Vertrauenssachen

Wenn Menschen ihr (Ur-)Vertrauen – in die Natur und andere Menschen – verlieren

„Vertrauen ist der Anfang von allem“ – damit hat sogar die deutsche Bank einst geworben … Mit einem Urvertrauen kommen wir Menschen auf die Welt; ein Vertrauen, das nach und nach belohnt oder zerstört wird.
Banken wie die deutsche Bank haben mein Vertrauen schon vor langer Zeit verloren, obwohl ich es leider immer noch nicht geschafft habe, alle meine Konten aufzulösen. Mein Vertrauen hat niemand, der mit Spekulationen über Menschenleben – also auf Nahrungsmittel, Waffen und Kriege o.ä. – Geld verdienen möchte. Mein Vertrauen hat niemand, der/die verspricht, Geld für mich aufzubewahren und es dabei sogar zu vermehren. Versprechungen, die schön klingen, kann jede/r machen; oft lässt sich aber leicht herausfinden, dass er/sie sie gar nicht einhalten will oder kann.

Ich vermute, die wenigsten Versprechungen, vor allem langfristige und die von Institutionen oder Unternehmen, werden tatsächlich eingehalten; weil Menschen dazu neigen, gut dastehen zu wollen und sich zu überschätzen; und weil Menschen nicht in die Zukunft schauen können.
Wer sich gut kennt und ehrlich ist, macht erst gar keine konkreten Versprechungen, sondern verspricht, sich darum zu bemühen, Versprechen einzuhalten. Ein Erfolgsgeheimnis ist das aber in einer kapitalistischen Marktgesellschaft leider nicht … Außerdem sind Menschen von Natur aus gutgläubig, naiv, haben also ein Urvertrauen in die Menschen, die sie großziehen; und meine Lebenserfahrungen und Beobachtungen sagen mir, dass es für unsere Psyche überlebenswichtig ist, vor allem bei Gefahr irgendjemandem zu vertrauen. Ein „schönes“ Beispiel dafür ist das Stockholm-Syndrom.
Aber ich vermute, dass die meisten Menschen abstreiten würden, dass ihnen selbst das jemals passieren könnte.

Ich bezweifle das. Denn: Menschen können nicht in die Zukunft schauen. Und: Die wenigsten Menschen scheinen sich überhaupt über ihr eigenes Verhalten bewusst zu sein. Die wenigsten Menschen können gut mit ehrlicher, gutgemeinter, konstruktiver Kritik umgehen.

Zu Vertrauen gehört aber Ehrlichkeit.
Es zeugt für mich von fehlender Ehrlichkeit, auch sich selbst gegenüber, wenn PartnerInnen in Beziehungen sich nicht auch gegenseitig vertrauen und von Eifersucht beherrschen lassen.
Sicherheitspropagandasprüche wie „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ würde ich umformulieren in „Einmal gefasstes Vertrauen ist nur solange sinnvoll, solange Augen und Ohren weiterhin offen bleiben, um zu beobachten, ob es gerechtfertigt ist, und solange gleichzeitg auf die eigene Herzensstimme gehört wird“. Blind zu vertrauen, vor allem ungeprüft und auf Dauer, kann nicht nur das eigene Glück, sondern auch die eigene Gesundheit und das eigene Leben zerstören.

Ich vertraue auf die Natur und dass es irgendeinen Sinn hat, dass ich heute hier bin.
Ich vertraue dem Mann, mit dem ich zusammen lebe, auch wenn es immer wieder eine Herausforderung ist, ehrliche Gespräche über (Beziehungs-)Ängste und Erwartungen zu sprechen, also zu lernen, dass unterschiedliche Meinungen keine Kampfansagen sind, sondern geklärt werden können bzw. müssen, wenn sie nicht zwischen uns stehen sollen, und wann es sinnvoll ist, ein Schweigen zu brechen und zu sagen, was einem „auf der Seele brennt“, beschäftigt, Angst macht, enttäuscht, …

Ich vertraue ein paar wenigen Menschen, also darauf, dass sie im Notfall für mich da sind, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten (weil sie wissen oder darauf vertrauen, dass ich es ihnen irgendwann irgendwie werde danken können).
Mein Vertrauen in viele Menschen habe ich allerdings – vielleicht unberechtigt; aber viele Kontakte sind, seitdem eine „Pandemie“ ausgerufen wurde, einfach auch abgebrochen – verloren: Das Vertrauen, dass sie sich Regierungsanordnungen widersetzen, um das Leben anderer Menschen, also vielleicht auch mein Leben, zu schützen – solange es ihnen selbst noch gut damit geht, sie selbst also nicht in Lebensgefahr sind, und das Fernsehen nicht darüber berichtet, wie schädlich oder sogar tödlich Corona-Maßnahmen für die Psyche und Gesundheit vieler Menschen sind und wie desaströs für unser gesellschaftliches Leben.

