Auf der roten Liste der gefährdeten Arten: Homo sapiens

Es war einmal … der kluge, selbstdenkende und einsichtsvolle sowie (gottes)gläubige Mensch

Das Jahr 2020 hat es ans Licht gebracht, was sich schon lange (immer wieder, mal mehr, mal weniger) abzeichnet: die Menschen verlieren weltweit immer schneller ihren – ohnehin nur noch wenig verbleibenden natürlichen – Lebensraum!
Sie verlieren nicht mehr nur den zu ihrem Leben geeigneten Raum, den sie noch betreten könnten, sondern haben auch quasi über Nacht viel von dem verloren, den sie vorher noch betreten durften. Statt ihre eigene, naturgegebene Vernunft zu benutzen, statt sich (noch) zuzutrauen, ihrem Herz oder Bauchgefühl zu folgen und in ihrem natürlichen, sozialen Umfeld – regionalen Kleingruppen – Absprachen und Regelungen zu treffen, um Krisensituationen zu bewältigen, lassen sie mittlerweile synchron fast weltweit lieber andere – Medienberichte, ExpertInnen, PolitikerInnen – über ihr Leben und die Nutzung von Lebensräumen entscheiden lassen.
Die Mehrheit der modernen Menschen hat den (sinnvollen) Widerstand(skampf) gegen die größten Gefahren für ihr menschliches Überleben komplett aufgegeben: den Glauben an (elektronische) Mainstream-Medien oder Produkte und die Menschen, die damit ihre Botschaften überbringen bzw. den irrsinnigen Glauben an Perfektion: selbst fehlerlos sein und ein makelloses Leben führen zu müssen bzw. zu können.
Wenn die Natur jemals nach Perfektion ihrer Lebewesen gestrebt hätte, hätte die Evolution schon lange genug Zeit dafür gehabt, sie zu erreichen; dann gäbe es nichts „Unschönes“ in der Welt; keine Krankheiten, Leid und Tod u.ä.. Es ist ein altbekanntes Missverständnis des Anscheins, dass „die Natur“ perfekt funktioniert – nur weil alle Lebewesen in einem intakten Ökosystem perfekt zusammenarbeiten. Ein perfektes Gesamtbild ergibt sich aber nur für die, die z.B. Überlebenskämpfe und das Sterben und Vergehen übersehen wollen (oder auch für die, die einseitig nur die „grausamen“ Seiten der Natur sehen).

Viele Menschen glauben jedenfalls – den unterschiedlichsten Medien, also denen, die das behaupten – gerne, dass in erster Linie wir Menschen „Fehler“ haben oder dass wir als Krone der Schöpfung „besser“ sein müssten als der Rest der Natur; dass wir nicht nur unsere natürlichen Lebensmittel, sondern auch Medikamente, auch technische Hilfsmittel und viele andere alltägliche, künstlich hergestellte Produkte für ein perfektes Leben brauchen.
Wenn in öffentlichenMedien von globalen Krisen die Rede ist, die sich nur gemeinsam lösen lassen, wird das (noch)selten hinterfragt.
Niemand fragt sich, was eigentlich globale Krisen sein sollen, die für alle Menschen auf der Welt die gleichen Auswirkungen haben sollen, obwohl es doch gar nicht überall gleichzeitig wärmer oder kälter, trockener oder verregneter wird. Es ist kein Meteorit in Sicht, für den wir uns eine gemeinsame beste Lösung einfallen lassen könnten, damit die Sonne nicht überall von Staub verdunkelt wird, wenn es einschlägt. Auch Viren sind nicht überall die genau gleichen vorhanden und haben somit genau dieselben Auswirkungen auf die Menschen, die neu Kontakt mit ihnen haben.

Es gibt keine vernünftigen, global einheitlichen Strategien für die (Überlebens-)Probleme der Menschheit; auch wenn die, die nichts alleine machen wollen, die nur „gemeinsam stark“ sind und im Vergleich zu anderen weder zu- noch nachgeben wollen, uns das immer wieder einzureden versuchen. Vor allem Menschen, die es zu weltweitem Einfluss und Macht gebracht haben oder die in global agierende Familien und Unternehmen hineingeboren wurden, macht das das Leben unnötig schwer in ihren Unterfangen, sinnvolle, effiziente, „perfekte“ Lösungen für alle ihre Kunden, Arbeitgeber und -nehmer oder sonstigen „Untertanen“ zu finden.
Allerdings spielt ihnen in die Hände, dass die zunehmende Globalisierung, Privatisierung und Zentralisierung von Macht und Unternehmen, die sie sich z.B. als „Vereinfachung“, als „notwendig“ oder als „alternativlos“ haben verkaufen lassen, ohnehin vielen VertreterInnen unserer Art langsam so über den Kopf wächst, so undurchschaubar verwirrend wird, dass sie dankbar jeden politischen Rettungsanker, jedes (bio-)technische Hilfsmittel, jedes Medikament, jede Impfung, jede Sicherheits- und Schutzversprechung dankbar annehmen, die ihr Leben einfacher machen soll.

Die Zeit der Trans-Humanisten bzw. Transhumanen oder -human(o)iden, von der einige WissenschaftlerInnen (für mich sind es eher PsychopathInnen) schon lange träumen, scheint gekommen: Homo technicus oder Homo perfectus wird er vielleicht irgendwann genannt werden; oder vielleicht besser Transhomo perfectus, der perfekte Übermensch; für mich ein Unmensch – denn dass er noch viel mit der natürlich entstandenen Gattung Homo zu tun haben wird, bezweifle ich. Die Lage in Heimen, in denen gerade vor allem demente Menschen bei einem angeblichen Versuch, sie vor einer gefährlichen Krankheit zu retten, alleine vor sich hin sterben müssen, und in denen – an alten, vorerkrankten Menschen – ungeprüfte Impfstoffe gerade zuerst getestet werden, spricht für sich; es sollte längst in jedem Deutschen mit Geschichtskenntnissen eine Alarmglocke angesprungen sein.

Die „echten“ Menschen waren neugierig; begierig, etwas in ihrem Leben zu lernen, vielfältige Erfahrungen zu sammeln – gute und schlechte -, also Glück und Leid kennenzulernen, um Entscheidungen treffen zu können. Mittlerweile nehmen uns die, die sich um die Versorgung der Menschen kümmern (möchten/dürfen/sollen), die meisten Entscheidungen ab. Sie treffen eine Vorauswahl zu ihren Gunsten und lassen uns am Ende damit kaum noch oder gar keine Möglichkeiten zum Wählen: Automaten und Roboter lösen Menschen ab, wo menschliche Ansprechpartner sympathischer wären; einige Berufe erfordern Voraussetzungen, die sich manche Menschen nicht leisten können, obwohl sie vielleicht gut darin wären; Ausweise sollen wir nur noch gegen Fingerabdrücke bekommen; am gesellschaftlichen Leben nur noch mit ärztlichen Attesten teilnehmen dürfen. Viele lassen sich dazu verführen oder sogar zwingen.
Alles unter dem Deckmantel wissenschaftlicher Erkenntnisse, die heute oft pseudowissenschaftlichen gleichen, weil ihnen gar kein wissenschaftlicher Diskurs, eine „demokratische Streitkultur“ mehr zugrunde liegt.

Wer als Nicht-WissenschaftlerIn glaubt, es gäbe oft eindeutige Studienergebnisse, … nun, der/die hat eben nicht studiert.
Es spielt eine Rolle für jedes Studienergebnis, mit

  1. welcher Erwartung, mit welcher Hypothese ein/e WissenschaftlerIn sich an seine/ihre Arbeit macht, was er/sie also herausfinden möchte (es sei denn, es ist jemand wie ich, der/die möglichst viele relativ willkürliche Daten sammelt und hofft, Muster darin zu finden) und
  2. wie ehrlich oder ehrgeizig der/die betreffende WissenschaftlerIn ist.

