Fluch und Segen der Kommunikation

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Wenn es doch so einfach wäre. Wenn es doch immer vernünftiger wäre, um vor allem weitere Missverständnisse zu vermeiden, alles einfach unkritisch hinzunehmen, wovon andere reden.

Kommunikation ist eine niemals versiegende Quelle der Missverständnisse. Schon unter Tieren, die ja „nur“ (vielleicht auch glücklicherweise?) mit ihrer Körpersprache „sprechen“ können. Wer sich im Tierreich verständlich machen will, muss ausgiebig demonstrieren, was er/sie will oder meint.

Wir Menschen haben vielleicht einmal gedacht, wir würden es uns mit unseren Sprachen einfacher machen. Wenn sich alles „einfach“ mit Worten ausdrücken lässt, muss nicht immer alles auch sichtbar vorhanden sein, was man meint. Klingt logisch.
Allerdings übersehen Menschen, die immer noch glauben, man könne etwas unmissverständlich sagen, komplett, dass nicht jedes andere Gehirn außer dem eigenen auch dieselben Vorinformationen zu etwas Gesagtem bzw. Gehörtem enthält. Was jemand sagt und meint, die gesendete Information, ist noch lange nicht das, was jemand anderes hört bzw. versteht, ist also oft oder meistens – je nachdem wie gut sich die Kommunizierenden schon kennen – nicht die Information, die empfangen wird.

Wenn sich zwei Menschen unvoreingenommen, offen, aufmerksam und neugierig unterhalten, werden auftretende Missverständnisse durch Nachfragen vielleicht oft noch erkannt und können auch schnell aus dem Weg geräumt werden.
Doch durch unsere heutigen, vielverzweigten „Informationskanäle“ gibt es wie einst im kleinen Rahmen beim Stille-Post-Spielen unendlich viele Möglichkeiten für Missverständnisse, die auch schwer wieder aus der Welt geschafft werden können. Sie heißen dann irgendwann oft Fake News, obwohl der/diejenige, der/die sie verbreitet oder so nennt, oftmals gar nicht verstanden hat, was der/die UrheberIn der Nachricht meinte.
Unsere menschliche Kommunikation ist für mich mittlerweile insgesamt ein Trauerspiel. Sie hat meist nichts mehr mit Verständigung zu tun, noch weniger mit Verständnis. Es scheint in erster Linie nur noch darum zu gehen, Meinungen zu verbreiten.

Viel zu viele reden an den anderen komplett vorbei, versuchen überhaupt nicht mehr, einander zuzuhören oder Gegenfragen zu stellen, um das Gegenüber vielleicht doch noch zu verstehen. Lieber werden bei der ersten Gelegenheit Diffamierungen ausgesprochen, um Gesprächs- bzw. Diskussionspartner damit zu disqualifizieren und mundtot zu machen.
Und geglaubt wird einfach, was unsere sogenannten Leitmedien berichten, die z.B. gerade oft nur „nachplappern“ was die (Pharma-)BeraterInnen unserer PolitikerInnen erzählen, ohne überhaupt deren Aussagen verstanden zu haben.

Ich habe mich zufällig aufgrund persönlicher Erfahrungen in den letzten Jahren sowohl intensiv mit Viren, ihrer Verbreitung und den damit verbundenen Krankheitsbildern, mit der Funktionsweise des menschlichen Gehirns, insbesondere mit persönlicher Wahrnehmung und Ängsten als auch mit gewaltfreier Kommunikation beschäftigt. Und ich habe das Gefühl, ich verstehe viel von dem, was gerade nicht nur in unserem Land ziemlich schief läuft.
Ich weiß nicht, ob Absichten dahinter stehen oder ob einfach viel aus dem Ruder gelaufen ist und weiter läuft, weil unsere Welt heute ist wie sie ist.

Ich möchte hier einfach nur kurz darauf hinweisen, dass jede/r, der/die gerade noch von „Infektionszahlen“ spricht und statt „Fallzahlen“ (d.h. positive Testungen) eine Infektion mit dem neuen SARS-CoV-2 meint, der Lüge bezichtigt werden könnte, da das RKI schon seit KW 16 dieses Virus nicht mehr nachweisen konnte (Seite 10, unten). Ich möchte also darauf hinweisen, dass wir uns gerade Schutzmaßnahmen vor etwas verordnen lassen, was aktuell gar nicht im Umlauf ist, also verbreitet werden könnte.

Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass schwerlich weiter von der Gefahr eines überlasteten Gesundheitssystems gesprochen werden kann, wenn bisher einige Krankenhäuser Kurzarbeit anmelden mussten und etliche Intensivbetten leer standen, also vielleicht unnötig freigehalten werden, aber von einer absurd schlechten Versorgung von tatsächlich Kranken (übrigens auch in Amerika oder Italien).

Und ich möchte darauf hinweisen, dass es für jede/ WissenschaftlerIn, die schon einmal in einem Labor gearbeitet hat, sehr ironisch anmutet, wenn jemand behauptet, er/sie würde mit seiner/ihrer („Alltags-„)Maske verhindern, dass Viren weiterverbreitet werden, geschweige denn, sich selbst damit vor dem Kontakt mit Viren schützen.

Es gäbe gerade enorm viele Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, Anlässe zu kommunizieren.

Unsere PolitkerInnen oder Medien scheinen sich dafür nicht verantwortlich zu fühlen.
Deshalb hoffe ich wirklich sehr, dass noch viel mehr Menschen sich bald trauen, sich wieder mehr und neu zusammenzutun und miteinander zu reden, friedlich zu kommunizieren, ohne Masken; sich einander zuzuhören, gegenseitig Fragen zu stellen und hoffentlich Verständnis füreinander entwickeln  können. Auch wenn man am Ende nicht derselben Meinungen ist.

Vielleicht stellt sich aber beim Kommunizieren sogar heraus, dass „Verschwörungstheoretiker“ gar nicht alle an Verschwörungen glauben, dass „Ossis“ generell gar nicht so rechtsradikal und doof sind, wie sie in vielen unserer Medien immer noch oft dargestellt werden, dass Meinungen von sogenannten Randgruppen gar nicht so sehr von der mehrheitlichen Meinung abweichen, dass wir BürgerInnen gar nicht so unterschiedliche Dinge möchte, dass wir uns als Menschen gar nicht so sehr voneinander unterscheiden.

Vielleicht wird dann auch vielen klar, dass wir heute an der Spitze unserer Regierung PolitikerInnen sitzen haben, die versuchen, auf ihrer – von diversen Lobbyisten großer Unternehmen „beeinflussten“ – Meinung zu beharren und in der Bevölkerung Meinungsmache zu betreiben, die eher dem Interesse von großen Unternehmen oder einer einflussreichen Pharmaindustrie und nicht in erster Linie dem Schutz ihrer BürgerInnen dient, die also gar nicht ehrlich kommunizieren.

Ich möchte Menschen wirklich zu jedem neuen Kommunikationsversuch animieren, auch wenn viele vielleicht aufgrund schlechter Erfahrungen den Eindruck haben, das bringt nichts mehr!

Die Welt von heute kann in meinen Augen auf jeden Fall wieder mehr echte, „analoge“ Kommunikation und mehr Verständnis füreinander (nicht nur zwischenmenschliches, sondern auch gegenüber Tieren oder der Natur insgesamt genauso wie dem eigenen Körper und der eigenen Seele gegenüber!) gebrauchen – das lässt sich über digitale Kanäle kaum erreichen!

Liebe Mitmenschen, hört bitte auf, Euch für andere Meinungen taub zu stellen, hört Euch gegenseitig wieder zu und nehmt bitte die Masken ab, die im Alltag niemanden schützen, aber immer noch enormen Schaden anrichten, offen miteinander reden, ausgiebig kommunizieren zu können!

 

P.s.: Ich wäre übrigens – wenn ich mir unsere Menschheitsgeschichte so anschaue – sehr dafür, dass Menschen, die die „besten“ Reden schwingen, die also am geschicktesten ihre eigenen Ziele kommunizieren und andere dafür begeistern mitzumachen, vorsichtshalber keine Führungspositionen mehr überlassen werden – denn darunter haben sich in der Vergangenheit schon einige der vielleicht größten Blender oder Psychopathen befunden (ich glaube, hier kann ich mit gutem Gewissen auf die weibliche Form verzichten), die viele Menschen ins Unglück gestürzt haben, wie wir im Nachhinein feststellen konnten.

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader!