Spielregeln des Lebens – soziale Gefüge

Lebewesen, die versuchen, andere – vor allem Artgenossen – zu sehr nach den eigenen Erfahrungen und Vorstellungen zu formen, zu erziehen, verstoßen gegen die Spielregel der freien Entfaltungsmöglichkeiten jeder/jedes Einzelnen in einer sich ändernden Umwelt. Im schlimmsten Fall bewirkt ein zu eng geschnalltes Korsett aus eventuell nicht mehr „zeitgemäßen“ Vorstellungen, die den aktuellen Lebensbedingungen gar nicht gerecht werden, dass die-/derjenige irgendwann darin verzweifelt, mit Gewalt daraus ausbricht oder das ganze soziale Gefüge zusammenbricht.
Der Sinn des Spiels für alle MitspielerInnen liegt darin, dass sie lernen, über Generationen und sonstige Gruppen (oder sogar Artgrenzen) hinweg wechselseitig zu kommunizieren, also alte und neue Erfahrungen oder Vorstellungen zu teilen, mit gutem Beispiel voranzugehen, zu überzeugen oder immer wieder neue Kompromisse zu finden, Beziehungen aufzubauen und sie am Leben zu halten, lebenslang zu kooperieren; nicht darin, andere möglichst schnell dazu zu bringen, genau das zu tun, was man selbst getan hat, gerade tut, gern hätte (dass nur andere es tun) oder selbst tun würde.

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader! (https://natur-highlights.de)

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