Die Kunst, glücklich und gesund zu leben

… besteht darin,

  • das, was dafür getan werden muss, zu tun;
  • das, was Gesundheit und Glück schadet, möglichst zu vermeiden und
  • herauszufinden, wie man das unter gegebenen Umständen in seinem Leben umsetzen kann.

 

Wer seine Balance darin nicht findet, sich unglücklich fühlt oder krank wird,

  • versteht entweder nicht, was für ihn/sie gesund ist und ihm/ihr schadet;
  • nutzt also auch (unbewusst) zu wenige der Möglichkeiten, sich und der eigenen Gesundheit etwas Gutes zu tun, oder
  • setzt sich im Verhältnis dazu zu vielen „Dingen“ oder Menschen aus, die der eigenen Gesundheit schaden oder die ihn/sie von sich abhängig machen
    (Wenn Menschen – so wie Tiere und vermutlich alle Lebewesen – sich ihrer Entscheidungs- und Bewegungs-Freiheit(en) beraubt fühlen, „verkümmern“ sie mit der Zeit automatisch, weil sie sich dadurch als Individuen nicht mehr gebraucht fühlen.), und
  • nutzt nicht die Möglichkeiten, sich die eigenen Lebensumstände so zu gestalten, sich mit den Menschen zu umgeben, die und deren Bedürfnisse man genauso respektiert oder zu respektieren lernen kann wie umgekehrt, und die eigenen „Herzensdinge“ so umzusetzen, dass er/sie darin bzw. mit und unter ihnen die eigene Balance findet.

Es ist keine Kunst, möglichst viele Dinge zu erleben, möglichst viele Eindrücke im Leben zu sammeln, möglichst viel zu sehen.

Die Kunst ist für mich, sich in jeder Situation, in jedem Moment, auch schlechten, bewusst zu sein, dass

  • nichts selbstverständlich ist;
  • alles einen Grund bzw. sogar nicht nur einen, sondern einen Zusammenhang mit allem anderen hat;
  • man immer einen Einfluss darauf hat, wie man das eigene Leben betrachtet und
  • dass man immer wieder neu entscheiden kann, wie man es zukünftig leben möchte.

Wer das, was er/sie tut, und die Menschen, mit denen er/sie lebt, liebt, für den zählt nicht, wie viel Erfolge er/sie dabei hat, das, was er sie gerne verändern möchte, tatsächlich zu verändern, sondern dass er/sie nicht die Freude daran verliert, es zu versuchen.

Leben heißt für mich weder, sich bestmöglich an die gegebenen Lebensumstände anzupassen und sich mit allem einfach abzufinden, noch alles, was man nicht mag zu vermeiden, zu verbieten und abschaffen zu wollen; sondern sich innerhalb der von der Natur gesetzten Grenzen die Freiheiten zu bewahren, immer mal wieder Neues auszuprobieren, was einem selbst Freude bereitet und dadurch sowohl zur persönlichen Weiterentwicklung als auch zur Evolution des Menschen beiträgt.

Viele der Menschen, die gerade die Welt regieren und die Politik für uns machen oder das zukünftig vorhaben, scheinen das (leider) anders zu sehen und andere Weiterentwicklungen zu verfolgen.
Immerhin bin ich mir sicher, dass ich in meinem Leben genug über Gesundheit und Glück gelernt und schon viele – für mich – wichtige und „richtige“ Menschen, „LebenskünstlerInnen“, gefunden habe, um mit ihnen weiterhin Möglichkeiten zu finden, uns unsere Freiheiten, unser Glück und unsere Gesundheit zu bewahren.
Kunst wird eben erst zu „echter“ Kunst, wenn es viele Menschen gibt, die sie auch ehrlich zu schätzen wissen.

 

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Dank für das Foto gebührt Mehmet Turgut Kirkgoz (auf Unsplash)!

2 Kommentare
  1. Bachmann Suleika
    Bachmann Suleika sagte:

    gefällt mir sehr, sehr gut – vielleicht oder gerade deswegen – weil mich die Frage sehr beschäftigt: was glücklich SEIN überhaupt für mich selbst bedeutet? Und ob es nicht zwei Arten von Glück gibt, das Innere eigene und das von Aussen abhängig gemachte – und die Unklarheit: was mich langfristig wohl wirklich glücklich macht?

    Antworten
    • Kerstin Reuther
      Kerstin Reuther sagte:

      Glück lässt sich nicht planen oder bevorraten! Du musst Dich für die Dinge entscheiden, die Dich glücklich machen; und Du kannst lernen, bei möglichst vielen Dingen, die Du tust, glücklich zu sein, also auch das, was Dich nicht glücklich macht, so anzunehmen oder zu verändern – es zumindest immer wieder zu versuchen -, dass es Dich nicht unnötig unglücklich oder sogar krank macht!

      Antworten

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