Was ist das eigentlich … eine Infektion?

Das kommt darauf an. Es kommt darauf an, wie sie definiert ist. Und es kommt darauf an, wie sie bewertet wird.

Laut einer Brockhaus-Ausgabe von 1989 ist eine Infektion eine: „Ansteckung, das Eindringen von Krankheitserregern (Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten) in einen Makroorganismus (Pflanze, Tier, Mensch), in dem sie sich vermehren.“ Weiterhin wird erläutert, das je nach „Gefährlichkeit“, – auch dieser Begriff ist abhängig von seiner Definition und der Bewertung durch den einzelnen – je nach Virulenz und Anzahl der „Erreger“ sowie der natürlichen Resistenz (ein Begriffe, den ich lange nicht mehr gehört habe!) oder Immunreaktion unterschiedliche Krankheitsbilder (Infektionskrankheiten) oder ein stummer Infekt ohne Krankheitserscheinungen entstehen kann.

„Googelt“ man heute, wird aus diesem Ansteckungsprozess schnell mal die Infektionskrankheit: „Eine Infektion ist eine Krankheit, die durch einen äußeren Erreger ausgelöst wird, Krankheitssymptome verursacht und in vielen Fällen übertragbar ist.“ (gesehen am 20.8.2020 auf der „Vorsorgeplattform“ afilio – ich frage mich, für wen da gesorgt wird…). Und gerade habe ich den Eindruck, dass so gut wie alle verfügbaren Medien immer noch fleißig dabei mitmachen, Menschen das Bild zu vermitteln, dass eine Infektion mit SARS-CoV-2 gleichbedeutend mit dem tödlichen Krankheitsverlauf von CoViD-19 ist.

Der Begriff Infektion ist also besonders heute und besonders unter Menschen, die sich noch nie intensiver mit medizinischen Begrifflichkeiten auseinandergesetzt haben, die alles „gar nicht so genau wissen wollen“, mit vielen Fragezeichen und Unsicherheiten verbunden: „Was, wenn genau ich der-/diejenige bin, der/die infiziert, also (womöglich) krank wird und davon stirbt oder der/die jemand anderen durch eine Virusübertragung umbringt?“.

Daher möchte ich an dieser Stelle ein bisschen biologische Aufklärung betreiben – ich setze lieber auf diesen langen, beschwerlichen Weg, Ängste aus der Welt zu schaffen, anstatt von den Ängsten der Menschen leben zu wollen, indem ich Produkte verkaufe, die versprechen, Ängste zu nehmen, und Menschen in trügerischer Sicherheit wiegen:
Wir werden alle täglich tausend- oder sogar millionenfach infiziert, vor allem, wenn wir uns unter andere Lebewesen mit ihren unvorstellbar großen und unterschiedlichen Mikrobiomen begeben. Da ist mit Sicherheit noch ein großer unerschlossener Markt für Tests, wenn man wissen möchte, was es da so alles gibt.
Auch ganz neue Viren sind vermutlich täglich dabei. Denn Viren verändern sich schnell.
Solange Viren sich selbst untereinander in Schach halten – dafür gibt es nämlich auch wissenschaftliche Hinweise – oder unser Immunsystem verhindert, dass sich eines oder mehrere der Viren so stark in unserem Körper vermehren können, dass wir dadurch Krankheitssymptome entwickeln, ist es in meinen Augen irreführend, überhaupt von Krankheitserregern zu sprechen. Schon zu Studienzeiten vor über 20 Jahren hat es mich wahnsinnig gemacht, dass Bakterien und Viren dazu diffamiert, in einem Begriff generalisiert werden, der so für mich überhaupt nicht wissenschaftlich war. Bis ich feststellen musste, dass moderne Wissenschaft, moderne Produkt-Forschung, ja genau darauf ausgerichtet ist, dass sie ihre Produkte zwar individuell anpreisen kann, aber hinterher nicht allzu viele NutzerInnen enttäuscht oder geschädigt oder sogar tot sein sollten. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich fühle mich jedenfalls von WissenschaftlerInnen verarscht, die so tun, als wäre der Kontakt zu einem Virus automatisch eine Todesgefahr. NATÜRLICH kann es das in Einzelfällen sein. Aber wenn wir jede Gefahr für unser Leben ausschließen wollten, würden wir uns nicht mehr aus dem Haus trauen; und paradoxerweise sterben genau da ja sehr viele Menschen.
Die Angst vor einer Infektion ist für mich heute also völlig irrational, weil wir ohnehin nicht sehen können, wie schnell Viren sich um uns herum verändern und welche genau neu für uns sind. Weil ich meine Immunreaktionen selbst ja am besten kenne, hätte ich heute auch keine Angst, ohne Impfung in ein Land zu reisen, in dem Viren vorkommen, zu denen ich vermutlich noch keinen Kontak hatte. Aber ich kann verstehen, wenn nicht jede/r so risikobereit ist.
Ich kann auch verstehen, dass Menschen Angst haben, andere zu infizieren, anzustecken. Aber wenn wir uns nicht mehr auf Krankheitssymptome wie Schnupfen, Husten oder ein kränkliches Aussehen verlassen dürfen, die uns darauf aufmerksam machen, bei Bedarf Abstand voneinander halten zu können, sondern zusätzlich mögliche, von überängstlichen, sicherheitsfanatischen WissenschaftlerInnen eingerechnete Inkubationszeiten im Kopf behalten sollen, für die es nicht einmal stichhaltige Beweise gibt – zumindest kenne ich noch keine überzeugenden -, dann werden wir unseres Lebens ja nicht mehr froh!

