Von Zauberei, Bedeutung und Wirkung auf Menschen

Menschen lassen sich leicht verzaubern.

Ein paar bedeutungsvolle, beeindruckende Worte oder Handlungen, schon ist eine Mehrheit hin und weg.

Viele wissen aus eigener Erfahrung, dass sie sich selbst damit schon haben täuschen lassen.
Aber dass ihnen das tagtäglich passiert, dass sie tagtäglich – von Unternehmens- und Produktwerbung bis hin zu (politisch beeinflusster) PR auch in unseren öffentlichen, „seriösen“ Leitmedien – von Propaganda, von wirkungsvollen Bildern, von wiederholten „Parolen“, sogenannten Slogans, der unterschiedlichsten Interessengruppen beeinflusst und gelenkt  werden, das geben die wenigsten (gerne) zu.
Entweder haben viele Menschen tatsächlich keine Ahnung oder sie wissen nicht, wie sie sich davor schützen können, und nehmen es einfach hin.

Dabei müssten sie nur in sich hineinhören, was wirklich eine Bedeutung für sie hat; dabei müssten sie nur lernen, in erster Linie den Menschen zu vertrauen, die sie auch persönlich kennen; dabei müssten sie sich nur die Zeit nehmen, ein bisschen zu überlegen, welcher Zaubertrick oder welche Show ihnen gerade präsentiert wird, was ihnen suggeriert werden soll.
Dabei müssten sie nur lernen, nach Menschen Ausschau zu halten, die schon nach neuen Wegen gesucht haben und Alternativen anbieten können, sich persönlich davor zu „schützen“: entweder auf persönlicher Ebene durch Arbeit an sich selbst, an der eigenen Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, und dem eigenen Bewusstein; oder mit Hilfsmitteln, um sich unabhängiger von denen zu machen, die am meisten an Betrug verdienen, indem sie also eine schöne Scheinwelt aufrechterhalten.

Wir Menschen brauchen den Zauber in unserem Leben.
Aber so viele sind blind für die Wunder der Natur (geworden). Sie haben keine Bedeutung für sie.
Sie sehen sie nicht (mehr), haben sie vielleicht noch nie gesehen, weil ihnen nie jemand beigebracht hat, die Augen dafür zu öffnen.
Sie verschließen ihre Augen einseitig vor dem, was sie sehen wollen, und dem, wovor sie Angst haben, und bemerken nicht, wie einseitig, also unvollständig ihr Natur- und auch Menschenbild ist.
Sie sehen nicht die Einzigartigkeit jedes Wesens, sondern möchten manchen von ihnen am liebsten gar nie begegnen.
Sie wissen nicht, dass sich die Natur tagtäglich verändert, uns neu verzaubern kann, und die Show nie zu Ende gehen wird, höchstens ohne uns Menschen und viele andere Lebensarten.

Ich möchte nicht Teil der Zerstörung sein; ich würde gerne nachhaltig und mit den Erneuerungszyklen der Natur leben; deshalbwar lange Zeit wütend auf viele Mensche; darauf, wie unachtsam sie mit der Natur umgehen.
Heute weiß ich, dass sie einfach die Zusammenhänge (noch) nicht verstehen; und dass es für Menschen schwer ist, wenn sie sich an einen bestimmten Lebensstil gewöhnt haben, „nur“ aus Naturschutzgründen auf bestimmte Dinge wieder zu verzichten.
Mich wundert heute kaum etwas; aber mir fällt es schwer, Verständnis zu haben für Menschen, die sich weigern, sich aufklären zu lassen darüber, was sie selbst bewirken könn(t)en.

Ich versuche mich – solange ich sehe, dass Hoffnung besteht; dass es noch Menschen und Tiere und Pflanzen und Pilze und vor allem auch Mikroorganismen gibt, die gesund und glücklich und frei von der Täuschung oder Ablenkungsversuchen durch andere leben – damit zu trösten, dass sie es irgendwann noch einsehen und lernen werden.

P.s.: Mittlerweile nutze ich gerne wieder meine eigene Zauberkraft und stelle fest, dass es auch mir Freude bereitet, Menschen, die ihr Gesicht hinter einer Maske verbergen (wollen/denken, dass sie das“müssen“), einfach anzulächeln.

P.p.s.: Es ist kein Zauberwerk, zu verstehen, dass Menschen die bisher auf andere vertraut haben, die so getan haben, als wüssten sie, wovon sie reden – ohne zu überprüfen, ob sie auch Zusammenhänge verstanden haben – gerade ihr blaues Wunder erleben.

