ der (Gesundheit der) Menschen haben den „Kampf“ gegen den (bio-)technologischen Fortschritt und/oder ihr Streben nach Erfolg mittlerweile fast geschlossen verloren, obwohl sich schon seit 20 Jahren abzeichnet, dass es in der Medizin nicht mehr um die Gesundheit der Menschen geht – zumindest hat 2002 das Ärzteblatt darüber berichtet (besonders beachtenswert ist Punkt 11; und falls der Link zensiert ist: ich habe eine PDF gesichert – bei Interesse bitte einfach melden!).

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Dank für das Foto gebührt Koshu Kunii (auf Unsplash)!

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