Die Mehrheit der Menschen vertraut unseren Regierenden, den ExpertInnen im Fernsehen, der Berichterstattung in den öffentlichen Medien.

Der Mehrheit der Menschen fehlt offensichtlich das Vertrauen in andere Menschen, die vor den Gefahren medizinischer Maßnahmen warnen, obwohl sie genügend wissenschaftliche Daten dazu liefern können; die Mehrheit der Menschen vertraut auf technologische Fortschritte und Entwicklungen, auf Maschinen und „künstliche Intelligenz“ mehr als auf gesunden Menschenverstand.

Mich wundert das kaum, wenn Babies schon inmitten von Maschinen geboren und möglichst steril aufgezogen werden; wenn sie dadurch Allergien gegen natürliche Lebensmittel entwickeln; wenn Ihnen stattdessen Pillen oder andere Medikamente und „spezielle Nahrungsmittel“ oder andere (bio-)technologisch hergestellten Produkte helfen, den Alltag zu überstehen.

Und ich weiß leider, dass sie sich ihr Vertrauen nur selbst zurückerobern können; denn es kostet Mühe und braucht eine Absicht, Vertrauen – also auch die Liebe zum Leben, zur Natur und anderen Menschen – ganz neu bzw. wieder aufbauen zu wollen.
Ich warte ab, bis irgendwann eine Mehrheit erkennt, dass sie auf unehrliche, einseitige Warnungen vor Risiken hereingefallen sind und falschen Versprechungen vertraut haben. Denn Menschen sind vielleicht lange gutgläubig und hoffnungsvoll; aber nicht ewig.

Ich vertraue momentan noch darauf – immerhin sind nicht nur über den Corona-Ausschuss etliche Klagen in die Wege geleitet  – , dass unsere Justiz bzw. die in anderen Ländern noch einigermaßen funktioniert und bald die Menschen zur Verantwortung zieht, die dafür gesorgt haben, dass sich in der Welt Panik vor einem neuen Coronavirus verbreitet, das sich nicht anders verhält als die Coronaviren, die sich in den letzten Jahren vermutlich auch immer über die ganze Welt verbreitet haben.

Und ich hoffe darauf – denn Vertrauen ist nicht mehr viel übrig – dass wir es nicht nur in Deutschland, sondern weltweit schaffen, ein neues Vertrauen zwischen uns Menschen und zu unserer Natur aufbauen. Allerdings müssten dazu die Vormachtstellungen, Monopole, von bestimmten Technologien, der Schulmedizin, der Mainstream-Medien und auch der technokratischen statt demokratischen, also auf tote Technik statt auf lebendige Natur und Menschlichkeit, auf Ökonomie statt auf Ökologie fixierte Regierungen, … zurückgebaut werden.

Es wird auf jeden Fall viel Zeit brauchen; denn so schnell wie es zerbricht – vor allem wenn man nicht aufgepasst hat und schon lange „blind“ war -, wird Vertrauen nicht wieder aufgebaut.
Ein hoffnungsloses Unterfangen ist es aber nicht.
Soziale Lebewesen sind dazu prädestiniert, sich gegenseitig zu vertrauen, können es also auch immer wieder lernen, solange sie leben.

Und am Ende würde es sich sogar für alle lohnen.
Denn es lebt sich schöner, wenn man nicht nur sich selbst, sondern auch anderen vertrauen kann.

P.s.: Mein Vertrauen in immer mehr Comedians, die vor Corona regierungskritisch waren, ihr Selbstvertrauen aus Angst aber zwischenzeitlich kurz oder länger verloren hatten – entweder davor, als unsolidarisch dazustehen, an CoViD-19 zu sterben oder mit den eigenen Coronaviren andere Menschen zu töten, Strafen nicht zahlen zu können oder schwerwiegende Konsequenzen tragen zu müssen -, kehrt immerhin schon zurück. Ein Dankeschön und Lob z.B. an die MacherInnen und MitgestalterInnen der Spätschicht!

 

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Dank für das Foto gebührt Jannis Lucas (auf Unsplash)!

 

 

 

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