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Dank für das Foto gebührt Almos Bechtold (auf Unsplash)!

Vom fehlenden Verständnis der Menschen füreinander

Und auch von WissenschaftlerInnen, denen das Verständnis für Zusammenhänge fehlt

Ich würde sagen, dass ich in dem naiven Gefühl aufgewachsen bin, einigermaßen verstanden zu werden. Zumindest hatte ich das Gefühl, die Dinge, die ich nicht verstehen kann , könnte man als Mensch ohnehin nicht verstehen. Und später habe ich nicht erwartet, dass andere alles verstehen, was ich tue, solange ich selbst dahinter stehen konnte und dafür auch nie so bestraft wurde, dass ich es nicht irgendwie verstanden hätte.
Ich hatte aber einerseits auch viele Freiheiten, es gab für mich also wenige unverständliche, in meinen Augen unsinnige, nur auf der Willkür anderer, beruhende  Einschränkungen, und ich war andererseits eine „Schisserin“, Verbote zu übertreten.
Heute kann ich mich in die vielen Kinder gut hineinversetzen, die schon früh „Probleme“ mit ihrer Verwandtschaft haben. Ich kann sehen, wie wenig Verständnis füreinander herrscht, weil die meisten entweder denken, sie hätten schon alles verstanden, oder das könnte ohnehin niemand verstehen; sie wüssten schon, was das „für eine/r“ ist, ohne dass sie sich jemals wirklich zugehört und sich erklärt hätten.

Ich habe nie erwartet, dass andere Menschen das an mir verstehen, was ich selbst noch gar nicht verstanden habe.
Aber ich habe dazugelernt.
Ich bin studieren gegangen. Ich habe an diversen Stellen gearbeitet. Ich habe viele unterschiedlichste Menschen über längere Zeit  kennenlernen, als Lebensforscherin beobachten dürfen, vom untersten Ende in unserer Gesellschaft – den MitarbeiterInnen im Tierheim – bis zu DoktorInnen und ProfessorInnen.
Heute stelle ich fest, wie wenige Menschen verstehen oder überhaupt verstehen wollen, was ich zu sagen habe; obwohl ich bereit wäre, mir die Zeit zu nehmen, um es ihnen zu erklären.

Es ist nicht so, dass Menschen nicht alles verstehen könnten.
Menschen funktionieren alle gleich – jede/r auf seine/ihre individuelle Weise: Jede/r könnte irgendwann das verstehen, was andere sagen; wenn sie Geduld trainieren und sich genug Zeit dafür nehmen würden.
Aber Menschen setzen ihre Prioritäten; sie müssen Prioritäten setzen, weil der Tag für alle von uns nur 24 Stunden hat.

Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, die Natur und das (Zusammen-)Leben, Menschen, Tiere, Pflanzen und alle anderen kleineren Organismen verstehen zu wollen. Und ich werde heute selten wirklich überrascht.
Das heißt, ich bin immer wieder überrascht, wie vielfältig die Probleme der Menschen sind, wie leicht oder schwer wir uns das Leben miteinander machen, weil viele die Zusammenhänge nicht sehen wollen.
Vielen Menschen fehlt jegliches Verständnis für sich, also auch für andere und die vielen Verbindungen dazwischen..
Sie wissen vielleicht, was sie bei ihrer Arbeit zu leisten haben, sie wissen, was andere tun oder in ihren Augen zu tun haben, wie man auf Viren testet oder wie man ihre Verbreitung mit Algorithmen hochrechnet; aber verstanden haben sie in ihrem Leben wenig.

Ich behaupte nicht, dass ich das hätte; aber ich habe meine Augen darauf geschult, nach möglichen Verbindungen zu suchen, die viele andere nicht sehen können, ohne dass sie darauf hingewiesen werden.
Vielleicht kommen sie irgendwann noch selbst darauf.
Mir wäre das zu viel kostbare Lebenszeitverschwendung.
Ich will lieber möglichst schnell verstehen, was um mich herum los ist. Und das tue ich gerade.

 

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Dank für das Titelbild mit ihren „Tänzerinnen“ gebührt meiner Lieblingskünstlerin Suleika Bachmann aus der Schweiz, auf deren zukünftige Werke – Trainingswerkzeuge für mein Verständnisvermögen – ich mich schon riesig freue!