Gesund leben in Utopia

Von Realitäten und Ideologien

Lange Zeit habe ich mir anhören müssen, ich würde nicht in der Realität leben, wenn ich glauben würde, es würde etwas bringen, Widerstand gegen die Ungerechtigkeiten oder Grausamkeiten unseres modernen Leben zu leisten. Ich habe mir weismachen lassen, ich hätte selbst keinen Einfluss auf das, was in der Welt geschieht, zumindest so lange ich nicht in die Politik gehen und versuchen würde, das Weltgeschehen mitzubestimmen. Ich habe mir auch einreden lassen, wir bräuchten ein modernes Gesundheitssystem und eine medizinische Versorgung, um gesund zu bleiben oder zu werden. Ich hatte keine Ahnung, dass viele Menschen die Unterschiede zwischen Gesundheitsvorsorge, Symptomunterdrückung, medizinischer Notfallversorgung und Gesund-werden bzw. Heilung in ihrer Realität nicht kennen(gelernt haben) oder nicht wahrhaben (wollen), dass es sie gibt.
Dann habe ich Biologie studiert, mir wurden ökologische Zusammenhänge, Muster und Netzwerke in der Natur vor Augen geführt und immer klarer, wie wichtig es im Leben ist, genau zu definieren, wovon man selbst spricht – weil sonst sehr leicht schwerwiegende Missverständnisse entstehen. Durch mein (Privat-)Studium verschiedener anderer Wissenschaften wie Anthropologie, Ethnologie bis hin zu Bio- und Quantenphysik oder (Bio-)Psychologie ist mir bewusst geworden, dass Menschen trotz gemeinsamer Sprache und Kommunikation in unterschiedlichen, parallel existierenden – gesellschaftlichen oder individuellen – Realitäten leben können. Ich erkenne heute immer früher, welche Aspekte unserer aktuellen Wirklichkeit – bewusst oder unbewusst, gelenkt oder freiwillig – Menschen, natürlich auch ich hin und wieder, ausblenden, obwohl sie sie kennen könnten.

Ich sehe, dass die moderne Pharma-Forschung, in der WissenschaftlerInnen (verzweifelt) nach Medikamenten gegen Krankheiten suchen, keinen Blick dafür erlaubt, dass ihre Krankheiten nicht die Ursachen für den Tod von Menschen sind, sondern Folge von Gesundheitsschäden, die beseitigt werden müssten, damit Menschen gesund weiterleben könnten. Für die Idealisten unter den MedikamentenforscherInnen können Menschen, vor allem Kinder, sogar allein mit Impfstoffen überleben, müssen also nicht mehr durch Unter- oder einseitige Ernährung, durch fehlende Versorgung mit sauberem Trinkwasser, durch Kälte, durch Hitze, durch Vernachlässigung, durch ungesunde, unsichere Arbeits- oder Wohnbedingungen, durch Stress und Angst, durch eine ungesunde Lebensführung, sterben. Echte Gesundheitsaufklärung und -vorsorge ist in ihrer Realität weniger vielversprechend für ein langes, gesundes Leben als die Früherkennung und -behandlung von Krankheiten; die Manipulation des Immunsystems durch manipulierte Mikroorganismen ist in ihrer Realität ungefährlicher oder sogar gesundheitsfördernder als die natürliche Stärkung des Immunsystems durch den Kontakt mit der natürlichen Mikro-Mitwelt.

Ihre Ideologie hat sich – dank jahrzehntelanger Propaganda, die gerne als PR oder Werbung verharmlost wird, dank modernster Technologien, dank der leichten Verführbarkeit von Menschen in Bezug auf effektiver Hilfsmittel im Leben – weltweit verbreitet und ist zur Realität sehr vieler Menschen geworden: In der Realität vieler Menschen gibt es keine Krankheitsbilder, die schon vor der Einführung von Medikamenten oder Impfstoffen durch verbesserte Lebensbedingungen immer mehr verschwanden. In der Realität vieler Menschen gibt es immer wieder neue Krankheiten, die entstehen, statt alte Krankheitsbilder, die nur anders scheinen. In der Realität vieler Menschen ist es ein Glück, dass es ÄrztInnen gibt, die sich um ihre Gesundheit kümmern, und WissenschaftlerInnen, die nach immer neuen und verbesserten Therapiemöglichkeiten für Krankheiten forschen, damit sie sich selbst darauf beschränken können, ein möglichst sorgenfreies Leben zu führen.

In der Realität vieler Menschen steht Geld an erster Stelle, wenn es um Sicherheiten geht, nicht die eigene Gesundheit. In der Realität vieler Menschen lassen sich Krankheiten demnach auch mit Geld, Medikamenten oder Impfstoffen heilen, ohne dass an den Lebensumständen, unter denen Menschen krank werden, ohne dass am eigenen Verhalten, das krank gemacht hat, etwas geändert werden müsste. In der Realität vieler Menschen genügt es, einfach jedem „neuen“ Gesundheitstrend zu folgen, bei dem nur auf bestimmte Nahrungsmittel verzichtet oder ausschließlich verzehrt werden müssen, auch wenn jeder davon mit Sicherheit irgendwann vorher schon einmal da war. In ihrer Realität ist es für viele Menschen unmöglich, sich so umfassend über Gesundheit zu informieren oder die Informationen in ihrem Leben umzusetzen, dass sie sich dadurch gesund halten oder wieder gesund werden könnten.

In der Realität vieler Menschen hat – trotz langer Aufklärungsarbeit über Zivilisationskrankheiten und Psychosomatik – Gesundheit immer noch kaum etwas mit dem eigenen leben, dem eigenen Körper und der eigenen Seele zu tun.

In meiner Realität ist das anders.

In meiner Realität sind Gesundheit und Heilung nicht gleichgesetzt mit Vermeidung, Bekämpfung oder Unterdrückung von Krankheitssymptomen.
In meiner Realität ist Gesundheit etwas individuelles, und wissenschaftliche Studien können nicht darüber Auskunft geben, warum der/die Einzelne krank wurde und was dem/der Einzelnen im Krankheitsfall hilft.
In meiner Realität besitzen Menschen ein ausgeklügeltes Immunsystem, das sie in ihrem Leben schützt, aber bereits durch Angst geschwächt wird. In meiner Realität ist zu viel Angst beim Überleben hinderlich; in meiner Realität macht es also Sinn, dass wir davor nicht geschützt werden.
In meiner Realität zahlt sich also Mut aus: In meiner Realität sind Kinder mehr geschützt vor späteren Erkrankungen, wenn sie Kinderkrankheiten durchlebt habe statt geimpft zu werden. In meiner Realität stören Impfungen die natürliche Arbeit des Immunsystems statt es zu unterstützen. In meiner Realität gibt es Impfschäden und Menschen mit Geld, die dafür sorgen, dass die nicht zu sehr publik werden.
In meiner Realität müssen Menschen nicht wegen möglicher Ansteckungsgefahren voreinander geschützt werden, auch wenn es gar keine Anzeichen für eine Krankheit gibt. In meiner Realität muss ich nicht andere Menschen dazu zwingen, dieselben Sicherheitsvorkehrungen im Leben zu treffen wie ich, wenn sie sich für gar nicht gefährdet halten.

In meiner Realität müssen Menschen nicht gleichgeschaltet werden, damit alle möglichst denselben Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind und mit dieselben Medikamenten und Impfungen behandelt werden können.
In meiner Realität handeln gute Ärzte nach bestem Wissen und Gewissen und möglichst ohne starke Medikamente statt nach Behandlungs-Richtlinien. In meiner realität sind ÄrztInnen in erster Linie gegenüber ihren PatientInnen in der Verantwortung, nicht gegenüber einer Ärztekammer.
In meiner Realität gibt es alte Hausmittel, situationsabhängig-gesundes Essen und eine großzügige Wasserversorgung, Ruhe, liebevolles Umsorgen und/oder Zeit zur Selbsterkenntnis. Denn wenn Menschen krank sind und Zeit zum Nachdenken haben, fällt ihnen häufig auch etwas auf, was sie in ihrem Leben ändern wollen, damit sie nicht wieder so krank werden; umso besser, wenn es einer der vielen zusammenspielenden Faktoren ist, die akut oder auf Dauer krank machen können.).; dort helfen nur Medikamente, und vielleicht weitere Medikamente gegen die Nebenwirkungen der ersten.
In meiner Realität verzeiht der eigene Körper sogar jahrzehntelange Vernachlässigung, allerdings nicht so schnell, wie einige das dann vermutlich gerne hätten.
In meiner Realität können schwerste Krankheitsbilder, die sich für Menschen, die Zeichen von Körper und Seele deuten können, lange angedeutet haben, nicht ewig weiter unterdrückt werden. In meiner Realität müssen Menschen, die wirklich gesund werden wollen, aber nicht an den gravierenden Nebenwirkungen von starken Medikamenten sterben, wenn sie sich rechtzeitig aus ihrer Abhängigkeit lösen.

In meiner Realität dürfen sich Menschen schlecht fühlen und andere um Hilfe bitten. In meiner Realität helfen nicht in erster Linie Medikamente, sondern das sichere Gefühl, wieder zu Kräften zu kommen und gesund zu werden. Und in meiner Realität wissen Menschen, dass sie das nicht immer alleine schaffen und dass sie dazu die Unterstützung anderer Menschen brauchen, denen sie vertrauen (müssen). In meiner Realität sind vertrauenswürdige Menschen keine selbsternanten SpezialistInnen auf ihrem Gebiet, sondern die Menschen, die wirklich helfen und mit Rat und Tat zur Seite stehen wollen. In meiner Realität lohnt es sich mehr, persönliche Gespräche zu führen und zu gemeinsamen Ergebnissen zu gelangen, als Menschen zuzuhören, die große Reden schwingen darüber, dass sie genau wissen, was alle zu tun haben.
In meiner Realität sind Menschen, die behaupten, andere seien „neu infiziert“ mit einem Virus, ohne dass sie diejenigen vorher jemals mit demselben Test überprüft hätten, eindeutig LügnerInnen.
In meiner Realität sind Menschen, die behaupten, es gäbe keine Hinweise dafür, dass Menschen an/nach Impfungen schwer erkrankt oder sogar gestorben wären oder dass das Risiko, einen dauerhaften Impfschaden davonzutragen viel geringer wäre als die Chance, die betreffende Krankheit unbeschadet zu überstehen, schlecht informiert oder HeuchlerInnen.

In meiner Realität verändern sich Dinge, manchmal von einem Tag auf den anderen; meine Realität lässt also noch viel Raum für eine größere Wirklichkeit.
Ich habe die Hoffnung, dass die grausamsten und unmenschlichsten Ideologien irgendwann einmal ganz auf der Strecke bleiben, weil sie für unser komplexes Leben, für ein zukünftiges Utopia, einfach nicht ausgeklügelt genug gedacht waren.

In meiner idealen Welt, meiner neuen Realität, gäbe es keine Angst vor gefährlichen Krankheiten, weil Menschen lernen würden, warum sie krank werden bzw. Zeichen zu lesen, um rechtzeitig sinnvoll gegensteuern zu können, und sie nicht nur auf Ratschläge, symptomlindernde bis -unterdrückende „Heilmittel“ oder Geld, sondern auf tatkräftige Unterstützung durch andere Menschen zählen könnten.
In meiner neuen Realität dürften LehrerInnen und alle Menschen, die helfen möchten, Kinder groß zu ziehen, oder die mit Menschen in Kontakt stehen möchten, keine Angst vor unsichtbaren Mikroorganismen haben, die diese mit sich herumtragen könnten, sie müssten auf jeden Fall beweisen, dass sie auch einem kranken Kind/Menschen bestmögliche  Hilfe leisten würden.

Ziel meiner neuen Realität wäre es, Biodiversität – die für den Erhalt funktionierender Ökosysteme schon lange als lebenswichtig propagiert wird – nicht nur in der Natur, unserer Umwelt, zu fördern, sondern uns Menschen in unsere Mit-Welt einzubeziehen, eine neue Beziehung zu ihr aufzubauen und gesunde Wohnverhältnisse, Lebens- und Arbeitsbedingungen auch für die unterschiedlichsten Arten von Menschen zu schaffen.

 

P.s.: Weil ich in meinem Leben selten so viele andere ideologie- und gesellschaftskritische Stimmen gleichzeitig wahrgenommen habe wie aktuell, rührt sich in mir sogar die Hoffnung, dass vielleicht ja tatsächlich irgendwann noch das Bewusstsein vieler Menschen oder der Mut von Generationen, die sich bisher als „blöd“ haben bezeichnen lassen, in diesem Land erwacht!

 

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Dank für das Fotot gebührt Mathias Csader!

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