Echte Freiheit erreicht man nur in der Gemeinschaft

Auch in der Natur, in „freier Wildbahn“, gibt es immer mal wieder „Gefangene“ – Gefangene in bestimmten Lebensräumen, Gefangene Ihrer Ängste, Gefangene von Stärkeren, die Grenzen festlegen. Jedes Mal aus ganz eigener Kraft befreien sich vermutlich die wenigsten. Allein unter denen, die nur das Gefühl kennen, gegenüber allen möglichen „Gefahren des Lebens“ auf sich gestellt zu sein, müssten vermutlich die meisten zugeben, dass sie sich dabei eher „einsam“ statt „frei“ gefühlt haben.

Kluge Menschen haben das schon vor langer Zeit erkannt und den demokratischen Freiheitsgedanken formuliert, der es Menschen ermöglichen soll, gemeinsam Gefahren für den/die Einzelne/n abzuwehren oder sich gemeinsam aus verschiedensten „Ketten“ zu befreien bzw. darauf zu achten, dass die niemandem neu angelegt werden, also gemeinsam frei zu leben: Die Mehrheit in einer demokratisch organisierten Gesellschaft sorgt also gemeinschaftlich dafür, dass es allen zusammen gut geht, dass sich jede/r einzelne in seiner Person, mit seinen Eigenarten, frei entfalten darf, solange er/sie sich an gemeinsam beschlossene Regeln hält, die für die Sicherheit aller sorgen sollen.

Ich bin sicher, dass jede/r Mensch das Potential hat, diesen Gedanken mit umzusetzen – notfalls mit Hilfe anderer in der Gemeinschaft, die ihn ihm/ihr erklären und bei der Mitgestaltung helfen.
Jedem Menschen, der den Grundgedanken verstanden hat, könnte aber auch klar werden, dass wir heute weit davon entfernt sind: weit davon, dass es allen gut geht, wir uns frei, sicher und unbeobachtet fühlen können oder so einfach Regeln mitbestimmen oder Einfluss auf neue Verordnungen oder Gesetze nehmen könnten.

Viele Menschen leben anscheinend lieber unfrei, als Sklaven – in Abhängigkeiten von wenigen Menschen, solange die den Anschein einer Demokratie wahren; von Menschen also, die Anhänger brauchen, um ihre persönlichen Ziele zu erreichen oder Menschen, die andere gerne beherrschen bzw. „BeschützerInnen“ oder „RetterInnen“ sein wollen, während sie ihnen vorgeben, was sie zu tun haben.

Die demokratische Mehrheit regiert die wenigsten Orte dieser Erde. Stattdessen tun es „mächtige“ Menschen mit ihrem Geld, die (Existenz-)Ängste schüren oder zumindest am Leben halten, die Menschen den Mut und das Selbstvertrauen nehmen, auch einen Wert in dieser Welt, selbst noch Würde zu haben!
Nur die wenigsten halten – bei all den „Idolen„, die uns tagtäglich präsentiert werden – an den eigenen Ideen und Idealen fest und versuchen ihr Leben lang, diese zu leben und umzusetzen.
„Wenn das jede/r tun würde, …“, ja, dann hätten wir tatsächlich eine freie Gesellschaft, in der die Menschen auf gegenseitige Unterstützung angewiesen wären, und nicht mehr auf die staatliche oder sonstige „Hilfen“, die heute unser aller Leben beherrschen.

Menschen sind aufeinander angewiesen, alleine würden die wenigsten überleben. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir uns in gegenseitige Abhängigkeiten begeben müssen.
Wir Menschen kooperieren gerne, weil es uns ein Gefühl von Freiheit vermittelt, wenn wir etwas mit-entscheiden, gewisse Verantwortungen tragen, auf etwas Einfluss nehmen können bzw. dürfen.

Doch immer wieder – wie unsere Menschheitsgeschichte zeigt, vor allem nach langen Freiheitskämpfen oder Befreiungsaktionen – geben wir unsere Sehnsucht nach Freiheit auf und unsere damit verbundenen Rechte an andere ab, ruhen uns sozusagen auf unseren Freiheitsrechten auf; mit all den fatalen Folgen, die wir mittlerweile kennen sollten.

Immer wieder sind Menschen in ihrer Gruppe so „doof“, nicht zu bemerken, wenn mit der Zeit immer weniger Menschen – für eine Demokratie irgendwann viel zu wenige – für andere entscheiden, Verantwortung tragen und Einfluss auf das Leben aller in der Gruppe. Immer wieder  stellen sich Menschen gemeinsam blind und taub.

Immer wieder lassen sie sich von ähnlichen oder sogar denselben Versprechungen blenden oder belügen, die jedes Kind durchschauen könnte.

Immer wieder sind Menschen dumm-kreativ und finden sich mit Bedingungen ab, die für freiheitsliebende und in die Zukunft schauende andere unerträglich sind: heute nehmen sie überall Überwachung in Kauf, dafür dass ihnen Sicherheit versprochen wird; lassen ihr Leben „lieber sicherheitshalber oder zeitsparender“ von menschengemachten Algorithmen statt vom „Schicksal“ bestimmen; lassen sich immer mehr von anderen kontrollieren statt das eigene Leben möglichst selbst und das gemeinschaftliche mit-gestalten zu wollen.

Immer wieder begehen Menschen denselben „Fehler“ – zumindest im Sinne von Freiheit, natürlich nicht im Sinne derjenigen, die Macht haben oder andere regieren und beherrschen möchten – im Leben so viel Energie zu verschwenden, dass sie am Ende keine mehr haben, auch noch für die Freiheit aller anderen Menschen einzustehen.
Aber nur das wäre im Sinne echter Freiheit für alle!

Ich wüsste so gerne, ob es in dieser unseren modernen Welt gerade überhaupt noch ein kollektives Freiheits- und Demokratie-Bewusstsein gibt, ob es sich nur nicht bis an die Oberfläche traut, oder ob es von all dem „Lärm“ unserer Zeit, z.B. von einer Unterhaltungsindustrie, so erfolgreich übertönt wird, dass sich Menschen in unserer Konsumgesellschaft heute einfach lieber mit anderen „wichtigen“ Dingen beschäftigen. Vielleicht ist zusammen mit der Freiheit auch die Demokratie in ein tiefes Unterbewusstsein gedämmert, ins Land der Träume abgetaucht und ich bin sozusagen nur ein Relikt aus alten Zeiten, die sich wünscht, dass Menschen gemeinsam in Freiheit leben dürfen, gleichzeitig aber weiß, dass sich dazu aber auch alle aktiv einbringen können dürfen müssen.

Echte Demokratie funktioniert nur, wenn sich alle Beteiligten ihr Leben lang und nach individuellen Möglichkeiten freiwillig daran beteiligen wollen, sich im Notfall zu gegenseitiger Hilfe verpflichten, nicht unnötig viele festgeschriebene Regeln die Handlungsspielräume behindern, aber gleichzeitig Transparenz herrscht, so dass Verstöße gegen Regeln, die gemeinschaftlich festgelegt wurden, nicht verschleiert werden können.
Bestimmt habe ich noch weitere wichtige Punkte nicht bedacht. Aber ich bin mir sicher, dazu hätten wir genug schlaue Köpfe, die bisher in unserer marktliberalen und eben leider nicht menschengerechten, also auch nicht an Menschenrechten interessierten Gesellschaft vielleicht noch nie Gehör gefunden haben.

Ich glaube sogar, dass es die Möglichkeit gäbe, dass die ganze Welt „freiheitlich demokratisch regiert“ werden könnte, dass Menschen im Sinne unserer Staaten-Gemeinschaft ihre eigenen Potentiale, Fähigkeiten und Besonderheiten zum Besten aller frei entfalten würden, wenn sie könnten und dürften, also darin unterstützt und gefördert würden.

Das wird nur so lange nicht funktionieren, so lange Menschen mit dem meisten Geld regieren, die meistens nicht einmal eine Ahnung von den Sorgen der Menschen am anderen Ende einer Vermögensskala haben, weil sie sie nicht einmal fragen oder ihnen nie richtig zugehört haben.

Demokratie wird nicht funktionieren, wenn einige wenige an der Spitze stehen wollen, also immer wieder versuchen, Vorreiterrollen zu übernehmen und nicht dafür sorgen, dass alle anderen jemals mithalten könnten …

Sobald sich jemand nicht mehr einbringen kann, darf oder will, ist die Demokratie zum Scheitern verurteilt und irgendjemand wird sich zum/zur (An-)FührerIn „berufen“ fühlen und anderen früher oder später nur noch diktieren (wollen), was sie zu tun haben.

Jede/r, die/der sich etwas anderes erzählen lässt, der/die hat den demokratischen Freiheitsgedanken nicht verstanden oder belügt sich selbst.

P.s.: Wer sich nicht an demokratische Freiheitsrechte hält, also nicht von Ländern demokratisch auserwählt wurde, die Welt zu kontrollieren, sind die selbsternannten „WeltretterInnen“, die sich im Herbst letzten Jahres zum Event201, einer inszenierten Pandemie-Übung getroffen haben …

P.p.s.: Und wer nicht erst seit Neuestem die demokratische Pressefreiheit mit Füßen tritt und gezielt politische Meinungsmache betreibt, sind unsere „vertrauenswürdigen“ (Wer hat es eigentlich geschafft, MIR das so erfolgreich einzureden? Ich musste ja – „Corona sei Dank“- auch erst vor Kurzem selbst auf die Idee kommen, ihre Darstellungen von Informationen zu hinterfragen …) öffentlichen Medien, denen ich daher heute einen Brief geschrieben habe. Vielleicht möchten ihn noch mehr Menschen als Vorlage zum eigenen Protest gegen „antidemokratisches Gedankengut“ nutzen: GEZ-Anschreiben.

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader, der die Freiheit, auch die anderer Menschen, ähnlich liebt und verteidigt wie ich, der sogar sein Haus von mir besetzen lässt, aber im Gegensatz zu mir der Meinung ist, dass PolitikerInnen oder andere „führende Persönlichkeiten“ für ihre größten Verbrechen erst einmal „weggesperrt“ statt gleich resozialisiert werden müssten!

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