Unsere Natur stirbt weiter. Und unsere Gesundheit, unser Glück, unsere Menschlichkeit mit ihr

„Das ist nun mal so …“ – wenn eine Weltwirtschaft, die genau darauf aufgebaut ist, weiter wachsen soll. Nur gemeinsam könnten wir das jederzeit ändern!

Gesunde und glückliche Menschen sind unserer auf Marktwachstum ausgerichteten Politik ein Dorn im Auge. Weil sie schlechte KonsumentInnen sind.
Sie brauchen wenig zum Leben, verhalten sich also automatisch nachhaltig, umweltfreundlich in vielerlei Hinsicht, weil sie viel schneller zufrieden sind als die „Otto NormalverbraucherInnen“, die unsere Gesellschaft bisher sehr lange am Leben gehalten haben, von denen mittlerweile aber die meisten – nicht nur im übertragenen Sinne – im Sterben liegen. Leider nicht zugunsten einer nachfolgenden Generation von Menschen, die zufriedener sind als er/sie.

Meine Oma hat oft gesagt „Zufriedenheit macht reich„. Aber auch wenn man sich Armut mit diesem Satz noch so schön reden kann, in unserer modernen Welt reicht dieser „Reichtum“ für viele leider nicht einmal mehr, um die Kosten zu tragen, die zu tragen wir gesellschaftlich verpflichtet werden: Krankenversicherung, Steuern für Wohneigentum oder Miete für einen festen Wohnsitz und Lebensmittel (weil es für Menschen in der heutigen Welt fast unmöglich ist, nicht zu verhungern oder teilweise sogar zu verdursten, ohne auf Hilfe durch andere Menschen oder auf Land angewiesen zu sein, um dort Nahrung anbauen zu können). Auch Kleidung bekommt man selten umsonst und sie lässt sich schwer selbst herstellen, ohne irgendetwas dazu kaufen zu müsssen. All das, unsere Abhängigkeiten von Dingen, die wir zum (Über-)Leben brauchen, haben andere seit jeher schamlos ausgenutzt. Am schamlosesten vermutlich die „Mächtigen“ in den Ländern und vor allem Menschen, die denen, denen sie mit ihren Versprechungen auch das letzte Geld aus der Tasche gelockt haben, niemals persönlich begegnen und in die Augen schauen müssen. Unsere PolitikerInnen tun das – weil die wenigsten jemals für Lügen zur Verantwortung gezogen werden – „fröhlich“ weiter. Natürlich geben sie dafür auch etwas zurück – sonst würden wir Menschen dieses Spiel, bei dem unsere Mithilfe in Form von Ideen und Arbeitskraft ja gefragt ist, gar nicht lange mitspielen. Menschen sind zwar enorm sozial, aber be- oder ausnutzen lassen sie sich nicht gerne. „Führungskräfte“, die anderen in erster Linie ihre eigenen Ideen und Produkte verkaufen wollen, statt demokratisch getroffene Entscheidungen akzeptieren zu wollen, müssen also – z.B,. mit Hilfe von Werbebotschaften (ich persönlich bezeichne sie mittlerweile lieber als Parolen) – geschickt agieren, um ihre „Anhänger“ nicht allzu unzufrieden mit ihrer Leitung oder Regierung werden zu lassen. Sonst wittern schnell andere, die gerne auch mal aufsteigen oder regieren, ihre eigenen Ideen verwirklichen und damit angeblich alles besser machen möchten, ihre Chance und helfen gerne dabei mit, dass Menschen in hohen Positionen gestürzt werden. Neue Regierung, neue Führungskräfte, neue Versprechen, …. ich habe keine Ahnung, wie lange Menschen dieses Spiel schon mitmachen. Ich schaue es mir immer wieder an, und habe ich habe großes Mitleid.

Ich habe Mitleid mit Menschen, die sich als freie Menschen in einer demokratischen Gesellschaft bezeichnen, aber sich trotzdem regieren (und immer wieder belügen) lassen (wollen); ich habe Mitleid mit Menschen die möglichst wenig Verantwortung für ihr Leben selbst tragen und lieber alles Mögliche „absichern“ wollen; die ärztliche Hilfe brauchen, wenn es ihnen schlecht geht, weil sie nicht selbst wissen, was ihnen fehlt oder was sie brauchen.
Ich wünschte, mehr Menschen wären sich ihrer Einzigartigkeit bewusst oder alle Menschen würden ihre individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten (er)kennen, die ihnen von Natur aus gegeben sind oder die sie sich in IHREM Leben angeeignet haben, die ihnen also nicht erst gesellschaftlich anerkannt werden müssen.
Mich macht traurig, wenn erwachsene Menschen immer noch nicht wissen, was sie selbst alles (entscheiden) können und tun könnten und immer wieder darauf warten, dass ihnen das jemand sagt.
Solange ihnen niemand sagt, wie sie ein erfolgreiches, glückliches und gesundes Leben führen können, suchen sie unglücklich danach – viele in dem Glauben, Glück würde mit gesellschaftlichem Erfolg in Zusammenhang stehen.

