Ist es vernünftig, in Systemen zu leben?

Meine persönliche Antwort darauf folgt noch …

Ich frage mich ja schon seit Langem, was so schief läuft in diesem Land. Warum gerade alle Menschen glauben, dass es vernünftig ist, überängstlichen Virenforschern zu glauben und blind ihren Empfehlungen zu folgen.
Und heute Morgen hatte ich wieder einen dieser HEUREKA-Momente, wo sich irgendwie alles, was ich mir bisher überlegt hatte, wieder ein bisschen neu zusammengefügt, Sinn ergeben hat.

Also, der Reihe nach: Ich habe ein ziemlich positives Menschenbild, also eines, das Menschen „Gutes“ zutraut und hinter keiner Absicht gleich eine „böse“ vermutet. Ich sehe, dass Menschen, die nur Gutes wollen (manchmal auch angeblich; aber ich glaube das zuerst mindestens ein Mal), richtig schlimme Dinge anrichten (können). Und ich frage mich oft – vor allem wenn ich nicht erkennen kann, dass sie nicht aus reiner Angst heraus handeln, um ihren eigenen Arsch oder den Ihrer Liebsten zu retten – warum sie nicht mehr abwägen, was sie tun.

Vorhin ist mir bewusst geworden, dass wir heutzutage eigentlich überhaupt nicht mehr beigebracht, gelehrt bekommen, also auch nicht lernen, unsere Taten, was dagegen und was dafür spricht, abzuwägen, Nachteile und Nebenwirkungen überhaupt ins Auge zu fassen. Viele Menschen scheinen gar nicht mehr zu wissen, dass sie das könnten! Sie versuchen, nach Regeln, Bedienungsanleitungen, gesetzestreu zu leben, weil es ja bereits einen einzig richtigen, alternativlosen Weg, eine einzig richtige Methode, ein einzig richtiges Ziel gibt, den irgendjemand anders gefunden hat oder noch finden wird. Was soll man da selbst noch überlegen?

Wer nicht überlegt, wägt auch nicht ab. Wer nicht immer wieder selbst neu abwägt, handelt mit Sicherheit nicht vernünftig. Der/Die folgt nur dem, was andere vorher und für sich selbst abgewogen haben.
Aber warum tun das hier und heute so viele Menschen? Warum denken anscheinend so viele Menschen, sie müssten, könnten oder dürften das nicht? Warum glauben sie, dass sich der eigene Denkaufwand nicht lohnt? Weil die „führenden Kräfte“, die „Spezialisten“ in unserem Land sowieso alles vorgeben und der/die „kleine/r Bürger/in“ überhaupt keine Möglichkeit bekommt, Einspruch dagegen zu erheben, wenn er/sie etwas, sogar Schwerwiegendes, dagegen einzuwenden hätte…
SO IST ES JA TATSÄCHLICH, LIEBE POLITIKER/INNEN, DIE IHR DIESES LAND ANFÜHRT. Ein Land, dem ich persönlich ein Armutszeugnis ausstellen würde für seine angeblich freie, demokratische, vernünftig handelnde Gesellschaft. Ein Land, das sich damit rühmt, PolitikerInnen, die sich damit rühmen, zu den führenden der Welt zu gehören…

Aber wie konnte es dazu kommen? Wo hat das begonnen?
Etwas Neues beginnt meistens dann, wenn etwas Altes zerbrochen, kaputt gegangen ist. Es gibt in unserer neueren deutschen Geschichte also vielleicht einen Anfangs(zeit)punkt, an dem unsere „moderne“ Gesellschaft begonnen hat, sich neu zu formieren, eine Richtung eingeschlagen hat, die uns ins HEUTE führt. Hinsichtlich einer vernünftigen Weiterentwicklung befindet sie sich dabei offensich auf einem brüchigen Holzweg.

Unsere Wirtschaft muss künstlich am Leben gehalten werden.

Unser sogenanntes Bildungssystem versucht, Kinder zu Menschen zu erziehen, „heranzuzüchten“, die gar keine Einsprüche mehr gegen „herrschende Meinungen“ erheben. Sie lernen richtige und falsche Antworten, vermutlich bleibt wie schon zu meiner Schulzeit wenig bis gar keine Zeit aufzuklären, wie „falsche“ Antworten zustande kamen, um Kindern die Möglichkeit zu geben, daraus zu lernen. Wir haben kein umfassendes Bildungssystem, sondern vergefertigte Meinungsmache und Automatisierung.

Unser Gesundheitssystem lebt nicht davon, Menschen dabei zu helfen, gesund zu bleiben oder zu werden, sondern von kranken Menschen, die bereit sind, sich allerlei Tests zu unterziehen, sich vorsorglich gegen möglichst viele Krankheiten impfen zu lassen und Medikamente einzunehmen. Welch Glück für unsere Pharma-Forschung und -industrie.