Ehrliche WissenschaftlerInnen müssen manchmal zugeben, dass ihre Hypothese – das, was sie vermutet oder fest geglaubt haben – falsch war. Andere, die fest daran glauben, dass ihre Vermutung richtig sein muss, lassen sich davon manchmal nicht davon abbringen. Es gibt ForscherInnen, die ihr Leben lang viele Fehlschläge hinnehmen, um herauszufinden, worin ihr Denk- oder Versuchsfehler liegt. Das sind für mich echte WissenschaftlerInnen. Oft finden sie irgendwann tatsächlich heraus, woran sie geglaubt haben.

Heute können es sich besonders „schlaue“ VertreterInnen der „Wissenschaften“etwas einfacher machen: mit Hilfe von Statistik oder der Veränderung von Variablen, Stichproben und Vesuchsbedingungen (vor allem im Labor) lässt sich aus einem wenig gestützten Glauben oft noch ein „brauchbares“ Ergebnis, ein „Wissensstand“ machen. Nicht nur in der Pharmabranche ist es üblich, die Studien oder sicherheitshalber die Medien, in denen sie veröffentlich werden sollen – damit keine ungewünschten Ergebnisse zu Tage treten – gleich selbst zu finanzieren. Ghostwriter sind vielleicht nicht ganz so verbreitet – weil interessierte Menschen gerne recherchieren und genannte Autoren anschreiben könnten, um Fragen zu stellen. Einer kritischen Diskussion würde keine dieser „fake studies“ standhalten. Es ist für mich kein Wunder, dass in der Coronakrise keine Gegenstimmen zu Wort kamen; nur fällt das Menschen nicht auf, die sich schnell zufrieden geben mit dem, was ihnen glaubhafte – also gottähnliche, denn nach den Beweisen ihrer Behauptungen forscht kaum jemand – öffentliche Medien vorsetzen

Der moderne Homo sapiens hat keine Lust oder Zeit, lange zu diskutieren oder sich „Streitgespräche“ anzuhören, selbst nachdenken zu müssen, hinterfragen zu können, eigene Antworten zu Themen finden zu müssen, mit denen er sich (noch) nicht auskennt. WhatsApp-Nachrichten & co beherrschen sein „Sozialleben“.
Die Mehrheit der modernen Menschen hat Kommunikation mit Menschen unterschiedlicher Meinungen und Weltanschauungen enweder nie gelernt oder als nützlich erfahren, also sie vielleicht mit zunehmendem Alter wieder vergessen oder verdrängt. Vielleicht lassen die vielen, vielen anderen „Dinge“ wie Arbeit und Freizeitaktivitäten oder Waren und Produkte wie auch Fernsehen, Internet und andere Medien auch einfach keinen Bedarf, kein Bedürfnis danach (mehr) aufkommen.
Dass (ehrliche) Kommunikation enorm wichtig im menschlichen Sozialleben für die Vertrauensbildung ist, ist entweder nicht bekannt oder hat keine Priorität (mehr). Viele VertreterInnen des modernen Homo sapiens nehmen fehlende Nähe oder Tiefe von menschlichen Beziehungen dafür in Kauf, dass sie sich Diskussionen ersparen. Schöne neue, einseitige Welt ohne Meinungsvielfalt.

Moderne Menschen nehmen dafür, dass sie nicht selbst recherchieren, mit andersdenkenden Menschen, vielleicht QuerdenkerInnen, darüber diskutieren und nachdenken bzw. Entscheidungen treffen müssen, in Kauf, dass sie von „ExpertInnen“, „die es ja wissen müssen“, getäuscht werden, die – für mich offensichtlich – ihren Glauben an einen Gott oder an die Menschen ihrem Glauben an die (Bio-)Technik geopfert haben.
Für mich wurde von ihnen eindeutig das Ende unserer menschlichen Natur eingeleitet; für mich haben Menschen, die aus Angst nur noch mit Mund-Nasen-Masken herumlaufen, die sich aus dem Weg gehen, die nur noch mit „Hilfe“ von Impfungen und Gesundheitspässen, also „Ungefährlichkeitsnachweisen“, leben können oder dürfen, nur noch wenig mit Menschlichkeit, mit der unperfekten Natur des Homo sapiens zu tun.