Zurück zum Thema: eigentlich alle verfügbaren Medien berichten gerade täglich über das Infektionsgeschehen um ein einziges, neuartiges Virus, von denen es vermutlich unzählige gibt – ich persönlich wüsste ja sehr gerne, warum genau dieses, denn so öffentlich gespuscht werden die wenigsten wissenschaftlichen Neuentdeckungen, nach denen darüber hinaus ja oft auch schon vorher lange gesucht wurde … (Momentan fällt mir dazu dauernd der Satz „Folge dem Geld“ ein, den ein bayrischer Polizist im Ruhestand gerade im außerparlamentarischen Corona-Untersuchungsausschuss im Zusammenhang mit seinen Erfahrungen mit organisierten Verbrechen – die in meinen Augen gezielt oder Selbstläufer in Systemen sein können – fallen ließ).
Leider nehme ich niemandem die eigene Angst vor einer Infektion, wenn ich die Berichterstattung kritisiere und die Angst als irrational bezeichne. Und die Informationen, die ich persönlich gesammelt habe, um zu wissen, dass ich genausowenig Angst vor der Infektion mit dem neuen Corona-Virus haben muss wie vor anderen Infektionen, und dass ich auch nicht mehr Angst um meine älteren Lieben haben muss als zur alljährlichen Grippezeit (weil ich dieses Risiko bisher völlig unterschätzt hatte!), können/wollen vermutlich die wenigsten anderen Menschen genauso nutzen wie ich.
Das macht Aufklärung so schwierig.
Jede/r müsst selbst für sich Vergleiche heranziehen und die Gefahren abwägen. Das tun aufgeklärte, angstfreie Menschen, denen ihre Gesellschaft am Herzen liegt. Und die scheinen in unserem Land leider gerade Mangelware zu sein…
Denn sonst wäre längst aufgefallen, dass ein hohes Infektionsrisiko für den einzelnen allein noch keinerlei politische Maßnahmen für die Allgemeinheit rechtfertig: wir müssten sonst unseren Alltag komplett und auf Dauer umgestalten, um ausschließen zu können, dass wir nicht mehr von all den unzähligen Viren und Bakterien anderer Menschen, zu denen wir Kontakt haben könnten, infiziert werden.
Ich hoffe, es gibt noch genug Menschen, denen auffällt, als wie kontraproduktiv es sich erwiesen hat, sich zu sehr von Bakterien fernzuhalten… Aber vielleicht ist bei Viren ja alles ganz anders? Ich als Biologin sehe zum momentanen Zeitpunkt keinerlei Grund dazu, etwas anderes anzunehmen.

Selbst das Krankheits- und Sterberisiko für die/den Einzelnen wird nicht mehr abgewogen gegenüber dem Schaden für unsere Gesellschaft, der gerade angerichtet wird. Mittlerweile, vor allem nachdem die Corona-Maßnahmen an vielen Stellen etwas gelockert sind und sich wahrscheinlich auch wieder weniger Todesfälle durch völlig übertriebene Maßnahmen ereignen, zeigen die Daten ja sehr deutlich, dass trotz hoher Infektionszahlen kaum Menschen sterben, die große Mehrheit also gar keine bis leichte Symptome nach der Infektion durch das neue Coronavirus hat.

Um hier mal zum Ende zu kommen: Wenn die Angst von Menschen vor einer Infektion das tatsächliche Risiko, krank zu werden oder zu sterben, komplett überspielt und die Herrschaft in unserer Gesellschaft übernimmt, dann herrscht für mich nicht mehr Angst, sondern Paranoia. Wann klären darüber endlich große öffentliche Medien auf, damit mehr Menschen angespornt werden, endlich aufzuhören, bei diesem Wahnsinn weiter mitzumachen?

Vielleicht geschieht die fehlende Aufklärung (oft) nicht einmal bewusst. Vielleicht ist es gar keine gezielte Absicht. Vielleicht sind sich viele Medien einfach ihrer Aufgabe nicht bewusst, aufzuklären und Menschen ihre Ängste zu nehmen. JournalisInnen sind ja auch nur Menschen.
Aufklärung ist aber notwendig, sie ist sogar unsere Pflicht, wenn wir überhaupt unantastbar in unserer Würde, freie Menschen bleiben wollen; wenn wir uns nicht völlig in die Abhängigkeit von WissenschaftlerInnen und dahinterstehenden großen Konzernen, deren Lobbyisten mit PolitikerInnen gemeinsame Sache machen, begeben wollen – auch wenn es vielen Menschen heute „viel zu gut“ zu gehen scheint, um sich dessen bewusst zu sein.
Ich hoffe wirklich, dass meine Aufklärungsversuche besondere Früchte mit Erregern tragen, die andere infizieren, bevor unser Grundgesetz einem Infektionsschutz-Gesetz oder ähnlichem zum Opfer gefallen ist. Ich hoffe wirklich, dass Menschen irgendwann erkennen und genug davon haben, dass andere an ihren Ängsten, zulasten der eigenen Freiheit und Gesundheit, obwohl sie den gegenteiligen Anschein zu erwecken suchen, auch noch Geld verdienen.

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