Ich würde die Dinge, die ich bisher in meinem Leben gemeistert habe, nicht als gesellschaftliche Erfolge bezeichnen; ich habe mich weder besonders dafür anstrengen müssen, konnte mir also Zeit für alles lassen, noch habe ich viel Geld damit verdient. Aber ich fühle mich zufrieden, ich fühle mich glücklich, ich verstehe die Bedeutung des Satzes, den meine Oma so oft gesagt hat.
Ich habe das Gefühl, genug zu besitzen; ich will gar nicht mehr Dinge haben und bin eher genervt, wenn ich feststelle, dass ich etwas bräuchte, das mir irgendwo weiterhelfen würde oder weil etwas kaputt gegangen ist.
Ich habe das Gefühl, am richtigen Platz zu sein, obwohl dort enorm viel zu tun ist, in den Augen andere als „Arbeit wartet“. Ich bin mir aber sicher, ich könnte notfalls auch an einem anderen Ort wieder genauso glücklich und zufrieden sein, weil ich auch dann wüsste, dass ich dazu wenig brauche.
Ich habe das Gefühl, mit dem richtigen Menschen zusammen zu leben, mit dem zusammen ich immer wieder – in friedlicher Absicht 😉 – über meine Fragen und Probleme diskutieren und sicher sein kann, dass wir gemeinsam immer wieder Antworten darauf oder (Kompromiss-)Lösungen dafür finden werden. Ich lebe in Gesellschaft eines anderen Menschen, der mir das Gefühl gibt, mich genauso als Mensch, als Gesamtpaket mit allen Ecken und Kanten, zu schätzen wie ich ihn; der mich genauso braucht wie ich ihn, mit dem zusammen ich immer wieder neu herausfinde, womit wir beide gerade zufrieden sind und vielleicht sogar bleiben wollen und womit noch nicht, so dass wir versuchen, es zum Besseren zu verändern.

Wir würden beide gerne die Natur am Leben erhalten. Wir schränken uns der Natur zuliebe gerne in unserem Leben, vor allem unserem Konsumverhalten ein; wir kaufen immer überlegter, immer bewusster ein; wir leben beide von pflanzlicher Nahrung, Dank vielem, was in unserem Garten wächst, oder des neuen „unverpackt“-Ladens vor Ort auch immer plastikfreier; er hat sein Reiseverhalten stark verändert, seit er mich kennt. Es fällt uns nicht schwer, weil wir so oft einfach zufrieden sind mit dem, was gerade da ist. Wir sind uns bewusst, dass dieser Prozess nie zu Ende sein wird, dass wir immer wieder Entscheidungen auch zulasten der Natur treffen werden und dass wir alleine die Welt nicht retten werden; aber es macht uns glücklich, es zu versuchen und damit persönlich, individuell erfolgreich zu sein; an uns selbst zu wachsen statt eine Wirtschaft dabei unterstützen zu wollen; uns selbst weiter zu entwickeln statt auf die Forschung zu zählen.
Und da ich als Biologin glaube, verstanden zu haben, wie wir uns gesund halten oder immer schnell wieder gesund werden können, vergiften wir unsere Körper und die Natur auch nicht oder nur im äußersten Notfall mit Mitteln aus einer Pharma-, Impfstoff- oder sonstigen Chemikalienindustrie.

Glücks- und Gesundheitsversprechen bringen nur so lange Geld ein, solange es unglückliche und kranke Menschen gibt, fällt das eigentlich niemandem auf?
Und unglückliche und kranke Menschen nehmen, solange sie sie nicht dazu nutzen, sich besser zu fühlen, weniger Rücksicht auf die Natur, weil sie ja andere Sorgen haben. Und wer Sorgen hat, fällt leichter auf (Heils-)Versprechungen herein. Fällt eigentlich niemandem auf, in welchen Teufelskreisen wir Menschen uns gerade bewegen?

Warum kommen noch nicht mehr Menschen von selbst auf die Idee, dass wir, wenn wir die Naturzerstörung stoppen und unsere Welt retten wollten, die Menschen in erster Linie dazu bringen müssten, mit weniger im Leben zufrieden, aber dadurch auch gleichzeitig glücklicher und gesünder zu sein? Warum glauben Menschen immer noch, dass wir uns dazu von den Menschen in der Welt, die Geld besitzen, abhängig machen müssen. Geld kann in erster Linie Zeit sparen, Zeit um sich selbst um bestimmte Dinge kümmern zu können. Aber macht nicht gerade die Zeit mit anderen Menschen uns Menschen oft besonders glücklich? Macht nicht jede/n das Gefühl glücklich, gebraucht zu werden und jemandem helfen zu können? Ist es ein guter Tausch, die Zeit, um Geld zu verdienen gegen wichtige Momente im Leben einzutauschen, die wir nie zurückholen können, nur um irgendwann genug Geld zu haben und Lebenszeit nachholen zu können. Ist es eine gute Idee, den Fokus auf das Geldverdienen zu richten statt auf die eigene Gesundheit, Glück und möglichst häufiges (friedliches) Zusammensein und Austausch, Netzwerken mit anderen Menschen, denen man gerne im Rahmen der eigenen Möglichkeiten jederzeit weiterhelfen würde und bei denen man sich sogar sehr sicher sein kann, dass sie das genauso tun würden?
Ich bin heute überzeugt, dass der „moderne Konkurrenzkampf„, der nichts mit einem natürlichen „Kampf“ ums Überleben zu tun hat (denn die Natur ist von Kooperation „beherrscht“!), von Betrügern, die Macht in ihren Händen halten wollten, in die Welt gebracht wurde. Menschen, die Zivilisationen beherrschen oder eine hohe gesellschaftliche Stellung innehalten wollen, hätten damit nie Erfolg unter Menschen haben können, die stark zusammenhalten, mehr Tausch- statt Geldhandel betreiben und gemeinsam ihre eigenen Ideale verfolgen. Hierarchisch organisierte Systeme, in denen Rechte und Pflichten ungleich verteilt sind, in denen Geld und Macht ungleich verteilt sind, lassen sich auf längere Sicht nur gezielt mit gesellschaftlichen Spaltungen aufrecht erhalten, sie sind also nur bedingt voneinander abhängigabsurd und neu das für einige Menschen vielleicht klingen mag; denn hierarchisch organisierte Systeme zerstören die Natur, also mit der Zeit immer auch sich selbst. Natürliche Systeme, also Ökosysteme funktionieren auf Dauer nur, wenn sich alle Bewohner oder Teilnehmer gleichermaßen selbst verpflichten und im Zaum halten, z.B. nicht zu viele Ressourcen verbrauchen oder Hinterlassenschaften produzieren. Funktionierende Ökosysteme bauen sich auf Koordination und Kooperation, nicht – wie unsere moderne Welt – auf Raubbau und Ausbeutung (von „billigen“ Arbeitskräften, Bodenschätzen, Tieren und Pflanzen, Pilzen, Mikroorganismen), also einem Benutzen, ohne dass genug zurückgegeben werden würde.

Solange modernes Konkurrenzdenken noch bzw. schon in der Schule gelehrt wird; solange es Menschen Sorgen bereitet, eine gesellschaftliche Stellung halten zu können, bzw. solange Menschen diese überhaupt haben wollen; solange Menschen lieber Geld bezahlen statt sich gegenseitig mit Ideen oder Dienstleistungen zu helfen; solange Menschen lieber „ihr Ding“ machen statt Kompromisse mit anderen suchen und finden wollen; solange Menschen nicht lernen (wollen), friedlich miteinander zu kommunizieren statt sich anzufeinden; solange Menschen sich von Versprechungen der Werbung, also auch der unserer PolitikerInnen in den öffentlichen Medien, von Banken und Versicherungen, von pharmatreuen ÄrztInnen, …  einreden lassen (wollen), dass sie nur mit umwelt- und gesundheitsschädlichen Lebenskonzepten oder Produkten glücklich und gesund sein werden, wird die Natur – und mit ihr auch unsere Menschlichkeit, dessen bin ich mir sicher – „fröhlich“ weiter sterben.

 

P.s.: Der wichtigste und dringendste erste Schritt dahin, überhaupt etwas zu verändern, wäre in meinen Augen, dass zunächst einmal alle Menschen, die sie noch tragen, ihre „Alltagsmasken“ ablegen, sich auf ihre Gesundheit und Grundrechte berufen und dadurch friedlich Widerstand gegen unrechtmäßige Verordnungen zu leisten, also aufhören, weiter bei einem politischen Psycho-Spiel mitzumachen, das gerade vermutlich mehr oder weniger damit betrieben wird (The truth behind the masks) und bei dem sich Menschen einem totalitären Druckmittel unterordnen: Die Maske ist totalitär!

P.p.s.: Als nächstes würde ich mich sehr freuen, wenn mehr Menschen es wagen würden, zu ihrer Menschlichkeit zurück zu finden und dadurch schon automatisch mehr oder weniger verhindern würden, dass jemals wieder „Unmenschen“ ihre Ideologien, die immer wieder ziemlich demselben Muster zu folgen scheinen (https://www.rubikon.news/artikel/diktatur-zum-selbermachen), verwirklichen können,

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader!

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