Natürliche Grenzen anerkennen und Möglichkeiten nutzen

Statt (Bio-)Technologien weiter bis an die Grenzen der Unmenschlichkeit zu treiben

Die Natur des Menschen ist „verzwickt“.
Umso „moderner“ Menschen leben, umso mehr verwickeln sie sich in meinen Augen in die „Dinge“, die sie sich selbst schaffen statt sie sinnvoll zu nutzen und sich selbst dabei weiter zu entwicklen; und ich hoffe wirklich immer noch, dass es eher unbewusst und aus Angst heraus, und nicht in böser Absicht geschieht. Denn viele haben sich an vielen Stellen so sehr verheddert, dass sie alleine nicht mehr heraus kommen.

Wir Menschen haben die Erde bis an ihre Grenzen besiedelt; wir sind aber zu viele geworden.

Wir schädigen die Biodiversität unseres Planeten immer mehr, ohne zu berücksichtigen, dass Ökosysteme ab einem bestimmten Grenzpunkt dominoeffektartig zusammenbrechen können, wenn ihr natürliches Gleichgewicht zu sehr gestört wird.

Wir haben unsere ursprüngliche Freiheiten, soagar Meinungs- und Entscheidungsfreiheiten aufgegeben, um uns immer absurder, oft mit technischen Hilfsmitteln, zu kontrollieren oder abzusichern, überwachen zu lassen und sogar mit Zensur vor Meinungsmache zu schützen.
Wir haben die Sicherheit innerhalb der Grenzen einer menschlichen Gemeinschaft, in der Menschen einander achten und sich gegenseitig helfen können, aufgegeben, um uns möglichst alleine, „unabhängig“, durchs Leben zu kämpfen und nicht gemerkt, wie wir uns dabei zu Sklaven von Geldgebern oder Technologien machen lassen, die uns vor Gefahren schützen sollen – denn alleine können die wenigsten gut auf sich aufpassen.

Viele Menschen, die von Natur aus z.B. nicht dazu geschaffen sind, größere Tiere zu töten und zu essen – weil sie sogar mit rein pflanzlicher Nahrung überleben könnten – haben durch ihren unnatürlichen Lebensstil, der heute auch kalorien- und fettreiche tierische Produkte im Überfluss bietet, sogar eine grenzwertige Körpergröße und Masse erreicht, die ihre Lebenserwartung senkt, die natürliche Geburten ohne medizin-technische Hilfsmittel sogar oft schon unmöglich macht.

Menschen haben die Möglichkeit, ihr Geschlecht oder ihr Aussehen nach Belieben künstlich verändern zu lassen statt zu lernen, sich zu akzeptieren und den Respekt anderer Menschen einzufordern.

Kinder werden künstlich geschaffen, ohne den Sinn natürlicher Blockaden gegen Schwangerschaften zu berücksichtigen.

Wir produzieren genug Nahrung und haben genug Wohnraum für alle, verteilen sie aber ungerecht, zerstören also weiter die Natur, statt die bereits geschaffenen Räume und Ressourcen sinnvoll zu nutzen.

Es gäbe für uns alle genug und für jede/n etwas zu tun, wenn wir gemeinsam unser Überleben auf der Erde sichern wollen – unter anderem: darauf zu achten, dass sinnvolle Grenzen eingehalten werden. Aber einige „ExtremistInnen“, die Grenzen, auch die persönlichen anderer Menschen, schlecht akzeptieren können, die die Welt beherrschen möchten, dürfen allen anderen vorgeben, wie unser Leben aussehen soll. Wir alle lassen uns die Arbeit oder das Nichtstun verordnen lassen, die dazu „verrichtet“ werden müssen.

Trotzdem macht die Mehrheit der Menschen das stillschweigend mit; sieht scheinbar ungerührt zu, dass nicht nur die MarktführerInnen, sondern auch politische Führungspersonen dabei immer weiter gehen und den Boden unter ihren menschlichen Füßen verloren zu haben scheinen.