Unser Finanzsystem wird von Unternehmen geregelt, die das meiste Geld haben und ungehindert noch mehr davon einscheffeln können..

Unsere einstigen wissenschaftskritischen Gläubigen (und Kritik ist so notwendig, um vernünftige Lösungen für alle zu finden!) geben heute wie der Rest der Bevölkerung WissenschaftlerInnen blind Recht.

Zu vernünftigem Handeln ist es notwendig, selbstständig, aber auch angstfrei zu denken; denn Angst blockiert das Denkvermögen. Rein biologisch betrachtet macht Angst blind, blöd oder aggressiv, wie ich ja schon an anderen Stellen näher ausgeführt habe. Ich habe leider den Eindruck, dass unsere Politiker gerade selbst von ziemlich viel Angst regiert werden, vielleicht ganz unterschiedlicher Art; zumindest erkenne ich keine vernünftige Überlegung dahinter, dass die Corona-Krise vorbei sein soll, sobald ein enorm umstrittener neuer Gen-Impfstoff verfügbar ist, der Menschen unabsehbaren Gefahren aussetzt, wohingegen die große Mehrheit der Menschheit eine SARS-CoV-2-Infektion gut übersteht.

Dass wir uns weiterhin im Kreis, der mehr den Anschein einer Abwärtsspirale angenommen hat, drehen, könnte in meinen Augen nur noch unser Rechtssystem verhindern, unser vielgelobter Rechtsstaat, der aber in seiner momentanen Form eher die Mutter des ganzen „Übels“ ist. Mir ist passend zu einem Motto der gewaltfreien Kommunikation „Willst Du glücklich sein oder Recht haben?“ vorhin der Sstz eingefallen „Willst Du glücklich und gesund sein oder in unserem Rechtsstaat leben?“
Denn unser Rechtsstaat scheint dabei zu sein, sich die Vernunft genauso abzugewöhnen wie alle anderen seiner Systeme und die Menschen, die in ihm Leben. Wie auch nicht, alles ist mit allem verbunden.
Unser Staat hat es sich scheinbar zur Hauptaufgabe gemacht, alles mit Gesetzen zu regeln, produziert also fleißig immer noch neue Gesetze, an die sich Menschen halten können. Juristen versuchen anscheinend, den Menschen immer noch ein bisschen „besser beizubringen“, was richtig und was falsch ist, indem sie sich auf Präzedenzfälle beziehen und Urteile fällen zu können. Vielleicht kann bald ja jede/r Anwalt/Anwältin werden; vielleicht brauchen wir bald gar keine Menschen mehr, die für ihre Aufgaben selbständig denken müssten, die immer wieder neu darüber debattieren und abwägen oder abstimmen lassen müssten, was in einer neuen Situation das Richtige oder das Falsche ist. Es würde auf jeden Fall viel Zeit gespart werden, wäre also ein hocheffizientes System!

Ich frage mich nur, wer oder was uns dann regiert? Mit Sicherheit nicht mehr die Vernunft, vernünftige Entscheidungen oder vernünftige Menschen!

Als der naiv-gutgläubige Mensch, der ich bin, würde ich es ja für vernünftig und ausreichend für alle Menschen halten, zu den „Basics“ zurückzukehren und uns gegenseitig an ein paar, nennen wir sie der Einfachheit halber, weil davon sogar schon mal 10 vorformuliert wurden, „Gebote“ zu erinnern, die interessanterweise, wie ich als Wissenschaftlerin finde, nicht Rechtswissenschaftler erarbeitet, sondern Gläubige zusammengetragen und aufgeschrieben haben.
Grenzen müssten Menschen schon in ihrer Erziehung in meinen Augen erst gesetzt, Regeln festgelegt oder Gesetze erlassen werden, wenn andere Menschen Schaden nehmen. Es ist nicht vernünftig, nicht immer sinnvoll, etwas in jeder individuell neuen Situation genau so zu machen wie es „andere vorher schon gemacht“ haben oder „immer wieder machen“ würden. Wofür dann etwas gesetzlich festlegen?
Wir schaffen mit all unseren gesetzlichen zwischenmenschlichen Regelungen (ich rede nicht von Unternehmen!) in erster Linie die Vernunft und das Mitdenken ab. Selbst unsere PolitikerInnen springen wieder auf dieselbe Angstschiene auf wie schon bei anderen Pandemien, also der Vogel- und Schweingrippe; nur sind die Lobbyisten anscheinend stärker geworden…
Die denkerische Freiheit, die Meinungsfreiheit, die öffentliche Debatten notwendig machen würde, scheint abgeschafft.
Bye-bye, Land der Dichter und Denker, ich persönlich werde Euch vermissen!

Dass zusammen mit der Vernunft auch vernünftige Lösungen in all unseren Systemen abgeschafft werden, im Gesundheits-, Bildungs- … Ich hoffe, es bemerkt jede/r, wie sich ein (Teufels-)Kreis schließt. Wieso stört sich in der größen Öffentlichkeit immer noch niemand an dem Kurs, der schon so viele Jahre verfolgt wird? Ist der noch niemandem aufgefallen? Hat noch niemand daran gedacht?
Vielleicht denke ich ja auch einfach zu viel nach? Ich kann aber sagen, ich habe keine Angst vor einem Virus, der selbst in ärmeren Ländern kaum Menschen tötet. Ich habe keine Angst vor Menschen ohne Krankheitssysmptiome. Ich nehme nicht extra den Weg zum Arzt auf mich, um mir erzählen zu lassen, was mir fehlt oder was ich brauche. Ich habe seit Jahren kein Medikament gebraucht, das es nicht schon sein Ewigkeiten geben würde, das also ganz neu entwickelt oder verbessert wurde. Die Suche nach (All-)Heilmitteln zum Einnehmen oder Spritzen ist für mich eine idealistische Suche wie die nach dem heiligen Gral. Und ich fühle mich gerade so glücklich wie noch nie in meinem Leben zuvor.
Heulen könnte ich nur, wenn ich sehe, was andere Menschen aus ihrem Leben machen! Und wie sie – unabsichtlich oder bewusst – versuchen, auch andere mit in ihren Abgrund zu reißen. Ich könnte heulen, wenn ich sehe, wie gerade so gut wie alle um mich herum in einem System mitschwimmen, das keinen (Frei-)Raum mehr für Individualität, für unterschiedliche Meinungen und Lebensstile lässt. Ich könnte heulen, ich tue das sogar hin und wieder, wenn wir Menschen nicht einmal Entscheidungen treffen dürfen, bei denen es um unsere eigene Gesundheit, unseren eigenen Körper geht, wenn wir nicht einmal mehr die Entscheidung für oder gegen eine Gesichtsmaske, im Prinzip eine Uniform, selbst treffen dürfen.
Es gibt leider nicht nur EINE vernünftige Lösung, liebe Mitmenschen, auch wenn das so schön einfach wäre. Dazu müsstet Ihr alle erst einmal wieder selbst nachdenken, Euch nicht nur immer weider dieselben Meldungen in den Nachrichten anhören! Und es müssten alle Meinungen laut geäußert werden und darüber demokratisch abgestimmt werden, um die vernünftigste Lösung für alle zu finden!
Wenn „unser System“ das aber gar nicht mehr hergibt, wenn öffentliche Debatten aus welchen Gründen auch immer gar nicht mehr stattfinden … dann versuche wenigstens ich, mein Leben einigermaßen vernünftig zu führen, solange das überhaupt noch möglich ist…

P.s.: Da es aus meiner Erfahrung nicht allen Menschen gleichermaßen gleichermaßen gelingt, sich an „Empfehlungen“ wie ein paar Gebote zu halten, insbesondere Menschen, die sich entweder besonders in Not befinden, oder aber Menschen, die mit dem, was sie schon haben, einfach nie zufrieden sind, könnten Gesetze verhindern, dass sie mit ihrem Verhalten anderen schaden, ihrem Tun könnten also mit gesetzlichen Regelungen bestimmte Grenzen gesetzt werden, die vielleicht hin und wieder auch ohne aktuellen Anlass neu abgewogen werden sollten.
Ich persönlich würde jedem Menschen die Grenze setzen, vor allen anderen, in aller Öffentlichkeit volle Verantwortung übernehmen zu müssen, für das, was er/sie tut oder getan hat. Ich bin überzeugt, dann gäbe es die größten Verbrechen auf dieser Welt überhaupt nicht mehr!

P.p.s.: Und davor, dass Menschen aus der Not heraus anderen schaden, würde ein bedingungsloses Grundeinkommen bewahren, das Geld für Lebensmittel und zumindest einen kleinen Wohnraum sicherstellt. Es gibt mittlerweile sogar schon Modelle dafür, die vernünftig gegeneinander abgewogen werden könnten, über die also demokratisch entschieden werden könnte. Ja, könnte …, wenn Vernunft in unserem Gesellschaftssystem überhaupt noch „in Mode“, überhaupt noch gefragt wäre.

 

 

Dank für das Foto gebührt Mathias Csader (https://natur-highlights.de), mit dem zusammen ich gerade Aluhüte entwerfe, die auf mehr als eine Frequenz eingestellt sind!