Rettungsaktionen in Form von kleinen Demokratie- und Freiheits- oder Unabhängigkeitsbewegungen (Urban Gardening-Projekte; solidarische Landwirtschaft und andere regionale Genossenschaften, Wildpflanzenparks und Bauerngärten u.v.m.) sind längst, eigentlich schon ewig (nur sind sie mir viele selbst viel zu wenig aufgefallen) im Gange. Allerdings bin ich so realistisch, um zu wissen, dass beim heutigen Artenschwund in der Welt nicht jede Spezies gerettet werden wird.
Ich werde trotzdem, weil ich AnhängerInnen des Transhumanismus nicht traue, das neue Jahr damit verbringen, vor allem in meiner näheren Umgebung nach den letzten wirklich menschlichen Exemplaren zu suchen und vielleicht ja sogar – wie schon andere – ein paar neue Lebens-, Begegnungs- und Diskussionsräume für sie und mich zu schaffen. Ich würde nämlich nicht ohne sie leben wollen, auch wenn sie mir das Leben oft nicht leicht machen.
Immerhin glauben die nicht, dass

wir als Menschen nicht gut genug sind und unsere Gehirne oder unseren ganzen Körper mit künstlichen Eingriffen oder KI „besser“ machen müssten;

man ein glückliches Leben führen kann, ohne dass man entweder Leid kennt und es bewusst, mit Achtsamkeitstraining, vermeidet oder hin und wieder gefragt wird, wie es einem geht (auch heute antworten zwar die meisten Menschen darauf nicht ehrlich oder umfassend; aber wenn die Frage ganz wegfallen könnte, wären viele mit Sicherheit nur deshalb unglücklich);

es immerwährende Gesundheit ohne jegliche „Krankheits-“ bzw. Entgiftungssymptome innerhalb einer entweder vergifteten oder steril-überwachten Umwelt geben kann.

Immerhin haben die ihren in meinen Augen gesundem Homo sapiens-Menschenverstand und ihre Liebe zur Natur und zum Leben noch nicht verloren.

Ich hoffe, dass sie überleben und vielleicht sogar wieder mehr werden; und mein Leben und meine Arbeit auf jeden Fall ihrem Schutz widmen!

P.s.: Ich dachte mal bzw. bin in der Überzeugung groß geworden, es gäbe in dieser Welt genug Arbeitsplätze für WissenschaftlerInnen, denen Menschen, Tiere oder die Natur am Herzen liegen … Heute weiß ich, dass vor allem die unabhängigen FreiberuflerInnen und Soloselbständigen, denen ihre Arbeit am Herzen liegt, die Hauptarbeit dazu leisten.

P.p.s.: Früher hätte ich vermutlich auch zugestimmt, dass Wissen „besser“ als Glauben ist. Heute weiß ich, dass alle Wissenschaftler an ihre Studienergebnisse glauben (müssen):

  • Diejenigen, die einfach aus Liebe zur Wissenschaft forschen und etwas wirklich heruasfinden, also wissen wollen, müssen demnach an einen „höheren Zweck“ oder einen größeren Zusammenhang, vielleicht einen Gott, glauben. sie wissen auch, dass Wissen nur eine Momentaufnahme, ein „aktueller Wissensstand“ ist, der morgen schon überholt sein kann
  • Diejenigen, die nur daran interessiert sind, dass ihre Prophezeiungen eintreffen, wollen/dürfen gar nicht an höhere Mächte glauben; sie sind aber für mich auch keine WissenschaftlerInnen, weil sie unwissenschaftlich arbeiten und z.B. nicht akzeptieren wollen, dass etwas nicht (mehr) gültig sein könnte, wovon sie asgegangen sind.

 


Dank für die Fotos gebührt Erik Mclean, John Jackson, Karthik Chandran und Richard Lee (auf Unsplash)!