Sie vertrauen nicht mehr auf unsere menschliche Intelligenz, sondern treiben die Entwicklung von KI an und nennen diejenigen „ExpertInnen“, die elektronisch berechnete Daten glaubhaft vermitteln können.
Sie glauben, dass sie die Menschen mit Impfungen vor menschengemachten Krankheiten bewahren und mit Medikamenten heilen können, ohne natürliche Selbstheilungskräfte dazu nutzen zu müssen.
Sogar TranshumanistInnen haben sich offensichtlich unter sie gemischt, die glauben, sie könnten Menschen durch die Anknüpfung an Technologien noch besser machen.

Ihre Ideen mögen verführerisch für Menschen klingen, die wissen, wie effektiv technologische Systeme unter bestimmten Bedingungen oder im Notfall sein können; aber sie sind ein Albtraum für BiologInnen oder andere Menschen, die sehen, wie wenig dabei berücksichtigt wird, dass biologische Systeme so niemals NACHHALTIG funktionieren können.

Ich weiß nicht, ob ich die Realität, die ich beobachte, umfassend genug erkenne; aber ich glaube nicht, dass unsere Natur zulassen wird, dass wir dieses „Spiel“ noch lange weiter betreiben und ihre Schöpfung nach unserem Belieben – ohne Berücksichtigung ihrer Spielregeln oder Gesetze – verändern.

Ich halte es für unrealistisch, dass wir unseren natürlichen Lebensraum noch sehr viel weiter zerstören, also noch mehr künstliche Flächen oder „Todeszonen“, in denen keine größeren Organismen mehr überleben, schaffen können, ohne unser alle Überleben auf’s Spiel zu setzen.
Ich kann nicht wahrnehmen, dass (bio-)technologische Möglichkeiten und andere künstlich, in Laboren, geschaffenen Lösungswege oder Heilmittel die Menschheit gesünder oder glücklicher und freier machen – obwohl ich immer noch höre, dass das die Ziele sein sollen, für die ALLE MÖGLICHKEITEN genutzt werden sollen.

Wenn sie das wären, wäre es so einfach, zu lernen, uns gegenseitig beizubringen – denn jede/r macht dazu seine eigenen Erfahrungen -, welche Möglichkeiten uns von Natur aus mitgegeben wurden.

Wir haben Sinne und sogar Hell-Sinne, die uns aufmerksam werden lassen, die uns warnen und sogar durch unser Leben leiten können – wenn wir sie nutzen würden.

Stattdessen wollen wir – mit unserem Geist – höher hinaus, als es gesund für unseren Körper wäre; gesünder sein als es unser Lebensstil zulassen kann; uns gezielt glücklich fühlen, obwohl Freude eher unerwartet aus dem Augenblick heraus entsteht und Glück eine Entscheidung ist, die trainiert werden muss; und freier sein als wir von Natur aus wären, wenn wir keine Landesgrenzen gezogen hätten.

Grenzen zu setzen und gegen andere zu verteidigen fällt vielen Menschen schwer; einige grenzen sich – zur eigenen Sicherheit – deutlich zu sehr ein oder von anderen ab. Wir lernen in unserer unübersichtlichen, modernen Leben nicht leicht, bringen es uns gegenseitig aber auch nicht sehr erfolgreich bei, natürliche Grenzen anzuerkennen. Jede/r will seine eigenen Erfahrungen machen. Dagegen spricht im Grunde nichts.
Nur könnten wir uns viele schmerzhafte Grenz-Erfahrungen sparen, wenn Menschen anderen ihre eigenen schmerzvoller Erfahrungen, die sie im Leben gemacht haben, nicht verschweigen oder sie herunterspielen würden. Wir könnten uns viele eigene schmerzvollen Erfahrungen sparen, wenn wir Menschen mit Erfahrungen in den entsprechenden Bereichen genau zuhören würden, wenn wir uns die Zeit nehmen würden, sie erkären zu lassen, bis wir verstanden haben, warum etwas für uns gefährlich sein soll oder sein könnte.
Ich hoffe, alle, – diejenigen die sich, auch wenn darüber zu reden schmerzhaft ist, trauen, ihre Erfahrungen mit allen anderen zu teilen, und diejengen, die bisher nicht zuhören wollten oder die Zusammenhänge noch nicht verstanden hatten – finden irgendwann zueinander. Sie könnten alle friedlich darüber diskutieren, ob bestimmte, unnatürlich gesetzten Grenzen überhaupt notwendig sind, weil uns ausreichend natürliche gesetzt werden; und ob es nicht sinnvoll wäre, Technologien und anderen menschlichen Errungenschaften neue Grenzen zu setzen, weil es für die Natur und uns Menschen viel zu gefährlich ist, die alten einfach weiter zu verschieben.
Gemeinsam lassen sich immer wieder Wege finden, auch natürliche Grenzen zu überwinden, Brücken zu bauen, Netzwerke zu spinnen – ohne unsere Natur dabei zerstören zu müssen. Es gibt immer wieder neue Möglichkeiten, etwas gemeinsam zu tun, ohne dass der/die einzelne seine/ihre menschliche Individualität und Identität dazu verändern oder aufgeben muss.

Wir müssen das nur (neu) lernen; und zuerst einmal wollen und aufhören, stur immer weiter auf dem Ego-Pfad zu laufen.
Lernprozesse zeichnen sich ja genau dadurch aus: die eigenen Grenzen (spielerisch) auszutesten; einzusehen, wann man zu weit gegangen ist, zurückzurudern, sich gegebenenfalls zu entschuldigen und im Optimalfall auch zu helfen, die angerichteten Schäden zu beseitigen bzw. andere möglichst davon abzuhalten, denselben „Müll“ noch einmal zu produzieren.

P.s.: Dass PolitikerInnen es wagen, Menschen Ihre Würde und freie Atmung zu nehmen, ihnen also körperlichen und seelischen Schaden zuzufügen und nur mit Mund-Nase-Masken – für deren Wirksamkeit gegen die Verbreitung von Viren es trotz umfangreicher Studien, zum aktuellen Infektionsgeschehen, keine wissenschaftlichen Hinweise gibt (zumindest keine glaubwürdigen; denn dass in kürzester Zeit, passenderweise in diesem Jahr, ganz neue Erkenntnisse dazu gewonnen werden konnten, ist äußerst unwahrscheinlich) – am verbleibenden Rest eines öffentlichen Lebens teilnehmen zu lassen, ist für mich momentan die Krone der Grenzübertretungen bzw. Kompetenzüberschreitungen. Zum Glück gibt es für die Menschen, denen ihre Gesundheit am Herzen liegt, noch grundgesetzliche Möglichkeiten, sich so gut wie möglich dagegen zu wehren.

P.p.s.: Die Grenzen ihrer Kompetenzbereiche haben WissenschaftlerInnen, PolitikerInnen, JuristInnen, JournalistInnen, LehrerInnen und andere BeamtInnen mindestens schon einmal – bereitwillig, angeblich weil sie keine anderen Möglichkeiten hatten oder nicht wussten, was sie da taten – weit übertreten; nur wenige, z.B. ÄrztInnen  mussten sich dafür verantworten. Heute sind viele wieder auf dem besten Weg dahin. Es  wurden juristische Möglichkeiten geschaffen, die verhindern sollen, dass wir wieder in dieselben Fallen tappen, zu denen wir Menschen uns leicht verführen lassen. Dass Menschen zusätzlich ihre persönlichen, menschlichen Möglichkeiten nutzen, um Grausamkeiten zu verhindern bzw. sie ans Tageslicht zu bringen, und selbst nicht mehr Teil davon sein wollen, das sehe ich leider immer noch viel zu wenig – dabei würde es uns als Menschheit so viel weiter bringen, wenn alle es irgendwann über diese innere Grenzmauer schaffen würden, die nicht einmal real ist.

 

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader, der in Kroatien die Möglichkeit genutzt hat, einen Augenblick im Leben der ortsansässigen Ameisen festzuhalten!

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